We Are The Catalyst - Perseverance

wearethecatalyst perseveranceBei dieser schwedischen Band habe ich bislang vor allem die Do It Yourself Einstellung bewundert, mit der man es geschafft hat mit wenig Mitteln relativ viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Die ersten beiden Alben „Monuments“ und „Elevation“ kenne ich zwar nach wie vor nicht, aber das Drittwerk „Ephemeral“ hat mir vor zweieinhalb Jahren zumindest so gut gefallen, dass ich sieben Punkte verteilen konnte, was bei einer Eigenproduktion nicht selbstverständlich ist.

Auf besagtem Album passte nicht nur der Sound, sondern es gab auch einige gute Songs zu bestaunen, stilistisch irgendwo zwischen EVANESCENCE, LACUNA COIL und AMARANTHE. Zweieinhalb Jahre nach „Ephemeral“ steht nun der Albumnachfolger parat, als Titel hat man sich wie bereits in der Vergangenheit praktiziert auf ein einziges Wort festgelegt: „Perseverance“. Wollen wir für die Band hoffen, dass sich ihre Beharrlichkeit auch auszahlen wird, denn auch das aktuelle Album punktet erneut mit guten Songs und einem angenehmen Sound, der passend zur Musik modern klingt, aber nicht zu modern und nicht zu elektronisch.

WE ARE THE CATALYST sind klar eine Rockband, bei einem Song wie „Angels Of Death“ bewegt man sich sogar eher in Richtung Heavy Metal. Ganz generell würde ich die Band aus Schweden dem Modern Alternative Rock Genre zuordnen, wie bereits auf „Ephemeral“ versucht man sich nicht zu sehr stilistisch einzuschränken, ein roter Faden bleibt trotzdem immer erkennbar.

Was aber auch bei diesem Album erneut auffällt, ist dass drei Personen für so eine Band mindestens mal zwei zu wenig sind, ich bin sicher, dass WE ARE THE CATALYST mit einem zweiten Gitarristen und einem richtigen Keyboarder noch besser klingen würden. Auch ein zweiter Sänger neben der Sängerin Cat Fey würde für noch mehr Abwechslung sorgen, so wie LACUNA COIL und AMARANTHE das bieten können.

Damit könnte man sicherlich auch das ein oder andere Loch stopfen, das im Songwriting noch vorhanden ist. Etwa die Hälfte der Songs ist richtig gut, allen voran „Underneath It All“, „More“ und „Set The World On Fire“, unter den zwölf Songs finden sich aber auch ein paar, die nicht so richtig zünden wollen, und das darf man sich nicht erlauben, wenn man als Band die nächsten Schritte gehen möchte.

Sprachlich bietet die Band uns auf ihrem aktuellen Album auch zwei Songs in schwedischer Sprache an, in der ersten Hälfte „Järtecken“ und in der zweiten Hälfte „Noll“, kann man durchaus machen, als Highlights sehe ich beide Songs aber nicht an.

Von daher würde ich sagen, dass sich WE ARE THE CATALYST in kleinen Schritten in die richtige Richtung bewegen, wer mal reinhören möchte tut dies am besten mit der Hymne „Brave New Day“ oder dem Opener „Set The World On Fire“. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20167,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 43:42 min
Label: Flick Records
Veröffentlichungstermin: 26.11.2021

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