piotr_grudzinski1.jpgWer in unserem Magazin genauer hinschaut wird feststellen, dass die Prog-Hoffnung RIVERSIDE zu den Acts gehört, die am häufigsten darin auftauchen. Das liegt sicherlich an mir und an der Vorliebe meiner besseren Hälfte für das polnische Quartett. In der Tat haben wir sie in den letzten Jahren schon öfter gesehen und dabei die Musiker auch kennen gelernt. Doch wir bei NECKBREAKER interessieren uns nur am Rande dafür, auch wenn sie wie beim letzten Konzert in Aschaffenburg wieder einmal lobenswerter Weise anschließend den Dialog mit den Fans gesucht hatten.
Uns liegt eher an den musikalischen Aspekten der Truppe, die auf dem letzten Album „Anno Domini High Definition“ ihrem Artrock eine härtere Note gegeben hat. Und seit meinem letzten Interview mit der Band sind zweieinhalb Jahre ins Land gegangen und zwei Studioalben erschienen, da sammeln sich genug Themen an, bei denen man nachhaken kann. Mein Gesprächspartner war dieses mal der eher introvertiert wirkende Gitarrist Piotr Grudzinski, den ich direkt nach dem Essen vorm Mikro hatte. Leider war die Couch im Colos-Saal besetzt, so dass wir uns mit dem Büro zufrieden geben mussten. Das hielt den Mann nicht davon ab, uns mit jeder Menge Informationen einzudecken, die ich euch nicht vorenthalten will.

Pfälzer: Piotr, das letzte Mal, dass ich RIVERSIDE interviewt habe, war vor dem Konzert mit DREAM THEATER in Luxemburg. Seit der Zeit sind zweieinhalb Jahre vergangen und zwei Studioalben erschienen. Wie seid ihr mit den Reaktionen und den Verkäufen der beiden Scheiben zufrieden?

Piotr Grudzinski: Momentan promoten wir ja unser letztes Album „Anno Domini High Definition“. Ich denke innerhalb der letzten zweieinhalb Jahre wuchs die Band weiter, würde auch sagen, dass wir weiter Schritte nach vorne und nicht nach hinten machen. Dass sich viele Dinge geändert haben glaube ich nicht, Du tust immer noch das Selbe, nimmst neue Alben auf, spielst Konzerte, es ist ein Wachstum festzustellen, aber nicht dass man zack, über Nacht eine große Band ist. Alles ist in einem gesunden Fortschritt einer stetigen Entwicklung, ich denke, dass dies ein guter Weg für eine Band ist.

Pfälzer: Schön zu hören! Beim neuen Album gab es ein paar stilistische Veränderungen, es atmet mehr Metal, rockt mehr nach vorne. Wie kam es dazu und war es eine bewusste Entscheidung?

Piotr Grudzinski: Dafür gab es mehrere Gründe, der erste war, dass wir nach „Rapid Eye Movement“, dem letzten Album unserer Trilogie das Gefühl hatten etwas ändern zu müssen. Deswegen wechselten wir den Produzenten, das Aufnahmestudio und kamen zu dem Entschluss auch in unserer musikalischen Ausrichtung etwas zu ändern. Das war sicherlich der Hauptgrund, die Trilogie war vorbei, wir wollten etwas anderes machen.
Zweitens war da die Tour mit DREAM THEATER bei der wir auch auf dem Masters of Prog-Festival in Saragossa spielten, wo wir die Bühne mit SLAYER, MASTODON MOTÖRHEAD und natürlich DREAM THEATER teilten. Weißt Du, da fiel uns auf, dass wir eigentlich immer sehr sanfte Songs spielen, manchmal würden wir aber gerne auch mal härter spielen, um auf diese Festivals zu passen.
Der dritte Grund ist das Hauptthema des neuen Albums, die Zeiten in denen wir leben. Mariusz wollte etwas über die Hetzte, über das Chaos im Leben zum Ausdruck bringen. Daher konnten wir auch keine sphärischen Songs, langsame Balladen und so Zeug darauf spielen, weswegen wir die härtere Ausdrucksweise suchten. Das sind die Hauptgründe für die Art der Musik auf dieser Scheibe, was sicher nicht heißen soll, dass die nächsten Alben auch so klingen werden. Das ist diese Sache, niemand weiß wie sich das bei der nächsten Scheibe anhören wird.

