Die Information die ich über diese Band habe sind etwas spärlich. Die Formation stammt aus Italien und hat sich dem Progressive Metal verschrieben. Na dann mal reinhören...

Fast 6 Jahre nach "...magni blandinn ok megintiri..." ist Meister Vratyas Vakyas endlich mit einer neue Scheibe am Start. Er hat vom Label alle Zeit der Welt bekommen und diese auch reichlich genutzt :-)

Hinter DREAMTIDE verbergen sich hauptsächlich ehemalige Mitglieder von FAIR WARNING - federführend Gitarrist Helge Engelke, der nach seinem Weggang den nicht ganz unbekannten Shouter Olaf Senkbeil (u.a. Backings für BLIND GUARDIAN) und den Bassisten Ole Hempelmann um sich scharte, sowie noch kurzerhand mit Drummer CC Behrens und Keyboarder Torsten Lüderwaldt zwei weitere ex-FAIR WARNING-Kollegen einspannte - fertig ist die Besetzung von DREAMTIDE...
Wie die Namen bereits vermuten lassen - die Jungs kommen aus Deutschland - genauer gesagt: Hannover - und sie bemühen sich redlich, die deutsche Metalszene zu bereichern.

Wer hätte gedacht, dass sich ausgerechnet im hohen Norden Europas - der Hochburg der Black-Metal-Bands - ein paar Musiker zusammenfinden, um Musik zu machen, wie sie "heavy-metallischer" nicht sein könnte?
ASTRAL DOORS lassen mit ihrem Debütalbum "Of The Son And The Father" elf regelrechte Granaten auf die Welt los, die am ehesten an BLACK SABBATH zu "Headless Cross"-Zeiten erinnert - noch ein wenig RAINBOW hier, ein wenig DEEP PURPLE dort - fertig ist eine explosive Mischung.
Neben der Gitarrenarbeit von Joachim Nordlund und Johan Lindstedt hat Sänger Patrik Johansson nicht unerheblichen Anteil daran, der wie eine Symbiose aus 80% Tony Martin und 20% Dio klingt.
Für die DEEP PURPLE-Analogien sorgt Keyboarder Jocke Roberg, der zwar keine ausgefeilten Klangteppiche ausbreitet, aber regelmäßig seine Einwürfe beisteuert.

DAWNSIGHT erblickte im Jahr 2001 das Licht der Welt. Wobei sich die Band zunächst auf einige Coverversionen beschränkte. Nach und nach entstanden aber auch eigene Songs und als Resultat dessen ist nun diese 4-Track-CD entstanden, das Debüt der Hessen. Stilistisch sieht sich die Band im Bereich von IRON MAIDEN und ICED EARTH und das kann man wohl so durchgehen lassen.

Dreimal darf geraten werden, inwieweit sich das Duo Fenriz und Nocturno Culto, seit nunmehr fast 15 Jahren als DARKTHRONE fungierend, auf ihrer zehnten Platte musikalisch weiterentwicklet haben. Die richtige Antwort lautet selbstverständlich: Gar nicht. Warum auch?

Vor zehn Jahren galten GORGOROTH im Zuge der damaligen Black Metal Bewegung in Norwegen als Pioniere ihrer Zunft und als eine der krassesten Bands im Bezug auf Brutalität und Primitivität. Es kam nur Geschrei und räudiger Krach aus den Boxen, wenn man GORGOROTH auf seine Stereoanlage losließ, aber gerade dieser animalische Sound war und ist halt der einzig wahre Black Metal.

Für viele Bands gehört es in letzter Zeit zum guten Ton, mit Unterstützung eines Orchesters ein Album zu veröffentlichen - was sich aber zumeist im Nachspielen altbekannter Songs in klassischem Gewand erschöpft (METALLICA, SCORPIONS). Einen Schritt weiter sind RAGE mit ihrem "Lingua Mortis" gegangen und schrieben ein Album extra für das Zusammenspiel Orchester & Metalband.
Bands, die allein zwei Jahre für die Komposition der orchestralen Parts benötigen, sind hingegen bislang eher selten anzutreffen.
ADAGIO gehen auf "Underworld" mit acht epischen Titeln aber genau diesen Weg - ein wenig ROYAL HUNT, ein wenig EDGUY - gemischt mit klassischem Klavierspiel á la Chopin oder Liszt, noch ein wenig progressiver Einfluss und hinreichend instrumentelle Einlagen - der Einfluss der härteren Gangart von DEATH, CARCASS oder DISMEMBER, wie Gitarrist und "Hauptkomponist" Stephan Forte schreibt, ist allerdings kaum wahrnehmbar.

EXPOSED GUTS aus Hamm wurden bereits im Jahre 1997 gegründet. Aber erst jetzt wagen sie den Schritt ein erstes vollständiges Album zu veröffentlichen.

Mitte der 90er waren die Finnen AMORPHIS dank der ersten drei Alben, besonders dem göttlichen "Tales From The Thousand Lakes", eine meiner Lieblings-Death Metal-Bands. Als sie dann mit Album Nummer 4 "Tuonela" ihre Todesblei-Elemente abgelegt haben, habe ich auch mein Interesse an ihnen verloren. Umso verwunderter war ich dann, als ich zufällig in das nunmehr sechste Werk "Far From The Sun" reinhörte und ziemlich positiv überrascht war.

