Viking Queen - Hammer Of The Gods

vikingqueen hammerofthegodsEs gibt immer wieder Bands, die es einem unverhältnismäßig schwer machen, an Informationen über sie zu kommen. In diesen Fällen ist es dann nicht so ganz einfach, ein Review zu verfassen. Denn um ehrlich zu sein, hat man oft weder die Zeit noch die Lust, stundenlang das Internet nach irgendwelchen Infos zu durchsuchen, an die man problemlos käme, würden manche Bands einfach einmal auf die Idee kommen, ein Infoblatt mit dem Downloadlink zu schicken und nicht nur die Musik und mit viel Glück das Albumcover.

Einer dieser Fälle sind VIKING QUEEN, bei denen einen weder der Blick auf die Internetseite noch auf die Facebook Seite wirklich weiter bringen. Geschweige denn, dass man auf Metal Achives fündig würde. Doch zum Glück ist Neckbreaker nicht das einzige Online Magazin des Planeten und so wurde ich schließlich auf der Seite unserer serbischen Kollegen von www.abbadon-magazine.com fündig. Hier gilt mein besonderer Dank Ivona Bogner, die bereits eine Kritik zum am 15.10. erschienenen Debüt aus dem Hause VIKING QUEEN, welches auf den Namen „Hammer Of The Gods“ hört, verfasst hat.

Diesem kann man dann entnehmen, dass die Gruppe aus Norwegen stammt, bereits seit 2016 existiert und aus Geir Mirnada (Schlagzeug), Lasse Bjerkan (Gitarre), Robban (Gitarre), TJ (Bass), Marthe Elisabeth (Leadgesang) und Tone Elisabeth Johansen (Hintergrundgesang) besteht.

Bei einem solchen Bandnamen und Albumtitel erwartet wohl jeder hammerharten Viking Metal, zudem die Songtitel auch auf selbigen schließen lassen. Doch bereits der Blick auf das Cover lässt einen stutzen. Denn anstatt Mjöllnir, den ich persönlich bei einem Titel wie „Hammer Of The Gods“ erwartet hätte, findet man dort ein altmodisches Mikrofon, wie man es eher von VOLBEAT kennt. Was bitte soll das denn?

Ich war daher gespannt, wie die Musik klingt. Die Scheibe beginnt mit dem Titelsong und dieser ist durchaus gelungen. Vor allem weil mich der Gesang hier sehr stark an Jutta Weinhold (VELVET VIPER, ex-ZED YAGO) erinnert. „Hammer Of The Gods“ ist dann auch der Höhepunkt des Albums.

Dieses entpuppt sich letztendlich als alles andere als Viking Metal. Die hier enthaltenen zehn Stücke kann man eher als Classic Rock mit Wikingertexten bezeichnen. Was den Härtegrad angeht, erinnern einen die Norweger eher an Kapellen wie VIXEN, LEE AARON oder CHRISSY STEELE. Musikalisch sind Lieder wie „Knives Through My Heart“ oder „Trail Of A Viking” nicht einmal übel, aber ansonsten passt hier einfach gar nichts. Weder der Bandname noch der Albumtitel und schon gar nicht die Songtitel. Würden VIXEN plötzlich Songs über die Nordmänner schreiben, käme vermutlich so etwas dabei raus.

Das Endergebnis ist dann weder Fisch noch Fleisch und ich kann das, mit Verlaub, nicht wirklich ernst nehmen. (Matthias)

Bewertung:

Matthias6,0 6 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 37:04 min
Label: Dr Johns Surgery Records
Veröffentlichungstermin: 15.10.2020

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