Pfälzer: Wenn Du also schon sagst, dass man in Zukunft den Weg nicht weiter beschreiten muss, was bestimmt die Richtung, in die ein neues Werk geht? Hängt es vom lyrischen Konzept ab?


 

Auf der nächsten Scheibe können wir auch einfachere Songs spielen, oder auch wieder ruhigere, wer weiß was kommt!

RIVERSIDE bleiben lieber unberechenbar



Piotr Grudzinski: Ähm, Du musst wissen, wir sind gerne eine Band, die unberechenbar ist, wir schließen unsere Musik nicht in einer festen Hülle ein, wir wollen unsere Fans und Zuhörer immer überraschen. Dieses ist nun heavier, rockiger, metallastiger, auf der nächsten Langrille könnten wir eher einfache Songs spielen, wer weiß. Wir bleiben lieber unberechenbar!

Pfälzer: Wenn ihr an die neue Produktion rangeht, was kommt zuerst, das Konzept oder die Musik?

Piotr Grudzinski: Am Anfang steht da ein grobes Thema, wovon die Lieder handeln sollen, aber da gibt es noch keine Texte, es gibt nur ein Konzept, worum es sich bei der Platte drehen soll. Am Ende schauen wir wie die Lyrics zu den Songs passen, denn die kommen als letztes in dem Prozess, zuerst arbeiten wir die Musik aus, zum Schluss schreibt Mariusz (Bassist und Sänger, Anm. d. Autors) die Texte dazu. Aber das Grundkonzept ist bereits in seinem Kopf, von daher wissen wir ungefähr wie das Album zu klingen hat und was wir wie einspielen müssen.

Pfälzer: Die Trilogie und auch das neue Album sind eine lyrische Reflektion der Probleme, die unsere moderne Zeit mitbringt. Aber weniger in der Art mit dem Finger auf jemanden zu zeigen, sondern mehr als eine Schilderung von Auswirkungen, die einen persönlich betreffen. Wieso seid ihr so interessiert an diesem Thema?piotr_grudzinski3.jpg

Piotr Grudzinski: Das hast Du gut erkannt, Mariusz will beim Schreiben nicht mit dem Finger auf das Verhalten der Leute zeigen, sondern einfach den Zustand reflektieren. Wir wollen den Hörern nicht sagen, dass sie die Dinge tun sollen wie wir denken. Du kannst unsere Texte lesen und darüber nachdenken ob der Mann recht hat oder eben nicht, oder sie auf Dich persönlich anwenden.
Er schreibt nicht ohne Interpretationsmöglichkeiten, er bringt keine Fakten, aber jeder, der die Texte liest kann sich selbst darin wiederfinden. Auch wenn Dich verschiedene Sachen beschäftigen, wirst Du eine Meinung dazu haben, diese werden unterschiedlich sein, dennoch passt es. Es ist einfach kein direktes Aufzeigen und er will einem auch nichts vorsagen.
Ich halte sie für sehr gute Lyrics, weil Du beim Lesen nachdenken musst. Ich hoffe Du verstehst was ich meine, ich mag diese Art von Texten, bei denen nicht sofort klar ist, worüber sie handeln. Du musst Dir Deine Gedanken dazu machen und sehen, wie Du sie auf Dich anwenden kannst.

Pfälzer: Was ebenfalls zu Euren Konzepten gehört, sind die Cover, das zu „Anno Domini High Definition“ wurde ja erneut von Travis Smith entworfen. Die Motive passen sehr gut zu der Musik, bei der Trilogie ergänzten die gemalten Bilder sehr gut die wärmere Atmosphäre, während beim neuen Album die flackernden Lichter die Hektik der heutigen Zeit und der Musik perfekt visualisieren. Bekommt er von euch nur die Idee hinter dem Album oder schon die Musik, bevor er anfängt das Cover zu gestalten?

