Gerade einmal ein Jahr nach dem in der Presse vielfach hochgelobten Album „Ape Uprising!“ melden sich die Herren von SLOUGH FEG bereits mit einem Nachfolger zurück. „The Animal Spirits“ heißt das gute Stück und reiht sich als mittlerweile achtes Studioalbum in die Diskographie der aus San Francisco stammenden Truppe ein. In der Vergangenheit konnten die Kalifornier bereits problemlos beweisen, dass sie sich keinesfalls musikalisch festfahren und präsentierten sich von Album zu Album von einer etwas anderen Seite. Das Niveau wurde hierbei auf jedem Silberling groß geschrieben und die musikalischen Schwerpunkte anders verteilt. Doch wie sieht das ganze nach einer solch kurzen Zeitspanne und der enorm hohen Messlatte die „Ape Uprising!“ gesetzt hat aus? Kann „The Animal Spirits“ daran überhaupt anknüpfen?
Nun steht „The Animal Spirits“ auf dem Programm und macht genau dort weiter wo der Vorgänger aufgehört hat. Der rund zwei Minuten kurze Opener „Trick The Vicar“ gibt gleich die Richtung vor was einen die nächste Zeit erwarten wird. Fetziges Riffing bringt die Glieder direkt in Bewegung und gute Laune ist sofort vorprogrammiert. Das hier kann einfach nur eine unverkennbar SLOUGH FEG Platte werden. Erstklassiger Powermetal, der gespickt mit Heavy Metal Elementen der frühen 80er ist lässt sogleich ein Lächeln auf meinem Gesicht erstrahlen.
Die Kalifornier haben in der Zeit nach „Ape Uprising!“ keinesfalls geschlafen, wie sie mit ihrem neuen Output problemlos beweisen. Gerade Songs wie das fabelhafte instrumentale „Materia Prima“ zeigen die Herren von ihrer besten Seite. Fesselndes, schlüssiges Riffing, welches gerade gegen Ende einen ziemlichen Maiden Beigeschmack hat schafft zu jeder Sekunde Lust auf mehr. Ich frage mich ernsthaft was mit diesen Jungs los ist. Wo nehmen die bitte ihre Kreativität her? Hier wird ein geniales Album nach dem anderen rausgeworfen!
„The Animal Spirits“ klingt meiner Meinung nach wie eine Verknüpfung der letzten fünf Jahre. Hier treffen energiegeladene schnellere Powermetaltracks, in welchen sich gerade die Gitarristen immer und immer mehr in die Materie hineinsteigern, auf 80er Jahre rockige/heavy Songs.
Doch leider kommt das Ganze in meinen Augen nicht ganz an den Vorgänger heran. Dafür fehlen mir ein wenig die enorm ausufernden Songs wie beispielsweise der Titeltrack „Ape Uprising“. Allerdings bleibt das neue Schmuckstück nur ganz knapp unter der Messlatte.
Für mich ist es absolut unverständlich, dass SLOUGH FEG nach wie vor überwiegend im Underground als wahre Perle gehandelt werden und der große Durchbruch bisher außen vor blieb. Daher kann ich jedem Freund von Power-, Heavy Metal und Rock nur raten sich sowohl dieses Album als auch die Vorgängerplatten zu Gemüte zu führen und sich von der Spielfreude und Kreativität der Kalifornier genauso verzaubern zu lassen wie sie es bei mir und vielen anderen geschafft haben. Daumen hoch für eine Band die über so langen Zeitraum ihr Niveau hält und fast immer noch einen draufsetzen kann!!! (Sebastian)
Bewertung: 8,5 / 10
Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 38:46 min
Label: Cruz Del Sur Music
Veröffentlichungstermin: 22.10.2010
