sonsofseasons_godsofvermin.jpgSONS OF SEASONS, das ist die neue Band von Oliver Palotai und Henning Basse; beides keine Unbekannten innerhalb der nationalen bzw. internationalen Metalszene. Oli Palotai war bzw. ist Keyboarder der Touringbands von BLAZE und DORO sowie seit einigen Jährchen fester Bestandteil der norwegisch-amerikanischen Kooperation KAMELOT, eines der derzeit heißesten Eisen des melodischen Heavy Metals. Henning Basse hält seit fast 10 Jahren als Sänger bei METALIUM die Fahne des True Metals hoch, und stand kurzzeitig auch schon in Diensten der deutlich bekannteren BRAINSTORM. Unterstützt werden die beiden auf „Gods Ov Vermin“ vom Bassisten Jürgen Steinmetz und dem Schlagwerker Daniel Schild.

Kreativer Kopf hinter SONS OF SEASONS ist allerdings ganz eindeutig Oliver Palotai, denn das Debütalbum „Gods Of Vermin“ klingt deutlich mehr nach KAMELOT als nach METALIUM, um es mal grob auf den Punkt zu bringen. Die Feindarstellung des Sounds würde an dieser Stelle jetzt mehrere Absätze einnehmen, denn SONS OF SEASONS verarbeiten so viele Einflüsse, dass es unmöglich ist, das alles plakativ zusammenzufassen. Power-, Thrash-, Gothic-, Melodic- und Symphonic Metal, dazu ein bisschen Rock, Folk und Jazz, da fällt es schwer von einem stimmigen Gesamtkonzept zu sprechen. Das Label spricht von Dark Symphonic Metal, da will ich jetzt mal nicht widersprechen.  

Und genau diese Stilmixtur oder soll ich besser sagen dieses Stilwirrwarr ist ein wenig das Problem von „Gods Of Vermin“. Viele sehr gelungene Ansätze und Ideen kommen einfach nicht so zur Geltung, wie es sein könnte, würde sich die Band ein wenig mehr auf den roten Faden fokussieren.
Das ist wirklich sehr schade, denn das Potential ist unverkennbar da, Songs wie „A Blind Man's Resolution“, „Wheel Of Guilt“ „Fall Of Byzanz“, „Third Moon Rising“ und allen voran „Wintersmith“ machen es vor. Auf der anderen Seite stehen dann so Sachen wie „Fallen Family“ oder „Dead Man's Shadows“ die mehr Fragezeichen hinterlassen als Ausrufezeichen.

Ein klein wenig kann man diese Unzulänglichkeiten wenigstens damit wieder ausgleichen, dass man auf „Gods Of Vermin“ mit der in allen Belangen grandiosen Simone Simons (EPICA) eine prominente Gastsängerin aufzubieten hat, die vor allem das Duett „Wintersmith“ veredelt, und auch bei einigen anderen Songs ihren Beitrag leisten darf. Die Besitzer der Promoversion haben sogar das zusätzliche „Vergnügen“, dass Miss Simons einem geschätzte 30 Mal erzählt, dass man gerade die neue SONS OF SEASONS hört. Danke für diese Info!

Zusammenfassend kann ich über das SONS OF SEASONS Debüt sagen, dass man als aufgeschlossener Metaller die Scheibe bzw. die besseren Songs (die die Überhand haben) ruhig mal testen sollte, für eine allgemeingültige Kaufempfehlung ist das Gebotene auf „Gods Of Vermin“ aber zu wenig. Wenn's nach mir geht, beim nächsten Album Ballast von Bord werfen, und dann gibt’s von mir auch eine mindestens gute Wertung. (Maik)


Bewertung: 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 65:01 min
Label: Napalm Records
Veröffentlichungstermin: 30.04.09

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