Von der Spielzeit her ist die neue Scheibe der nach den mighty SLAPSHOT angesagtesten Bostoner HC-Combo BLOOD FOR BLOOD ja eine Frechheit. Was musikalisch in der knappen Viertelstunde geboten wird, kann sich dafür aber größtenteils sehen (bzw. hören) lassen.
Zieht man Intro und Outro ab bleiben unter dem Strich sieben moderne und fett produzierte HC-Kracher, die direkt in die Fresse hauen. Dazu gibt es vernünftige Texte, wodurch die Sache abgerundet wird.

PATH OF GOLCONDA gehören definitiv zu den besseren Death Metal Bands im Ruhrgebiet. Nun legen die Oberhausener mit "Destination:Downfall" ein neues Machwerk vor. Mal sehen, bzw. hören ob dieses Machwerk auch ein Meisterwerk geworden ist und ob mit diesem Nachfolger zum guten "Demonheart..." sogar ein Sprung nach vorne gelungen ist.

ESCAPE FROM INSANITY sind noch reichlich unbekannt. Bekanntestes Mitglied ist wohl Mitbegründer Markus Pöppinghaus sein, den einige noch von der Grindcore Band MANSTRACTOR kennen dürften. Nun haben ESCAPE FROM INSANITY aber rein gar nichts mit Grind am Hut. Stilistisch geht die ganze Sache eher in die traditionelle Heavy Metal Richtung mit gelegentlichen Power Metal Ausflügen. Erste Gehversuche wurden Ende 2002 gemacht und nun liegt mit "Demo #1" eine .. äääh .... erste Demo CD vor.

Das 2002 erschienende fünfte THE CROWN-Album "Crowned In Terror" entpuppte sich schnell als Besonderheit in der Discographie der Schweden. Zum einen wegen der ungewohnten, sehr trockenen thrashigen Produktion, die sich stark von den ansonsten eher Death Metal-mäßigeren Sounds unterscheidet, zum anderen ist dies das einzige Album ohne den Stamm-Sänger Johan Lindstrand, der hier kurzzeitig von ex-AT THE GATES-Schreihals Tomas Lindberg ersetzt wurde. Trotzdem war "CiT" wahrlich kein schlechtes Album, womöglich nicht das beste THE CROWN-Werk, aber beileibe ein amtlicher Hammer. Dachten wohl auch die meisten Fans – nur nicht die Band, die immer wieder ihre Unzufriedenheit über diese Scheibe zu Protokoll brachte.

Ist VELVET REVOLVER nun die Nachfolgeband von GUNS N ROSES? Oder sind zufälligerweise nur die Musiker weitestgehend identisch? Darüber streiten sich die Gelehrten, denn musikalisch sind die beiden Bands doch etwas verschieden.
Zusätzlich liegt fast ein Jahrzehnt zwischen der letzten GUNS N ROSES-Scheibe und "Contraband", dem Debüt von VELVET REVOLVER. Auf der anderen Seite sind auch wiederum hier und dort größere Ähnlichkeiten zu erkennen, da mit Matt Sorum (Drums) und Duff McKagan (Bass) die komplette Rhythmusfraktion der Gunners am Start ist und dazu noch Ausnahmegitarrist Slash seinen Teil zum musikalischen Potential von VELVET REVOLVER beiträgt. Die Eingangs gestellte Frage wird wohl doch nicht so ganz einfach zu klären sein. Komplettiert werden VELVET REVOLVER von Scott Weiland, dem Sänger der STONE TEMPLE PILOTS, und dem zweiten Gitarristen Dave Kushner. Die fünf besagten Herren haben sich im letzten Jahr in L.A. zusammengetan und eine Platte produziert.

Eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockbands aller Zeiten nimmt ihren Hut, jedoch nicht ohne ihr Abschiedsalbum entsprechend zu promoten. Wochen vor der Veröffentlichung wurde schon die Werbetrommel gerührt und es gab ein großes Interview in einem führenden deutschen Rock-Magazin, ohne dass auch nur ein Ton der neuen Scheibe dem geneigten Fan bekannt gewesen ist. Nun ist "Adios" endlich veröffentlicht und wird wahrscheinlich direkt wieder auf der Eins in allen Regalen stehen. Zum letzten Mal haben die vier Frankfurter es also geschafft.

"Sick Creature Domination" ist das zweite in Eigenproduktion fabrizierte Album der Wittener invoid. und besticht schon mal optisch durch ein ansprechendes und professionell gestaltetes Artwork. Auch gegen die Produktion kann man nichts sagen, zumal es sich um eine Proberaumaufnahme handelt. Also mal schauen, was da so musikalisch geht.

