Ex-POISON und Ex-MR. BIG-Klampfer Richie Kotzen - der Amerikaner mit dem für deutsche Ohren doch eher merkwürdigen Nachnamen - ist wahrlich kein Mann der Muße - mittlerweile veröffentlicht er im Jahresrhythmus Soloalben - 2002 "Slow", 2003 "Change" - und nun hat der Flitzefinger die nächste Langrille am Start: "Get Up" - als sei es der Aufruf an die Fans, es ihm gleichzutun und keine Verschnaufpause einzulegen und fleißig in die CD-Läden zu gehen.

Der Mann hinter FROM THE INSIDE ist Sänger Danny Vaughn - schon seit gut zehn Jahren mit diversen Bands aktiv, ist ihm bislang der große Bekanntheitsgrad verwehrt geblieben - zumal die Melodic-Rocker von TYKETTO damals sicher ein wenig unterbewertet waren. 1995 war für Vaughn bei TYKETTO aber auch bereits wieder Schluss (er wurde da übrigens von Steve Augeri ersetzt, der nun bei JOURNEY am Mikro steht).
Der Versuch einer TYKETTO-Reunion brachte 2000 & 2001 zwar zwei weitere gelungene Alben hervor, verpasste aber irgendwie erneut den überragenden Fanzuspruch.
Frontiers Records hat es sich trotzdem nicht nehmen lassen, letztes Jahr bei Danny anzuklopfen und mit FROM THE INSIDE ein neues Projekt einzutüten, bei dem der Gute seine herausragenden Qualitäten als "one of the hottest vocalist[s] in melodic rock" ausleben darf.
Es erstaunt wenig, dass sich die übrige Besetzung aus der Frontiers Records Haus- und Hofmannschaft wie z. B. Gitarrist JM Scattolin oder Produzent & Keyboarder Fabrizio Grossi (u. a. VERTIGO, PERFECT WORLD) zusammensetzt.

Manch ein Musiker wäre bis an das Ende seiner Tage glückselig, wenn er zumindest ein Album veröffentlichen könnte, von dem die Welt noch Jahrzehnte später ehrfurchtsvoll als "Meisterwerk" sprechen würde. Ronnie James Dio hat solche Alben gleich reihenweise abgeliefert - sei es in den Siebzigern mit RAINBOW oder in den frühen Achtzigern zunächst mit BLACK SABBATH und danach auf Solopfaden unter eigener Flagge namens DIO.
Zugegebenermaßen - mit "Holy Diver" und "The Last In Line" liegen die letzten Überhämmer schon beachtliche 20 Jahre zurück - aber dass Dio sein Handwerk immer noch versteht und auch im mittlerweile gesetzten Alter jenseits der 60 noch über eine hervorragende Stimmgewalt verfügt, hat er auch seitdem weiterhin immer wieder eindrucksvoll bewiesen - zuletzt 2002 mit dem Studiooutput "Killing The Dragon".
Abgesehen von Ex-AC/DC-Drummer Simon Wright, der immerhin schon seit 14 Jahren dabei ist, wechselt der Meister mit steter Regelmäßigkeit seine Musiker aus - mit im Boot ist diesmal wieder ein alter Bekannter namens Craig Goldy, der bereits mehrere Gastspiele bei DIO hatte und schon Ende der Achtziger an der Gitarre mithelfen durfte.

Kein Jahr ist es her, dass die Spanier MÄGO DE OZ ihr geniales Werk "Gaia" in die Regale der Plattenläden gestellt haben - da gibt es schon wieder neues Material.
"Belfast" heißt das zwölf Tracks und eine gute Stunde Spielzeit umfassende Stück - und ist mitnichten das nächste "reguläre" Album, da arbeiten Drummer Txus & Co. nämlich noch fleissig dran.
Vielmehr wirft man hier bisher unveröffentlichte Songs, neu aufgenommene/abgemischte Versionen eigener Titel sowie einige Cover-Versionen auf den Markt - ein wenig vergleichbar mit dem, was STEEL PROPHET 2000 mit "Genesis" gemacht haben.
Das Ganze kommt in einem aufwändig gestalteten Digibook daher - allerdings ist das Cover für MÄGO DE OZ-Verhältnisse erstaunlich farbarm und düster geraten.

