annihilator triplethreatWürde mich jemand auffordern eine Liste der besten Thrash Metal Alben aller Zeiten zu erstellen, dann würde „Alice In Hell“ von ANNIHILATOR mit Sicherheit unter den Top 5 landen. Leider ist die einzige Konstante in der Besetzung der Band, die immerhin schon seit 1984 existiert, Gitarrist und Bandgründer Jeff Waters. So gaben sich in den letzten 33 Jahren unzählige Musiker bei den Kanadiern die Klinke in die Hand. Nicht zuletzt bis zum heutigen Tag 6 verschiedene Sänger. Jeff Waters machte daher einmal mehr aus der Not eine Tugend und übernahm auf dem letzten Studioalbum „Suicide Society“ (2015) erstmals seit „Refresh The Demon“ (1996) wieder den Gesang bei ANNIHILATOR.

habitualsins personaldemonsDiese Stimme. Irgendwie kommt die mir bekannt vor. Mit dem Blick auf das Infoblatt fällt es mir ein: ICARUS WITCH! Diese mittlerweile leider aufgelöste Band fand ich schon immer zutiefst unterbewertet. Matthew Bizilia war der Sänger (hier auch für Bass, Percussion und Keys verantwortlich) und auch auf „Personal Demons“ fällt sein Organ positiv auf. Wobei er bei HABITUAL SINS wesentlich schneidender und giftiger agiert und mich desöfteren an einen Mike Howe von METAL CHURCH erinnert.

aenaon hypnosophyWer hat schon einmal eine Mischung aus Prog-, rasendem Black Metal und Jazz gehört? Ich vorher noch nicht. Den Griechen AENAON lehnen sich bei ihrem dritten Album „Hypnosophy“ ziemlich weit aus dem Fenster und kombinieren genrefremde Einflüsse zu einem fragwürdigen Ganzen. Hier wird ein Saxophon so eingesetzt, als wäre das völlig normal im Extrem-Metal. Auch die harschen Gesänge, gepaart mit klarer Stimme sind zwar nicht ganz neu, aber in dieser Kombination bisher noch nicht an mein Ohr gedrungen.

thunder ripitupWie lange die britischen Hardrocker das muntere On/Off-Spielchen noch weiter treiben wollen ist nicht bekannt. Zur Zeit darf sich der Fan glücklich schätzen, dass die Band nach diversen Splits wieder voll aktiv ist. Nachdem die letzte Reunion eher ruhig angegangen wurde, ging es nach dem letzten Longplayer „Wonder Days“ Schlag auf Schlag. Dabei sind Drummer Harry James und Bassist Chris Childs mit MAGNUM und TYKETTO jeweils in anderen Bands beschäftigt. Nur ein Jahr später schoben THUNDER das Live-Boxset „All You Can Eat“ nach und ein weiteres Jahr darauf dürfen wir uns auf „Rip It Up“ freuen. Können sie damit den starken Vorgänger noch übertrumpfen?

afi bloodalbum„AFI (The Blood Album)“ ist das nunmehr zehnte Studioalbum der kalifornischen Band AFI (A FIRE INSIDE). Das 2006er Album „Decemberunderground“ liegt trotz 11 Jahren auf dem Buckel immer noch regelmäßig bei mir auf dem Plattenteller. Umso gespannter war ich was die Jungs nach vier Jahren Schaffenspause seit dem Vorgänger „Burials“ so auf die Beine gestellt haben.

blackoakcounty blackoakcountyEsbjerg ist eine Kleinstadt im Südwesten Jütlands, in unserem nördlichen Nachbarland Dänemark. Wer noch nie davon gehört hat, es ist immerhin mit rund 70.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die siebtgrößte Stadt da oben und hier kommen die Jungs von BLACK OAK COUNTY her, die gerade ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlicht haben.

sepultura machinemessiahSEPULTURA sind mittlerweile auch schon mehr als 30 Jahre im Geschäft. Doch obwohl Derrick Green mittlerweile länger in der Band ist, als es sein Vorgänger Max Cavalera jemals war, sind die Rufe nach einer Reunion in der Originalbesetzung bis heute nicht verstummt. Dabei wird jedoch gerne vergessen, dass es sich bei der Besetzung mit Max und Iggor Cavalera, Andreas Kisser und Paulo Jr. überhaupt nicht um die Originalbesetzung handelt, da Kisser erst 1987 zur Band kam.

mattboroff granddelusionMATT BOROFF, hm, nie gehört. Aber der PR-Text schwärmt mit großen Namen wie QUEENS OF THE STONE AGE, KYUSS und sogar NIRVANA. MARK LANEGAN hat die Backing-Vocals zu einem Song beigesteuert. Aber da wo die größten Namen “gedroppt” werden, ist oft eher wenig dahinter. Schaun wir mal.