Die seit 1999 existierenden DE/TEST aus dem Raum Hannover bringen dieser Tage mit "Language Of Violence" bereits ihr drittes Demo raus. Das ist schon eine durchaus beachtliche Quote, auch wenn auf diesem Teil nur fünf Tracks mit einer Spielzeit von knapp 20 Minuten enthalten ist.

ZILLION legen mit ihrem selbstbetitelten Debüt ein bemerkenswertes Album vor, das aus einer Mixtur von klassischem/melodischem Hard Rock, einer ordentlichen Portion Heavy Metal und diversen anderen Einflüssen wie beispielsweise einer Prise Blues oder Jazz besteht.
Von den drei Musikern hinter ZILLION hätte man den Ausflug in ein eine neue Band und den Abwechslungsreichtum in melodischeren Gefilden gar nicht erwartet - zum Einen laufen die hauptamtlichen Bands besser denn je und zum Anderen ist das vorliegende Material musikalisch doch ungewohnt anders.

STATETROOPER sind alles andere als Newcomer. Bereits im Jahre 1987 erschien das erste Album der Band um den ehemaligen MICHAEL SCHENKER GROUP-Sänger Gary Barden. Nun hat sich die Band wieder zusammengetan und mit "The Calling" den Nachfolger eingespielt.

Ob man sich von einer Ankündigung "Mischung aus herrlichen Melodien, Dreck und Groove" angezogen fühlt, sei mal dahin gestellt - Fakt ist aber, dass das Trio BOSCO rotzig freche gitarrenlastige Musik mit deutschen Texten fabriziert und diese auf ihrem Debüt "Herzblut" der Welt entgegenbrüllt.
RAMMSTEIN meets TYPE O NEGATIVE, wenn man so will - zugegeben: die herrlichen Melodien sind sehr oft sehr gut versteckt, fahren BOSCO doch weitestgehend das volle Brett auf - das fängt beim Opener "Nicht Allein" an, bei dem die Mischung aus harten Riffs und schnellem, aggressivem Sprechgesang durchaus Eindruck schindet.
Die übrigen neun Titel des Albums schlagen allesamt in dieselbe Kerbe - mal experimentieren die Jungs mit dem Stimmverzerrer ("Alles Von Mir"), mal lassen sie sich mit der knallharten Explosion Zeit bis zum Refrain ("Verlieren") - aber "Tausend Fragen" oder "Ohne Herz" könnten nahtlose Fortsetzungen des Openers sein.
Einzig das tatsächlich etwas sanfter geratene "Traumzeit" schlägt etwas aus der Aggressions-Spur. Ein Hauch von Abwechslungsreichtum kommt bei "Ganz Nah" auf, bevor sich BOSCO mit dem rasanten "Tut Mir Leid" schon wieder verabschieden.

BEEHOOVER ist eine Band aus Süddeutschland, genauer gesagt aus Stuttgart, die sich ganz dem Doom Rock verschrieben hat. Aber um die ganze Sache von der Papierform her etwas ungewöhnlicher zu machen ... also es wird auf eine Gitarre gänzlich verzichtet. Das Trio kommt mit Bass, Schlagzeug und Gesang aus.

"Jericho" ist das dritte Album der 1995 gegründeten MILLENIUM aus Florida. Mastermind dieser Band ist der Gitarrist Ralph Santolla, der bis neulich noch bei ICED EARTH und früher als Live-Klampfer bei DEATH tätig war. Mit im Boot sind außerdem ex-ICED EARTH-Studiodrummer Mark Prator und - nach dem Ausstieg des jetzigen MASTERPLAN-Sängers Jorn Lande – ein gewisser Todd Plant als Frontman, der bislang vor allem als Background-Sänger für Bands wie SAVATAGE und KAMELOT gewirkt hat.