Piotr Grudzinski: Zuerst einmal schreiben wir den Künstlern nicht vor, was sie zu tun haben. Mariusz sagt ihm einfach, worüber das Werk handeln wird und dass er sich einfach seine Vorstellungen dazu machen soll. Das funktioniert nur auf diese Weise, dabei ist es dann nicht so, dass der erste Entwurf uns auch voll zufrieden stellt, das kommt sehr selten vor.
Bei der Trilogie war es erst der fünfte, sechste oder auch siebte Entwurf, bis wir ihn passend für unser Cover fanden. Beim neuen Album verhielt es sich so, dass schon die erste Idee wirklich großartig war. Natürlich musste das ein oder andere retuschiert werden, aber seine Sicht auf diese Sache war echt klasse.
Wenn wir andere Künstler beauftragen etwas für uns zu tun, wollen wir, dass sie ihre Kunst einbringen, ihre Ideen und wie sie unsere Vorgaben sehen. Travis ist ein wirklich guter Künstler in den digitalen Medien, dazu denke ich, dass er unsere Musik mag und ihm viel einfällt, wenn er sie hört. Deswegen passen seine Ideen so gut zu unserer Musik, zu unseren Stimmungen und unseren Texten.

Pfälzer: Ich mag ihn auch, vor allem wegen seiner Arbeit für AMORPHIS!

Piotr Grudzinski: Das besondere an dem neuen Album ist, dass wir ihn gebeten haben, eine andere Technik zu verwenden. Alle drei Cover der Trilogie hatten dieselbe Stimmung, wurden mit der gleichen Technik gefertigt und zeigten die gleichen Dinge wie Hände, Gesichter oder Gemälde.
Jetzt wollten wir etwas anderes, ungefähr so wie auf seiner früheren Arbeit für „Terria“ von DEVIN TOWNSEND, das war von der Machart anders, mehr wie eine Photografie. Und wir stellten uns ebenso etwas anderes für dieses Album vor, und ich denke es ist wirklich gut geworden. Wenn Du diese Person da siehst und all die Lichter um ihn herum, die Hektik und Trubel bedeuten. Weißt Du er steht, die Zeit stoppt für ihn, aber alles bewegt sich um ihn herum, ich halte das für eine wirklich gute Idee.

Pfälzer: Im Studioblog von „Anno Domini High Definition“ las ich viele Kommentare von Fans aus Argentinien oder Brasilien. Wie erreicht ihr diese Fans?

Piotr Grudzinski: (schnauft) Schwierige Frage! Ich denke durch das Internet möglicherweise. Wir haben Download-Files auf unserer Seite und Menschen, die auf spezielle Musik, damit meine ich nicht nur Prog und Metal stehen suchen auch danach. Das Internet ist wie eine große Bibliothek, Du kannst alles dort finden. Ich glaube auch, dass Inside Out unsere Alben dorthin vertreibt. Manchmal werden wir auch von Leuten aus dem Libanon, Syrien oder solchen Ländern angeschrieben, ebenso hörte ich, dass wir die Möglichkeit haben nächstes Jahr in Indien zu spielen. Weißt Du, irgendwie finden die immer einen Weg, um an die Informationen über die Bands oder die Songs zu kommen.

Pfälzer: Habt ihr jemals in Südamerika gespielt?

Piotr Grudzinski: Bisher noch nicht. Wir sind lediglich in Mexiko aufgetreten, aber das war nahe der Grenze zu den Vereinigten Staaten, also eher Nordamerika als Mittelamerika. Ich hoffe dass wir eines Tages mal dorthin kommen, aber es ist schon schwer wegen der ganzen Logistik und auch wegen finanziellen Dingen. Alles ist recht teuer, die ganzen Flieger von Polen, doch irgendwie könnte sich das machen lassen. Wir tun alles dafür um überall hinzukommen, wo die Leute unsere Musik hören, nur hängt das alles nicht von der Band alleine ab.

