BURDEN OF GRIEF wurden einst durch den RockHard „Unerhört“ Sampler entdeckt, treiben aber schon seit Anfang der 90er ihr Unwesen in der deutschen Metall - Landschaft. Seither frönt man dem skandinavischen Melodic Death Metal und bringt mit „Death end road“ das nunmehr vierte Full Length Album auf den Markt. Doch das Fähnchen hat sich merklich etwas mit dem Wind gedreht… Nach dem durchaus interessanten Intro als Titeltrack zeigt „Vita reducta“ dem aufmerksamen Hörer schon gleich, was im ersten Abschnitt gemeint war. Man möge mich für paranoid halten, aber der Opener schreit regelrecht nach AS I LAY DYING und den zahlreichen Kopien der Metalcore Pioniere.
1. Die Bassdrum: steht metalcore - typisch weit im Vordergrund gegenüber jeglichen anderen Bestandteilen es Drumkits mit entsprechend bös getriggertem Sound. 2. Der Gesang: Ok, Sänger Mike ist nicht mit den US Hardcore Bellern zu vergleichen aber man höre sich zum Vergleich gerne mal seine Vocal Lines von früher an, großer Unterschied. 3. Riffs: Hier und da mal ganz deutlich an den typischen Groove gehaltene Riffs, Tapping hier und da, das mehr als nur deutlich an AS I LAY DYING erinnert, auch gerne mal ein paar Riffs, die vielleicht schon auf dem nächsten Album zu klaren Breakdowns mutieren könnten.

Belassen wir es erstmal dabei. Nun, BURDEN OF GRIEF tendieren also mit ihrem neuesten Output Richtung Metalcore, macht das ihre Musik automatisch schlechter? Natürlich nicht. Es ist nur etwas traurig zu sehen, dass sich immer mehr Bands in diese Richtung ziehen lassen, ob es jetzt rein musikalische Einflüsse einer interessanten neuen Stilrichtung sind oder reines Kalkül, das wage ich nicht zu unterscheiden.

„Death end road“ sollte jetzt nach den obigen Ausführungen nicht als purer Metalcore verstanden werden, die Jungs lärmen hauptsächlich immer noch in der skandinavischen Richtung a la früher IN FLAMES, da aber gerade der ganze Metalcore Haufen maßgeblich von dieser Musik beeinflusst wurde, ist der weg dahin natürlich nicht weit für die Deutschen. „Swallow the sun“ langweilt etwas mit monotonem Riffing, überzeugt auf der anderen Seite aber mit einem recht eingängigen Refrain und melodischen Soli.
Die Songs sind allesamt eher im mittleren Tempo gehalten mit kurzen, flotteren Zwischenspielen zur allgemeinen Auflockerung. (bestes Beispiel: „The killer in me“) Viel Wert legen BOG auf eingängige Melodien, die auch mal von Sänger Mike kommen können, der im Vergleich zum letzten Album eine 100% Verbesserung hingelegt hat.
Highlight des Albums könnte „Shizophrenic“ sein, das schneller und thrashiger als der Rest durch die Boxen knallt, ein abwechslungsreicher Banger, schön.

Als Bonus und Vergleich zwischen alt und neu wurden zwei alte Klassiker der Band noch mal neu vertont. Hier sollten meine Metalcore Vergleiche endgültig verstanden werden.
Die moderne Tendenz ist meiner Meinung nach einfach nicht notwendig und hinterlässt einen etwas faden Nachgeschmack. Nichtsdestotrotz ist „Death end road“ ein empfehlenswertes, abwechslungsreiches und durchweg gutes Album geworden, dass man sich vor allem als Fan des skandinavischen Metalls ruhig mal anhören sollte! (Bernie)

Bewertung: 7,0 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 52:43 min
Label: Remedy Records
Veröffentlichungstermin: 30.03.2007
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