Die Plattenfirma lobt das Debüt "This Strange World" der Briten HODSON im Vorfeld regelrecht in den Himmel - da ist "exciting" nur eines der Prädikate für das gut einstündige als "Melodic Hard Rock" gepriesene Werk.
Aber das ist ja eigentlich nichts ungewöhnliches - Klappern gehört schließlich zum Handwerk und so wird ja recht häufig ausnehmend blumig von neuen Releases geschwärmt.
Aufhorchen lässt hingegen der Vergleich mit WHITESNAKE, MAGNUM - und vor allem RAINBOW - nicht zuletzt der Sänger soll wie DIO und Graham Bonnet klingen.
Dieser Sänger ist niemand anderes als Paul Hodson, der sich bislang vor allem einen Namen als Keyboarder gemacht hat - insbesondere bei den Veteranen von TEN oder zuletzt mit Bob Catley - aber auch für SLADE oder HARD RAIN stand er bereits an den Tasten. Nun versucht er sich zusätzlich noch als Songwriter und Sänger - mit Unterstützung eines weiteren Bob-Catley-Recken: Vince O'Regan ist es, der in die Saiten greift.
Komplettiert werden HODSON durch die bislang band-technisch nicht in Erscheinung getretenen Josie Vespa (Bass) und Lynch Radinsky (Drums).

Auf Grund der Vielzahl an jungen aber qualitativ durchschnittlichen Bands aus dem Bereich des Progressive Metals die in letzter Zeit debütieren - von denen zudem eine Menge aus Italien stammen - ist eine gewisse Skepsis bei einer neuen vollmundigen Ankündigung durchaus gerechtfertigt.
So auch bei dem Quintett MIND KEY um Keyboarder Dario De Cicco und Gitarrist Emanuele Colella, die sich vorgenommen haben, Musik zu machen, die "einen Sound von SYMPHONY X, DREAM THEATER und ROYAL HUNT in einer moderneren und reiferen Form darstellt" - Ein hochgestecktes Ziel also.

Der Name LANA LANE ist hierzulande noch nicht allzu vielen Menschen bekannt - dabei ist die Dame mit einer äußerst markanten und angenehmen sowie kraftvollen Stimme ausgestattet und hat ihr Debütalbum "Love Is An Illusion" bereits 1995 veröffentlicht - diverse weitere Alben folgten, seit 1998 auch mit Unterstützung der "Lana Lane Band". Besonders beliebt ist die Dame in Japan - spätestens seit ihrer ersten Japan-Tournee 1998 sind die Leute dort von Lana und ihrer Musik begeistert.
So ist es nur konsequent, dass 2002 eine neue Tour, die in die Lokalitäten der ersten dortigen Auftritte führte (z. B. "Club Citta" in Kawasaki) auch "Return To Japan" betitelt wurde.
Die Veröffentlichung des Albums hat sich bis heute hingezogen, da beispielsweise die Band mit dem Tourgitarristen nicht zufrieden war und nachträglich die Gitarrenparts vom eigentlichen Gitarristen Peer Verschuren im Studio hat einspielen lassen...

Während PLEXUS in Brasilien schon einigermaßen bekannt sind und sogar schon einen Auftritt in einem großen TV-Sender hatten, sind sie hier noch ein ziemlich kleines Licht. Das selbstbetitelte Debüt der Band kommt nun via Metal Axe Records in die hiesigen Verkaufsregale.
Stilistisch fährt die Band dabei eher die traditionelle Metalschiene. Aber nicht ohne auf ein paar progressive Elemente zu verzichten.

Ach Du grüne Neune... Gotthilf Fischer (ja, genau der komische Volksmusik-Chor-Fuzzi) hat eine Rock-CD aufgenommen...
Das war der Gedanke, als ich das minimalistische Cover mit dem Konterfei des nicht mehr ganz jugendlichen und etwas fragwürdig in die Kamera grinsenden Billy Cross gesehen habe. "Life Is Good" heißt das Werk - demnach gehört das Cover-Artwork definitiv nicht in die Kategorie "Life", denn das ist ziemlich unterirdisch und wird im Plattenladen sicher wenig dazu animieren, das Scheibchen mal näher anzusehen - oder gar anzuhören.

Im Jahre 1997 wurde in Italien von den beiden Gitarristen Aydan und Jarpen die Band ELVENKING gegründet. Nach ein paar üblichen Line-Up-Wechseln gab es 3 Jahre später mit "To Oak Woods Bestowed" ein erstes Demo und 2001 das erste Album mit dem Titel "Heathenreel". Mit "Wyrd" legt die Formation jetzt das zweite Album nach.

Bereits 1989 gegründet gehören FRONTLINE zu den eher dienstälteren Hardrock Bands. Die Formation hatte es dabei nicht immer einfach. Vor allem die Probleme mit einem Label Ende der 90er Jahre ließen die Band etwas untertauchen. Im Jahr 2002 konnten die Nürnberger mit "Against The World" wieder auf sich aufmerksam machen und nun steht mit "The Seventh Sign" ein neues Album in den Verkaufsregalen.


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