malevolentcreation_doomsdayx.jpg MALEVOLENT CREATION sind neben DEICIDE und CANNIBAL CORPSE eine der wenigen Bands, die seit vielen Jahren Album um Album in gleicher Qualität veröffentlichen und als konstante Größe keinen Zentimeter von ihrer Position abweichen. Man weiß, was man von den Floridanern erwarten darf und genau das wird geliefert. Und das seit vielen, vielen Jahren. Es wird also wohl niemanden wundern, dass „Doomsday X" hier keine Ausnahme macht!

„You're listening to a new promotional CD, which is property of Massacre Records" ARGH, Voiceover sind genau das, was ein Redakteur bei einer brutalen Death Metal Platte braucht! Denn wie man es von MALEVOLENT CREATION kennt, wird hier geprügelt, was das Zeug halt, die Einschnitte durch eine sanfte Stimme passen dann ganz besonders gut ins Konzept...

Na ja, was soll's, so ist das eben. Wie schon erwähnt, die Logistik stimmt in Florida nach wie vor, die Lieferung ist vollständig und beinhaltet genau das, was man bestellt hat! Mit einer kleinen Neuerung am Mikro. Im Gegensatz zum letzten „Warcult" Output malträtiert hier wieder Altsänger Brett Hoffmann seine Stimmbänder. Dieser Mann hat mit seiner Stimme den MC Sound geprägt wie kein anderer. Wahrlich gibt es bessere am Gesang, Kyle Symons, der die letzten zwei Platten einsang, hat ein um einiges tieferes Growlen auf dem Kasten und Jason Blachowicz veredelte auf unnachahmliche Art und Weise die Killeralben „In cold blood" und „Eternal". Aber Hoffmann gehört zu MALEVOLENT CREATION, genau wie Rob Halford zu Priest. Mit dem Sänger sind auch weitere alte Mitglieder zurück ins Boot gekommen und man konnte wieder ein diesmal hoffentlich beständiges Line Up zusammenstellen.

Vorne weg sollte man gleich zugeben, dass „Doomsday X" nicht an die Glanzperlen der Band wie „Envenomed", „In cold blood" oder „Eternal" rankommt. Dafür bietet die neue Langrille nicht genug Abwechslung. „Doomsday X" ist eine verdammt schnelle, brutale US Death Metal Scheibe geworden, die mit Songs wie „Deliver My Enemy" oder „Bio-Terror" auftrumpft. Allerdings bewegen sich nicht alle Songs auf diesem Niveau, zu viele können die Qualitätsstufe „gut" nicht überschreiten. Kein Beinbruch an sich, denn es ist immer noch MALEVOLENT CREATION und auch „Doomsday X" steckt fast alles locker in die Tasche, was sich anschickt, Florida Death Metal machen zu wollen.

Trotzdem hätten ein bisschen mehr Abwechslung und ein paar mehr Hooklines hier und da nicht geschadet! Ein weiteres Manko ist der Sound. Im Großen und Ganzen absolut funktionierend, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass noch vor ein paar Jahren mehr Wert auf einen perfekt gemischten Sound gelegt wurde. Es bleibt abzuwarten, ob dies eine generelle Entwicklung in der harten Musik ist, weil immer weniger Geld ausgegeben werden kann oder es sich hier nur um Einzelfälle handelt. „Doomsday X" hätte eines weiteren Mixes bedurft, dafür klingt alles doch etwas zu roh und man hat es schon besser gehört.

Wer sich nun abgeschreckt fühlt, dem soll versichert sein, dass auch der neueste Output von Floridas Top 5 Death Metal Band alles bietet, was den Fan in Verzückung treibt! Fans können, nein sollten oder müssen hier beherzt zugreifen, denn hier wird ihnen ordentlich der Arsch versohlt!!
„Doomsday X" reicht leider nicht an die Bandperlen heran, weiß aber mit kompromissloser Brutalität zu überzeugen und ist das nicht genau das, was man von MALEVOLENT CREATION erwartet? Ja, das ist es! Auf geht's. (Bernie)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 49:22 min
Label: Massacre Records
Veröffentlichungstermin: 24.08.2007

 

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