Pfälzer: Euer Label Inside Out wechselte den Vertriebspartner von SPV zu EMI. Habt ihr davon etwas mitbekommen oder hat es euch beeinträchtigt?

Piotr Grudzinski: Leider ja! Leider weil der ganze Wechsel aufgrund der Insolvenz von SPV zu der Zeit kam, als wir „Anno Domini High Definition“ auf den Markt gebracht haben. InsideOut und SPV hatten da mit anderen Dingen zu kämpfen und unglücklicher Weise war das der Zeitraum als wir das neue Album promoten mussten. Ich denke daher hatten Inside Out nicht so die Möglichkeiten eine gute Promotion für die Scheibe zu fahren, deswegen sind wir nicht gerade glücklich darüber. Ich denke aber auch, dass es nicht der Fehler von irgendjemand war, es war einfach nur schlechtes Timing, denn es ist immer ein Einschnitt, wenn nicht nur der Vertrieb, sondern auch der Besitzer wechseln. Jetzt sind EMI und Century Media die neuen Partner, beide große Labels, damit wird in Zukunft vieles besser hoffe ich. 


 

Der Release kam genau zum Zeitpunkt der Insolvenz, von daher konnten InsideOut keine so gute Promotion machen!

Die Krise ist auch bei RIVERSIDE angekommen


Pfälzer: Noch eine Frage zu den Unterschieden zwischen den Alben: Spielst Du lieber die sphärischen Songs oder die härteren?

Piotr Grudzinski: Weißt Du, es verhält sich immer so, dass wenn Du zu viel in eine Richtung machst, Du das Gefühl bekommst etwas ändern zu müssen, zumindest für einige Zeit. Es ist genauso wie wenn Du unterwegs bist und an das nächste Album denkst, oder eben wenn Du während dem Studioaufenthalt gerne auf Tour gehen würdest.
Wir haben lange Jahre in der Metalszene gearbeitet, fühlen uns damit immer noch verbunden, deswegen mögen wir es auch mal härter zu spielen. Das war auch der Grund dafür ein härteres Album aufzunehmen.
Auf der laufenden Tournee versuchen wir die Balance zwischen beiden Dingen zu finden, wir spielen das neue Album am Stück und natürlich auch klassische RIVERSIDE-Sachen wie „The Same River“ und „Second Life Syndrom“, lange progressive Stücke, so finden wir eine gute Mischung aus ruhigeren und härteren Liedern. Nur promoten wir ja das neue Album, das ist das Wichtigste für uns, das ist aber mit 44 Minuten eine kurze Angelegenheit, so dass die Shows zu kurz werden würden. Ich denke die Setlist ist ziemlich cool, und wir mögen sie runter zu spielen.

Pfälzer: Und was sind Deine Einflüsse auf Dein Gitarrenspiel?

Piotr Grudzinski: Ääh, pfff (schnauft), David Gilmour sicherlich! Ich liebe diese Art Gitarre zu spielen, wenn Du nur ein oder zwei Noten brauchst, die einfach stehen lässt, nicht schnell spielst, aber die ein, zwei Richtigen, das ist perfekt. Ich mag auch Gitarristen wie John Petrucci und Setve Vai, oder Devin Townsend ist ebenso sehr eigenständig, doch David Gilmour ist der Beste denke ich. Das „Wish You Were Here“-Album, vor allem was er bei „Welcome To The Machine“ spielt ist unfassbar, die beste Platte, die ich je gehört habe.

Pfälzer: Hast Du PINK FLOYD jemals live gesehen?

Piotr Grudzinski: Leider nicht!

Pfälzer: (kleinlaut) Ich auch nicht!

Piotr Grudzinski: Ich war 18 oder 19 Jahre alt, als die 1994er „Division Bell“-Tour kam, da wollte ich mit meinem Vater zu der Show nach Prag gehen. Unglücklicherweise konnten wir nicht an Tickets kommen, ich bedauere das sehr.

