Satanic Squirrel - Crush Everyone (EP)

“Der Teufel ist ein Eichhörnchen.” Das glaubte man zumindest im Mittelalter, als der Gehörnte nicht selten als ebensolches dargestellt wurde. Ob dies nun die Inspiration für SATANIC SQUIRREL war, entzieht sich jedoch meiner Kenntnis. Ebenso wie die Antwort auf die Frage, ob man hier tatsächlich von einer Band oder eher von einem Projekt sprechen kann. Gegründet wurden SATANIC SQUIRREL 2022 von Saschimoto und T-Fresh, welche sonst bei der Grindcore-Band HELLATIO zugange sind. Da die beiden die einzigen Mitglieder sind, bin ich mir wie gesagt nicht sicher, ob die Hamburger/Berliner Formation jetzt als Zwei-Mann-Band wie MANTAR angesehen werden sollte oder nicht. Letztendlich ist das aber auch zweitrangig.

SATANIC SQUIRREL haben sich bei ihrer Musik dem Thrash Metal der Achtziger verschrieben. Referenzbands sind hier ganz klar MEGADETH, METALLICA, TESTAMENT und NUCLEAR ASSAULT. Doch auch SACRED REICH haben ihre Spuren im Sound der „Satanischen Eichhörnchen“ hinterlassen.

2023 erschien mit „Toxic World Invasion“ die erste EP des Duos. Mit „Crush Everyone“ folgte am 13.12.2025 EP Nummer zwei. Für den Sound und die Schlagzeugprogrammierung war hier erneut Timo Höcke (MANTAR) verantwortlich. Wie klingt das Ganze denn nun?

Das eröffnende Instrumental „Consquirrelcy“ lässt logischerweise noch keine Schlüsse zu, was Saschimoto (Gitarre, Bass, Programmierung) und T-Fresh (Gesang), die sich hier übrigens Thrashimoto und T-Slash nennen, auf „Crush Everyone“ so veranstalten. Das zeigt sich erst bei „Fire Breathing Squirrel Demon“. Sobald T-Fresh den ersten Ton singt, traut man seinen Ohren nicht. Der Mann klingt nämlich original wie Dave Mustaine! (MEGADETH). Natürlich kann man gerne darüber streiten, ob das denn jetzt gut oder schlecht ist. Ich persönlich mag die punkige Stimme Mustaines sehr und kann deshalb auch sehr gut mit dem Gesang von T-Fresh leben. Musikalisch können SATANIC SQUIRREL jedoch nicht ganz mit MEGADETH mithalten. Auch weil sie weniger technisch zu Werke gehen als die Kalifornier. Das größte Manko auf der EP ist jedoch der fehlende Schlagzeuger. Die hier enthaltenen sechs Songs sind alles andere als schlecht, doch leider fehlt es ihnen an Durchschlagskraft.

So klingt „Crush Everyone“ wie eine alte Demokassette aus den Achtzigern. Vielleicht haben SATANIC SQUIRREL ja genau das beabsichtigt. Trotzdem finde ich es schade. Mit einer vernünftigen Produktion und einem echten Schlagzeuger wäre hier nämlich deutlich mehr drin gewesen. (Matthias)

Bewertung:

Matthias5.5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 6
Spielzeit: 21:46 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 13.12.2025