Für "Madmen & Sinners" haben sich zwei alte Hasen im Geschäft zusammengetan - zum einen Songschreiber, Gitarrist, Keyboarder (etc. etc.) Tim Donahue und zum anderen DREAM THEATER-Sänger James LaBrie - da sollte man annehmen können, dass die Stilrichtung bereits klar umrissen ist: Progressive Metal aus dem Lehrbuch.

Auf den Bandfotos versuchen die vier Mitglieder von EVIL MASQUERADE dem Bandnamen hinreichend Nachdruck zu verleihen - und so präsentieren sie sich mit finsterer Mine und leichenblass geschminkt... und das Cover des vorliegenden Debütalbums "Welcome To The Show" tut sein übriges dazu.
Dabei ist die Musik der Band um Gitarrist und Songwriter Henrik Flyman (Ex-MOAHNI MOAHNA, ZOOL) alles andere als "böse" oder gar Gothic/Black-metallisch...

"Melodic Rock"-Alben gibt es gerade in der letzten Zeit wieder wie Sand am Meer - qualitativ Hochwertiges ist in dem oft als Massenware anmutenden Brei leider eher rar gesät. Da schicken sich die Schweden ECLIPSE an, nach ihrem 2001er Debüt nun ein zweites Album auf den Markt zu werfen und das Niveau des Genres ein wenig höher zu legen.
Richtig geklotzt wird bereits beim Titel: "Second To None" - keinem will man sich also geschlagen geben...

Über U.D.O. muss man keine großen Worte mehr verlieren. Also lasse ich das auch einfach mal :-) Nach den letzten Live-Ergüssen stellt die Band nun wieder ein Studioalbum in die Verkaufsregale.

Der Name verrät es schon, hier haben wir es mit einem Projekt zu tun. Ins Leben gerufen wurde das DEACON STREET PROJECT von Tommy Dedander (RADIOACTIVE / SAYIT) und Chris Demming (AOR / SPIN GALLERY). Da sich bei den beiden einige Songs angesammelt haben, die noch auf ihre Veröffentlichung warteten, wurde kurzerhand ein vollständiges Line-Up auf die Beine gestellt und die Stücke eingespielt.

Der Name HUBI MEISEL sollte inzwischen einigen schon bekannt sein. Einerseits durch seine Tätigkeit bei den Combos DREAMSCAPE und MAEVE OF CONNACHT und andererseits durch sein erstes Soloalbum "Cut" auf dem er einige 80er Pop Songs coverte. Mit "EmOcean" legt der Münchner nun das neue Album vor, diesmal ohne Cover-Songs.

Jede große Band hat mal klein angefangen - und "klein" heißt meistens, dass man zu Beginn im Wesentlichen nur die Titel der musikalischen Vorbilder gespielt hat - beispielsweise AC/DC, die anfangs hauptsächlich Sachen von Chuck Berry & Co. im Gepäck hatten. So ähnlich ist zumindest der Anfang bei ANTHENORA gelaufen - im Laufe der 90er haben sich die fünf Italiener langsam als "beste italienische IRON MAIDEN-Tribute Band" etabliert, bis sie schließlich die Aufmerksamkeit von MAIDEN-Drummer Nicko auf sich zogen - und nach diversen Demos konnten die Jungs 2003 endlich mit dem Konzeptalbum "The Last Command" ihr Erstlingswerk zusammenzimmern.
Die Story ist schnell erzählt - es geht um die nahe Zukunft der Welt, die nicht gerade leuchtend ausfallen wird - und um Rückblicke auf das Europa im zweiten Weltkrieg.
Die Musik lässt sich im Prinzip ähnlich schnell charakterisieren, aber ein schlichtes "gelungen" wird der Band und dem Album einfach nicht gerecht.

Bei den Jungs von POWER QUEST ist der Name Programm - "Power" steht logischerweise für Power Metal und das "Quest" soll ein wenig die Fantasy-Seite verdeutlichen.
Erst seit knapp drei Jahren versucht sich das Quintett auf seinem Weg - und nach diversen Besetzungswechseln kann das aktuelle LineUp - neben den Bandgründern (und Ex-DRAGONHEART-Recken) Steve Williams (Keyboards) und Steve Scott (Bass) finden sich derzeit auch Gitarrist Andrea Martongelli und Sänger Alessio Garavello in der Truppe - mit "Neverworld" nun bereits den zweiten Longplayer vorlegen.