Seit ihrem Comeback mit dem 2001er Album "One Million Lightyears From Home" steigern sich DOMAIN kontinuierlich von Album zu Album (die arg weichspülende EP "New Horizons" sei mal vernachlässigt...).
Und zu ihrem aktuellen Output "The Sixth Dimension" wurde noch kurzerhand die Rhythmussektion ausgetauscht, um nun mit Drummer Stefan Köllner (ex-SYMPHORCE) und Bassist Sandro Lo Guidice (CIRCLE OF PAIN) zu neuen Härtegraden aufzubrechen.

FUNERIS NOCTURNUM liefern mit "Code 666 ..." bereits ihr drittes vollständiges Album ab. Die ersten beiden sind mir leider unbekannt, somit sind Vergleiche nicht möglich. In der Info werden jedenfalls Vergleiche zu MARDUK und DARK FUNERAL angestellt.

Rock/Metal-Opern sind derzeit im Kommen - nach Nikolo Kotzev's "Nostradamus" und "Mr. EDGUY" Tobias Sammet's "Avantasia" gibt sich nun auch TEN-Frontmann Gary Hughes die Ehre mit "Once And Future King" - und auch er hat diverse illustre Namen für sein Projekt gewinnen können, das sich sogar auf zwei CD's verteilt. Leider liegen zwischen den Veröffentlichungsterminen der beiden Scheiben satte sechs Wochen.
Die Gesangsparts übernehmen beispielsweise mal DC Cooper (ex-ROYAL HUNT), Dougie White (ex-RAINBOW) oder Bob Catley (MAGNUM).

Okay, die Reiter waren nie eine Band, die auch nur im entferntesten puristisch, straight oder unexperementiv, notfalls auch mit außer-metallischen Sounds, war... allein grübel ich ernsthaft, ob die Thüringer es auf ihrem vierten Studioalbum "Have A Nice Trip" nicht ein wenig übertrieben haben?

Ritchie Blackmore und Candice Night melden sich mit "Ghost Of A Rose" in gewohnter Manier wieder zurück - wie auf den letzten Alben auch hat man sich entweder mehr oder weniger bekannter "Traditionals" aus dem 16. Jahrhundert bedient, oder sich von entsprechenden Szenerien inspirieren lassen. Abgerundet wird die gelungene Mischung durch zwei Coverversionen aus aktuellerer Zeit.
Zusätzlich zu den gebräuchlichen Instrumenten kommen auch wieder heute etwas ungewöhnlichere wie "Hurdy Gurdy" oder "Rauchpfeife" zum Einsatz - was entscheidend dazu beiträgt, dass die 15 Titel ihr Flair entfalten können.

"Songs In The Key Of Rock" - endlich mal ein Album, wo der Name Programm ist!
Hat der gute Glenn auf der letztjährigen Tour mit HTP einen arg durchwachsenen Eindruck hinterlassen, so bekennt er sich mit dem aktuellen Studiooutput ohne Schnörkel zu der Musik, die er bereits Anfang der Siebziger gemacht hat.
So klingt "Songs In The Key Of Rock" über weite Teile so, als seien sie einem DEEP PURPLE oder RAINBOW-Album entsprungen - ja sogar Riffs, die verdammt nach LED ZEPPELIN klingen sind auszumachen.
Böse Zungen würden Mr Hughes jetzt unterstellen, ihm falle nichts Neues mehr ein und er würde sich nur bei alten Klassikern bedienen - aber dem ist entgegenzuhalten, dass er die zwar bekannt klingenden Riffs zeitgemäß verpackt und erstaunlich intensiv rüberbringt.

Die Krefelder CORONATION haben nach ihrem ersten Demo "Skin Melting Terror" schon eine MiniCD nachgelegt. Na das geht ja flott. Stilistisch weicht die Band bei den neuen Songs keinen Millimeter vom ersten Demo ab.

FORCES@WORK kommen aus Wuppertal und damit wäre mein Fundus an Informationen über diese Band auch schon fast erschöpft. Aber halt, da tauchen 3 halbwegs bekannte Namen auf: Andreas Lohse (Gesang), Armin Alic (Bass) und Adrian Weiss (Gitarre) allesamt einst bei THOUGHT SPHERE aktiv.

"Wir spielen diese Musik weil wir sie leben, und uns interessiert nicht was andere darüber denken!". Saubere Einstellung! Über die Band ist mir ansonsten rein gar nichts bekannt. Also gleich rein in die Scheibe...

"Uncle Reaper" Chris Boltendahl liefert mit diesem Werk die Biografie einer deutschen Metal-Band, die so ziemlich alle Höhen und Tiefen des Business mitgemacht und derzeit auf einer absoluten Erfolgswelle schwimmt. GRAVE DIGGER haben schließlich nicht zuletzt mit der aktuellen Veröffentlichung "Rheingold" gezeigt, "wo der Hammer" hängt. Dass aber eben nicht alles so rosig war, wie es derzeit für die Jungs ausschaut, wird in diesem Buch deutlich. Insbesondere die ersten Jahre, bis es überhaupt zur ersten Veröffentlichung "Heavy Metal Breakdown" kam, diverse Umbesetzungen und schließlich die Auflösung Ende der Achtziger... Der Traum vom "Metal-Gott" ist eben manchmal ziemlich steinig - insbesondere vielleicht dann, wenn sämtliche Bandmitglieder in den Jahren bis Anfang der Neunziger eigentlich kaum mal eine Minute "nüchtern" herumliefen - meine Herren, spätestens jetzt ist klar, wie der hohe "Pro-Kopf-Verbrauch" in Deutschland zustande kommt...


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