crematory_-_pray.jpgNachdem CREMATORY mit „Revolution" die elektronischen Elemente für sich entdeckt hatten und mit dem darauf befindlichen Song „Greed" einen Singlecharterfolg für sich verbuchen konnten, stieg man mit „Klagebilder" wieder auf ein komplett deutsches Album um, mit welchem man einen Einstieg in die deutschen Allbumcharts verbuchen konnte. Viele dürften sich zu diesem Zeitpunkt gefragt haben, wo es wohl mit Deutschlands Gothicmetal-Vorreitern hingehen wird bei all der Publicity. Die Richtung ist ganz klar vorgegeben: Mehr Metal! Das angekündigte Album „Pray" könnte sich wortwörtlich zur Erhörung der Gebete der eigenen Fanreihen mausern!

Um eins vorneweg zu sagen: CREMATORY sind CREMATORY. Auf „Pray" behalten die inwzischen schon alten Hasen ihre Eigenständigkeit bei und man wird zu keiner Zeit zum Gedanken kommen, man habe es nicht mit CREMATORY zu tun.
Die Band verabschiedet fast komplett von den, bei den Vorgängeralben noch vorhandenen elektronischen Industrialelementen und kehren wieder zu harter Gitarrenarbeit zurück, welche in gewohnter und geliebter Manier von schmucken Keyboardparts umspielt werden. 
Der Opener „When Darkness Falls" gibt einen vorerst seelenruhigen Start ins Album. Ein von Echos und Delays geprägtes Intro leitet hin zu einem gewohnt eingängigen Refrain, der vom Wechselgesang von Felix und Matthias lebt. Beide Stimmen haben ihren überaus hohen Wiedererkennungswert beibehalten und es gibt nach wie vor an beiden keinen Makel festzustellen.  Viel besser hätte die Band die Einführung in das Album gar nicht können gestalten. (Und ja, es darf auch hier geheadbangt werden.)
Bei „Left The Ground" präsentiert sich die Band von einem HIM-artigen Keyboard getragen. Die Verse setzen sich wegen ihrer fantastischen Melodien wunderbar im Gehör fest und der bombastisch gestaltete Refrain macht auch nichts verkehrt.
Zwischenstand: Bereits nach dem zweiten Song stellt sich volle Begeisterung ein.
Jedoch folgt im weiteren Verlauf der CD schnelle Ernüchterung. Die Songs klingen zwar, wie schon betont, nach CREMATORY aber wiederholen sich auch entsprechend. Die einzelnen Tracks gleichen sich untereinander sehr und man hat nach den ersten beiden Titeln eigentlich schon alles gehört, was es hier auf dieser  Platte zu hören gibt. Keineswegs qualitativ schlecht, jedoch eintönig präsentiert sich hier die Speerspitze des deutschen Gothic-Metals und außer einigen Gassenhauern wie dem Titeltrack oder „Burning Bridges" kommt alles als Einheitsbrei daher und man fühlt sich schnell gelangweilt.
Schade. „Pray" ballert zuerst sehr vielversprechend aus den Boxen, überholt sich dann aber schnell selbst und schafft es nicht irgendein Feeling aufkommen zu lassen. Ich hoffe, CREMATORY finden bei der nächsten Platte zu alter Größe zurück, für Fans jedoch wird sich „Pray" als Lückenfüller eignen, um sich die Zeit zum nächsten großen Album der Legende zu überbrücken. Neueinsteigern sei nach wie vor das Debut "Transmigration" oder zur Übersicht des Gesamtwerkes die Liveplatte „Liverevolution" zu empfehlen.
"Pray" wird neben der normalen VErsion im Jewelcase auch als Digipack mit Bonustracks und Multimediapart und einer fetten exklusiv-Box bei Emp erscheinen, die allerlei Goodies enthält (Poster, Lanyard, usw...). (Reini)


Bewertung: 6,5 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 48:15 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 01.02.2008

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