Nachdem HOUSE OF LORDS anfang der 90er Jahre das Handtuch geworfen hatten und sich lange Jahre nicht wirklich etwas tat, konnte man eigentlich kaum mehr mit einem weiteren Album der Band rechnen - dabei hatte die Karriere der Jungs um Bassist Chuck Wright (ex-QUIET RIOT) und Keyboarder Gregg Giuffria sowie Ex-ALICE COOPER-Drummer Ken Mary 1988 recht viel versprechend begonnen: Mehr oder weniger von KISS-Bassist Gene Simmons entdeckt und unter Vertrag genommen, schlugen die beiden ersten Alben "House Of Lords" und "Sahara" insbesondere in den Staaten ein wie eine Bombe. Der HOUSE OF LORDS-Sound orientierte sich stark an damaligen Mega-Sellern wie DEEP PURPLE, WHITESNAKE und VAN HALEN.
Nach einer ausgiebigen Tour war dann aber irgendwie doch schon Feierabend und die Bandmitglieder wandten sich anderen Projekten zu - ein drittes Album unter stark veränderter Besetzung erfüllte denn auch nicht die Erwartungen und so war endgültig Schicht im Schacht... bis 2001 die Reunion und der Plattendeal mit Frontiers kam... und es hat bis jetzt gedauert, bis die Originalbesetzung mit James Christian am Mikro das aktuelle Album "The Power And The Myth" zusammengezimmert hatte.

Kaum zu glauben, dass die Prog-Metal-Formation EMPTY TREMOR bereits seit 1994 existiert - hat man doch bislang hierzulande so gut wie gar nichts von den Italienern gehört. Dabei wurde ihr Debüt-Album "Apocolokyntosys" (1997 auch in Deutschland veröffentlicht) mit Lobeshymnen überhäuft und die Jungs als "neue Generation des Prog-Metals" neben Recken wie DREAM THEATER & Co. bezeichnet. Und auch dem 1999er Release namens "Eros & Thanatos" erging es ähnlich gut.
Nachdem der Posten am Mikrofon 2001 (mal wieder) vakant war und Bandkopf & Keyboarder Daniele Liverani erst kurz zuvor auf seinem Solo-Rock-Oper-Projekt GENIUS mit ex-AT VANCE-Sänger Oliver Hartmann gearbeitet hatte - konnten EMPTY TREMOR den Mann mit der hervorragenden Stimme tatsächlich verpflichten - und nun liegt mit "The Alien Inside" endlich das erste Produkt der Zusammenarbeit vor. Laut eigenem Bekunden "härter und bombastischer denn je".

In den letzten Jahren ist es etwas still um die hessische Thrash Kapelle MORTAL TERROR geworden. Das letzte vollständige Album "Posthuman" erschien 1995 und danach nur noch 2 EPs ("A Strange Harvest" und "Graveyard Anthems For Unhappy Teenagers"). Jetzt wollen die Herrschaften es mit "We Set Your Thoughts On Fire" aber nochmal wissen.

Kaum zu glauben, aber mit "Kings And Queens" präsentiert der exzellente Gitarrist bereits sein zehntes "Solo"-Album. Muss man den Mann aus Wattenscheid noch groß vorstellen?
Vorher mit STEELER und seit 1989 unter eigenem Namen veröffentlicht Pell mit schöner Regelmäßigkeit astreine Alben, die vor allem durch die eindringlichen Melodien in teils recht epischen Kompositionen bestechen und dazu geführt haben, dass der Mann sich als eine feste Größe im deutschen Metalbereich etabliert hat.
Auch wenn die Besetzung der Band seit einigen Alben konstant geblieben ist, heißt es ja offiziell "Solo"-Album - und den Rest der Band könnte man denn auch fast als "All-Star-Project" auffassen - sind doch die anderen Mitglieder noch in diversen anderen Bands aktiv - angefangen bei Keyboarder Ferdy Doernberg (ROUGH SILK), dem charismatischen Sänger Johnny Gioeli (z.B. HARDLINE) und natürlich der nimmermüden Drum-Machine Mike Terrana (z.B. RAGE).

Die Band BOOZED besteht inzwischen seit zwei Jahren und liefert hier ihr Debütalbum ab. Laut Labelinformation soll sich die Band irgendwo zwischen AC/DC und NASHVILLE PUSSY vom Sound her bewegen. Aber bei allem Ernst, das was ich hier höre ist ganz klassischer Punk Rock mit vielleicht einer Ausnahme. Hat also so rein gar nichts von AC/DC und Konsorten. Das soll nicht bedeuten das die Band schlechte Musik macht. Das ist es bestimmt nicht, gerade die ersten beiden Songs auf dieser CD gefallen mir gut.

Mit "Usual Tragedy" legen KARELIA ihr Debütalbum vor - und beweisen damit zuerst einmal, dass der Metal in Frankreich bei weitem nicht tot ist!
Matthieu Kleiber (Gitarre/Gesang) und Betrant Maillot (Keyboards) bilden das kompositorische Herzstück der Newcomer, die sich mit diesem Album eindeutig zwischen NIGHTWISH und AVANTASIA platzieren. Und das nicht nur aufgrund des stilvollen Coverartworks (von M. Mayer), sondern auch gerade wegen der symphonischen Arrangements, die sich durch das gesamte Album ziehen und bisweilen auch im Vordergrund der Songs stehen - auch wenn das Orchester allein aus dem Computer stammt.

