EVIDENCE ONE haben mit ihrem Debüt "Criticize The Truth" 2002 wie eine Bombe eingeschlagen - eigentlich nur "just for fun" von FRONTLINE-Boss Robby Böbel und DOMAIN-Sänger Carsten Schulz ins Leben gerufen, hatten sie einen Selbstläufer abgeliefert - schon waren sie mit SAXON auf Tour und konnten dort ein breites Publikum überzeugen.
Nachdem Carsten Schulz schon im Januar 2003 meinte, dass sie bei dem Erfolg wohl doch mehr aus dem "Projekt" machen wollten und sogar schon den Wunschtitel des nächsten Albums - eben "Tattooed Heart" verkündete - hat es immerhin bis Mitte November 2004 doch eine ganze Weile gedauert, bis das Werk schlussendlich in den Läden steht.

Hell yeah – das hätte ich denen nicht mehr zugetraut! Wer hätte nach dem ziemlich schwachen 2002er Comeback-Album "Hell's Unleashed" noch einen Pfifferling drauf gesetzt, dass die schwedischen Death Metal-Urväter UNLEASHED jemals wieder an ihre alten Glanzzeiten anknüpfen könnten? Ich jedenfalls nicht nach besagtem Werk – Johnny's Gesang klang aggressiv wie Tom Angelripper beim Katerfrühstück, und die Songs waren größtenteils nicht mehr als zahnlose VENOM-Kopien statt knackiger brachialer Schwedentod, wie man ihn unter diesem Banner gewohnt war. Doch das nunmehr siebte Studioalbum "Sworn Allegiance" lässt seinen Vorgänger vergessen wie nichts!

Die Death Metal-Allstars gehen in die nächste Runde. Nachdem das BLOODBATH-Debüt "Resurrection Through Carnage" vor knapp zwei Jahren jede Menge Elchtod-Fetischisten in helle Entzückung versetzt hatte, kam die illustre Schweden-Runde kaum drum rum, ein Nachfolgealbum abzuliefern. Vorher wurde allerdings – kaum verwunderlich, da ja quasi Tradition in Schweden – ein wenig am Line-up gearbeitet: ex-EDGE OF SANITY-Meister Dan Swanö wechselt von den Drums an die Gitarre, für ihn ist SATANIC SLAUGHTER-Schlagwerker Martin Axenrot neu im Team, während der OPETH-Shouter Michael Akerfeldt aus Zeitgründen BLOODBATH verlassen musste. Ihn ersetzt aber wahrlich kein Unbekannter am Mikro, niemand anderes als HYPOCRISY-Chef Peter Tägtgren gibt sich die Ehre und den Einstand auf "Nightmares Made Flesh". Die beiden KATATONIA-Männer Jonas Renske und Anders "Blackheim" Nyström vervollständigen das Line-up, und die Frage lautet: kann eine solche Ansammlung an Spitzenmusiker überhaupt ein schlechtes Werk abliefern?

LORD BELIAL gehören mit Sicherheit zu den dienstältesten Black Metal-Bands Schwedens, konnten hierzulande bislang aber noch nicht die Popularität erreichen, die ihre Landsleute wie beispielsweise MARDUK oder DARK FUNERAL innehaben. Nichtsdestotrotz schätzen einige Krachexperten mit Sicherheit ihre bisherigen vier Alben, besonders das 1997er Zweitwerk "Enter The Moonlight Gate", an dem sie sich seitdem – zumindest von mir – messen lassen müssen. Meiner Meinung nach kamen ihre zwei letzten Full-Lengths "Unholy Crusade" und "Angelgrinder" jedoch nicht ganz an die Klasse jenes schwarzmetallischen Kleinods ran, was sicherlich auch mit am Sound lag, der mir zuletzt immer etwas zu klinisch und steril klang.

Tak bitte was?
Ja, hierzulande dürfte der japanische Giarrist Tak Matsumoto nur wenigen bekannt sein - in seinem Heimatland ist der Gute aber ein richtiger Megaseller - hat er doch mit seiner Band THE B'Z schon locker 80 Millionen CDs absetzen können.
Hinter dem Namen TAK MATSUMOTO GROUP verbirgt sich aber noch mehr - denn Tak hat sich namhafte Unterstützung geholt. Keine Geringeren als Jack Blades am Bass und Ex-MR. BIG-Sänger Eric Martin stellen auf dem Debütalbum "TMG 1" ihre Fähigkeiten zur Verfügung.

