Vor zehn Jahren galten GORGOROTH im Zuge der damaligen Black Metal Bewegung in Norwegen als Pioniere ihrer Zunft und als eine der krassesten Bands im Bezug auf Brutalität und Primitivität. Es kam nur Geschrei und räudiger Krach aus den Boxen, wenn man GORGOROTH auf seine Stereoanlage losließ, aber gerade dieser animalische Sound war und ist halt der einzig wahre Black Metal.

Für viele Bands gehört es in letzter Zeit zum guten Ton, mit Unterstützung eines Orchesters ein Album zu veröffentlichen - was sich aber zumeist im Nachspielen altbekannter Songs in klassischem Gewand erschöpft (METALLICA, SCORPIONS). Einen Schritt weiter sind RAGE mit ihrem "Lingua Mortis" gegangen und schrieben ein Album extra für das Zusammenspiel Orchester & Metalband.
Bands, die allein zwei Jahre für die Komposition der orchestralen Parts benötigen, sind hingegen bislang eher selten anzutreffen.
ADAGIO gehen auf "Underworld" mit acht epischen Titeln aber genau diesen Weg - ein wenig ROYAL HUNT, ein wenig EDGUY - gemischt mit klassischem Klavierspiel á la Chopin oder Liszt, noch ein wenig progressiver Einfluss und hinreichend instrumentelle Einlagen - der Einfluss der härteren Gangart von DEATH, CARCASS oder DISMEMBER, wie Gitarrist und "Hauptkomponist" Stephan Forte schreibt, ist allerdings kaum wahrnehmbar.

EXPOSED GUTS aus Hamm wurden bereits im Jahre 1997 gegründet. Aber erst jetzt wagen sie den Schritt ein erstes vollständiges Album zu veröffentlichen.

Mitte der 90er waren die Finnen AMORPHIS dank der ersten drei Alben, besonders dem göttlichen "Tales From The Thousand Lakes", eine meiner Lieblings-Death Metal-Bands. Als sie dann mit Album Nummer 4 "Tuonela" ihre Todesblei-Elemente abgelegt haben, habe ich auch mein Interesse an ihnen verloren. Umso verwunderter war ich dann, als ich zufällig in das nunmehr sechste Werk "Far From The Sun" reinhörte und ziemlich positiv überrascht war.

Seit ihrem Comeback mit dem 2001er Album "One Million Lightyears From Home" steigern sich DOMAIN kontinuierlich von Album zu Album (die arg weichspülende EP "New Horizons" sei mal vernachlässigt...).
Und zu ihrem aktuellen Output "The Sixth Dimension" wurde noch kurzerhand die Rhythmussektion ausgetauscht, um nun mit Drummer Stefan Köllner (ex-SYMPHORCE) und Bassist Sandro Lo Guidice (CIRCLE OF PAIN) zu neuen Härtegraden aufzubrechen.

FUNERIS NOCTURNUM liefern mit "Code 666 ..." bereits ihr drittes vollständiges Album ab. Die ersten beiden sind mir leider unbekannt, somit sind Vergleiche nicht möglich. In der Info werden jedenfalls Vergleiche zu MARDUK und DARK FUNERAL angestellt.

Rock/Metal-Opern sind derzeit im Kommen - nach Nikolo Kotzev's "Nostradamus" und "Mr. EDGUY" Tobias Sammet's "Avantasia" gibt sich nun auch TEN-Frontmann Gary Hughes die Ehre mit "Once And Future King" - und auch er hat diverse illustre Namen für sein Projekt gewinnen können, das sich sogar auf zwei CD's verteilt. Leider liegen zwischen den Veröffentlichungsterminen der beiden Scheiben satte sechs Wochen.
Die Gesangsparts übernehmen beispielsweise mal DC Cooper (ex-ROYAL HUNT), Dougie White (ex-RAINBOW) oder Bob Catley (MAGNUM).

Okay, die Reiter waren nie eine Band, die auch nur im entferntesten puristisch, straight oder unexperementiv, notfalls auch mit außer-metallischen Sounds, war... allein grübel ich ernsthaft, ob die Thüringer es auf ihrem vierten Studioalbum "Have A Nice Trip" nicht ein wenig übertrieben haben?

