madamemayhem nowyouknowVon einer Sängerin, die sich den Künstlernamen MADAME MAYHEM gegeben hat, die aus den USA stammt und sich moderne Rockmusik auf die Fahnen geschrieben hat, wenngleich man beim Anblick der gemeingefährlichen Nieten- und Stachelhandschuhe auf den Fotos eher an Black Metal denken würde, erwarte ich ganz grundsätzlich erst einmal nichts Besonderes. Riecht in der Theorie eben alles sehr nach Berechnung und Marketing.

Umso schöner ist es dann beim Hören des Albums „Now You Know“ festzustellen, dass haargenau die Erwartungen getroffen werden. Dieses Scheibchen, welches scheinbar nicht das Debütalbum ist und bei dem sich diverse namhafte Gäste die Klinke in die Hand geben, unter anderem Ray Luzier (KORN), Bumblefoot (GUNS N‘ ROSES), Satchel (STEEL PANTHER) und Corey Lowery (STUCK MOJO), hat mit guter Musik nicht gerade viel zu tun, sondern riecht von vorne bis hinten nach einem Kunstprodukt. Kaum verwunderlich, dass es sich bei MADAME MAYHEM um eine „Trademark“ handelt, also eine registrierte Ware.

Ein kompletter Rohrkrepierer ist vorliegendes Album dann aber auch wiederum nicht, besonders auffällig ist, dass die Madame auf ihrem Album keine einheitlich akzeptable Gesangsleistung abliefert, beim Opener „Monster“ klingt sie kraftvoll, beim direkt darauf folgenden „Perfect Nightmare“, wieder gefolgt vom Tiefpunkt „Something Better“, hingegen kraftlos und schräg. Und so geht es dann auch konsequent weiter, die 14 Songs, per se bereits zu viele, bieten ein Wechselbad der Gefühle, bei manchen denkt man sich, das hat Potential, bei manch anderen will man nur noch schreiend davon laufen.

Einen Einblick in die gute Seite der MADAME MAYHEM kann man sich mit Hilfe von „Left For Dead“, „Under The Microscope“ und dem überraschend bluesigen „Pain“ verschaffen, man verpasst aber wirklich nicht viel, wenn man dieses Projekt ignoriert.
Auch deshalb ist es schon erstaunlich, dass ein Mann wie Billy Sheehan (MR. BIG, THE WINERY DOGS) hier als Produzent, Bassist und Co-Songschreiber fungierte, so kann man seinen Namen und seinen Ruf auch beschädigen.

Letzten Endes ist es dann eine Mischung aus Ärger, Verzweiflung, Verwunderung und Schadenfreude, die bei mir zurückleibt, einerseits weil die Sängerin nicht ganz ohne Potential ist, wenn man sich die Balladen mal in Ruhe reinpfeift, andererseits muss man sich dann aber auch fragen, warum das alle Beteiligten nicht besser im Studio hinbekommen haben. Immerhin ist auch schlechte Werbung imagebildend. (Maik)


Bewertung: 

Maik 20165,0 5 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 47:00 min
Label: Metalville
Veröffentlichungstermin: 26.08.2016

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