cancerbats thesparkthatmovesIn der heutigen Zeit noch jemanden zu überraschen ist alles andere als einfach. Dennoch ist den CANCER BATS mit der Veröffentlichung ihres neuen Albums „The Spark That Moves“ am 20.04. eine faustdicke Überraschung gelungen. Diese geschah nämlich bar jeglichen Promotion-Brimboriums. Da nur Eingeweihte wussten, dass die Kanadier überhaupt eine neue Scheibe in der Mache hatten, kam diese dann auch wie aus heiterem Himmel. Ein Schnellschuss ist „The Spark That Moves“ jedoch nicht. Zwischen dem aktuellen Werk und dessen Vorgänger „Searching For Zero“ sind immerhin mal wieder 3 Jahre vergangen. Dieser Zeitraum scheint sich langsam als normale Zeitspanne zwischen zwei Alben aus dem Hause CANCER BATS einzupendeln.

Doch nicht nur die Veröffentlichungsstrategie ist beim mittlerweile sechsten Album der Band überraschend. Auch mit dem Inhalt hätte wohl so mancher in dieser Art dann eher nicht gerechnet.

Denn während „Searching For Zero“ 2015 die deutlichste bisherige Hinwendung der Musiker zu Sludge und Doom war und der Einfluss von BLACK SABBATH partout nicht mehr zu leugnen war, rudern Liam Cormier und Co. auf „The Spark That Moves“ ein gewaltiges Stück zurück. Hier besinnen sich die Kanadier wieder vermehrt auf ihre Hardcorewurzeln. Daher regiert auf der Platte energetischer wie organischer Hardcorepunk mit Southern- und Sludge-Einschüben. Das Midtempo gehört bei den hier enthaltenen 11 Songs jedenfalls erst einmal der Vergangenheit an.

Mit „Gatekeeper“, „Brightest Day“ und „We Run Free“ haut die Truppe ein heftiges Pfund heraus, das seines gleichen sucht und so manchem Fan Freudentränen entlocken dürfte. Cormier gibt sich, was den Gesang angeht, hier zwar deutlich weniger experimentell als noch vor 3 Jahren. Aber bei „Bed Of Nails“ (kein Cover der ALICE COOPER-Nummer!), dem vom Southern Rock beeinflussten „Fear Will Kill Us All“ und dem schon fast nach Grunge klingenden „Headwound“ beweist der Sänger, dass er mehr drauf hat als nur Hardcore-Punk.

Mit „The Spark That Moves“ besinnen sich die CANCER BATS auf ihre Ursprünge. Das Album ist daher um einiges härter als sein Vorgänger, was der Qualität keinen Abbruch tut. Wer „Hail Destroyer“ (2008) mochte, der wird auch mit dem aktuellen Album so einiges anfangen können. (Matthias)

Bewertung:

Matthias8,5 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 33:08 min
Label: Bat Skull Records
Veröffentlichungstermin: 20.04.2018

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