Aus Finnland kommt eine, gemessen an der eher geringen Einwohnerzahl, enorm hohe Anzahl an qualitativ hochwertiger Metalbands, das sollte kaum einem Headbanger entgangen sein. Der letzte große Exportschlager aus dem Land der tausend Seen dürfte der sogenannte Humppa-Metal sein, erfunden von Bands wie FINNTROLL oder ENSIFERUM, eine Art Viking Metal mit ziemlich deathlastigem Sound, starken folkloristischem Anstrich und einer doch tendentiell eher fröhlichen Grundstimmung, die dazu einlädt, wie tollwütige Nordmanntrolle auf nächtlichen Waldlichtungen ums Lagerfeuer zu hüpfen. Ich weiß nicht wieso, aber irgendwie geht mir diese Musikrichtung ziemlich am Selbigen vorbei. Ohne etwas von ihnen zu kennen, habe ich auch MOONSORROW bislang immer in diese Schublade gesteckt und als uninteressant abgestempelt. Nach dem Hören von derem vierten Album "Verisäkeet" nehme ich das allerdings unverzüglich zurück und behaupte reumütig das Gegenteil.

In den Staaten ist das neue IMPELLITTERI-Alben schon fast ein halbes Jahr erhältlich - hierzulande mussten die Fans auf den "System X"-Nachfolger aber gut 30 Monate warten.
Zu "Pedal To The Metal" ist die kurzzeitige Reunion mit Ausnahmeshouter Graham Bonnet auch bereits wieder beendet - stattdessen greift nun der bislang noch nicht in Erscheinung getretene Curtis Skelton zum Mikro.

SARDONIC besteht aus ehemaligen Mitgliedern der Bands DRACONIS SANGUIS, PANDÄMONIUM und LAXATIVE. Die Band wurde 2003 gegründet und hat sich dem Death / Thrash Metal verschrieben. Also lange gibt es die Band noch nicht, trotzdem wird jetzt schon ein komplettes Album mit dem Titel "Say 10" veröffentlicht. Fleißig!

Diese ISENGARD kommen aus Schweden, und sollten unter keinen Umständen mit dem gleichnamigen Projekt verwechselt werden, mit dem DARKTHRONE-Chefideologe Fenriz Mitte der 90er zwei beachtenswerte folkige Black Metal-Alben herausbrachte. Die Verwechselungsgefahr ist allerdings eher gering, denn diese Band hat sich, man kann es schon dem Albumcover entnehmen, dem fantasybeeinflußten Power Metal verschrieben. Laut Bandinfo der Plattenfirma haben die vier Schweden das hier vorliegende Album "Crownless Majesty" bereits 2001 veröffentlicht, waren aber "nur vom Pech verfolgt", so dass es kaum beachtet wurde.

Die Altenessener Thrash-Veteranen KREATOR hatten sich anno 2001 mit dem Album "Violent Revolution" höchst eindrucksvoll zurückgemeldet, besonders bei jenen Old-School-Fans, denen die Band in den 90ern mit Alben wie "Outcast" oder "Endorama" eher suspekt geworden war. "VR" war dann der Schlag in die Fresse, der sowohl Großteile der alten Thrasher als auch Freunde der moderneren, zeitgemäßeren Klänge gleichermaßen bediente. Zahlreiche anschließende Touren und Festival-Auftritte machten dann noch mehr Kredit wett und festigten (wieder) KREATORs Position als Deutschlands Thrash-Band Nr. 1. Und mehr als drei Jahre später kommt nun der nächste Schritt, diese Position zu halten oder gar auszubauen.

Seit Mitte der 90er Jahre beackern PSYCHOTRON inzwischen den Underground. Das letzte Album "Chaos Cosmic Time" ist aus dem Jahr 1999 und somit schon ein paar Tage alt. Wird also höchste Zeit für neuen Stoff...

Im Frühjahr wurde die Band FERAL im schwedischen Karlstad gegründet. Das Quintett hat sich Black Metal auf die Fahne geschrieben. "Zerrashar" ist jetzt (natürlich) die erste Veröffentlichung der Kapelle.