Pfälzer: Ich habe auch lediglich ROGER WATERS live erlebt.

Piotr Grudzinski: Ich auch, aber mir hat es nicht so gefallen. Es war zwar toll den Star ROGER WATERS zu sehen, aber er spielte nicht seine eigenen Songs. Er nahm drei oder vier Soloalben auf, aber er spielte glaube ich keinen Song davon, sondern nur PINK FLOYD-Songs.

Pfälzer: Als ich ihn in den Niederlanden sah, hat er soweit ich mich erinnern kann zwei Solotitel gespielt.

Piotr Grudzinski: Auf dem ArrowRock-Festival, wo wir auch aufgetreten sind?

Pfälzer: Ja, da habe ich RIVERSIDE auch das erste Mal live gesehen.

Piotr Grudzinski: Dann haben wir wohl die selbe Show gesehen. Ich meine nicht, dass er kein großer Star ist, denn das ist er in der Tat! Doch wenn ich eine ROGER WATERS-Show ansehe, dann will ich einen ROGER WATERS-Gig und keinen von PINK FLOYD sehen. Ich weiß, dass er alle diese Lieder komponiert hat hätte es dennoch vorgezogen mehr Songs von ROGER WATERS zu hören.
Das Gleiche macht auch David Gilmour, aber ich denke er spielt mehr von seinen eigenen Sachen, klar haben beide das Recht PINK FLOYD-Nummern zu bringen. Naja, sie können sich es erlauben zu tun was sie wollen. Ich hätte sie gerne noch einmal alle zusammen gesehen, doch das geht leider nicht mehr. Die TV-Aufzeichnung von der Live-Aid-Show habe ich mir angeschaut, aber das ist einfach nicht genug.

Pfälzer: Noch mal zurück zum Album, ihr habt den Produzenten gewechselt aber auch erneut für einen polnischen entschieden. Mariusz hat mir beim letzten Interview erzählt, dass ihr die Möglichkeit hättet einen bekannten internationalen Produzenten hinzu zu ziehen. Warum habt ihr die Chance nicht wahrgenommen?

piotr_grudzinski2.jpgPiotr Grudzinski: Wir entschieden uns erneut für einen polnischen Produzenten, weil er im Studio, in dem wir aufnahmen arbeitete. Er ist sehr stark in die Metalszene involviert und da wir einen heavieren Sound wollten fiel die Wahl auf ihn. Ich denke wir warten auf den richtigen Moment, um uns für einen internationalen Produzenten zu entscheiden. Genauso ist es auch immer eine Frage des Geldes bei den bekannten Produzenten, für die besseren musst Du mehr bezahlen. Vielleicht passiert das beim nächsten Album.
Beim zweiten Album „Second Life Syndrome“ hatten wir das Angebot, es von Steven Wilson mixen zu lassen, aber bei allem Respekt vor Steven wollten wir das nicht tun. So viele Leute vergleichen uns mit PORCUPINE TREE, von daher wäre er nicht gut für unsere Musik gewesen. Natürlich ist er ein klasse Mann, doch bei jeder Scheibe, die Steven Wilson produziert hat, kannst Du seine Handschrift heraus hören.
Wir wollten diese Situation vermeiden, damit es einfacher ist PORCUPINE TREE von RIVERSIDE zu unterscheiden. Ich hoffe in Zukunft werden wir mit jemanden zusammen arbeiten, der bereits einen Namen hat. Das wichtigste ist die Sichtweise auf die Musik, da jemanden zu finden, der uns etwas zeigen kann, der uns neue Lösungen und Wege aufzeigen kann. Darauf kommt es uns an!

Pfälzer: Was können wir in naher Zukunft von euch erwarten? Wird die DVD irgendwann erscheinen?

Piotr Grudzinski: Ja, die DVD die wir im letzten Jahr in Polen aufgenommen haben wird in diesem Dezember veröffentlicht werden.