Dass Brasilien neben Caipirinha, Zuckerhut und Traumstränden auch musikalisch etwas zu bieten hat, ist spätestens seit ANGRA der Metalfraktion bekannt. Mit ihrem Erstlingswerk "Eyes Of Soul" versuchen sich nun die Newcomer EYES OF SHIVA daran, mit ihrer (O-Ton Plattenfirma:) "Mischung aus True & Progressive Metal" ebenfalls international Bedeutung zu erlangen.
Dazu haben sich die Bandgründer Renato Mendes und Ricardo Gil (beide Gitarre) professionelle Hilfe gesichert - produziert wurde das Debüt von Fabio Laguna (Keyboarder bei ANGRA) und gemixt von Dennis Ward (PINK CREAM 69).

Jeff Scott Soto ist bekannt geworden als Sänger in den Bands von großen Gitarristen - zu Anfang mit Yngwie Malmsteen bei TALISMAN, in den Neunzigern mit Axel Rudi Pell - und dort hat er bereits bewiesen, welche Energie und welches Können in seiner Stimme steckt. Manche sprechen gar davon, Jeff sei der Sänger, den sich jede Band wünscht - er könne einfach alles singen. Fakt ist auf jeden Fall, dass der Mann über eine beeindruckende Stimme im Bereich des Melodic (Hard) Rock verfügt und sich seit dem Split mit Pell langsam aber sicher auch auf Solopfaden einen Namen macht. Die Unterstützung, die er dabei erhält, kann sich durchaus sehen lassen - so hat auf dem aktuellen Release "Lost In The Translation" kein Geringerer als JOURNEY-Mastermind Neal Schon beim Komponieren geholfen und auch im Studio zur Gitarre gegriffen.
Das Ergebnis in Form eines knappen Dutzend intensiver Songs kann sich - um das Fazit mal vorweg zu nehmen - wirklich gut hören lassen - allen voran der Opener "Believe In Me" (der auch als Single ausgekoppelt wird), der direkt Bestnoten abräumt.

Etwas komisch ist die Entstehungsgeschichte von INCAPACITY schon, denn vor nicht allzu langer Zeit gab der Boss des schwedischen Underground-Labels Cold Records einem seiner Musiker den Auftrag, eine "All-Star"-Death Metal-Band zu gründen. So schlossen sich dann kurzentschlossen drei Musiker der hierzulande eher unbekannten Melodic-Deather SOLAR SUN mit dem ex-PAN-THY-MONIUM-Gitarrero Robert Ivarsson sowie Grunzer Andreas "Dread" Axelsson, dem ersten MARDUK-Sänger und wohl vor allem als EDGE OF SANITY-Gitarrist bekannt, zusammen. Und das relativ erfolgreich, denn bereits mit dem letztjährigen Debüt "Chaos Complete" konnte ein Deal mit dem Metal Blade-Label an Land gezogen werden.

Von der Spielzeit her ist die neue Scheibe der nach den mighty SLAPSHOT angesagtesten Bostoner HC-Combo BLOOD FOR BLOOD ja eine Frechheit. Was musikalisch in der knappen Viertelstunde geboten wird, kann sich dafür aber größtenteils sehen (bzw. hören) lassen.
Zieht man Intro und Outro ab bleiben unter dem Strich sieben moderne und fett produzierte HC-Kracher, die direkt in die Fresse hauen. Dazu gibt es vernünftige Texte, wodurch die Sache abgerundet wird.

