ektomorf furyBereits bei meiner Kritik zum 2015 veröffentlichtem Album „Aggressor“ stellte ich die Frage, wo bei EKTOMORF die Reise hingeht. Mit dem am 16.02. veröffentlichtem Nachfolger „Fury“ erhalten wir nun die Antwort auf diese Frage und diese ist, soviel sei vorweggenommen, alles andere als schön. Doch der Reihe nach.

Mittlerweile sollte selbst der Letzte begriffen haben, dass es bei den Ungarn alles andere als demokratisch zugeht. Nein, bei EKTOMORF hat nur ein Mann das Sagen und dieser hört auf den Namen Zoltán Farkas. Da verwundert es wenig, dass „Zoli“ im Dezember letzten Jahres eine komplett neue Besetzung seiner Band bekannt gab. Ob nun Tamás Schrottner (Gitarre), Szabolcs Murvai (Bass) und Róbert Jaksa (Schlagzeug) EKTOMORF tatsächlich freiwillig verlassen haben oder von Farkas schlicht und ergreifend gefeuert wurden, sei dahingestellt und tut letztendlich auch nicht wirklich etwas zur Sache.

Man konnte nun durchaus die Hoffnung haben, dass sich mit dem Einstieg von Schlagzeuger Dániel Szabó ,Bassist Attila Asztalos und Gitarrist Szebasztián Simon musikalisch etwas bei der Truppe ändert. Auch der Umstand, dass zwischen „Aggressor“ und „Fury“ mal eben 3 Jahre vergangen sind, weckte gewisse Erwartungen.

Doch bereits beim Blick aufs Cover der Scheibe kommen die ersten Fragen auf. Man fragt sich nämlich unwillkürlich, ob Farkas und Co. nun einen auf SUICIDAL ANGELS machen. Sorry, aber das Motiv erinnert mehr als nur dezent an die Griechen.

Doch kommen wir zur enthaltenen Musik. Bereits vorher hatte Farkas angekündigt, dass „Fury“ das bisher härteste Album in der Karriere von EKTOMORF wäre. Der Opener „The Prophet Of Doom“ offenbart dann recht schnell, was man wirklich von „Fury“ erwarten kann. Die Nummer ist nichts weiter als noch eine Spur tiefer gestimmte Gitarren und stumpfes Einprügeln auf die Instrumente. Über den Text hüllen wir mal besser den Mantel des Schweigens. Da kommt auf dem inzwischen vierzehnten Album nichts, was man schon gefühlt tausendmal von „Zoli“ gehört hat. Mit dem vorab veröffentlichten Song packt man dann zwar die Thrash Keule aus, aber die Nummer ist viel zu sehr nach Schema F, um zu überzeugen.

Ich mache es also kurz. Die Frage wo die Reise von EKTOMORF hingeht lässt sich schon nach wenigen Minuten beantworten. Auch auf „Fury“ fällt den Ungarn, und das muss man sich echt einmal auf der Zunge zergehen lassen, trotz 3 Jahren Wartezeit auf das Album und der Tatsache, dass 3/4 der Mannschaft komplett ausgetauscht wurden, nichts Neues ein. Auch hier kommt es mir so vor, als wenn die Musiker nicht viel mehr als ein Riff beherrschen würden und das ist noch dazu – ich kann diesen Vergleich schon selbst nichtmehr lesen – bei SOULFLY geklaut. Bei den hier enthaltenen Nummern gilt noch mehr als vorher die Devise „Stumpf ist Trumpf“. Die Reise in den Abgrund und die musikalische Bedeutungslosigkeit geht also munter weiter.

So hart das klingen mag, aber vielleicht sollte der Frontmann endlich einsehen, dass die Tage seiner Kapelle gezählt sind und EKTOMORF zu Grabe tragen, anstatt einen schon seit Jahren halb toten Patienten künstlich am Leben zu erhalten.

Diese Meinung mag vielleicht einigen Leuten bitter aufstoßen, aber wenn nach zahlreichen Durchläufen und 3 Jahren Wartezeit von einem Album auch nicht ein einziger Song im Gedächtnis bleibt, dann tut es einem letztendlich nur um die verschwendete Zeit leid. (Matthias)

Bewertung:

Matthias4,0 4 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 29:40 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 16.02.2018

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