Seven Spires - Emerald Seas

sevenspires emeraldseasDas Debütalbum „Solveig“ dieser Band aus den Staaten hatte ich vor zweieinhalb Jahren als ordentlich bezeichnet, was zwischen den Zeilen ja sowas bedeutet wie, das Ergebnis hätte auch besser sein können. Rückblickend betrachtet bewegt sich meine Bewertung von sieben Punkten sogar eher im wohlwollenden Bereich, denn dieses Album hatte einfach bei seinen 65 Minuten Spielzeit zu viele kreative Pausen dabei.

Das fällt einem umso mehr auf, wenn man sich dieser Tage „Emerald Seas“ zu Gemüte führt, denn auf ihrem Zweitwerk machen SEVEN SPIRES nicht nur einen, sondern gleich zwei Schritte nach vorne. Dort wo man sich bei dem Debüt zwischen den Genres noch verzettelte, kommt man nun viel besser auf den Punkt und auch der Sound des Albums ist deutlich besser geworden.
Hier macht sich sicherlich positiv bemerkbar, dass Sascha Paeth in der Zwischenzeit sowohl bei AVANTASIA als auch bei seinem eigenen Projekt MASTERS OF CEREMONY mit der Sängerin Adrienne Cowan gearbeitet hat.

Viele der Songs des „Emerald Seas“ Album tendieren nun in eine BEYOND THE BLACK Richtung, es geht also melodisch zu und die meisten Songs haben einen kräftigen Unterton, man überrascht aber nach wie vor mit interessanten Elementen wie den akustischen Gitarren im Opener „Ghost Of A Dream“. Und das extrem metallische Element kann sich die Band nach wie vor nicht verkneifen und so tanzt eine Nummer wie „Drowner Of Worlds“, die mehr an Bands wie CRADLE OF FILTH oder DIMMU BORGIR erinnert als an DELAIN oder AMARANTHE, ganz schön aus der Reihe.

Den Kern des Albums bilden aber die Hits und da gibt es mit „Every Crest“ und „Succumb“ schon mal zwei, die durchaus eine metallische Härte aufweisen, wohingegen Nummern wie „Unmapped Darkness“ oder „Silvery Moon“ zwar auch gut, vielleicht aber auch etwas zu vorsichtig geraten sind. Auf „Bury You“ passen sogar beide Umschreibungen zur gleichen Zeit.

Dass man beides auch gekonnt miteinander kombinieren kann, beweisen SEVEN SPIRES bei „Fearless“, das sowohl einen hymnischen und zugleich heftigen Refrain hat, ansonsten aber klar in die Melodic Death Metal Ecke schielt. Bei dieser Nummer gefällt mir das Drumming von Chris Dovas übrigens am besten.

Wer sich nun selber einen Überblick verschaffen möchte, tut das am besten mit dem Albumhighlight „The Trouble With Eternal Life“, das man sich bis zum Schluss aufgehoben hat. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20168,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 49:05 min
Label: Frontiers/Soulfood
Veröffentlichungstermin: 14.02.2020

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