rammingspeed_brainwreck.jpg „Thrash Boom Bang“ an allen Ecken! Die Welle rollt unaufhörlich. RAMMING SPEED ist nach BLOOD TSUNAMI und Konsorten das nächste Pferd, das von Candlelight Records gezäumt wird. Ab auf die Rennbahn damit und Daumen drücken, dass es unter die ersten paar Plätze kommt! „Brainwreck“ rast den meisten Mitstreitern zumindest in Sachen purer Geschwindigkeit davon!

RAMMING SPEED kredenzen eine Mischung aus furiosem, ultraschnellem Thrash und rotzigem Grindcore, womit der Vergleich zu momentan bekannten Größen a la WARBINGER oder EVILE schonmal für'n Arsch wäre. Was man hier in den 13 pfeilschnellen Songs geboten bekommt klingt wie eine Mischung aus NAPALM DEATH, SSS und einer gehörigen Portion „FUCK OFF“. Wer sich nun angesprochen fühlt, kann „Brainwreck“ mit ruhigem Gewissen an seine Freunde weiter empfehlen.

Abgesehen von der rotzigen, angepissten Attitude bleibt aber ohne oben genannte Vorlieben so gut wie nix mehr übrig. Der völlig gesichtslos gebrüllte Gesang nervt bereits nach dem ersten Song und stellt sich nach einem Durchlauf auch als No Go-Kriterium Nummer 1 heraus. Die völlig überdreht schnellen Riffs und Drums sind im Laufe der extrem kurzen Platte zum Großteil schlichtweg komplett nervtötend und am Ende bleibt wenig an wirklich guter Musik übrig. Ein Tritt in die Fresse mit einem dreckigen Stiefel, das bekommt man von RAMMING SPEED am laufenden Band, aber irgendwie will's nicht so richtig gefallen (wie das klingt... aber mal im Ernst: ne feine Fresseklopperei aus dem musikalischen Lager kann man wirklich nicht verwehren, aber ein Schlag in die Zwölf muss auch ein bisschen Nachwirken haben)

RAMMING SPEED kloppen sich mit zugegebenermaßen ein paar interessanten Thrashriffs durch die knapp 30 Minuten. Die paar interessanten Riffs reichen aber bei Weitem nicht aus, um hier eine Kaufempfehlung auszusprechen! Live könnten RAMMING SPEED für Freunde dieser Klänge sicherlich ein Erlebnis sein. Wenn man aber bedenkt, was man für eine CD bezahlt und wie viele Auswahlmöglichkeiten man heutzutage hat, dann muss man desöfteren doch etwas sorgfältiger auswählen.

Ja, das Grindcore Element bringt eine eigene Note in den Thrash der Amis. Spontan fällt mir auch keine Band ein, die diese Stile so kompromisslos mischt, aber es bleibt nach 30 Minuten einfach nix hängen. Die paar guten Momente wie „All in all“ oder „Sound the alarm“ reißen die Bewertung gerade noch so raus aus. Wirklich empfehlenswert ist „Brainwreck“ aber nur für die ganz Harten, die ohne brutale Geschwindigkeit Kopfweh bekommen und denen es nicht abgefuckt genug sein kann. Thrasher, ob alt oder neu, müssen sich RAMMING SPEED nicht auf die „To Do“ - Liste schreiben! (Bernie)


Bewertung: 5,5 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 29:56
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungstermin: 03.08.2009

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