coc nocrossnocrown2Das bereits am 12.01. erschienene „No Cross No Crown“ stellt gleich in zweierlei Hinsicht eine Premiere für CORROSION OF CONFORMITY dar. Da wäre zum einem die Tatsache, dass das neue Studiowerk der Band die erste Scheibe ist, die die Truppe aus North Carolina bei ihrem neuen Label Nuclear Blast veröffentlicht, zum anderen natürlich, dass dies das erste Album mit Pepper Keenan seit „In The Arms Of God“ (2005) ist.

Live kehrte Keenan bereits 2014 zu C.O.C. zurück, nachdem er viele Jahre bei der Allstartruppe DOWN aktiv war. Bedenkt man, dass der Sänger und Gitarrist an den beiden absoluten Referenzwerken „Deliverance“ (1994) und „Wiseblood“ (1996) beteiligt war, und zieht man, weiterhin in Betracht, dass die beiden ohne ihn entstandenen Alben „Corrosion Of Conformity“ (2012) und „IX“ (2014) als eher schwach anzusehen sind – obwohl vor allem „IX“ viel näher am Livesound der Band war, als alle anderen Scheiben, so kann man sich leicht vorstellen wie hoch die Erwartungen an „No Cross No Crown“ waren.

Doch können Pepper Keenan (Gitarre, Gesang), Woody Weatherman (Gitarre), Mike Dean (Bass) und Reed Mullin (Schlagzeug) den hohen Erwartungen ihrer Anhängerschaft auf ihrem neuen Werk auch gerecht werden?

Diese Frage lässt sich mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Nach der kurzen instrumentalen Einleitung „Novus Deux“ gehen CORROSION OF CONFORMITY sofort mit dem Uptempo-Brecher „The Luddite“ in die Vollen. Der Song könnte glatt aus der Feder von CROWBAR stammen. Mit der Hardcorenummer „Cast The First Stone“ zeigen C.O.C. dann all den jungen Hüpfern da draußen, was sie auch heute noch drauf haben und lassen diese ganz schön alt aussehen. Die Nummer gehört ganz klar zum Besten, was die Musiker seit einer gefühlten Ewigkeit abgeliefert haben. Für mich ist der Song ganz klar eines der Highlights auf „No Cross No Crown“. Mit „Wolf Named Crow“ beweist die Band dann ihre Vorliebe für den guten alten Southern Rock. Die 14 Stücke, die letztendlich ihren Weg auf den Silberling gefunden haben, zeigen die große musikalische Bandbreite von CORROSION OF CONFORMITY. Diese reicht vom Sludge über Southern Rock und Hardcore bis zu Nummern, die BLACK SABBATH zur Ehre gereichen würden. Ein wirklich schwaches Lied konnte ich hier auch nach längerer Suche nicht ausmachen.

Auch die 3 akustischen Zwischenspiele haben eine absolute Daseinsberechtigung, lockern sie doch immer wieder die Atmosphäre auf und sind somit mehr als nur Füllmaterial. Letztendlich merkt man „No Cross No Crown“ an, dass es hier eine Band noch einmal so richtig wissen will und das ist verdammt gut so. (Matthias)

Bewertung:

Matthias8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 50:54 min
Label: Nuclear Blast Records
Veröffentlichungstermin: 12.01.2018

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