DAATH sind das neueste Pferd im Roadrunner Stall und veröffentlichen mit „The hinderers“ nun ihr Debütalbum weltweit, bevor sie im April mit UNEARTH auf Tour durch Europa gondeln. Die Jungs aus Atlanta machen es dem Hörer mit ihrem unkonventionellen Stilmix nich leicht. Wo der Opener „Subterfuge“ noch modern Death Metallisch ein wenig an DEVIL DRIVER erinnert, mit dem ruhigen, fast atmosphärischen Part aber wieder völlig in einer anderen Reihe tanzt, knallt „From the blind“ dann um einiges flotter aber auch nicht unbedingt schlicht und straight vor den Latz. Zwei sehr interessante Songs, von denen Zweitgenannter besonders überzeugen kann, da ist ordentlich Pfeffer dahinter.
Bei „Cosmic forge“ tauchen bereits die ersten Synthie Sounds auf, die sich zum atmosphärischen Keyboardteppisch ausweiten. Pianoklänge im Refrain runden ab. Hinter allem thronend stets das fette, sehr differenzierte Schlagzeug und die brechende, technisch hochwertig gespielte Double Bass.

Wie als wäre die Steigerung geplant weiten sich die Keyboardklänge immer weiter aus, nur um dann von Zeit zu Zeit wieder vollkommen zu verschwinden und den harten, groovend brechenden Gitarren Platz zu lassen. Ein unbeschreiblicher Mix, der nicht wenig fordert. Immer wieder scheinen melodische Soli den Weg aus der Verwirrung zu leuchten, bevor Songs wie „Under a somber sign“ wieder alles verändern. Am ehesten an DIMMU BORGIR erinnernde Pianoklänge, die um elektronische Synthie Sounds erweitert werden bringen eine verwirrende Abwechslung in die Songstruktur und nehmen den Riffs leider etwas an Härte.

Davon ist bei „Ovum“ nichts zu hören, hier wird geknüppelt, was das Zeug hält, steht DAATH sehr gut zu Gesicht! Davon müsste es ein paar mehr Songs geben! Immer wieder wird der ein oder andere Song von Elektronik untermalt („Above Lucium“) und man wird das Gefühl einfach nicht los, dass sich DAATH nicht wirklich für eine Richtung entscheiden können. Bekräftigt wird diese These durch die künstlichen Rhythmen aus „Who will take the blame?“, die einfach nicht ins Album passend wirken und dem Totalausfall „Dead on the dancefloor“. Hier greift man übertrieben tief ins Klo! Technorhythmen lassen sich einfach nicht mir Death Metal Riffs vereinbaren. Auf eine perfide Art und Weise interessant, aber lieber mal SKIP…

Man hat nicht nur einmal das Gefühl, dass DAATH nicht wirklich wissen, wo sie mit ihrem Sound hinwollen! Keyboard, Synthesizer, elektronische Klänge auf der einen Seite beißen sich auf „The hinderers“ nicht nur einmal mit treibenden Doublebass Passagen, Blastbeats und knüppelharten Death Metal Riffs. Ein weiteres Manko ist der nicht sehr abwechslungsreiche Gesang von Shouter Sean.
Der Eindruck, dass „The hinderers“ eine schlechte Platte ist, sollte hier aber auf keinen Fall entstehen! So verwirrend die Ziellosigkeit von DAATH auch ist, die Kerle haben ein durchaus interessantes, abwechslungsreiches und anspruchsvolles Album abgeliefert mit eine paar echten Perlen (z.B. „Cosmic forge“)
Die erstklassige, typisch perfekte Roadrunner Produktion (man erinnert sich an RR United) von James Murphy und Colin Richardson gibt auf jeden Fall noch nen halben Punkt extra! Wenn DAATH beim nächsten Album darauf achten, ihre Richtung zu finden und sich darauf konzentrieren, dann könnte dieses Album ein absoluter Knaller werden. Behaltet die Band im Auge und hört euch „The hinderers“ einfach mal an! (Bernie)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 48:26 min
Label: Roadrunner Records
Veröffentlichungstermin: 30.03.2007
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