PATH OF GOLCONDA gehören definitiv zu den besseren Death Metal Bands im Ruhrgebiet. Nun legen die Oberhausener mit "Destination:Downfall" ein neues Machwerk vor. Mal sehen, bzw. hören ob dieses Machwerk auch ein Meisterwerk geworden ist und ob mit diesem Nachfolger zum guten "Demonheart..." sogar ein Sprung nach vorne gelungen ist.

ESCAPE FROM INSANITY sind noch reichlich unbekannt. Bekanntestes Mitglied ist wohl Mitbegründer Markus Pöppinghaus sein, den einige noch von der Grindcore Band MANSTRACTOR kennen dürften. Nun haben ESCAPE FROM INSANITY aber rein gar nichts mit Grind am Hut. Stilistisch geht die ganze Sache eher in die traditionelle Heavy Metal Richtung mit gelegentlichen Power Metal Ausflügen. Erste Gehversuche wurden Ende 2002 gemacht und nun liegt mit "Demo #1" eine .. äääh .... erste Demo CD vor.

Das 2002 erschienende fünfte THE CROWN-Album "Crowned In Terror" entpuppte sich schnell als Besonderheit in der Discographie der Schweden. Zum einen wegen der ungewohnten, sehr trockenen thrashigen Produktion, die sich stark von den ansonsten eher Death Metal-mäßigeren Sounds unterscheidet, zum anderen ist dies das einzige Album ohne den Stamm-Sänger Johan Lindstrand, der hier kurzzeitig von ex-AT THE GATES-Schreihals Tomas Lindberg ersetzt wurde. Trotzdem war "CiT" wahrlich kein schlechtes Album, womöglich nicht das beste THE CROWN-Werk, aber beileibe ein amtlicher Hammer. Dachten wohl auch die meisten Fans – nur nicht die Band, die immer wieder ihre Unzufriedenheit über diese Scheibe zu Protokoll brachte.

Ist VELVET REVOLVER nun die Nachfolgeband von GUNS N ROSES? Oder sind zufälligerweise nur die Musiker weitestgehend identisch? Darüber streiten sich die Gelehrten, denn musikalisch sind die beiden Bands doch etwas verschieden.
Zusätzlich liegt fast ein Jahrzehnt zwischen der letzten GUNS N ROSES-Scheibe und "Contraband", dem Debüt von VELVET REVOLVER. Auf der anderen Seite sind auch wiederum hier und dort größere Ähnlichkeiten zu erkennen, da mit Matt Sorum (Drums) und Duff McKagan (Bass) die komplette Rhythmusfraktion der Gunners am Start ist und dazu noch Ausnahmegitarrist Slash seinen Teil zum musikalischen Potential von VELVET REVOLVER beiträgt. Die Eingangs gestellte Frage wird wohl doch nicht so ganz einfach zu klären sein. Komplettiert werden VELVET REVOLVER von Scott Weiland, dem Sänger der STONE TEMPLE PILOTS, und dem zweiten Gitarristen Dave Kushner. Die fünf besagten Herren haben sich im letzten Jahr in L.A. zusammengetan und eine Platte produziert.

Eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands aller Zeiten nimmt ihren Hut, jedoch nicht ohne ihr Abschiedsalbum entsprechend zu promoten. Wochen vor der Veröffentlichung wurde schon die Werbetrommel gerührt und es gab ein großes Interview in einem führenden deutschen Rock-Magazin, ohne dass auch nur ein Ton der neuen Scheibe dem geneigten Fan bekannt gewesen ist. Nun ist "Adios" endlich veröffentlicht und wird wahrscheinlich direkt wieder auf der Eins in allen Regalen stehen. Zum letzten Mal haben die vier Frankfurter es also geschafft.

"Sick Creature Domination" ist das zweite in Eigenproduktion fabrizierte Album der Wittener invoid. und besticht schon mal optisch durch ein ansprechendes und professionell gestaltetes Artwork. Auch gegen die Produktion kann man nichts sagen, zumal es sich um eine Proberaumaufnahme handelt. Also mal schauen, was da so musikalisch geht.

