deathrow deceptionignoredMit „Deception Ignored“ schließt sich der Kreis der Wiederveröffentlichungen der ursprünglich bei Noise veröffentlichen Alben der Düsseldorfer Thrasher DEATHROW. Mit „Life Beyond“ erschien zwar 1992 noch ein Album der Band bei West Virginia Records, dieses war zugleich jedoch das letzte musikalische Lebenszeichen der Gruppe.

Das ursprünglich 1988 veröffentliche Drittwerk zeigte die 1984 noch unter dem Namen SAMHAIN und um Rechtsstreitigkeiten mit der gleichnamigen Kapelle von Glenn Danzig vorzubeugen wenig später in DEATHROW umbenannte Kapelle, deutlich progressiver als auf den beiden Vorgängern „Riders Of Doom“ (1986) und „Raging Steel“ (1987). Ein Umstand, welcher wohl zu einem nicht geringen Maß dem Ausstieg von Thomas Priebe (Gitarre) und dem Einstieg von Uwe Osterlehner (Gitarre, Piano, Hintergrundgesang) geschuldet war.

Auch der Gesang von Sänger Milo zeigte sich deutlich verändert. Erinnerte dieser zu Beginn noch stark an Tom Angelripper, lies er nun eher an Buddy Lackey alias Devon Graves von PSYCHOTIC WALTZ denken.

Zudem beschäftigten sich die Texte nun vermehrt mit sozialkritischen Themen. Diese Vorgehensweise kam nicht überall gut an und so erfreut sich „Deception Ignored“ deutlich weniger Beliebtheit als „Riders Of Doom“ oder „Raging Steel“. Mit „Events in Concealment“ , „N.I.Y.H.“ und „Machinery“ sind hier trotzdem starke Nummern vertreten. Im Gegensatz zu den Wiederveröffentlichungen der ersten beiden Scheiben bietet „Deception Ignored“ mit „Bureaucracy“ lediglich einen Bonussong.

Ob man die Wiederveröffentlichung wirklich haben muss, muss erneut jeder für sich selbst entscheiden. Ein gutes Album ist „Deception Ignored“ jedoch auch noch 30 Jahre nach der Erstveröffentlichung. (Matthias)

Bewertung:

Matthias0,0 - / -

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 46:45 min
Label: Noise/BMG
Veröffentlichungstermin: 30.03.2018

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