Nachdem THUNDER sich zur Jahrtausendwende mal eben für zwei Jährchen getrennt hatten, werfen sie brav in eben diesem zwei-Jahres-Rhythmus Alben auf den Markt - 2003 war's das viel beachtete "Shooting At The Sun" - und in diesem Jahr ist es ihr sage und schreibe siebtes Werk, passenderweise "The Magnificent Seventh" betitelt.
Prompt hat sich die erste Single-Auskopplung "I Love You More Than Rock'n'Roll" in die UK Top40 geschoben und so scheinen die fünf langsam ergrauenden Jungs, angeführt von Sänger Danny Bowes, wohl wieder ein ganz passables Werk zusammengeschustert zu haben.

"Thrash Metal, der die besten Elemente aus Tradition und Moderne vereint und nackenbrechende Riffs auf melodische Hooklines folgen lässt!" - so lautet zumindest die Überschrift des Infotextes des Debütalbums von RECKLESS TIDE aus Hannover. Nach seinem Sieg beim Metal Battle des Wacken Open Air 2004 erhielt der sympathische Sechser einen Plattenvertrag mit Armageddon Music und ballert jetzt 14 Songs ins headbangende Volk.

Mittlerweile ist der gute Joe auch schon Mitte 50 - und nachdem er bereits Anfang der Achtziger - noch früh am Anfang seiner Karriere - als Leadsänger der legendären RAINBOW die schwierige Position des Nachfolgers des (damaligen) Sangesgottes Ronnie James Dio angetreten und sehr würdig ausgefüllt hat und später bei Größen wie DEEP PURPLE ("Slaves And Masters") oder Yngwie Malmsteen's RISING FORCE Alben veredelte, konzentrierte er sich in den Neunzigern ein wenig mehr auf Soloalben und hat zuletzt hauptamtlich mit Gitarrist Nikolo Kotzev bei BRAZEN ABBOT von sich hören lassen.

Beim Anblick des Infoblattes zur neuen Scheibe von ENUFF Z'NUFF konnte ich mir ein "Du meine Güte" in Gedanken nicht verkneifen - ist das Albumcover schon aussgekräftig genug, so wirken die beiden Herren Donnie Vie (Gesang) und Chip Znuff (Bass) auf dem Bandfoto doch tatsächlich wie SLASH nach einer Familienportion gerauchten Hanfs...
Ohnehin hat die Band es in sechzehn Jahren ihres Bestehens und trotz der (inklusive des vorliegenden Werkes) mittlerweile 13 (!!) Alben geschafft, völlig unbemerkt (zumindest von mir) ihres Weges zu gehen.

Ende 2003 konnten ASTRAL DOORS mit ihrem Debüt-Album "Of The Son And The Father" mehr als nur einen Achtungserfolg landen.
Die Granaten im Stil von RAINBOW, DEEP PURPLE und einer Prise BLACK SABBATH aus der Feder von Multi-Instrumentalist Joachim Nordlund wussten auf der ganzen Linie zu überzeugen und insbesondere Sänger Patrik Johansson (der u. a. auch bei WUTHERING HEIGHTS die letzten Alben veredelte) konnte mit seiner ausdrucksstarken Stimme einiges dazu beitragen.

Nach einem Jahr selbst verordneter Auszeit melden sich die harten Jungs von KOMA mit einem neuen Album zurück.
Moment - neues Album? Auszeit? KOMA???
Nun, die vier Spanier sind hierzulande noch nicht wirklich bekannt, haben in ihrer Heimat aber bereits vier weitere Studioalben im Rücken.

Dass die serbische Band ALOGIA bereits viele Jahre Erfahrung im Rücken hat, merkt man dem aktuellen Album "Secret Spheres Of Art" deutlich an - schon seit 10 Jahren sind sie die meistverkaufte Metal-Band in Serbien - und das neue - englischsprachige - Album soll dem Rest Europas die Klasse der Band vermitteln.