Kein Jahr ist es erst her, da haben Ex-SURVIVOR-Sänger Jim Peterik und ein junger Kollege namens Toby Hitchcock mit dem Melodic-Rock-Projekt PRIDE OF LIONS und einem selbstbetitelten Album auf sich aufmerksam gemacht - da legen sie schon eins nach: "The Destiny Stone" heißt das Werk auf dem die Songs so locker und angenehm arrangiert sind, dass es ohne weiteres an den sehr guten Vorgänger anknüpfen kann.
Die Songs sind den beiden Sängern erneut punktgenau auf die Stimmbänder zugeschneidert - und an der weiteren Bandbesetzung hat sich zudem auch nichts verändert - so teilen sich weiterhin Ed Breckenfeld und Hillary Jones die Drumparts und Mike Aquino besetzt die Position an der Sechssaitigen.

Aus der Nähe von Osnabrück kommt die im Jahre 2001 gegründete Band MORT. Die erste Veröffentlichung der Band hörte auf den Namen "Menschenhass", enthält 5 Stücke und erschien Ende 2002. Anschließend war die Formation keineswegs faul, sondern beackterte einige Bühnen und legt nun mit einer 3-Track Demo CD ein neues Werk vor.

Nachdem es lange Zeit still um die Jungs von TWISTED SISTER war, befinden sie sich spätestens seit ihrem umjubelten Auftritt beim Bang Your Head-Festival 2003 wieder druckvoll auf dem Weg nach oben.
Grund genug, eines ihrer bekanntesten Werke mit einer Portion Bonustracks neu zu veröffentlichen.
Das 1984er Scheibchen "Stay Hungry" ist nun zu einem "Still Hungry" geworden - mit einem kleinen Facelift in Form von neu eingespielten Songs und eines härteren, schwereren Sounds. "Stay Hungry - wie es eigentlich klingen sollte" - produziert von Bassist Mark Mendoza.

Nur ein Jahr nach dem letzten Studioalbum "Regressus" lassen es MYSTIC PROPHECY erneut krachen. Zudem kam zwischenzeitlich noch das Re-Release des 2001er Debüts "Vengeance" in die Plattenläden - also dürften die Jungs um Sänger R. D: Liapakis und Gitarrist Gus G. ohnehin bereits in aller Munde sein.
Nicht ganz unschuldig am Bekanntheitsgrad dürfte der knallige, straighte Power Metal sein, den die Jungs aus den Instrumenten hauen - auf "Never-Ending" geht es zwar insgesamt etwas ruhiger zu als auf dem fast durchweg brachialen "Regressus", aber ihrer Linie sind sich MYSTIC PROPHECY durchweg treu geblieben.

Ja, wer hätte das gedacht - GOD LIVES UNDERWATER sind tatsächlich bereits seit 1995 fleißig dabei, Songs zu schreiben und Alben zu veröffentlichen. Nun ja, zugegebenermaßen versuchen sie es - denn das vorliegende Album "Up Off The Floor" liegt eigentlich bereits seit 2000 in der Schublade, weil die damalige Plattenfirma mal eben pleite gegangen war.
Aber die Jungs um Sänger David Reilly haben sich nicht kleinkriegen lassen und so stehen unter neuer Flagge eben nun die zehn Songs bereit. Ich muss gestehen, dass ich die bisherigen Machwerke wie "Empty" oder "So-Called Space Age" nicht kenne - aber ich habe nur Gutes darüber gelesen - umso mehr bin ich erstaunt, dass der Elektrorock den GOD LIVES UNDERWATER hier zum Besten geben durchweg eher uninspiriert und harmlos vor sich hinnudelt. Und wenn Sänger & Texter David Reilly stolz behauptet "Ich habe alles gegeben was ich hatte..." dann hat das hier eindeutig nicht gereicht...

FINAL BREATH haben sich in den letzten Jahren durch gute Auftritte und starke Alben Stück für Stück an die erste Thrash Liga in Deutschland herangearbeitet. "Let Me Be Your Tank" heißt das neue Werk und vielleicht gelingt damit der große Wurf.

In Ihrem Heimatland Australien sind die (Melodic-) Death-Metaller DAYSEND schon länger keine Unbekannten mehr - ihr Debütalbum "Severance" wurde sogar zum besten australischen Album 2003 gewählt. Ja, richtig gelesen: 2003. Ein Jahr hat es also gedauert, bis das Scheibchen auch in Europa veröffentlicht wird.
Ursprünglich nur in Instrumentalbesetzung übernimmt mittlerweile Gitarrist und Bandkopf Aaron Bilbija den Gesang - oder auch das Shouting und Screaming und greift auch schon mal zum Verzerrer, je nachdem, was gerade benötigt wird.