Pfälzer: Auf InsideOut?

Piotr Grudzinski: Nein, nein, sie erscheint leider nur in Polen, wird aber auch in Europa und anderen Staaten vertrieben. Wir wissen noch nicht genau wie, aber es werden sich Wege finden, damit sie außerhalb Polens erhältlich ist. Das liegt einfach daran, dass wir den Vertrag mit der Firma haben, welche die DVD aufgenommen hat. Im Dezember wird sie auf jeden Fall auf dem Markt sein, da wird sie einfach in Internet-Stores zu finden sein.

Pfälzer: Sind für nächsten Sommer Festivalauftritte geplant? 


 

Festivals sind eine gute Art der Promotion, weil man direkt viele Tausend Leute erreichen kann!

Die Gesetze des Marktes haben sie aber verstanden

 



Piotr Grudzinski: Da weiß ich im Moment noch gar nichts, aber es ist sicher, dass wir so viele wie möglich spielen werden. Diese Art der Promotion ist wirklich sehr gut für die Band, da man auf einem Event zehn-, zwanzigtausend oder mehr Leute erreichen kann. Nur gibt es dahingehend noch keine Planungen.

Pfälzer: In diesem Jahr habt ihr unter anderem auf der Loreley und der Burg Herzberg gespielt…

Piotr Grudzinski: .. dazu noch dem Tuska-Festival und Jurassic Park in Finnland. Seit diesem Jahr haben wir sehr gute Kontakte und eine gute Promotion in Finnland, bis zum Ende des Jahres werden wir insgesamt fünf Shows dort gespielt haben. Es ist gut für uns neue Länder zu erreichen, neue Fans, wir müssen weiterhin in Südeuropa noch viel arbeiten, Spanien, Frankreich, Italien, das sind immer noch schwierige Märkte für RIVERSIDE.
Es würde uns helfen dort auf ein paar gute Festivals zu kommen, während wir in Holland, Deutschland oder England ein gutes Publikum haben. Bei einem Konzert in Italien auf der laufenden Tour waren nur vierzig oder fünfzig Zuschauer da, das ist zwar nicht so toll, aber wir wissen, dass wir daran arbeiten müssen, von daher ist das kein Problem für uns.

Pfälzer: Ich denke auch, dass dort der Fokus eher auf Hardrock und melodischem Metal liegt.

Piotr Grudzinski: Das kann sein, aber in diesen Ländern haben PORCUPINE TREE auch zweitausend Zuschauer pro Gig, von daher denke ich dass wir auch drei- oder vierhundert Progressive-Fans ziehen können. Aber ich weiß, dass viele Leute RIVERSIDE noch nicht kennen, deswegen sind Festivals so wichtig, denn wenn Du vor so vielen Menschen spielst sind immer ein paar dabei, die das gut finden, sich fragen wer das sei und dann nach Deinen CDs suchen. Daher denke ich, dass dies die beste Lösung für uns im Süden ist, einfach auf Festivals zu spielen.

Pfälzer: Tja, wie macht man eine Band bekannt? In unserem Fall könnt ihr euch beim Gastgeber von heute Abend, dem Eclispsed-Magazin bedanken. Ich bin durch den Tipp einer Redakteurin von ihnen auf euch aufmerksam geworden.

Piotr Grudzinski: Oh, schön, so kann es gehen!

Pfälzer: Dann wünsche ich euch viel Glück für den Auftritt heute Abend und für die weitere Zukunft mit RIVERSIDE.

Piotr Grudzinski: Danke vielmals!

Pfälzer: Von meiner Freundin soll ich Dir noch sagen, dass sie sich sehr darauf freut, vor allem auf Dein Gitarrenspiel!

Piotr Grudzinski: Auch Dir herzlichen Dank!

Pfälzer: Wir haben für das Interview zu danken! Wir sehen uns später!

Piotr Grudzinski: Bitte, das will ich doch hoffen!

 

Weiteren Dank an InsideOut und Pirate Smile

Photos von Maik und Pfälzer

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