avatarium alliwantAVATARIUM aus Stockholm sind eine noch ziemlich junge Band; gerade mal vor zwei Jahren wurden sie gegründet. Bis auf Sängerin Jennie-Ann Smith sind die Mitglieder dieser Band jedoch alles andere als unbekannt. Am bekanntesten dürfte noch Bandgründer Leif Edling sein, der neben AVATARIUM auch bei CANDLEMASS den Bass bedient. Und aus dem CANDLEMASS-Universum hat er sich auch seine Mitstreiter gesucht – alle haben schonmal bei CANDLEMASS auf Platte oder live mitgespielt – bis auf Lars Sköld und die besagte Jennie-Ann.

Und das hört man auch. Schon beim ersten Hören denkt man an CANDLEMASS – zumindest an ihr letztes Album „Psalms For The Dead“. Dennoch klingen AVATARIUM nicht wie eine billige Kopie, sondern sie haben durchauch ihren eigenen, schweren und schleppenden Sound. Auf der EP „All I Want“ sind insgesamt „nur“ zwei neue Songs enthalten, das schon besagte und namensgebende „All I Want“ sowie „Deep Well“. Bei beiden geht man auch gerne in die experimentelle Richtung und verwendet allerlei klanggebende Materialien, die nur schwer zu identifizieren sind.

Während „All I Want“ von Anfang an Vollgas gibt und vom ersten Ton an überzeugen kann, ist „Deep Well“ doch deutlich langsamer, ruhiger und leiser; die Stimme von Jennie-Ann Smith steht im Mittelpunkt. Und dennoch wird der Song in seinem Verlauf richtig heavy und herrlich doomig.

Als Beigabe gibt es Liveversionen von drei Songs des bisher einzigen Albums „Avatarium“, die auf dem erst zweiten Konzert der Band auf dem Roadburn-Festival in Tilburg aufgenommen wurden. Die Songs einschließlich Sound sind allesamt von guter Qualität, was den positiven Eindruck, den die Band auf dem letzten Hammer Of Doom auf mich gemacht hat, nur bestätigen kann.

AVATARIUM spielen Doom, so wie ich ihn mag. Langsam, schleppend und trotzdem unglaublich heavy und dabei noch mit einem Hauch 70er Jahre verfeinert. Dazu kommt Jennie-Anns kräftige, klare Stimme, die auch mal was anderes ist. Nachdem mich die Band nun sowohl live als auch auf Platte überzeugen konnte, werde ich mir das Album definitiv auch noch zulegen. Wer Doom mag, sollte diese Band einmal antesten. Und auch CANDLEMASS-Fans sollten durchaus mal in diese Platte reinhören. (Anne)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 5
Spielzeit: 31:11 min
Label: Nuclear Blast
Veröffentlichungstermin: 14.11.2014

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