battlebeast bringerofpainNach „Steel“ (2011), „Battle Beast“ (2013) und „Unholy Savior” (2015) ist „Bringer Of Pain” bereits das vierte Album dieser speziellen finnischen Band, über das ich ein paar Worte schreiben darf. Ob das nun so eine Art Ehre darstellt, wage ich zu bezweifeln, denn wenngleich die Band aus Helsinki in den letzten Jahren einiges richtig gemacht hat (internationale Charterfolge, Tourneen unter anderem mit NIGHTWISH, SONATA ARCTICA, SABATON), hat sie andererseits mit dem letzten Album „Unholy Savior“ einen großen Schritt weg vom Heavy Metal gemacht in Richtung einer Zielgruppe, die mehr und mehr Zulauf erhält, der man teilweise aber auch vollkommen zu Recht den Respekt abspricht.

WildCatCover

Das quirlige Rock-Trio aus Toronto / Kanada um DANKO JONES schlägt nach „Fire Music“ im Jahr 2015 mit „Wild Cat“ wieder einmal unerbittlich zu. 1996 gegründet, ist die Band, die neben dem charismatischen Bandleader mit indigenen Wurzeln, aus John Calabrese am Bass und Rich Knox am Schlagzeug besteht, meines Erachtens spätestens seit „I'm Alive And On Fire“ aus der Riege der Genregrößen nicht mehr wegzudenken. Und so viel kann man zweifellos vorweg sagen: Mit der neuen Scheibe liefern die drei wieder einmal standesgemäß ab.

Armored Saint Carpe NoctumMit "Carpe Noctum" veröffentlichen ARMORED SAINT das zweite Live-Album ihrer bisherigen Karriere. Dabei gibt es songtechnisch keinerlei Überschneidung mit dem Livealbum "Saints Will Conquer" von 1988.

dontdropthesword intothefireAuf DON’T DROP THE SWORD aus dem bayrischen Erding wäre ich wohl niemals gestoßen, hätte sie mir nicht Brian Blake von den amerikanischen Power Metallern ETERNAL VOYAGER mit den Worten „Die Jungs musst du dir unbedingt mal anhören“ empfohlen. Weil seien wir ehrlich, der etwas sperrige Name weckt eher den Gedanken an eine Truppe, die irgendwo im Bereich zwischen Metal- und Deathcore zuhause ist als an eine Band, die ihre Musik als „Epic Speed Metal“ bezeichnet. Und auch das Cover der Scheibe reißt einen nicht wirklich zu Begeisterungsstürmen hin.

Bonafide FlamesZehn Jahre BONAFIDE, Support u. a. bei AIRBOURNE, das sechste Album mit dem Namen "Flames" in den Startlöchern, nur einige Eckpunkte, die die Schweden inzwischen auf die Beine gestellt haben. "WYSIWYG" ist das Ziel, mit dem die Jungs um Pontus Snibb ins Jahr starten.

stephenpearcy smashBei der Truppe blickt mittlerweile gar keiner mehr durch, nachdem die Reunion Ende der Neunziger trotz des guten selbstbetitelten Albums unterging, wurde die letzte 2010 gefeiert, obwohl "Infestation" doch eher mau ausfiel. Dazwischen gab es viele Soloprojekte und seit dem erneuten Auseinanderbrechen hatte zumindest Sänger STEPHEN PEARCY keine Lust mehr auf RATT. Also machte Bobby Blotzer unter eigenem Namen weiter und tourte mit dem Material durch die Lande. Blöd nur, dass seine drei verbliebenen Mitglieder plötzlich wieder eine Kehrtwende machten und ihm die Namensrechte vor Gericht streitig machten. Nach Angaben der Herren Pearcy, De Martini und Croucier ist ein neues Album so gut wie im Kasten, und soll in dem Jahr erscheinen. Warum dann erstmal der Frontmann mit einem weiteren Solowerk um die Ecke kommt, erschließt sich da auch weniger. Aber vielleicht bringt ja "Smash" etwas Licht ins Dunkel.

sixfeetunder torment200px20 Jahre sind seit „Warpath“ vergangen, welches 1997 erschien und einige coole aber polarisierende Grooves enthielt, die auf keiner Party fehlen durften. Seitdem hat SIX FEET UNDER, wo Chris Barnes die einzige Konstante darstellt, einige Veränderungen durchlitten – wenn auch oft sogar gewollt. Mit abermals neuer Mannschaft ging es, zum mittlerweile zwölften Album, an die Arbeit.
Bei Blabbermouth.net kann man die Angeberei des neuen Drummers Marco Pitruzzella lesen, dass er alle Schlagzeugspuren für die Songs in einem Versuch eingerappelt hat.

