Sacrifire - Sacrifire

sacrifire sacrifireSACRIFIRE wurden erst letztes Jahr gegründet, sind aber beileibe keine Anfänger. Ins Leben gerufen wurde die Band von Jochen Trunk (DISBELIEF) und Dirk Weiß (WARPATH), etwas später stieg auch noch Fab Regmann (DISBELIEF, ANTIMATTER) ein und somit war der Dreier komplett. Erste Songs wurden geschrieben, im nächsten Jahr soll auch schon das erste Album erscheinen, aber als kleinen Vorgeschmack gibt es dieses Jahr erst mal eine EP. Die hört auf den gleichen Namen wie die Band und gibt einen Ausblick auf das, was da noch kommt.

Schon das Eingangsriff des Openers „The Search“ macht Lust auf mehr. Allerdings wird es dann nicht so hart, wie man dies zunächst erwartet, dafür aber angenehm melodiös und auch der Gesang kann überzeugen. „The Search“ geht ins Ohr und überzeugt mit seiner düsteren Stimmung. „As If You Never Existed“ ist der erste Song, der für diese Band geschrieben wurde und er stellt sich doch etwas anders dar als der Opener. Zunächst sehr ruhig und reduziert, steht der tiefe Gesang im Mittelpunkt, bevor der Song auch instrumental langsam Fahrt aufnimmt, dabei dann aber doch eher ruhig bleibt und eher Richtung Gothic Metal driftet und eine richtig schöne Atmosphäre aufbaut.

Der erste veröffentlichte Song, und ich muss auch sagen, der Song, der mir persönlich am besten gefällt, ist „Broken“. Hier geht man von Anfang an in die Vollen und der düstere Gesang kann voll überzeugen. Immer wieder gibt es auch ruhigere Parts und insgesamt ist es einfach ein guter Gothic Metal-Song mit schönem Ohrwurmrefrain. Davon gerne mehr! Doch die EP klingt mit „Until We Die“ wieder eher ruhig aus. Auch wenn das Stück in seinem Verlauf etwas Fahrt aufnimmt, so ist es doch eher getragen, dafür aber umso eindringlicher. Hier trägt der tiefe Gesang ebenfalls wieder gut zur düsteren Atmosphäre bei.

Wie überhaupt das ganze Album eine sehr schöne dunkle Stimmung verbreitet und an den Gothic Metal erinnert, wie er Ende der 90er überall zu finden war, aber heute nur noch selten. Was aber nicht heißen soll, dass diese EP altbacken klingt, ganz im Gegenteil. Wobei Klang ein gutes Stichwort ist: Ich habe das Review anhand von YouTube gemacht und finde den Sound ziemlich stumpf und undifferenziert. Allerdings habe ich in letzter Zeit bei vielen Alben die Erfahrung gemacht, dass die Soundqualität auf YouTube schon im Vergleich zu mp3-Dateien sehr dürftig ist. Ich gehe also einfach mal davon aus, dass der Sound auf Platte deutlich besser ist. Alles in allem werde ich SACRIFIRE aber auf jeden Fall im Auge behalten und ich bin schon auf das Album im nächsten Jahr gespannt. (Anne)

Bewertung:

Anne7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 4
Spielzeit: 20:30 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 15.09.2020

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