vomitory_carnage.jpgVOMITORY sind eine Bank. Und zwar eine Bank, die auch in Krisenzeiten noch die Fahne hochhält und sich nicht beirren lässt. Wer sollte sich auch dieser massiven Dampfwalze in den Weg stellen wollen freiwillig? Richtig, niemand mit Verstand. In konstanter Qualität und vor allem Brutalität feuern sie ihre Bolzen ab und richten immer mehr Schaden an. Album um Album werden es weniger Bands im Death Metal Sektor, die es mit den kompromisslosen Schweden aufnehmen können. „Carnage Euphoria“ macht in dieser Reihe definitiv keine Ausnahme!

Wer hätte das auch ernsthaft vermutet? Man könnte VOMITORY Stumpfheit vorwerfen und könnte falscher nicht liegen. Denn was die Schweden von jeher ausmacht, ist ihr Hang zur Melodie in Mitten des totalen Hochgeschwindigkeits-Chaos, das ihre Veröffentlichungen umgibt. VOMITORY sind eine einzigartige Band, die trotz aller death metallischen Kompromisslosigkeit innerhalb weniger Momente zu erkennen ist. Die Trademarks sind eindeutig. Die tiefe, kräftige Stimme von Sänger Erik Rundqvist, der kratzige, teils sogar etwas matschige aber zu jeder Zeit durchschlagende Gitarrensound, die präzisen pfeilschnellen Blastbeats und der Hang zur schwedischen Melodiekultur.

„Carnage Euphoria“ entpuppt sich als das bisher beste Album der Schweden, abwechslungsreich und an manchen Stellen überraschend eingängig durch die fantastischen Melodien. Besonders kommt dies in „Serpents“ heraus, das dem gnadenlosen, straighten Opener folgt und alle Trademarks in Perfektion miteinander vereint und einen ultra fetten Groove Part parat hält. „A lesson in virulence“ ist zumindest textlich eine offensichtliche Verneigung vor den Thrash – Göttern EXODUS, musikalisch regiert aber das absolute Death Metal Abholzkommando, meine Fresse, wird hier gebollert. Solotechnisch überrascht man allerdings mit einem schönen thrash – lastigen Saitengewixe, dass mit Sicherheit auf den Mist von Gitarrero Peter Östlund gewachsen ist, der neben VOMITORY mit THE LAW eine vorzügliche Thrash Metal Truppe am Start hat. Ein weiteres Highlight findet sich in dem überaus vielschichtigen „Great Deceiver“, das alles vereint, was man am Death Metal lieben kann, egal, was es ist, ihr findet es in diesem Song!!

Meine Güte, ich weiß garnicht, was ich sonst noch zu „Carnage Euphoria“ schreiben soll, außer dass hier einfach ohne Unterlass die Axt geschwungen wird, bis wirklich NIEMAND mehr steht! Und das bei jedem Song, ohne Unterlass. Die melodischen und groovigen Einwürfe, die immer wieder zu hören sind, runden das akustische Bild perfekt ab und schweißen VOMITORY auf dem oberen Treppchen des europäischen Death Metals fest! Blastbeatattacken wie im Killersong „Deadlock“ oder der treibende Groove von „Rebirth Of The Grotesque“ baut einen ganzes Zeltlager in der Hose auf.

Mehr gibt’s einfach nicht zu sagen. VOMITORY sind eine einzigartige Band, die an der absoluten Spitze des europäischen Death Metals steht und von Album zu Album besser wird. „Carnage Euphoria“ ist ein Manifest ihres Könnens und wird jeden begeistern, der auf harten Metal steht! Wer hier kein feuchtes Höschen bekommt, der darf sich auch nicht Death Metaller schimpfen, Basta! Ein fantastisches Album und das Beste, das VOMITORY je veröffentlicht haben! Sich an diesem Album messen zu wollen, kann nur schief gehen! Death Metal Perfection! (Bernie)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 39:04 min
Label: MetalBlade Records
Veröffentlichungstermin: 08.05.2009

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