octo kitschMusik aus dem deutschsprachigen Raum ist einfach nicht meine Baustelle. Kein Wunder also, dass mich ein Album mit dem Titel „Kitsch“ erstmal nicht wirklich neugierig macht, zumal ich den Bandnamen OCTO in diesem Zusammenhang zum ersten Mal hörte. Zum Glück hatte ich aber die Gelegenheit, das Album vorab anzutesten und war gleichzeitig überrascht und angetan. Hier wird nämlich nur in der Schweigesprache musiziert, und ohrenscheinlich sind hier lediglich 2 Bässe und ein Schlagzeug im Spiel. Mein Interesse ist geweckt.

motherscake norhymenoreasonKuchen ist normalerweise etwas ganz leckeres, der MOTHER’S CAKE, der in Österreich gebacken wird, war in der Vergangenheit allerdings nicht immer eine reine Gaumenfreude. So habe ich beim Supportauftritt zu ANATHEMA (2014) sehr zwiespältige Erinnerungen mit nach Hause mitgenommen und auch das zweite Album der Band „Love The Filth“ (2015) war mir nicht mehr als sieben Punkte wert; was bedeutet, da geht noch einiges besser.

buddhasentenza semaphoraBeim letztjährigen PsyKa-Festival hab ich BUDDHA SENTENZA leider verpasst. Der Auftritt war schon fast mitten in der Nacht, und Freitags nach der Arbeit noch so einen intensiven ersten Festivaltag mitnehmen klappt nur selten im aufnahmefähigen Zustand.
Ich hatte die Heidelberger deshalb auch gar nicht auf dem Schirm, bis eine Freundin bei Facebook einen Link zum Album der Band teilte. Was ich hörte gefiel mir auf Anhieb so gut, dass ich mich auf die Suche nach mehr davon machte. Bei Bandcamp wurde ich fündig und hörte auch in die vorherigen Veröffentlichungen der Band rein.

edenbridge thegreatmomentumSeitdem ich 1999 auf das zweite NIGHTWISH Album „Oceanborn“ aufmerksam geworden bin, begleitet mich und begleite ich sozusagen das Symphonic Metal Genre mit fast allen Facetten und ganz vielen Bands, ganz egal ob bekannt oder unbekannt. Die österreichische Band EDENBRIDGE, die ich auch bereits seit ihrem Debüt „Sunrise In Eden“ (2000) verfolge, hat dabei einen recht speziellen Status bei mir inne. Ich schätze mehrere ihrer bis dato herausgebrachten Alben, ich habe großen Respekt davor, dass Lanvall und Sabine Edelsbacher, die auf den aktuellen Fotos jünger aussieht als vor 10 oder 15 Jahren (!), immer noch dabei und aktiv sind, trotzdem hat der Band irgendwie meistens das gewisse etwas gefehlt und live gespielt hat man sowieso viel zu wenig.

ENUFF ZNUFF cover

Die Glam Rocker von ENUFF Z’NUFF haben nunmehr bereits 33 Jahre auf dem Buckel, wobei man sagen muss, dass Bassist Chip Z’Nuff heute das einzig verbleibende Gründungsmitglied ist. Dass die Jungs vom „alten Schlag“ sind ist vom ersten Takt unüberhörbar – der 80er Jahre Spirit springt einem geradezu in den Gehörgang.

thunderstone apocaypseagainDie im Jahre 2000 gegründete Power Metal Band THUNDERSTONE präsentiert mit "Apocalypse Again" ihren neuesten Longplayer. Es ist mittlerweile das fünfte Studioalbum der Finnen, die unter anderem schon mit SYMPHONY X, AXEL RUDI PELL, LORDI und HAMMERFALL durch die Hallen tourten. Nachdem zwischenzeitlich 2008 bis 2013 Rick Altzi (Sänger der Bands AT VANCE und MASTERPLAN) das Mikrofon übernahm, kehrte der Gründungssänger Pasi Rantanen 2013 wieder zurück zur Band. Nun versuchen THUNDERSTONE die große Lücke zwischen "Metal Dirt" (2009) und "Apocalypse Again" nahtlos zu schließen.

glasgowcomascale enteroblivionInstrumentale Musik so zu gestalten, dass sie nicht ins Ambient abrutscht und über die Länge eines Albums interessant und abwechslungsreich bleibt, ist schwierig. Dass es nicht unmöglich ist, zeigt die in Frankfurt am Main ansässige Formation GLASGOW COMA SCALE mit ihrem Debütalbum “Enter Oblivion”.

