BlackStoneCherryBLACK STONE CHERRY verfolge ich schon seit ihrem selbst betitelten Debütalbum, und bisher hat mich keines ihrer Alben wirklich enttäuscht. Obwohl die Band ihren Stil immer ein wenig abwandelte und zum Teil ruhigere Töne anschlug, wurde Sie nie langweilig und wusste ihre Fans zu begeistern. Auch mit dem neuesten Album „Kentucky“ gelingt ihnen dies, vermutlich sogar wesentlich besser als auf den letzten Scheiben.

Die letzte Platte „Magic Mountain“ liegt zwei Jahre zurück und besaß eine für meinen Geschmack recht kommerzielle Seite. Dabei blieb die Band ihrem Stil dennoch treu, breitete aber ihre Arme weit aus. Dies verscheuchte einige Fans und die Kritiken fielen leider nicht so gut aus, wie es sich die Band vielleicht erhofft hat. Mit „Kentucky“ dürfte sich die Band einige dieser Fans wieder sichern, bereits mit dem Opener „The Way Of The Future“ wird gleich zu Anfang klar, dass die Band wieder mehr auf die Tube drückt. Die insgesamt dreizehn Stücke sind natürlich nicht alle in dieser Form gehalten, sondern bieten auch etwas Abwechslung.

Nach wie vor in Originalbesetzung und sehr bodenständig rocken sich BLACK STONE CHERRY durch „Kentucky“. „In Our Dreams“, das eine starke Hookline und einen sanften Refrain bietet, zeigt, wie sehr diese Bands noch für Überraschungen gut ist. Immer wieder spielt die Band dabei mit einem gekonnten Wechsel zwischen ruhigen Passagen und fetzigen düsteren Riffs („Shakin‘ My Cage“). Wie viele unterschiedliche Stile in den vier Herren stecken, wird spätestens bei „Soul Machine“ klar, das sehr bluesig beginnt. Wohingegen „Long Ride“ etwas poppiger daher kommt und gut auf die Vorgängerplatte gepasst hätte, dennoch ein Song, der so schnell nicht aus dem Kopf geht. Mit der Coverversion „War“ erschafft die Band zwar kein Monument, für meinen Geschmack aber eine sehr interessante Coverversion des Klassikers von Edwin Starr.

„Hangman“ wurde bereits vorab im Internet veröffentlicht und passt zum Gesamtbild von „Kentucky“. „Cheaper To Drink Alone“ ist eines meiner Lieblingsstücke der Scheibe, auch wenn das Trinken in Gesellschaft mehr Spaß macht. „Rescue Me“ beginnt mit Chören und scheint in den ersten Sekunden eine ruhige Nummer zu werden, doch der erste Eindruck täuscht, denn nach ein paar Sekunden fliegen die Fetzen, eine überraschend starke Nummer mit einprägendem Refrain. Der Titel ist bei „Feelin‘ Fuzzy“ Programm, und so unterstützt der Fuzz-Effekt der Gitarre deutlich den Stil des Songs, eine coole Nummer, die ordentlich rockt. Düster wird es mit „Darkest Secret“, wohingegen mit „Born To Die“ wieder ein einwandfreier Ohrwurm präsentiert wird. Den Abschluss bestreiten BLACK STONE CHERRY mit der Akustik-Nummer „The Rambler“. Hier wird noch einmal deutlich, wie großartig die Stimme von Sänger Chris Robertson ist.

BLACK STONE CHERRY haben mit „Kentucky“ all meine Erwartungen erfüllt. Ich brauchte zwar zunächst ein wenig, um mich in dem Album einzufinden, doch ist diese Phase erst einmal vorüber, stellt sich „Kentucky“ als gutes Album heraus. Man könnte der Band lediglich vorwerfen, dass sie ein wenig zu kalkuliert an die Sache herangegangen ist und nach wie vor zu kommerziell klingt, doch das ist Ansichtssache. (Pascal)


Bewertung:

Pascal7,5 7,5 / 10


Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 52:32 min
Label: Mascot Label Group
Veröffentlichungstermin: 01.04.2016

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