lord vigo blackborne souls Patrick Fuchs hat in seinem Leben schon so manches Projekt an den Start gebracht, leider scheint seine Heimat Kaiserslautern auf der schwermetallischen Landkarte ebenso wenig zu existieren wie in absehbarer Zeit auf der Fußballlandkarte. So war seine Zusammenarbeit mit ROSS THE BOSS die Erfahrung, mit der er am meisten Relevanz erreichen konnte. Ross Friedman wurde wegen der Coverband MEN OF WAR, bei der Fuchs das Mikro schwang, auf die Jungs aufmerksam und verpflichtet sie einige Jahre als seine Begleitband. Warum es also nicht mal mit etwas abgefahrenen versuchen, dachte er sich, nannte sich von nun an Tony Scoleri und scharte mit Volguus Zildrohar und Vinz Clorthro weitere Mitstreiter um sich. Bei Letzterem steht neben Schlagzeug und Gesang auch noch Helm in den Credits, den der Mann stets trägt. Dass man sich nach dem Fürsten aus „Ghostbusters“ LORD VIGO nennt und die erste EP „Under Carpathian Sun“ zuerst nur auf Tape veröffentlichte setzt der Skurrilität die Krone auf. Old School ist bei den Epic Doomern also Trumpf, die live von Bassit Zuul und Drummer Murray The Mantis verstärkt werden und nun ihr Longplay-Debüt „Blackborne Souls“ veröffentlichen.

Pink Floyd A Momentary Lapse Of Reason VRRDas dreizehnte Werk von PINK FLOYD "A Momentary Lapse Of Reason" zeichnet sich nicht nur durch das einmalige Coverdesign von Storm Thorgerson aus, sondern auch durch seinen Schritt in die bevorstehenden Neunziger, die musikalisch mit viel elektronischem Gerät experimentierten.

Pink Floyd The Final Cut VRRDie letzte Welle der Wiederveröffentlichungen steht nun für die Vinylpalette von PINK FLOYD an. Mit "The Final Cut" und "A Momentary Lapse Of Reason" kommen diese beiden Alben, die über 20 Jahre nicht als Schallplatte erhältlich waren, nun remastered im 180-Gramm-Design und originalem Cover wieder in die Läden, um auch den spät gewonnenen PINK FLOYD Fan standesgemäß zu versorgen. Der Reihe nach beginnen wir mit "The Final Cut" von 1983.

sixxam vol2Von der Existenz der Band SIXX:A.M. erfuhr ich 2014 eher zufällig, obwohl sie sich musikalisch eigentlich schon in einem für mich interessanten Segment (80er Hardrock Style) bewegt: Das Lied "Van Nuys" vom Album "The Heroin Diaries" aus dem Jahr 2008 war als Hintergrundmusik auf einem ziemlich bewegenden Memorial Video auf Youtube verwendet worden. Was mich damals sofort bei diesem Lied in den Bann zog war zum einen wie es gleichzeitig ziemlich abrockte aber gleichzeitig auch fast balladesk wirkte. Diesen perfekten Wechsel der leisen und lauten Töne schaffen SIXX:A.M. auch auf ihrem neuesten Album "Vol. 2, Prayers For The Blessed" . Das Gegenstück erschien bereits im April 2016 unter dem Titel "Vol. 1, Prayers For The Damned". Ich hab echt keine Ahnung warum ich mich trotz "Van Nuys" nie näher mit der Band beschäftigt habe. Immerhin mochte ich eigentlich die anderen Projekte von Nikki Sixx immer sehr gerne, ob nun MÖTLEY CRÜE oder BRIDES OF DESTRUCTION, aber irgendwie schwirrte SIXX:A.M. immer gekonnt an mir vorbei. Natürlich ist Sixx auch eine durchaus polarisierende Persönlichkeit, was sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen hat.

Electric Guitars Rock n Roll RadioWie die Dinge manchmal ihren Lauf nehmen ist schon verrückt. Als sich Bassist Stig von D.A.D. 2015 das Bein auf der Bühne brach, tat mir das als Fan natürlich leid; welche Folgen das für ELECTRIC GUITARS haben könnte, konnte ich damals nicht einmal erahnen.

battlecreek hateinjectionDie „Früher-war-alles-besser-Fraktion“ wird wohl auf dieses Album pfeifen, denn was soll denn nach den Glanzzeiten von SLAYER, EXODUS oder NUCLEAR ASSAULT noch Tolles oder Innovatives kommen? Nun, mit Innovation haben die Landsleute von BATTLECREEK selbstverständlich nada am Hut, doch wer auch einmal neueren Bands im Thrash Sektor eine Chance geben möchte, liegt bei unserem bierseligen Quartett nicht falsch. Auch hier wird nichts neu erfunden, hier wird einfach ehrlicher und gut gemachter Thrash Metal gespielt. Nicht mehr und nicht weniger.

