apocalyptica_liveNur eine einzige Clubshow spielen APOCALYPTICA im Jahr 2011. Und die findet in der Saarbrücker Garage statt. Wieso, weshalb, warum, das weiß ich nicht, aber es ist gut so. Laut Homepage der Garage beginnt der Einlaß um 18:30, darum finden wir uns um ca. 19:00 Uhr an der Garage ein, um in einer langen Schlange zu enden (der längsten, in der ich je an einem Konzert in der Garage angestanden habe). Das läßt auf ordentliche Besucherzahlen schließen. Drinnen erfahren wir leider, daß das Konzert erst um 20:00 Uhr beginnt. Da man die Garage während eines Konzertes nicht verlassen darf, ist jetzt erstmal eine Stunde gelangweilt in der Gegend rumsitzen angesagt. Da wäre es doch hilfreich, auch die Anfangszeiten auf der Homepage anzugeben.

Wie auch immer, um 20:00 Uhr geht es ohne Vorband direkt mit APOCALYPTICA los. Die Finnen starten mit zwei Songs ihres aktuellen Albums „7th Symphony“ in den Auftritt, bevor es mit „Grace“ den ersten etwas älteren Song und auch die erste Ansage gibt. Doch Band und Publikum tauen sehr schnell auf und spätestens beim METALLICA-Cover „Master Of Puppets“ gibt es kein Halten mehr. Für „End Of Me“, ebenfalls vom aktuellen Album und ein echt starker Song, holt man sich mit Tipe Johnson einen Sänger auf die Bühne. Bandkopf Eicca Toppinen erzählt anschließend dem Publikum, daß Perttu Kivilakso heute Namenstag hat (dazu muß man wissen, daß der Namenstag in Finnland einen viel größeren Stellenwert als bei uns hat und man in der Regel auch Geschenke usw. zum Namenstag bekommt), und fordert das Publikum auf, dem guten Mann zu gratulieren. Beim anschließenden „I’m Not Jesus“ arbeitet man ebenfalls wieder mit Sänger. Für die ruhigen Songs „Beautiful“, „Sacra“ (beide vom aktuellen Album „7th Symphony“) und „Nothing Else Matters“ stellt man ein paar Stühle auf die Bühne und spielt im Sitzen. Zu „Beautiful“ darf auch Drummer Mikko Sirén mal ans Cello, wechselt bei „Sacra“ aber an eine Handtrommel. “Nothing Else Matters“ wird dann vom ganzen, gut gefüllten Saal mitgesungen. Gänsehautstimmung pur. Die legt sich dann aber schnell wieder bei der anschließenden äußerst unterhaltsamen Bandvorstellung durch Eicca Toppinen, sowie den Songs „Last Hope“ und „Bring Them To Light“, letzterer wieder mit Tipe Johnson am Mikro. Die Band geht ab wie Schmitts Katze, läßt die Matten kreisen, schwingt ihre Celli durch die Luft und macht sich nackig. Sehr fein. Auch bei „Seek & Destroy“ singt das zahlreich vorhandene Publikum wieder fleißig mit, erweist sich jedoch als nicht so textsicher wie bei „Nothing Else Matters“. Nach dem SEPULTURA-Cover „Inquisition Symphony“ ist dann aber auch schon Schluß fürs erste. Natürlich kommt die Band  - nach einer relativ langen Wartezeit - noch mal raus auf die Bühne und präsentiert als Zugabe die Songs „At The Gates Of Manala“, „I Don’t Care“ und „Hall Of The Mountain King“. Und dann ist das Konzert auch schon zu Ende. Kein „Live Burns!“ und kein „Bittersweet“. Schade! Gerade mal gut anderthalb Stunden haben APOCALYPTICA gespielt.

Das ist doch etwas arg kurz, zumal es keine Vorband gab. So stehen wir auch schon um 21:45 wieder auf der Straße. Ich bin noch ganz selten im Hellen (abends, nicht morgens!) von einem Konzert nach Hause gekommen. Hätte ich Eintritt bezahlt, hätte ich mich doch übers Ohr gehauen gefühlt bei dem stolzen Preis von 30 €. Aber APOCALYPTICA-Fans scheinen da etwas schmerzfrei zu sein, kaufen sie auch in Massen T-Shirts zum Wucherpreis von 25 €. Also rein musikalisch betrachtet ein echt geniales Konzert, APOCALYPTICA sind einfach gut (auch wenn ich sie mir auf Platte nicht unbedingt geben kann) und ziehen eine energiegeladene und coole Show ab. Aber irgendwie ist das Konzert doch etwas kurz geraten.    (Anne)



Setlist:

On The Rooftop With Quasimodo
2010
Grace
Master Of Puppets
End Of Me
I’m Not Jesus
Fight Fire With Fire
Refuse/Resist
Beautiful
Sacra
Nothing Else Matters
Last Hope
Bring Them To Light
Seek & Destroy
Inquisition Symphony
------------------------------
At The Gates Of Manala
I Don’t Care
Hall Of The Mountain King

 

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