themutegods tardigradesDa Steven Wilson und Steve Hackett in ihren Bands zumeist die kreativen Zügel in der Hand halten, taten sich drei ihrer Mitmusiker zusammen, um gemeinsam ihre Ideen zu verwirklichen. Immerhin waren Nick Beggs, Roger King und Marco Minnemann der Meinung, dass sie der Welt etwas mitzuteilen haben. Und in der Tat erwies sich das düstere Bild, welches das Trio auf ihrem Debüt „Do Nothing Until You Hear From Me“ von unserer Gesellschaft zeichnete, als durchaus prophetisch. Dabei suchten THE MUTE GODS musikalisch noch die Linie, was angesichts der ungewöhnlichen Bandkonstellation, bei dem sich Keyboarder, Bassist und Drummer die Gitarrenparts teilen, nicht verwunderte. Nur ein gutes Jahr später steht mit „Tardigrades Will Inherit The Earth“ der Nachfolger in den Startlöchern.

bloodbound warofdragonsBis 2016 kannte ich BLOODBOUND nur als eine der ehemaligen Bands des jetzigen SERIOUS BLACK Sängers Urban Breed. Im letzten Jahr veröffentlichte AFM dann als Teil der Limited Edition des SERIOUS BLACK Albums „Mirrorworld“ die dreiteilige, von der Band zusammengestellte, Kompilation „Best-Of AFM Tracks“, auf der auch der Song „Moria“ von BLOODBOUND enthalten ist. Da der Song mir damals recht gut gefiel, beschäftigte ich mich einmal eingehender mit den Schweden und stellte fest, dass die 2004 gegründete Gruppe zum damaligen Zeitpunkt bereits sieben Alben veröffentlicht hatte.

anthrax forallkingstoureditionEs gibt Plattenfirmen, deren Veröffentlichungspolitik ich mittlerweile beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen kann. So ist es seit längerer Zeit wohl Mode geworden, von jedem Album mindestens fünf verschiedene Versionen zu veröffentlichen. Natürlich ist das alles irgendwie legitim, da ja ein Label kein Wohlfahrtsverband ist, und logischerweise auch Geld verdienen muss, aber die Unsitte bei jeder Tour einer größeren Band eine sogenannte „Tour Edition“ zu veröffentlichen nimmt langsam echt absurde Ausmaße an. Mich persönlich erinnert das Ganze allmählich an das Geschäftsgebaren von Helene Fischer, die jedes Jahr das mehr oder minder gleiche Album veröffentlicht und dafür in schöner Regelmäßigkeit mit dem Echo belohnt wird.

lucifersfall cursedanddamnedAustralien ist ein weit entfernter Kontinent auf der anderen Seite der Welt, dennoch hat sich auch dort eine ziemlich obskureTruppe zusammengefunden, dem okkulten Doom zu frönen. Die Rede ist von LUCIFER'S FALL, die hier ihren 2. Longplayer auf die Menschheit loslassen.

Junkyard Drive Sin Tonic album cover.jpgAm 17. Februar erscheint das Debütalbum der Band JUNYARD DRIVE aus Roskilde. Die Band wurde bereits 2014 gegründet, und tourte seitdem bereits in Lettland, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Mexiko. Sie stand unter anderem bereits als Support für PRIMAL FEAR und Lizzy DeVine (ex-VAINS OF JENNA, THE CRUEL INTENTIONS) auf der Bühne.

mikeoldfield returntoommadawnEigentlich hatte sich der Superstar der Avantgarde schon im Rentnerdasein auf den Bahamas eingerichtet und der Popwelt Lebewohl gesagt. Umso überraschender erschien vor drei Jahren mit „Man On The Rocks“ ein neues Studioalbum, noch überraschender das dies zurück zur Pop Rock-Phase der Achtziger ging. Nachdem er sein erfolgreichstes Album „Tubular Bells“ bis zum Abwinken rezitiert hatte, erinnerte sich MIKE OLDFIELD nun an seinen zweiten ganz großen Siebzigerstreich „Ommadawn“. Dieses weitere Werk in seiner Historie weckt nun sogar Begehrlichkeiten bei den Fans, die insgeheim sogar mit Liveauftritten liebäugeln, wovon der scheue Musiker aber nichts wissen will. Beschäftigen wir uns also mit dem erneut völlig unangekündigten „Return To Ommadwan“ und harren der Dinge, die da kommen mögen.


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