Walking PapersMit den WALKING PAPERS stand am 02.05.2013 eine weitere Supergroup im Kleinen Klub der Garage in Saarbrücken auf den Brettern. Die sehr kleine Deutschlandtour von nur 3 Konzerten machte den Abend für alle Anwesenden zu einem besonderen Erlebnis. Wer weiß schon, wann die Band aus Seattle erneut nach Deutschland kommen wird?

Gegen 20:00 Uhr legen BUFFALO SUMMER im angenehm gefüllten Kleinen Klub los. Irgendwie gibt es immer weniger gute Vorbands, umso erfreulicher, dass man das hier nicht behaupten kann. Sänger Andrew Hunt erinnert schon rein äußerlich stark an Robert Plant, und die Les Paul von Gitarrist Jonny William lässt weitere LED ZEPPELIN-Vergleiche zu. Welchen Stil die Jungs aus South Wales verfolgen, kann mal allein daraus fast schon folgern, Classic Rock! Allerdings mehr als das, denn in den 45 Minuten gibt es nicht einfach nur den Classic Rock-Einheitsbrei. Mit viel Liebe zum Detail sorgt die Band für viel Abwechslung, da darf dann auch gerne mal getanzt werden. Allein das Tamburin, welches Sänger Andrew immerzu verwendet, und seine Bewegungen auf der Bühne zeigen, welchen Spaß die Herren an ihrer Musik haben. Die vorgestellten Songs klingen super, und ich bin davon überzeugt, dass man von BUFFALO SUMMER noch mehr hören wird. Nach dem Konzert gibt es noch Autogramme am Merch-Stand, und dabei sind sich die Bandmitglieder nicht zu schade, einen kleinen Plausch mit den Fans zu halten. Sehr gelungene Show, eine Tour mit den Kollegen HEAVENS BASEMENT ist bereits für die UK gebucht und ich hoffe, dass BUFFALO SUMMER auch hierzulande in Zukunft öfters zu sehen sein wird.

Pünktlich um 21:00 Uhr starten die WALKING PAPERS in ihr 90-minütiges Set. Bereits am Anfang wird man vom Rhythmus der Band fast umgeworfen, selten habe ich eine so gute Rhythmusgruppe gehört. Da scheinen sich mit Duff Mc Kagan und Barrett Martin Zwei gefunden zu haben. Der Sound klingt überraschend gut, und die Band hat sichtlich Spaß daran, so nah am Publikum zu sein. Nun liegt natürlich der Gedanke nahe, dass Duff durch seine Vergangenheit bei GUNS N ROSES im Mittelpunkt stehen könnte. Zu Beginn mag dies vielleicht noch so sein, spätestens nach den ersten paar Songs änderte sich dies aber. Erst einmal durch die unglaubliche Musik, welche die Band präsentiert, und auch durch die wahnsinnige Bühnenpräsenz von Sänger Jeff Angel. Unglaublich, wie er das Publikum in seinen Bann zieht, bei „The Butcher" (einer unglaubliche Ballade) hält er dabei die Hand einer Zuschauerin. Sein Blick lässt teilweise fast vermuten, dass Drogen im Spiel seien, was aber nicht der Fall ist. Hier ist einfach viel Liebe und Hingebung zur Musik vorhanden. Der gekonnte Mix aus Rock und Blues kommt sehr gut an, und das Publikum ist ständig in Bewegung. Die Band selbst hat auf der Bühne sichtlich Spaß, so grinst Schlagzeuger Barret Martin dauerhaft, Keyboarder Benjamin Anderson ist komplett in der Musik versunken, und Duff Mc Kagan genießt sichtlich die intime Clubatmosphäre. Die Songs haben eine unglaubliche Dynamik, welche live noch wesentlich stärker als auf dem Studioalbum rüberkommt. Selten habe ich eine solch dichte Atmosphäre auf einem Konzert erlebt, und auch die Fanfreundlichkeit steht bei den Musikern hoch im Kurs. Nach dem Konzert geben alle Bandmitglieder noch fleißig Autogramme, bevor sie sich auf den Weg nach Paris machen. Obwohl alle in namhaften Bands spielen, gibt es keinerlei Starallüren.

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Meine Erwartungen wurden mehr als übertroffen. Auch die humanen Merchandise-Preise tragen ihren Teil dazu bei. Ein Album der jeweiligen Band kostet gerade mal 10€, ein Shirt gibt es für 15€, Shirt und CD zusammen für 20€ als Paketangebot, ... wenn das nur öfters so wäre. Ein sehr gelungener Abend mit zwei erstklassigen Bands, die ich beide sehr gerne wieder sehen würde. Bleibt zu hoffen, dass sowohl BUFFALO SUMMER als auch die WALKING PAPERS demnächst in Deutschland wieder vorbei schauen. Für die WALKING PAPERS stehen erst einmal ein paar Festivalshows nach der Tour an, aber wer weiß, vielleicht bekommen alle die, die diese Show verpasst haben, noch eine zweite Chance. Mit den WALKING PAPERS gibt es nun eine weitere Supergroup, die man gesehen haben muss! (Pascal)

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