Ritchie Blackmore und Candice Night melden sich mit "Ghost Of A Rose" in gewohnter Manier wieder zurück - wie auf den letzten Alben auch hat man sich entweder mehr oder weniger bekannter "Traditionals" aus dem 16. Jahrhundert bedient, oder sich von entsprechenden Szenerien inspirieren lassen. Abgerundet wird die gelungene Mischung durch zwei Coverversionen aus aktuellerer Zeit.
Zusätzlich zu den gebräuchlichen Instrumenten kommen auch wieder heute etwas ungewöhnlichere wie "Hurdy Gurdy" oder "Rauchpfeife" zum Einsatz - was entscheidend dazu beiträgt, dass die 15 Titel ihr Flair entfalten können.

"Songs In The Key Of Rock" - endlich mal ein Album, wo der Name Programm ist!
Hat der gute Glenn auf der letztjährigen Tour mit HTP einen arg durchwachsenen Eindruck hinterlassen, so bekennt er sich mit dem aktuellen Studiooutput ohne Schnörkel zu der Musik, die er bereits Anfang der Siebziger gemacht hat.
So klingt "Songs In The Key Of Rock" über weite Teile so, als seien sie einem DEEP PURPLE oder RAINBOW-Album entsprungen - ja sogar Riffs, die verdammt nach LED ZEPPELIN klingen sind auszumachen.
Böse Zungen würden Mr Hughes jetzt unterstellen, ihm falle nichts Neues mehr ein und er würde sich nur bei alten Klassikern bedienen - aber dem ist entgegenzuhalten, dass er die zwar bekannt klingenden Riffs zeitgemäß verpackt und erstaunlich intensiv rüberbringt.

Die Krefelder CORONATION haben nach ihrem ersten Demo "Skin Melting Terror" schon eine MiniCD nachgelegt. Na das geht ja flott. Stilistisch weicht die Band bei den neuen Songs keinen Millimeter vom ersten Demo ab.

FORCES@WORK kommen aus Wuppertal und damit wäre mein Fundus an Informationen über diese Band auch schon fast erschöpft. Aber halt, da tauchen 3 halbwegs bekannte Namen auf: Andreas Lohse (Gesang), Armin Alic (Bass) und Adrian Weiss (Gitarre) allesamt einst bei THOUGHT SPHERE aktiv.

"Wir spielen diese Musik weil wir sie leben, und uns interessiert nicht was andere darüber denken!". Saubere Einstellung! Über die Band ist mir ansonsten rein gar nichts bekannt. Also gleich rein in die Scheibe...

"Uncle Reaper" Chris Boltendahl liefert mit diesem Werk die Biografie einer deutschen Metal-Band, die so ziemlich alle Höhen und Tiefen des Business mitgemacht und derzeit auf einer absoluten Erfolgswelle schwimmt. GRAVE DIGGER haben schließlich nicht zuletzt mit der aktuellen Veröffentlichung "Rheingold" gezeigt, "wo der Hammer" hängt. Dass aber eben nicht alles so rosig war, wie es derzeit für die Jungs ausschaut, wird in diesem Buch deutlich. Insbesondere die ersten Jahre, bis es überhaupt zur ersten Veröffentlichung "Heavy Metal Breakdown" kam, diverse Umbesetzungen und schließlich die Auflösung Ende der Achtziger... Der Traum vom "Metal-Gott" ist eben manchmal ziemlich steinig - insbesondere vielleicht dann, wenn sämtliche Bandmitglieder in den Jahren bis Anfang der Neunziger eigentlich kaum mal eine Minute "nüchtern" herumliefen - meine Herren, spätestens jetzt ist klar, wie der hohe "Pro-Kopf-Verbrauch" in Deutschland zustande kommt...

Für mich ist das letztjährige BATHORY-Album "Nordland I" immer noch die große Überraschung und eines der besten Scheiben 2002. Genau ein halbes Jahr später schmeißt Quorthon nun also den zweiten Teil dieses Epos auf den Markt, und wer dachte, der erste Teil könnte nicht getoppt werden sieht sich getäuscht. Denn fast habe ich den Eindruck, der exzentrische Schwede hat sich die Highlights seiner Nordland-Session für diesen Nachfolger aufgehoben. Fast alle Lieder des zweiten Teils übertreffen für mich mit Leichtigkeit die beileibe nicht schlechten Songs von Part I, wobei gleich vier meiner Meinung nach das absolute Zeug zu Klassikern haben, namentlich "Blooded Shore", "Vinland", "The Wheel Of Sun" und besonders "The Land". Womöglich werden sich diese Lieder schon bald auf Augenhöhe von Viking Metal-Meisterwerken wie "Under The Runes" oder gar "One Rode To Asa Bay" stehen.

