Rival Sons - Lightbringer

RivalSons Lightbringer smallMit “Lightbringer” veröffentlichen die RIVAL SONS in diesem Jahr bereits das zweite Album und somit den direkten Nachfolger zu “Darkfighter”. Ein Konzept, das aufgehen dürfte.

Die ersten Klänge des Titelsongs sind dabei zunächst unerwartet und lassen mich am Anfang schwerer in das Album einsteigen. Auch das der Opener auf fast neun Minuten kommt, ist wahnsinnig ungewohnt, aber die Band versteht das zu ihren Gunsten zu nutzen. Beginnt der Song sehr ruhig mit “Americana”-Anklängen, explodiert das Stück zunächst in Form der Textstelle “I Wanna Be A Darkfighter", was einem fast die Tränen in die Augen schießen lässt. So mitreißend ist Musik in der heutigen Zeit nur noch selten, doch die RIVAL SONS und allen voran Jay Buchanan und Scott Holiday verstehen es nur zu gut, einen Song so mitreißend zu gestalten, wie das hier der Fall ist. Immer wieder spielt die Band derart gekonnt mit der Dynamik in dem Song, dass es einen jedes Mal aufs Neue aus den Socken haut. Einfach umwerfend, und das schreibt man gewiss nicht oft über einen derart langen Track.

“Mercy” kommt da deutlich simpler daher und überzeugt in erster Linie durch seinen gekonnten Groove. Raffiniert kombiniert mit den ruhigen Tamburin-Teilen nimmt der Song mehrfach Anlauf, um dann im Refrain seine volle Kraft zu entfalten. Auch hier gelingt den RIVAL SONS die perfekte Symbiose aus den unterschiedlichen Instrumenten. Nur um diese im Groove-Part dann maximal zu reduzieren und den Fokus auf das Minimum zu legen, mehr Dynamik ist undenkbar.

Mit “Redemption” wird das Tempo gedrosselt und der Song damit noch gefühlvoller. Kontrastprogramm zu den beiden ersten Stücken in gewisser Weise. Der Song wird vollständig vom Text und dem gefühlvollen Gesang von Jay getragen. Packend und mitreißend bietet auch “Redemption” sehr viel Abwechslung und entwickelt sich von einer recht traurigen Nummer zu einem sehr positiv anmutenden Song, man beachte vor allen Dingen den tiefgründigen Text.

“Sweet Life” kommt deutlich flotter daher und erinnert an die ersten RIVAL SONS Alben. Eine sehr gelungene Nummer, die alle klassischen Elemente eines RIVAL SONS-Songs im Stile von “Keep On Swinging” oder “Pressure And Time”.

“Before The Fire” ist nicht nur der Titel des nun folgenden Songs, sondern auch der Titel des ersten RIVAL SONS Albums. Eine erfrischende und sehr lebendig klingende Nummer, die wahnsinnig viel positive Vibes verbreitet und extrem Laune macht. Mit sechs Minuten ist die Nummer darüber hinaus nicht nur lange, sondern auch wahnsinnig abwechslungsreich und lässt die Band sehr viele Spielereien einbauen. Etwas, das ich seit dem ersten Album sehr an der Band liebe.

Den Abschluss des Albums bestreitet die Band anschließend mit “Mosaic”. Ein bisschen wirkt es beim Hören des Songs so, als würde uns die Band in den Sonnenuntergang verabschieden. Ich würde den Song tatsächlich als perfekten und gewissermaßen epischen Abschluss des Albums bezeichnen. Noch einmal gibt die Band alles und macht gleichzeitig Lust auf mehr. 

Einmal mehr zeigen die RIVAL SONS, wie sich auch in der heutigen Zeit noch spannende und vielfältige Rockmusik spielen lässt. Im Gegensatz zu manchen Kollegen, die zu einer Kopie von einstigen Legenden verkommen, schaffen die RIVAL SONS es immer wieder, neue Fans und Zuhörer in ihren Bann zu ziehen. Dabei sind sie kein Schwanengesang auf alte Zeiten, sondern transportieren auch 2023 die Seele der Rockmusik in die Neuzeit. Ganz großes Kino, dass sich kein Musikfan entgehen lassen sollte. (Pascal)

 

Bewertung:

Ebi9,5 9,5 / 10

Label: Atlantic Records (Warner)
Anzahl der Songs: 6
Spielzeit: --:-- min
Veröffentlichungstermin: 20.10.2023

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