annihilator forthedemented 200nb mehrfachwertungJeff Waters könnte man wohl glatt als einen der stursten Kerle im Metal überhaupt bezeichnen. Anders ist es wohl kaum zu erklären, dass der Kanadier seine Band trotz aller Widrigkeiten seit nunmehr 33 Jahren am Leben hält. Wobei die einzige Konstante bei ANNIHILATOR in all den Jahren der Gitarrist und Sänger selbst war. Ansonsten sah man in der Geschichte der Gruppe sehr viele Musiker kommen und gehen.

Besonders die Position des Sängers, der nach Meinung vieler den Sound einer Band zu einem nicht unerheblichen Teil ausmacht, war im Hause ANNIHILATOR schon von jeher eine wackelige. So bringt man es hier auf die stolze Zahl von insgesamt 6 Sängern, die bisher hinterm Mikrofon standen.

Mit Dave Padden schien man 2003 den richtigen Mann gefunden zu haben. Und fast schien es, als würde nun eine gewisse Konstanz eintreten und das Besetzungskarussell aufhören sich zu drehen. Doch 2014 nahm dann auch Padden seinen Hut.

So machte Jeff Waters auf dem letzten Studioalbum „Suicide Society“ (2015) einmal mehr aus der Not eine Tugend und übernahm den Gesang erstmals seit „Refresh The Demon“ (1996) wieder selbst. Mit Rich Hinks (Bass, Gesang) und Aaron Homma (Gitarre, Gesang) präsentierte er auch gleich zwei neue Bandmitglieder.

Trotz aller Besetzungswechsel gelang es Jeff Waters irgendwie, konstant Alben zu veröffentlichen. Selbst wenn er sie wie „Remains“ (1997) komplett im Alleingang einspielen musste.

Und so erscheint am 03.11. mit „For The Demented“ das sechzehnte Album in der langen Geschichte von ANNIHILATOR.

Vor den Aufnahmen zu ebendiesem setzten Jeff Waters und Bassist Rich Hinkle sich hin und analysierten den gesamten Backkatalog der Band. Ziel war es hierbei herauszukristallisieren, warum die frühen ANNIHILATOR Alben der Marke „Thrash trifft auf Melodie“ , bei den Fans so gut ankamen und Waters‘ ursprüngliche Art und Weise Songs zu schreiben, welche die ersten vier Scheiben ausmachte, zurückzuholen.

Dies ist den Musikern auf „For The Demented“ auch erstaunlich gut gelungen. Bereits mit der Eröffnungsnummer „Twisted Lobotomy“ schlagen Waters und seine junge Truppe gekonnt den Bogen von der Vergangenheit zur Gegenwart. Der Song hätte durchaus auch auf einem der klassischen ANNIHILATOR Werke bestehen können. Natürlich kann man Waters‘ Stimme nicht mit der von Dave Padden vergleichen, aber bei Thrash Metal passt sie einfach, selbst wenn sie hier und da Parallelen zu MEGADETH Frontmann Dave Mustaine aufweist. Auch das folgende „One To Kill“ überzeugt. Überhaupt fällt einem auf, dass die 10 auf „For The Demented“ enthaltenen Stücke, mit Ausnahme des eher ruhigen „Pieces Of You“ und dem rockigen „The Way“ deutlich stärker im Thrash Metal angesiedelt sind, als das zuletzt der Fall war.

Für langjährige Fans dürfte „For The Demented“ genau die Scheibe sein, auf die sie schon lange gewartet haben, besonders für jene, die eher auf die härteren Nummern stehen. Wie die Anhänger der melodischeren Alben von Waters und seinen jeweiligen Mitstreitern das sechzehnte Werk annehmen, wird die Zeit zeigen. Beweisen muss der Mann nach 33 Jahren im Geschäft eh nichts mehr. (Matthias)

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 46:53 min
Label: Neverland Music Inc./Silver Lining Music
Veröffentlichungstermin: 03.11.2017

Bewertung:

Matthias8,5 8,5 / 10


Dennis7,0 7 / 10

Jochen7,0 7 / 10

Klaus7,0 7 / 10

Maik6,0 6 / 10

Pascal7,0 7 / 10

Pfaelzer6,5 6,5 / 10

Alex27,0 7 / 10


annihilator forthedemented 800

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