ALLEN-LANDE - The Battle Hinter dem Projekt ALLEN / LANDE stecken zwei der derzeit hochkarätigsten Sänger des Rock-/Metalbereichs: Zum Einen Russell Allen, der seit zehn Jahren bei den Prog-Metallern von SYMPHONY X das Mikro schwingt und zum Anderen Jörn Lande, der bei den noch recht frischen, aber umso erfolgreicheren MASTERPLAN denselben Job erledigt. Wenn dann die zugehörigen Songs noch aus der Feder (und der Gitarre… und dem Keyboard…) von Magnus Karlsson stammen, horcht man auch in der allerletzten Reihe auf, denn der Herr ist Mastermind, Songschreiber und Multi-Instrumentalist von LAST TRIBE und STARBREAKER, die ja in der jüngsten Vergangenheit ebenfalls nur auf positive Resonanz stießen. Genug der Vorrede – riskieren wir ein Ohr voll hochgesteckter Erwartungen in das Album „The Battle“... Es ist nun nicht so, dass sich die beiden Herren Allen und Lande ein permanentes Duett (Duell? Stichwort: „The Battle“) liefern, sondern vielmehr sind die Songs fein säuberlich und gerecht aufgeteilt – bei 50% singen beide, und bei den restlichen 6 Songs übernehmen sowohl Allen als auch Lande jeweils drei. Das Negative vorweg – Jorn Lande hat punktemäßig einen schweren Stand, da er mit „Reach A Little Longer“ einen Titel zum Besten gibt, den man besser Musikern überlassen hätte, in deren Repertoire eine derart klischeehafte Schmalznummer besser aufgehoben ist – da hilft es auch nicht viel, dass zwischenzeitlich die E-Gitarren mal hörbar werden.
Ansonsten wird „The Battle“ den Erwartungen durchaus gerecht – insbesondere Songschreiber Magnus hat hier diverse kleine Perlen abgeliefert – abwechslungsreich auf hohem Niveau – meist mit recht metallischem Intro und dann etwas lockerer fortfahrend – so bei „Come Alive“ oder „Universe Of Light“ – und mal genau andersrum, sprich: mit Keyboardintro (z. B. das geniale „Truth Of Our Time“). Hätte man bei der Mitwirkung von Russell Allen vielleicht etwas mehr progressive Einflüsse in Richtung seiner Stammband SYMPHONY X erwartet, bleibt das Album eigentlich eher vergleichbar mit Tobias Sammet´s (EDGUY) Metal-Oper AVANTASIA.
Allerdings sind sich die beiden Sangesgrößen zeitweise stimmlich sehr ähnlich, so dass es dann bei den Duetten nur mit genauem Zuhören möglich ist, die Wechsel zu verfolgen. Auf „The Battle“ gelingt es, durchgängig denselben Stil zu fahren und dennoch von Song zu Song erfrischend anders zu sein, dass sich in der Stunde Spielzeit – und auch nach mehrfachem Durchhören – kein Gewöhnungseffekt einstellt – im Gegenteil, erkennt man doch immer wieder neue Facetten und Einfälle, bzw. wird von den eingängigen Passagen und Refrains aufs Neue mitgerissen – allen voran hier das überragende „My Own Way“.

„The Battle“ wird durchaus den hohen Anforderungen gerecht – ein kleiner Ausrutscher inklusive – aber inmitten des ansonsten exzellenten Songmaterials ist das zu verschmerzen – Das Trio Allen/Lande/Karlsson weckt Begehrlichkeiten – nämlich die, dass die Jungs zukünftig öfter gemeinsame Sache machen und Melodic-Metal-(Meister-)werke diesen Kalibers veröffentlichen sollten.

Note: 8,5 / 10

Anspieltipps: „Truth Of Our Time”, „My Own Way”, „Universe Of Light”

VÖ: 19.09.2005

Spielzeit: 60:39 min
Titel: 12
Label: Frontiers Records

(Naglagor)
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