Auch wenn 3 INCHES OF BLOOD im Zuge des beginnenden Metalcore Booms auf der Bildfläche erschienen, gibt es wohl keine Band, die weniger in diese Schiene passt, als die verrückten Amis. Ihr Roadrunner Debüt 2004 strotzte nur so vor True Metal Anleihen und der Nachfolger „Fire up the blades“ steht dem in nichts nach. Das Cover erinnert an Bands wie SACRED STEEL, die Texte drehen sich um mittelalterliche Schlachten und Mythologie, und vor allem viel viel Blut! Mindestens 3 Inch ;-) Nach, bzw. sogar während der Produktion zu „Advance an vanquish“ hatten die zwei Sänger Jamie Hopper und Cam Pipes den Verlust ihrer kompletten Mannschaft zu verkraften. Dass Rückschläge meist stärker als zuvor machen, zeigt „Fire up the blades“ mehr als deutlich, seit einer halben Ewigkeit hat man nicht mehr ein solch frisches, leidenschaftliches, messerscharfes und durch und durch metallisches Album gehört. Nach dem Old Schooligen Intro geht es mit „Night marauders“ gleich los in Richtung Kauleiste mit einem Thrashriff der Extraklasse, einem Haufen Licks und eingängigen Melodien, die in unvergleichlicher Form dargeboten werden von einem Wechselgesang aus Death Metal Vocals und einem Keifen, dass selbst Udo Dirkschnieder in seinen besten Tagen nicht erreichen würde.

Als früher Hit des Albums entpuppt sich „The goatrider’s horde“, das in bester True Metal Manier in treibender Doublebass gehalten ist und mächtig nach vorne losprescht. Das, was 3 INCHES OF BLOOD ausmacht, ist der wilde Mix aus verschiedenen Stilen, der ihre Musik irgendwo einzigartig macht. Nach treibendem True Metal wird auch gern mal auf einen saftigen Blastbeat zurückgegriffen. Ein weiteres Highlight der Platte findet sich in „Trial of champions“, das extrem rockig beginnt und gen Refrain mit einer obergeilen Hammondorgel aufwartet, ein Instrument, das einen Song mehr als zerstören kann, wenn es falsch eingesetzt wird, hier passt es wie die Faust aufs Auge und bringt eine ganz eigene, besondere Note in den Sound. Darauf könnte man in Zukunft gerne öfter zurück greifen, „Trial of champions“ macht es zu einem der besten Songs des Ablums. Geniale Idee!

„God of the cold white silence“ glänzt mit einem Lead, dass von Pianoklängen unterstützt wird und sofort ins Ohr geht und live zu kollektiven Ausrastern führen dürfte. Wahnsinn, welches Potential diese Band hier freisetzt. Unterstützend unter die Arme gegriffen wurde 3 INCHES OF BLOOD hier von niemandem geringerem als Mr. Joey Jordison, der das Album produzierte. Beängstigend, was dieser Mann alles kann, ein von Mitmusikern hoch gelobter Drummer, fantastischer Songwriter (wie man auf der Roadrunner United beeindrucken feststellen konnte) und nun auch eine perfekte Produktion, die nichts zu wünschen übrig lässt, knackig an jeder Ecke, besonders die Drums, oh Wunder, knallen äußerst wuchtig und differenziert durch die Boxen. Der Mix von Zeuss gibt den Rest zu einer perfekten Produktion.

Durchweg gehen alle Songs auf „Fire up the blades“ straight nach vorne und dürfte für ordentlich Nackenschmerzen sorgen, insbesondere Thrasher wie „Demon’s blade“ oder das brutale „Infinite legions“.

Ausfälle können auf „Fire up the blades“ keine verzeichnet werden. Was mit der Zeit etwas anstrengend werden kann, ist der hoch kreischende Gesang von Jamie Hopper, der nicht jedermanns Fall sein wird. Da werden sich die Geister scheiden. Wer aber auf straighten, puren Metal steht, IRON MAIDEN, MERCYFUL FATE, Thrash a la TESTAMENT als auch Death Metal nicht abgeneigt ist, der sollte sich 3 INCHES OF BLOOD dringend zu Gemüte führen, eine einzigartige Band mit einem unvergleichlichen Album, das Spaß macht. Die Jungs hier haben mehr Metal im Blut und in den Eiern als all die neuen, ach so truen und metallischen Sterngeschmückte Zeitgenossen ihrer Ära. Ein dicker Mittelfinger in Richtung Trendreiterei, fire up the blades for battle! (Bernie)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 52:28 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungsdatum: 22.06.2007
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