callintommy sweettoxinDie Braunschweiger Jungs und Mädels (inzwischen nur noch ein Mädel) von CALLIN TOMMY waren bereits auf ihrem Debütalbum „One Of The Gang“ (2013) eine Band mit Gute-Laune-Garantie. Auf dem Nachfolger „Sweet Toxin“, jawohl Gegensätze ziehen sich an, sind sie das nun erst Recht, denn den zweiten Gitarristen hat man durch eine drei Mann starke Bläserfraktion eingetauscht (Trompete, Posaune, Saxofon). Das fördert natürlich die „Good Mood“, so lautet ein Titel auf diesem Album und die eh schon vorhandenen Ska-Einflüsse treten dadurch ebenso natürlich weiter in den Vordergrund.

Für die Band scheint das der richtige Schritt nach vorne zu sein, denn man gewinnt damit an eigenem Profil, für mich selber ist das genau der falsche Weg, denn Trompete und Posaune gehen vor allem dann, wenn noch ein großes Orchester mit Streichern dabei ist in einer Rockband wirken diese Instrumente häufig Fehl am Platze und als professioneller Melancholiker geht mir gute Laune nach einer halben Stunde schon wieder auf den Sack. Gut, dass „Sweet Toxin“ kaum länger als diese dauert.
Von daher kann ich sagen, dass mir „One Of The Gang“ vor drei Jahren besser gefallen hat, auch weil dort die besseren Songs drauf waren, auf „Sweet Toxin“ sind schon ein paar Sachen dabei, die man getrost unter den Teppich kehren kann, „One Shot“, „Guideless“ und „Heartbeat“ seien kurz und knapp genannt.

Auf der coolen Seite stehen hingegen „Alfred“, was nach der Frage „Wer ist Tommy?“ nun die zweite Frage „Wer ist Alfred?“ aufwirft, sowie das energiegeladene Titelstück. Auch der Albumabschluss in Form von „Under The Sun“ fetzt ganz ordentlich.
Bei den guten Songs fällt wie auch bei den weniger guten auf, dass Sängerin Inga leider seit dem Banddebüt stehen geblieben ist, Power in der Stimme macht noch keine gute Sängerin, wenn man zeitweise die richtigen Töne nicht trifft; klingt zumindest so, kann natürlich auch alles Absicht sein.

IRON MAIDEN hatten vor längerer Zeit mal einen Song mit dem Titel „The Thin Line Between Love And Hate“, übertragen passt das ganz gut als Fazit, „Sweet Toxin“ ist so eine typische „weder...noch“ Scheibe. (Maik)


Bewertung: 

Maik 20166,0 6 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 34:00 min
Label: Timezone Records
Veröffentlichungstermin: 09.12.2016

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