Die seit 1999 existierenden DE/TEST aus dem Raum Hannover bringen dieser Tage mit "Language Of Violence" bereits ihr drittes Demo raus. Das ist schon eine durchaus beachtliche Quote, auch wenn auf diesem Teil nur fünf Tracks mit einer Spielzeit von knapp 20 Minuten enthalten ist.

ZILLION legen mit ihrem selbstbetitelten Debüt ein bemerkenswertes Album vor, das aus einer Mixtur von klassischem/melodischem Hard Rock, einer ordentlichen Portion Heavy Metal und diversen anderen Einflüssen wie beispielsweise einer Prise Blues oder Jazz besteht.
Von den drei Musikern hinter ZILLION hätte man den Ausflug in ein eine neue Band und den Abwechslungsreichtum in melodischeren Gefilden gar nicht erwartet - zum Einen laufen die hauptamtlichen Bands besser denn je und zum Anderen ist das vorliegende Material musikalisch doch ungewohnt anders.

STATETROOPER sind alles andere als Newcomer. Bereits im Jahre 1987 erschien das erste Album der Band um den ehemaligen MICHAEL SCHENKER GROUP-Sänger Gary Barden. Nun hat sich die Band wieder zusammengetan und mit "The Calling" den Nachfolger eingespielt.

Ob man sich von einer Ankündigung "Mischung aus herrlichen Melodien, Dreck und Groove" angezogen fühlt, sei mal dahin gestellt - Fakt ist aber, dass das Trio BOSCO rotzig freche gitarrenlastige Musik mit deutschen Texten fabriziert und diese auf ihrem Debüt "Herzblut" der Welt entgegenbrüllt.
RAMMSTEIN meets TYPE O NEGATIVE, wenn man so will - zugegeben: die herrlichen Melodien sind sehr oft sehr gut versteckt, fahren BOSCO doch weitestgehend das volle Brett auf - das fängt beim Opener "Nicht Allein" an, bei dem die Mischung aus harten Riffs und schnellem, aggressivem Sprechgesang durchaus Eindruck schindet.
Die übrigen neun Titel des Albums schlagen allesamt in dieselbe Kerbe - mal experimentieren die Jungs mit dem Stimmverzerrer ("Alles Von Mir"), mal lassen sie sich mit der knallharten Explosion Zeit bis zum Refrain ("Verlieren") - aber "Tausend Fragen" oder "Ohne Herz" könnten nahtlose Fortsetzungen des Openers sein.
Einzig das tatsächlich etwas sanfter geratene "Traumzeit" schlägt etwas aus der Aggressions-Spur. Ein Hauch von Abwechslungsreichtum kommt bei "Ganz Nah" auf, bevor sich BOSCO mit dem rasanten "Tut Mir Leid" schon wieder verabschieden.

BEEHOOVER ist eine Band aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Stuttgart, die sich ganz dem Doom Rock verschrieben hat. Aber um die ganze Sache von der Papierform her etwas ungewöhnlicher zu machen ... also es wird auf eine Gitarre gänzlich verzichtet. Das Trio kommt mit Bass, Schlagzeug und Gesang aus.

"Jericho" ist das dritte Album der 1995 gegründeten MILLENIUM aus Florida. Mastermind dieser Band ist der Gitarrist Ralph Santolla, der bis neulich noch bei ICED EARTH und früher als Live-Klampfer bei DEATH tätig war. Mit im Boot sind außerdem ex-ICED EARTH-Studiodrummer Mark Prator und - nach dem Ausstieg des jetzigen MASTERPLAN-Sängers Jorn Lande – ein gewisser Todd Plant als Frontman, der bislang vor allem als Background-Sänger für Bands wie SAVATAGE und KAMELOT gewirkt hat.


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