Mehrfach-Wertung der Redaktionaerosmith_musicfromanotherdimensionWenn man unken wollte, könnte man behaupten, dass AEROSMITH dann angefangen nachzulassen, als sich der große Erfolg einstellte. In der Tat waren sie in den Siebzigern trotz Hammerscheiben wie "Rocks" nur jenseits des Atlantik eine Nummer, was auch daran lag, dass Europa tourtechnisch vernachlässigt wurde. Nach dem Comeback mit den Überalben "Permanent Vacation" und "Pump" konnte man sich auch hierzulande einen Namen machen. Welches der beiden das bessere ist, darüber streiten sich bis heute die Gelehrten.
Mit "Get A Grip" kam dann der Welterfolg, doch die Scheibe konnte den Vorläufern nicht das Wasser reichen. Das lag viel daran, dass die Refrains bis zum Erbrechen repetiert wurden, nur damit man Videos in Spielfilmlänge darin unterbringen konnte. Ein Beitrag zu einem richtigen Film konnte in der Folge den kommerziellen Absturz auch nicht verhindern, vor allem das schwache "Just Push Play" blieb hinter den Erwartungen zurück. Das ist nun elf Jahre her und bislang hörte man nur noch mit dem Blues-Album "Honkin´On Bobo" etwas von den Bostonern. Doch nach allerlei internen Querelen hat man nun mit "Music From Another Dimension" endlich ein neues Studiooutput auf dem Markt.

Mehrfach-Wertung der Redaktiontiamat_thescarredpeopleIn den letzten Jahren ist es eher still geworden um TIAMAT. Nachdem man auf "Amananethes" schon viereinhalb Jahre warten musste, verging seitdem erneut so viel Zeit. Dabei war die Truppe in den Neunzigern eine der umtriebigsten und kreativsten der ganzen Szene. 1990 starteten sie wie viele junge Bands als reine Deathmetaltruppe, ein Stilkorsett, das ihnen bald zu eng war. Während andere wie UNLEASHED bis heute dem Todesblei treu blieben, strebte Mastermind Johan Edlund nach einem eigenständigen, persönlicheren Sound. Bereits auf ihrem zweiten Album "The Astral Sleep" setzte man Keyboards ein und prägte damit das Gothicmetal-Genre. Der große musikalische Durchbruch gelang 1994 mit "Wildhoney", bei dem  psychedelische und Artrock-Elemente zum Tragen kamen. Danach bestimmten elektronische Einflüsse das Bild, bevor sich der Stil beim Gothicrock konsolidierte. Nachdem es beim letzten Album ein Stück weit zur härteren Vergangenheit zurück ging, dürfen die Fans nun auf  "The Scarred People" gespannt sein.

 

Mehrfach-Wertung der Redaktionlacunacoil_darkadrenalineLACUNA COIL. Stand der Name noch vor einigen Jahren für astreinen Gothic Metal, so haben LACUNA COIL dieses Bild spätestens mit „Karmacode“ zerstört. Und ziehen seitdem ihr Ding durch, egal was irgendwelche Kritiker sagen. Und – sie haben Erfolg damit. Dabei ist es vollkommen egal, welche Richtung die Italiener einschlagen. Ob man nach Amerika schielt wie auf „Karmacode“ oder ob man eher Poprock als Metal fabriziert („Shallow Life“) – man erkennt immer sofort an den ersten Tönen einer Scheibe, daß hier LACUNA COIL am Werk sind. Und so ist es auch auf „Dark Adrenaline“, dem mittlerweile sechsten Studioalbum der Band.

 

Mehrfach-Wertung der Redaktion

edguy__ageofthejokerVon EDGUY erwarte ich eigentlich nicht mehr viel. Zwar war „Tinnitus Sanctus“ im Vergleich zu seinen beiden Vorgängern wieder um einiges besser, kam aber dennoch nicht an die ersten Scheiben ran (als sie noch true waren und nicht so kommerziell (ahü ahü)). Umso überraschter war ich, als  vorab das Video zu „Robin Hood“ veröffentlicht wurde. Nicht nur, daß die Band unglaublich sexy in furchtbar kleidsamen grünen Strumpfhosen agiert (übertroffen nur vom geradezu atemberaubenden Sex-Appeal eines Bernhard Hoecker) – nein auch musikalisch ist der Song eine echte Gabe (bis auf den öden und doch etwas übertrieben pathostriefenden Spoken-Word-Part in der Mitte – aber den hat man eigentlich schnell wieder verdrängt). Genial auch die an die glorreichen 70er erinnernde Hammondorgel.


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