RoelVanHelden_RvHEin Soloalbum von Roel van Helden, seines Zeichens Schlagzeuger bei SUN CAGED und POWERWOLF, sowie ehemals bei SUBSIGNAL aktiv, ist nicht unbedingt das, was man erwartet und doch erblickte „RvH“ mit Unterstützung des bayerischen Labels Hands Of Blue das Licht der Welt. Dass der niederländische Drummer das ähnlich sieht, kann man schön den Linernotes im Booklet entnehmen, mit denen er versucht, dem Hörer die Angst vor einem Drummer-Soloalbum zu nehmen und in der Tat ist „RvH“ ganz warm, lieb und brav und knüpft da an, wo ROEL VAN HELDEN nach seinem Ausstieg bei SUBSIGNAL stehen geblieben ist.

Unterstützung auf „RvH“ fand ROEL VAN HELDEN in einer Vielzahl von aktuellen und ehemaligen Weggefährten, angefangen bei seiner ersten Ernst zu nehmenden Band DELPHIAN über die bereits erwähnten SUN CAGED und SUBSIGNAL. Insgesamt zähle ich circa 20 Musiker/-innen, die ich beim besten Willen jetzt nicht alle aufzählen möchte, es soll lediglich festgehalten werden, dass „RvH“ wie aus einem Guss klingt.

„RvH“ beginnt und endet so wie man sich ein Soloalbum eines hauptamtlichen Schlagzeugers vorstellt, mit zwei Instrumentalstücken („130 Thousand Miles“, „The 4th Dimesion“), die großen Wert auf Groove und Percussions legen, aufgrund des Einsatzes eines Xylophons kommt einem „Für 'Ne Moment“, wie Wolfgang Niedecken jetzt sagen würde, sogar der Begriff „Weltmusik“ in den Sinn, aber diesen vergessen wir ganz schnell wieder. Denn: Die übrigen 8 auf „RvH“ vertretenen Songs sind zumeist recht geradlinig gehaltene Progressive Rock/AOR Nummern, die niemandem weh tun und vor allem mit angenehmen Melodielinien den Ohren schmeicheln. Würde man es nicht besser wissen, käme man nicht auf die Idee, dass hinter diesem Werk ein Schlagzeuger als federführende Person steht, und das ist durchaus als Lob zu verstehen.

Vergleicht man die 10 auf „RvH“ enthaltenen Songs nun mit Alben wie „Beautiful & Monstrous“ und „Touchtones“, bei denen ROEL VAN HELDEN ebenfalls beteiligt war, dann fällt allerdings auf, dass strahlende Highlights rar gesäht sind, am ehesten kommt noch das von Arno Menses eingesungene „The Long Road Ahead“ in Betracht, der Rest ist gut und hat immer wieder lichte Momente, ist aber nicht durchweg packend. Man kann auch sagen, je länger "RvH" dauert, desto mehr verliert es seine Ahnziehungskraft auf den Zuhörer.

„RvH“ würde ich am ehesten allen ans Herz legen, die SUBSIGNAL genau so verehren wie ich es tue, denn musikalisch gibt es eine Menge Querverweise und Gemeinsamkeiten. Dass „RvH“ wie beschrieben nicht so stark ausfällt wie seine beiden großen Brüder versteht sich eigentlich von selbst und lässt sich verschmerzen. (Maik)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 48:30 min
Label: Hands Of Blue Records
Veröffentlichungstermin: 26.10.2012
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