shrimpfield theshrimpfieldlaneCoverbands gibt es da draußen sicher Tausende. Ich wage zu behaupten, dass man hier in Deutschland an jedem beliebigen Tag der Woche in einen Klub oder eine Kneipe gehen kann und man wird sicher irgendeine Band finden, die die Stücke einer bekannteren Gruppe mal besser, mal schlechter nachspielt. Es gibt sogar nicht wenige Musiker, die auf diese Art und Weise ihren Lebensunterhalt bestreiten. Auch Gruppen, die Songs vergangener Jahrzehnte in einem anderen Klanggewand nachspielen gibt es sicher mehr als man zählen kann. Was bitte ist dann gerade an SHRIMPFIELD so besonders, dass ihr Debüt „The Shrimpfield Lane“ von mir eine derart gute Benotung erhält?

Nun, diese Frage habe ich mir durchaus auch gestellt, als von Pascal Weick die Anfrage kam, ob ich denn nicht Lust hätte das Album zu besprechen. Also kurz den Link zum Video zu „You Win Again“, dem Cover des bekannten Stücks der BEE GEES angeklickt und die Sache war geritzt.

Klar, SHRIMPFIELD covern auf „The Shrimpfield Lane“ auch nur bekannte Songs, die vorzugsweise aus den Achtzigern stammen. Den Rock oder Pop erfinden Julian Baader (Gesang) und Pascal Weick (Gitarre, Bass) hier auch nicht neu. Der kleine, aber feine Unterschied ist jedoch, dass sie gar keinen Hehl daraus machen, dass dies auch überhaupt nicht ihre Absicht ist. Eine sehr sympathische Einstellung.

Man merkt den beiden ehemaligen Mitgliedern von JOY BECAME CLEAR deutlich an, dass sie sich selbst nicht allzu ernst nehmen, was sie von vielen anderen Künstlern unterscheidet. Weiterhin wird hier nicht einfach stumpf gecovert, sondern den Songs ein eigener Stempel aufgedrückt. So verwandeln die Jungs mal eben „Straight Up“ von PAULA ABDUL in eine flotte Pop-Punk Nummer oder die ROXETTE-Schnulze „It Must Have Been Love“ in eine Art Hardcoreballade. Das alles geschieht stets mit einem Augenzwinkern und einer gewaltigen Portion Humor.

Für eine Eigenproduktion geht hier auch der Klang vollkommen in Ordnung. Wer nach dem Hören von „The Shrimpfield Lane“ keine gute Laune bekommt, der braucht auch keinen Arzt mehr zu konsultieren, weil ihm dann eh nicht mehr zu helfen ist. (Matthias)

Bewertung:

Matthias8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 46:33 min
Label: Spinnup
Veröffentlichungstermin: 23.05.2018

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