ranger speedandviolenceDie ewiggestrigen Finnen von RANGER setzen uns mit ihrem neuesten Kracher wieder in die Zeitmaschine back to the Eighties! Ungehobelt wie eh und je werden wieder die Instrumente vergewaltigt und die Stimmbänder misshandelt. RANGER bieten auch dieses Mal wieder ein Stuff für Schöngeister! Ähnlich wie die assigen Brüder im Geiste von MIDNIGHT gibt es permanent auf die Glocke.

sarischorr forceofnatureManchmal dauert es etwas länger: Die Dame aus den USA hat schon mehr Lenze erlebt als die derzeitige Topgeneration der Bluesszene mit Namen wie Fuchs, Popovic, Lyytinen, Bonamasa oder Lister. Bisher trat sie nur als Backgroundsängerin von Acts wie JOE LOUIS WALKER oder POPPA CHUBBY auf, stand also immer im zweiten Glied. Auf der Blues Convention in Tennessee traf sie 2015 auf Produzentenlegende Mike Vernon, der seinerzeit FLEETWOOD MAC entdeckte und auch das Album „John Mayall´s Bluesbreakers With Eric Clapton“ produzierte. Eigentlich befindet sich der schon im Ruhestand und ist dem englischen Regen längst nach Spanien entflohen, sein Händchen für hoffnungsvolle neue Musiker hat er nicht verloren. Die Stimmgewalt von SARI SCHORR hat es ihm sofort angetan, so dass er sie nach Spanien einlud, um mit ihr an Songs zu arbeiten. Einige hatte sie bereits auf Lager, andere nur als Skizzen, die alle unter dem Titel „A Force Of Nature“ fertiggestellt wurden.

Asphalt Horsemen BrotherhoodFeiner, kräftiger, fetter Southern Rock Sound aus dem Pannonischen Becken? Den gibt es nicht! Aber Hallo, den gibt es doch! Und wie! Für die Liebhaber kräftiger Riffs, pumpender Beats, die bei offenem Verdeck auf dem Highway unterwegs sind, ein Grund mehr, weiter zu fahren als gewollt, um dem Gesamtumfang der CD der ASPHALT HORSEMEN zu lauschen.

initiated worldonfireEs ist noch nicht lange her, dass sich mit Jaakko Hietakangas (Gitarre), Timo Ketola (Bass), Harri Kuokkanen (Gesang) und Mårten Gustafsson (Schlagzeug) fünf finnische Musiker zusammentaten, die man unter anderem von Gruppen wie HORSE LATITUDES, CASKETS OPEN und FORESEEN kennt, weil sie dachten, dass ihr Heimatland eine ordentliche Heavy Rock Band braucht und um ihren Vorbildern wie SAMHAIN, THE DICTATORS, THE MISFITS und BLACK SABBATH zu huldigen.

eufobia eufobiaDiese Truppe aus Bulgarien war mir bisher nicht geläufig, was verwunderlich ist, denn dies ist bereits das dritte Werk. Gut aufgemacht im Pappschuber und entsprechend nettem Cover macht der Silberling zuerst optisch einen positiven Eindruck. Musikalisch geht es grob gesagt in die technische Thrash Metal Richtung. Coole Riffs, beeindruckende Breaks, aberwitziges Drumming schwirren einem um die Ohren. Zunächst beeindruckend, denn rein spielerisch gesehen lässt man nichts anbrennen.

aynsleylister eyeswideopenNicht nur das Geburtsjahr verbindet den Bluesbarden mit ANA POPVIC, sondern auch die Tatsache, dass beiden Mitte Neunziger anfingen Musik machen ernsthaft zu betreiben. Damals war ja mit Blues sehr wenig zu holen, was beide nicht davon abhielt, der ursprünglichsten Form des Rock zu frönen. Als Brite hatte AYNSLEY LISTER aber den eindeutigeren Bezug zu dieser Spielart, was ihm im Umkehrschluss allerdings den Exotenbonus kostet. Wie sehr ihm sein ansprechendes Äußeres geholfen hat, sich in der heute wieder lebhaften Bluesszene durchzusetzen, vermag man schwer zu sagen. Mittlerweile hat er sich eine breite Fanschar erspielt, die aber drei Jahre auf neues Studiomaterial warten musste. So umtriebig wie zu Beginn seiner Karriere ist er nicht mehr, lieferte nun aber mit „Eyes Wide Open“ sein achtes Studioalbum ab.


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