AFOSlogoSchon  seit einigen Jahren gelten A FOREST OF STARS als heißester Black Metal Geheimtipp aus Britannien. Dies verwundert nicht weiter, wenn man in den Genuss ihrer originellen, emotionalen und pechschwarzen Musik kommt. Zuletzt konnte man diese auf dem aktuellen Album „Beware The Sword You Cannot See“ (Review) genießen, zu dem sich „The Gentleman“ (Schlagzeug, Keyboard, Piano, Perkussion) und „Curse“ (Gesang) im Zuge dieses Interviews äußern. Zudem gibt es jede Menge wissenswertes über okkulte Rituale, Paranoia, Verzweiflung sowie Kunst und Kultur. (Jannick)

 Jannick: Wie Geht es euch?

The Gentleman: Sehr gut, danke der Nachfrage!
Curse: So wie es aussieht atme ich noch...

Jannick: Stellt doch bitte eure Band A FOREST OF STARS und ihr Konzept kurz vor.

The Gentleman: Im Prinzip sind wir nur ein paar Schurken, die widerwillig unter Schreien und Treten aus dem späten 19. Jahrhundert entrissen wurden.  Wir sind ein Gentleman-Club, essen, trinken, saufen und halten okkulte Rituale ab. Manchmal bekommen wir es sogar hin, neben all diesen Aktivitäten ein Album zu produzieren...zumindest glaube ich, das wir das tun...

Jannick: Was waren die prägendsten Veränderungen bei A FOREST OF STARS seit eurem letzten Album „A Shadowplay For Yesterdays“? Welchen Einfluss haben diese auf eure Musik?

The Gentleman: Interessanterweise fanden alle nennenswerten Veränderungen nach der Produktion unseres aktuellen Albums statt. Dementsprechend wenig sollte sich verändert haben. Das wird sich aber auf den kommenden Alben deutlich ändern!

 AFOSgentlemanJannick: War die farbenfrohe musikalische Atmosphäre auf „Beware The Sword You Cannot See“ beabsichtigt? Die Vocals und das verspielte Violinenspiel sind zumindest deutlich melodischer Ausgefallen als noch auf dem Vorgänger. Dennoch behaltet ihr die altbewährte, theatralisch desolate Grundstimmung bei.

The Gentleman: Es ist immer schwer zu sagen, was beabsichtigt war, und was nicht. Wir haben einfach geschrieben, was uns in den Sinn kam. Das was dabei herausgekommen ist, ist das, was wir für richtig befunden haben. Wir haben eine große Menge an Material verworfen und stutzten unsere Ideen oft so lange bis manchmal kaum mehr etwas von ihnen übrig war. Ich nehme an, das wir durch dieses Vorgehen mit jedem Album reifer werden. Wir entwickeln uns als Songwriter, lernen von unseren Fehlern, perfektionieren unser Handwerk und werden hoffentlich jedes mal besser. Dabei verlieren wir niemals aus den Augen, wofür A FOREST OF STARS steht. Das ist zumindest unsere Absicht, unabhängig davon, was wir erzielen!
Curse: Gesanglich und textlich ist unser neues Album aggressiver, einfach aus dem Grund, weil ich selbst  aggressiver geworden bin!

 AFOScurseJannick: Worum geht es in „Beware The Sword You Cannot See“?

Curse: Textlich geht es um Wahnsinn, Tod, Lebensangst, Lebenshass, das Lebensende, Würmer, Maden, Panik, Paranioa und Verzweiflung. Den Titel habe ich aus dem „Black Eden“-Album von ENDURA gestohlen. Beabsichtigt war ein Bezug zur Rezeption und Verteilen von Flüchen. Ein Fluch ist ein Schwert, das man nicht sehen kann. „Öffne alle deine Augen und beobachte jeden deiner Rücken“ - das ist die Message.

Jannick: Was sind eure wichtigsten Einflüsse und warum?

The Gentleman: Musikalisch PINK FLOYD und EMPEROR. Ohne diese Bands würde es A FOREST OF STARS nicht geben. Literarisch sorgten „Asimov“ und „Orwell“ für eine Ausweitung meiner Vorstellungskraft und meines kritisches Denkvermögens als ich jünger war. Von der bildenden Kunst her eindeutig „John William Waterhouse“ und „Angus McKie“. Der eine für die Vergangenheit, der andere für die Zukunft und beide für unübertroffene Großartigkeit. Filmisch „Stanley Kubrik“ und „David Lynch“ für die schmerzhaft schönen Bilder, den Humor, die Albträume und die Verwirrung. Und Yorkshire für so ziemlich alles übrige.
Curse: Definitiv zu erwähnen sind zudem „A Blaze In The Northern Sky“ von DARKTHORNE, „Prince Of The Poverty Line“ von SKYCLAD, das Schaffen der Band GLOBAL GENOCIDE FORGET HEAVEN (G.G.F.H.) sowie George Orwells „1984“ und andere Texte.

 AFOSBandJannick: Was bedeutet Black Metal für euch?

The Gentleman: Atmosphäre! Und eine genuine Vielseitigkeit. Auf das musikalischen Wesenszüge reduziert ist die Atmosphäre das einzige, das alle Bands dieser Sparte miteinander verbindet. Man braucht keinen Blastbeat oder hochgestimmtes Schreien oder gar eine schlechte Produktion um eine großartige Black Metal Platte aufzunehmen. Und erst recht braucht man weder Corpsepaint  noch Patronengurte. Aber die Musik muss aus der Seele kommen. Man muss sie leben und atmen. Nur dann bekommt sie ihre eigene Atmosphäre und einen eigenen Spirit. Das ist wichtig, und nicht etwa das abarbeiten von To-Do-Listen dessen, was andere Bands so machen.
Curse: Und Widerstand!

Jannick: Werdet ihr auch Konzerte in Deutschland geben?

The Gentleman: Ja, wir werden bei euch im Oktober auf ein paar Termine vorbeischauen, aber noch ist nicht alles gebucht. Wir werden aber auf euch zurückkommen!

Jannick: Die letzten Worte gehören euch!

The Gentleman: Danke dafür, das du dir die Zeit für ein Interview mit uns genommen hast und für das Interesse an unserer kleinen Band.
Curse: Danke für deine Fragen und entschuldige unsere kurzen Antworten, aber wir sind momentan zeitlich sehr eingeschränkt.

 

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