Platzhalter smallEin POTHEAD Konzert an einem Freitag? Das konnte ja nur gut werden! Das verlegte Konzert von Oktober wurde von der Band am 16.03.2018 in der Garage Saarbrücken nachgeholt, geboten bekam die gut gefüllte Garage all das, was diese Band so besonders macht.

POTHEAD
Ich habe bereits mehrfach darüber geschrieben, wie außergewöhnlich Konzerte von POTHEAD sind. Das Konzert am 16.03.2018 in der Garage Saarbrücken stellt keine Ausnahme dar. Brad, Jeff und Robert sind bestens gelaunt, und auch wenn die Band bereits um 19:30 Uhr die Bühne betritt, rocken sie was das Zeug hält zwei Stunden lang. Mit einer derartigen Spielzeit sind viele Musik-Fans heute regelrecht verwöhnt. Da POTHEAD-Songs in der Regel nicht extrem lang sind, schafft es die Band außerdem, auch mal weit über 30 ihrer Songs zu spielen. Auch an diesem Abend ist die Setlist nur so gespickt von Hits und Geheimtipps.

So spielt die Band endlich wieder das großartige „Year Of The Rat“. Ein Song, der für mich den ersten Kontakt mit der Band darstellt. Dieser liegt nun über zehn Jahre zurück, und damals musste man sich noch richtig anstrengen zu erfahren, wie ein Song heißt, den man irgendwo gehört hat. Eine Zeit, in der das Internet noch nicht so extrem verbreitet war und es kein „Shazam“ gab. Dabei passt sich der Song perfekt in den härteren Teil des Konzerts ein, bei dem an diesem Abend auch „Overblown“ präsentiert wird. Brad grinst gerade bei den härteren Nummern ordentlich, was nicht verwunderlich ist, da der bekennende JUDAS PRIEST-Fan hier besonders viel Spaß hat. Auch die gefühlvollen Nummern wie „I’m A Sinner Too“ kommen natürlich nicht zu kurz, und hier ist die gänzliche Flucht aus dem Alltag angesagt. POTHEAD mischen dabei die ruhigen und etwas härteren Teile sehr gekonnt, wodurch eine großartige Dynamik entsteht.

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Zugabenblöcke gibt es an diesem Abend drei, und wenn gegen Ende der Song „Satisfied“ ertönt, dürfte sich so ziemlich jeder der anwesenden Konzertbesucher zufrieden fühlen - glückliche, völlig entspannte Gesichter rundherum. Genau so sieht es auf einem POTHEAD-Konzert aus, man muss sich keine Sorgen um seinen Platz machen, und auch einen Circle-Pit wird man hier vergeblich suchen. Die Musik und die damit verbundene gemeinsame Zeit stehen im Mittelpunkt. POTHEAD schaffen es an diesem Abend erneut die gut gefüllte Garage vollends mitzureißen. Der Jubel nach jedem einzelnen Song spricht für sich. Auch das etwas aufpolierte Bühnenbild macht einiges daher, die Studioleuchten im Hintergrund der Bühne passen perfekt zum Bühnenoutfit der Band.

Der Sound, der Druck, die unverwechselbare Stimmung vor der Bühne, kombiniert mit dem großartigen Gesang von Brad tun ihr übriges. POTHEAD rocken auch im Jahre 2018, als wären sie kein bisschen gealtert. Die freundlichen Unterhaltungen und guten Preise am Merch-Stand tragen den Rest zu einem perfekten Konzerterlebnis bei. Dabei ist POTHEAD nach wie vor völlig autark organisiert und losgelöst von jeglichem Plattenlabel. Wie gut dies funktioniert muss die Band schon lange nicht mehr beweisen.

Ein außergewöhnlicher Abend, mit außergewöhnlicher Musik einer wirklich außergewöhnlichen Band. POTHEAD, Let’s Rock! (Pascal)

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Setlist POTHEAD:

Northern Lights (Intro)
Desiccated Soup
Bombay
Catch 22
Stadium
You Should Talk
Burnin' Blue Like Alcohol
Rock On, Let's Rock
Emotion Of The Potion
Wild Weed
Drone
Fire
Valley Of Fire
Constantinople
Year Of The Rat
I'm A Sinner Too
Overblown
Funken Bus
Boilermaker
C'Mon
Black War
Rock Child
Rock Satellite
Chess
Twisted Tomato
Indian Song
Frame In Your Mind
Satisfied
Detroit
Dope Says Nope

(Fotos: Andreas)

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Maiks Avatar
Maik antwortete auf das Thema: #22527 1 Monat 4 Wochen her
Toller Bericht, grandiose Fotos ;-)

In der Tat war dies ein Konzertabend, bei dem es wirklich nichts auszusetzen gibt. Und das kommt wirklich nicht allzu oft vor. Der Sound war top, das Licht so wie es sein soll, die Bühnedeko spartanisch, setzte die Band aber gut in Szene. Die drei Herren in diesen coolen Anzügen waren auch gut drauf, wenn auch überraschend schweigsam, mehr als ein "danke" gab's echt nicht. Und bei plus/minus 30 Songs kann man auch nicht meckern, selbst wenn man wie ich kaum was von dem Material kannte, war's kurzweilig und unterhaltsam. Da merkte man einfach, dass das weder für die Band, noch für die gut aufgelegten Zuschauer keines dieser "Dienst nach Vorschrift" Konzerte war.

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