Fünf Personen aus Down-Under haben sich zu VOYAGER zusammen gefunden und ihr Debütalbum passenderweise "Element V" betitelt.
Die Band um Sänger Daniel Estrin beansprucht für sich, für alle Fans von schnellem Powermetal bis hin zu melodischem und experimentellen Rock interessant zu sein.
Auf jeden Fall haben sie es bereits geschafft, im Vorprogramm von Gitarrenlegende Steve Vai ein größeres Publikum sowie Teile der internationalen Presse zu überzeugen.

Der Name Tommy Funderburk wird sicher bei den wenigsten auf Anhieb die große Erinnerung auslösen - und auch die versierteren Kenner der Musikszene müssen vermutlich ein paar Sekunden überlegen, bevor ihnen einfällt, dass der gute Tommy Mitte der 90er ein Album mit BOSTON eingesungen oder beispielsweise zwei Alben mit der Band KING OF HEARTS veröffentlicht hat.
Dabei reicht die Karriere bis 1984 zurück, wo er die erste Band THE FRONT gründete und sich seither als einer der meistgebuchten Background-Sänger für z.B. WHITESNAKE, YES & Co. etablierte.
Seit dem a cappella Album mit seinem Kollegen Bruce Gaitsch von KING OF HEARTS aus 1998 hat Tommy sich allerdings ein wenig zurückgezogen, sein eigenes Label gegründet und an einem ersten Soloalbum gearbeitet.

Aus der Erfahrung heraus ist es ja eigentlich mit Vorsicht zu genießen, wenn eine aufstrebende Band innerhalb eines Jahres sowohl ihr Debütalbum als auch den direkten Nachfolger veröffentlicht. In dieser Zeitspanne werfen auch die Melodic Rocker von LAST AUTUMN'S DREAM sowohl ihren Erstling als auch ihre aktuelle CD, die schlicht "II" betitelt ist auf den Markt.
Die ursprünglichen Bandmitglieder und EUROPE-Mitstreiter Ian, Mic und John waren ob der EUROPE-Reunion diesmal allerdings unabkömmlich und so wurden kurzerhand knapp zwei Drittel der Band ersetzt... zwar durchaus würdig mit einer hervorragenden Kombination von Marcel Jacob (Bass) und Jamie Borger (Drums) (beide von TALISMAN) und einem nicht minder fähigen Thomas Lassar am Keyboard - aber dennoch drängt sich ein wenig der Gedanke auf, LAST AUTUMN'S DREAM seien nicht wirklich eine zusammen geschweißte Band, sondern mehr ein Projekt unter der Leitung von Mikael Erlandsson, dem schwedischen Sänger/Songwriter und derzeitigen Mastermind der Truppe.

Im Jahr 2001 tauchte die Pagan Metal Formation GOAT OF MENDES mit dem Meisterwerk "Thricefold" wieder an der Oberfläche auf, nachdem es ein paar Jahre ruhig um die Band war. Seidem vergingen wieder ein paar Jahre, in denen die Band aber reichlich Auftritte absolvierte. Nach dem überaus starken "Thricefold" ist die Frage eigentlich nur ob das neue Werk "A Book Of Shadows" den Level einigermaßen halten kann...

Der Mann steht für Qualität und Kontinuität - GLENN HUGHES veröffentlicht jedes Jahr ein neues Album - immer schön abwechselnd zwischen Best Of- (2002: "Different Stages") oder Live Album (2004: "Soulfully Live In The City Of Angels") und den regulären Studioalben (2001: "Building The Machine"; 2003: "Songs In The Key Of Rock"). Sowieso ist er ja fast seit Erfindung der Musik im Business dabei und hat auch bereits bei den ganz Großen wie DEEP PURPLE und BLACK SABBATH gespielt.

Nach der Mini CD "Fertigmensch" sind die Grind Könige vom Niederrhein wieder mit einem vollständigen Album am Start. Wobei "Hardcore aus der ersten Welt" auch nur schlappe 10 Minuten Spielzeit mehr aufweist als "Fertigmensch". Aber mit einer guten halben Stunde liegt das Album ja im Bereich früherer Veröffentlichungen.


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