Jack Blades ist einer der Großen im Musikbusiness - in den Achtzigern hat der Sänger und Bassist diverse Platinalben mit NIGHT RANGER gesammelt. Nach dem Split ging's nicht minder erfolgreich mit den DAMN YANKEES weiter. Daneben schreibt er Songs für andere Bands und Künstler wie AEROSMITH, STYX, OZZY OSBOURNE und sogar Songs für Filme wie Armaggeddon.
Und als seien dies alles noch nicht genügend Meilensteine in seiner Karriere - veröffentlicht er nun sein erstes Soloalbum - welches ganz bescheiden einfach nur "Jack Blades" betitelt ist. Die Liste an namhaften Kollegen, die hier mitgewerkelt haben, kann sich sehen lassen - Tommy Shaw (STYX), Michael Lardie (GREAT WHITE) sowie JOURNEY-Gott Neal Schon, um nur einige zu nennen - zudem die alten NIGHT RANGER-Kollegen wie Kelly Keagy & Co.

Der Name SHARDLESS ist noch recht neu. Die Band ging letztes Jahr aus der Formation THE PRIOR'S DIARY hervor, die sich nach dem Ausstieg von Sänger Tom mehr oder weniger auflöste. Neues Songmaterial war aber schnell komponiert und so liegt mit "Newday" nun das erste Album unter dem Namen SHARDLESS vor.

"The German Metal Commando strikes back" - und zwar mit einem fetten Paukenschlag namens "Devil's Ground".
Erst seit 1998 existiert die Band um Bassist/Songwriter Mat Sinner und Ausnahmesänger Ralf Scheepers - und pünktlich zum bereits fünften Studioalbum ist das Besetzungskarussell erstmals so richtig ins Rollen gekommen - Rhythmusmaschine Klaus Sperling hat seinen Platz zu Gunsten von Ex-ANNIHILATOR-Drummer Randy Black geräumt - und auch Gitarrist Henny Wolter ist dem ursprünglichen Klampfer Tom Naumann gewichen.

Endlich ist es da, das mittlerweile achte Studioalbum der britischen Doom-Rocker MY DYING BRIDE. Nach ihrer etwas durchwachsenen und für meine Begriffe teilweise recht langweiligen siebten Scheibe "The Dreadful Hours" von 2001, dem absolut überzeugenden und Maßstäbe in puncto Atmosphäre setzendem Auftritt auf dem W:O:A 2002 sowie dem Release einer DVD war es eine Weile still um diese Ausnahmecombo geworden. Untätig waren die Herren anscheinend in der Zwischenzeit nicht, sondern bieten auf der neuen Scheibe acht allerfeinst komponierte und fantastisch klingende Meisterwerke dar, so dass sich das Warten auf "Songs of Darkness..." gelohnt hat.

FLESHCRAWL geht ganz einfach: Man nehme je eine LP von DISMEMBER, BOLT THROWER und AMON AMARTH, vermenge die drei Zutaten zu einer homogenen Masse, lasse das Ganze von einem schwedischen Toningenieur aufnehmen, in einem deutschen Studio mastern und heraus kommt "Made of Flesh", das nunmehr siebte Album des Fünfers aus Süddeutschland, ihres Zeichens das mittlerweile wohl unumstrittene Aushängeschild des deutschen Death Metals. Doch merke: gut geklaut ist nur halb gewonnen, denn richtig abräumen tut man nur, wenn man das Ganze auch überzeugend darbietet. Zum Glück trifft letzteres auf FLESHCRAWL zu, denn mangelnde Eigenständigkeit in puncto Sound macht die Band durch überragendes Songwriting und eine mega-fette Produktion locker wieder wett.

Gerade anderthalb Jahre ist es her, dass uns EASY RIDER mit "Regeneration" die Ohren durchgepustet haben - und nun legen die fünf Spanier ein weiteres Album vor.
"Animal" ist eindeutig die konsequente Fortsetzung des eingeschlagenen musikalischen Weges - so weist das Album die gewohnt knalligen, schnellen Riffs in Verbindung mit ordentlichem Drumgewitter und diversen Breaks auf, die eng mit dem verwandt sind, was die hiesigen BRAINSTORM vom Stapel lassen. Und natürlich ist auch Sänger Ron Finn weiterhin mit von der Partie, der sich erneut als regelrechter Glücksgriff entpuppt, wenngleich er sich stimmlich ein wenig entwickelt hat und insgesamt ein wenig den aggressiven Unterton verloren hat und jetzt verdammt nah an STEEL PROPHET/DESTILLERY dran ist.


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