James Christian feiert Jubiläum - just vor zehn Jahren hat der eigentliche HOUSE OF LORDS-Sänger sein erstes Solo-Album "Rude Awakening" veröffentlicht. Nachdem es seither etwas ruhiger um Mr. Christian und die aufgelösten HOUSE OF LORDS wurde, ist 2004 das Jahr des Comebacks - im März gab es mit "The Power And The Myth" eine hervorragende Melodic-Rock-Scheibe der Lords und nun ist James Christian auch wieder mit einem Solo-Album am Start.
Auf "Meet The Man" gibt er elf Stücke zum Besten die ebenfalls perfekt in die Kategorie "Melodic-Rock" passen und nicht zuletzt auf Grund der Tatsache, dass einige Songs von den HOUSE OF LORDS-Kollegen (Chuck Wright, Lanny Cordola) geschrieben wurden, zunächst den Eindruck erwecken, hier würden ein paar übrig gebliebene Tracks verwertet.
Instrumentell wird Mr. Christian größtenteils von der Frontiers- Haus- und Hof-Band begleitet, so ist beispielsweise wieder einmal JM Scattolin als Gitarrist dabei - und produziert wurde das Ganze ebenfalls vom Frontiers-Veteran Fabrizio Grossi (VERTIGO, FROM THE INSIDE, etc. etc.).

Hinter dem Melodic-Rock-Projekt SHADOWS FADE stecken zwei recht bekannte Musiker. Zum Einen THE STORM und TWO FIRES-Shouter Kevin Chalfant und zum Anderen Ex-DOKKEN-Gitarrist Alex De Rosso der hier zum Multi-Instrumentalisten mutiert und bis auf wenige Gastmusiker alleinig für die Instrumentalfraktion verantwortlich zeichnet - und zudem das Album auch produziert hat.

"Fables & Dreams" ist bereits das zweite Album der Schweizer LUNATICA, die in ihrer Heimat soch ziemlich bekannt sind und zu den "Best Newcomer Band" gewählt wurden.
Der symphonische Sound und die Tatsache, dass mit Andrea Dätwyler eine Frau das Mikro in der Hand hält, lassen direkt Vergleiche mit den großen Vorreitern der Stilrichtung aufkommen - und in der Tat - viele der Arrangements, die in den zehn Songs präsentiert werden, erinnern sehr (fast schon ein wenig ZU sehr) an NIGHTWISH. Positiv zu Gute halten muss man den Schweizern, dass Sängerin Andrea - die übrigens erst 2001 zu der Band stieß - ihre Stimme nicht gar so ausufernd opernhaft einsetzt wie Tarja und somit LUNATICA nicht zu einem reinen NIGHTWISH-Klon geraten sind.

Die Nordlichter von WHITE WILLOW präsentieren mit ihrem Album "Storm Season" ein über weite Teile eher unmetallisches, aber dafür düsteres, trauriges und melancholisches Album mit vielen klassischen und ein wenig folkigen Einflüssen. Selten kommt es wohl vor, dass die Band mehr Mitglieder hat, als das Album Titel (mal abgesehen von HAGGARD) - WHITE WILLOW bringen es inklusive Chellist auf acht Mitglieder - und das Album hat nur sieben Songs.

Selten verirrt sich eine polnische Band mit ihrem Output auf die hiesigen Plattenteller - mit RIVERSIDE könnte sich das ein wenig ändern - deren neues Album "Out Of Myself" besteht nämlich größtenteils aus hochwertigem und atmosphärisch dichten Melodic/Prog-Rock, der sich angenehm hören lässt.

Irgendwie ist alles an dieser Band ein wenig ungewöhnlich - zum einen der Bandname ANTI DEPRESSIVE DELIVERY, der Albumtitel - und nicht zuletzt einfach die Tatsache, dass aus Norwegen mal jemand etwas anderes als Black Metal spielt.
Die erst seit 2002 bestehende Formation um Gitarrist Christian Broholt frönt nämlich ausgiebig dem Progressive-Genre - unzählige Breaks und Stilwechsel in den Songs sind keine Seltenheit und das Ganze bei einer doch weitgehend melodiösen Grundstruktur die mal mehr keyboardlastig, mal mehr gitarrenorientiert ausschlägt.

Die Band EXOTHERM wurde 1998 in Wipperfürth gegründet. Größere Besetzungswechsel gab es nicht und so konnte im Jahr 2000 bereits das erste Demo veröffentlicht werden. 2 Jahre später erblickte "Project 47" noch ungemastert erstmals das Licht der Öffentlichkeit. Damals noch auf CD-R. Jetzt mit einem Label im Rücken kommt das Album nochmals zu Veröffentlichungsehren.

TEARABYTE sind hierzulande noch nicht die große Nummer. Die 1998 in Los Angeles gegründete und inzwischen in Dallas beheimatete Thrash Band veröffentlichte mit "Doom Generation" (1998) und "Embrace Oblivion" (2000) bereits zwei Alben ... die mir auch nicht bekannt sind. Macht aber nichts, es ist noch nicht zu spät mit der Band Bekanntschaft zu schließen, dafür schmeißen die Thrasher nun "Gloom Factory" auf den Markt.


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