GRAVE DIGGER sind im Rausch der Konzeptalben - mit "Rheingold" liegt seit "Tunes Of War" nunmehr das fünfte in Folge vor. Und mit dem Stoff des von Wagner vertonten Nibelungenringes hat sich der Fünfer rund um Frontmann "Reaper" Chris Boltendahl keine leichte Vorlage zur Brust genommen.
Also - die schlechte Nachricht vorweg - der Reaper kann immer noch kein korrektes "th" :-) Ansonsten ist an "Rheingold" nichts, aber auch gar nichts aussetzen!!
Bisweilen geht es etwas "epischer" zu Werke, es werden (rein synthetische) Chöre eingesetzt - aber man ist trotzdem noch einen Funken brachialer als auf dem Vorgänger "The Grave Digger" - und das will schon was heißen.
Mit weniger als 45 Minuten liefern GRAVE DIGGER ihr kürzestes Album seit einem Jahrzehnt ab - und das gerade bei einem Thema, mit dem drei Opern zu füllen sind - nichtsdestotrotz kann jeder der zehn Titel gewinnen - auch wenn natürlich von der Gesamtstory so einiges auf der Strecke bleibt. Die wichtigsten Eckdaten haben es aber auf diese CD geschafft - der Ring natürlich, die Walküren, der Kampf mit dem Drachen und schließlich die Götterdämmerung... die Wagnerfestspiele in Bayreuth werden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob der komprimierten Form - der Metaller wird die Hände jubelnd in die Luft recken... 10 Stücke reinsten Heavy-Metals...
Und zum Thema Kürze - sogar die Tracknamen bestehen fast ausschließlich aus nur einem Wort.

Auch wenn der niederländische Death Metal zur Zeit nicht ganz so präsent sein mag wie beispielsweise Anfang/Mitte der Neunziger mit Aushängeschildern wie PESTILENCE, GOREFEST oder SINISTER, so mischen doch trotzdem immer noch etliche Bands konstant in der extremen Szene mit. Eine davon ist sicherlich GOD DETHRONED, die seit knapp zehn Jahren immer wieder qualitativ hochwertige Alben mit überwiegend schnellem Knüppel-Death abliefern.

ENSLAVED, das ehemalige Aushängeschild der norwegischen Black Metal Bewegung geht seit geraumer Zeit sehr eigenwillige musikalische Wege fernab des brutalen, schnellen und rasenden Infernos, das die Band noch auf frühen Scheiben wie "Frost" oder "Blodhemn" kredenzte.
Der Sound, den uns ENSLAVED heutzutage präsentieren ist etwas ruhiger, wesentlich besser produziert und mit vielen avantgardistischen Soundpassagen gespickt. Auf der letzten Platte "Monumension" haben die Jungs dann aber etwas übertrieben, der Sound war viel zu sperrig und die Platte wollte nicht so recht ins Ohr.

Einige haben sicher schon gar nicht mehr mit der Veröffentlichung dieser Scheibe gerechnet. Aber nun ist sie also doch erschienen. Die Besetzung, mit der die CD eingespielt wurde, ist aber nur noch teilweise mit dem aktuellen Line-Up identisch.

Die Formation ALTARIA dürfte hierzulande noch reichlich unbekannt sein. Einerseits ein Wunder, wenn man schaut wer alles mit von der Partie. Andererseits ist "Invitation" aber auch das erste Album der Finnen nach 2 Demos in den Jahren 2001 und 2002.
Die Band besteht aus einigen Künstlern die sich bereits in der Vergangenheit einen Namen gemacht haben. So wurde ALTARIA von Bassist Marko Pukkila und Drummer Tony Smedjebacka gegründet, die beide schon bei BLINDSIDE aktiv waren. Mit dabei sind u.a. auch noch die Gitarristen Jani Liimatainen (SONATA ARTICA) und Emppu Vuorinen (NIGHTWISH). Anfänger sind hier also wahrlich nicht am Werk und das verspricht einiges.


Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015