masterplan_farfromtheendoftheworld.jpgJorn Lande ist zurück bei MASTERPLAN! Diese Nachricht ist beileibe nicht neu, trotzdem musste man sich darüber wundern, dass diese Rückkehr sehr leise über die Bühne ging, schließlich waren MASTERPLAN für zwei oder drei Jahre mal mit das Beste, was der deutsche Meldodic Metal zu bieten hatte; remember „Masterplan“ (2003) und „Aeronautics“ (2005)! Diese guten Zeiten sind inzwischen schon länger vorbei, denn einerseits stürzten MASTERPLAN nach Landes Ausstieg (und dem von Uli Kusch) selber in ein kreatives Loch, das sich später „MKII“ schimpfte, und andererseits wurden die Solooutputs von JORN von Mal zu Mal schlechter („Lonely Are The Brave“ und vor allem „Spirit Black“). Von daher macht dieser Neuanfang durchaus Sinn, auch wenn geschäftliche Gründe nicht unerheblichen Einfluss gehabt haben dürften.

Als Vorgeschmack zum im Mai erscheinenden neuen Album „Time To Be King“ veröffentlichen AFM Records dieser Tage mit „Far From The End Of The World“ eine Single, die mit seinen zwei neuen Songs aber wirklich nur als Appetizer angesehen werden kann, und mit gerade mal 11 Minuten Spielzeit auch nicht gerade üppig ausfällt. Beides wäre noch zu verkraften, wenn diese beiden Songs so richtig Lust auf mehr machen würden, aber „Far From The End Of The World“ stellt sich recht schnell als Euphoriebremse heraus, was vor allem daran liegt, dass der titelgebende Song (der in einer Single- und einer fast gleichen Albumversion enthalten ist) maximal eine recht einfach gestrickte B-Klasse Nummer ist, die qualitativ leider nahtlos an „MKII“ anknüpft. Natürlich kann ich nicht bestreiten, dass Jorn Lande erneut einen exzellenten Job abliefert, er ist der einzig wahre Sänger für diese Band; aber dass ein guter Sänger noch kein starkes Album ausmacht, das zeigte im letzten Jahr „Spirit Black“ ganz deutlich. Zudem vermittelt die komplette Produktion einen kalten, seelenlosen Eindruck, der nicht so recht zu der warmen Stimme des Norwegers passen will.

Wenigstens der zweite Song der Single namens „Lonely Winds Of War“ weiß da schon mehr zu begeistern. Im Gegensatz zum straighten Opener ist „Lonely Winds Of War“ eine atmosphärische, sich steigernde Mid-Temponummer, die erneut untermauert, dass die Röhre von Lande besser zu Rock- als zu Metalsongs passt.

Dass Jorn Lande wieder zurück bei MASTERPLAN ist, das ist sicherlich eine gute Nachricht, ob damit auch MASTERPLAN selber in alter Stärke auftrumpfen werden, darüber gibt diese Vorabsingle nur bedingt Aufschluss. Meine Freude auf „Time To Be King“ wurde jedenfalls etwas getrübt. (Maik)


Bewertung: 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 3
Spielzeit: 11:30 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 16.04.2010 

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