azmaveth_strongasdeath.jpgBombworks Records scheinen ein Faible für Bands mit „exotischer" Herkunft zu haben. Nach der ukrainischen Paganmetal-Formation HOLY BLOOD servieren sie uns jetzt AZMAVETH aus Puerto Rico. Und ebenso wie ihre Labelkollegen verbreiten sie christliche Botschaften, was bei der Spielart Black Metal schon etwas seltsam anmutet. Aber jeder wie er meint, schließlich sind das alles nur Klischees. Nun bringen die Männer von der Karibik ihr Debüt „Strong as Death“ heraus, welches mehr zu bieten hat als nur Schwarzmetall.

Da fällt zuerst einmal die Songunterteilung auf, denn von den Songs sind nur sechs als solche zu bezeichnen, am Anfang kommt ein „Intro“, und am Ende halt das Gegenstück. Zwischen die einzelnen Nummern haben sie dann jeweils ein kleines Akustikstück eingebaut, die auf die Namen „Interlude 1-5“ hören. Diese sind meist von klassisch-spanischem Spiel oder Latino-Anklängen geprägt. Hier zeigen sie ein klein wenig ihren kulturellen Hintergrund.

Der eigentliche Eröffnungssong „A mortal Way of Life“ belegt dann vor allem ihre Einflüsse des traditionellen Metal. Das erste Riff geht gut nach vorne los und erinnert stark an RUNNING WILD, ein Verdacht, den auch die einsetzenden Blasts nicht gänzlich zerstreuen können. Doch das ist nicht der einzige Querverweis an die glorreichen frühen Tage der Metalmusik, vielfach ertönen Leads und Harmonien, die Powermetal-Acts gut zu Gesicht stehen würden.
Unschwer zu erraten fällt die stilistische Ausrichtung von AZMAVETH sehr melodisch aus. Zwar keift und kreischt der Ancient Prophet (die anderen haben ähnliche Pseudonyme) mächtig, lässt hier und da ein paar tödliche Grunzer vom Stapel, doch vom Rumpelsound der Hardliner der Szene sind sie weit entfernt. Dazu sind sie auch viel zu keyboardlastig, was ja sicher nicht schlecht ist, die feinen Staccatos in „A cadaveristic Desire…“ beispielsweise werten die Arrangements auf. Vor allem die ruhigeren, atmosphärischeren manchmal schleppenden Passagen fallen sehr episch aus.
Auch vor thrashigen Querverweisen machen die Puertoricaner nicht halt, der Eingangsriff von „Stigma from Hell“ könnte durchaus von Späteren IMMORTAL stammen, obwohl man sich insgesamt eher an die Schwedenschule hält. Zum Schluss überrascht „Crawling from the Grave“ sogar mit rockigeren Anklängen, erinnert stark an DIMMU BORGIR´s „Blood Hunger Doctrine“.

Nun gut, Eigenständigkeit ist nicht die Stärke von AZMAVETH, was natürlich auch mit der geringen metallischen Vergangenheit ihrer Heimat zu tun hat. Da bedient man sich eben stärker bei den Vorbildern. Am ehesten ist „Strong as Death“ Fans von SIEBENBÜRGEN zu empfehlen.
Für ein Debüt klingt die Scheibe, welche mit Sicherheit kein riesiges Budget verschlungen hat recht gut produziert. Die Instrumente dringen differenziert aus den Boxen, manchmal klingt es schon fast zu klinisch und auch die Drums scheinen doch arg getriggert. Die Jungs verstehen ihr Handwerk, wenngleich sie nicht glänzen.
Am Ende fehlen lediglich die Höhepunkte, auch wenn sich „Strong as Death“ gut hören lässt. Hier müsste man noch ein wenig mehr am Songwriting arbeiten, auch wenn Potential und ein paar nette Ideen vorhanden sind. Doch das reicht heute in einem Genre, bei dem die Entwicklung auch nicht stehen geblieben ist nicht aus, um was zu reißen. Somit bietet der Erstling von den Antillen solide Kost, die ausbaufähig ist. (MetalPfälzer)

 

Bewertung: 5,5 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 32:54 min
Label: Bombworks Records
Veröffentlichungstermin: 31.10.2008

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