whileshesleeps youareweWenn man sich die Biographien einiger Bands anschaut, stellt man immer wieder (mit Erschrecken) aufs Neue fest, wie schnell doch die Zeit vergeht. So war es für mich fast kaum zu glauben, dass WHILE SHE SLEEPS bereits ihr 10jähriges Jubiläum feiern. Passend dazu erscheint nun ihr dritter Langspieler „You Are We“, auf den viele Metalcore-Fans sicherlich schon sehnsüchtig gewartet haben.

foreseen gravedangerHeftigen Hardcore/Thrash/Crossover alter Schule aus Finnland kredenzen uns FORESEEN auf ihrem Zweitling. Das 2014er Debüt „Helsinki Savagery“ ging straighter nach vorne, versohlte einem ordentlich die Fresse und war eher primitiv und effektvoll. Bei „Grave Danger“ lässt man es etwas verspielter und abwechslungsreicher angehen, wenn auch nur minimal.

livsin followmeDas Ende von SISTER SIN 2015 kam einerseits durchaus überraschend, denn mit fünf Studioalben im Rücken hat man sich über die Jahre einen Ruf als gute Liveband hart erarbeitet, andererseits schien tatsächlich die Luft raus zu sein bei der schwedischen Kapelle, man stagnierte einfach nur noch so vor sich hin und das ist für eine Band irgendwann tödlich. Ganz von der Bildfläche verschwunden sind SISTER SIN aber nicht, die Sängerin Liv Jagrell macht einfach fortan mit einigen mehr oder minder bekannten Musikern unter dem Label LIV SIN weiter, ein ganz cleverer Bandname. Die erste Platte ist inzwischen da und Liv fordert selbstbewusst dazu auf, dass man ihr folgt.

astraldoors blackeyedchildrenASTRAL DOORS ist eine jener Bands, die irgendwie ihre Marschroute nie verlassen, dennoch immer ein gewisses Maß an Qualität abliefern. Und das seit bereits 15 Jahren. Auch auf Album Nummer 7 ist das so, ganz im Stile von DIO & RAINBOW & BLACK SABBATH wird neues Material angepriesen. Es ist wie gewohnt die gleiche Schiene, aber das machen sie einfach gut.

clovenhoof whomournsforthemourningstarDas Warten hat ein Ende und die einstigen NWOBHM-Helden CLOVEN HOOF enttäuschen auf keinen Fall. Vielmehr ist der Band wieder einmal gelungen, sich selbst neu zu erfinden. Natürlich (!) hat sich das Line-Up wieder einmal verändert und man hat mit Powerröhre George Call (ASKA, BANSHEE, VIOLENT STORM, WARRION, ex-OMEN ) einen neuen Mann am Mikro dabei, der HOOF gesanglich in ganz neue Sphären katapultiert. Dieser hat gleich den ASKA-Drummer Danny White mitgebracht. Geblieben ist das spitzenmäßige Gitarristen-Duo Luke Hatton/Chris Coss. Und natürlich Gründungsmitglied und Mr. CLOVEN HOOF himself Lee Payne.

dockerrock dockerrockWenn ich versuche einen positiven Ansatz zu diesem Album, es ist das erste der Band DOCKERROCK, dann ist es dieser. Als Musikliebhaber und Musikjournalist bei einem Onlinemagazin wird man quasi überhäuft mit guter Musik, man hat in der Tat die Qual der Wahl, und da tut es von Zeit zu Zeit wirklich gut, sich mit einem Haufen Müll auseinandersetzen zu dürfen, denn das schärft die Ohren und man kann hinterher wieder viel besser die gut gemachte Musik genießen.

extinction themonarchslavesEigentlich wurden EXTINCTION bereits 1995 im italienischen Puglia gegründet. Trotzdem muss sich niemand grämen, wenn er wie ich bisher noch nie etwas von der Band gehört hat. Denn mit „Progress Regress“ erschien zwar 1996 ein Demo mit 5 Songs, mehr tat sich damals aber auch nicht. Nachdem der ehemalige Sänger Massimo Muci jedoch 1997 ausstieg und Bandgründer Danilo Bonuso infolgedessen nach Turin zog, löste sich die Gruppe auf. Erst 2014, also ganze 17 Jahre später, gründete Bonuso EXTINCTION mit neuen Mitgliedern neu. Mit „The Monarch Slaves“ erscheint nun am 30.04. über 20 Jahre nach dem ersten Demo endlich das Debüt der Italiener.

harlott extinctionObwohl HARLOTT mit „Origin“ (2013) und „Proliferation“ (2015) bereits zwei Alben veröffentlicht haben, sind sie in unseren Breitengraden noch relativ unbekannt. Dies mag auch daran liegen, dass die meisten Hörer mit Australien eher Hardrock wie AC/DC und AIRBOURNE als Thrash Metal verbinden. Dabei hat der fünfte Kontinent bereits seit den frühen Achtzigern eine kleine aber feine Thrash Metal Szene zu bieten, deren bekannteste Vertreter wohl MORTAL SIN, HOBB’S ANGEL OF DEATH und vor allem DESTRÖYER 666 sein dürften.

Sewer Rats Heartbreaks and Milkshakes Cover„Heartbreaks and Milkshakes“ ist das dritte Studio-Album des umtriebigen Kölner Dreigespanns, produziert von Archie Alert, dem Frontmann der Punk-Band TERRORGRUPPE. Die letzten Jahre verbrachte die Band überwiegend „On The Road“: Ob die USA, China oder Japan – bei über 400 Shows vor teilweise mehr als 80.000 Menschen, brachten Chris Gin, Schorni Walker und Danny Dillinger unablässig ihren billyesken Pop-Punk unter das Volk. Nicht mehr mit dabei: Gründungsmitglied Puck Lensing (Ex-FRANTIC FLINTSTONES, Ex-THE BOOZEHOUNDS), der nun in Berlin lebt und derzeit den Kontrabass bei SAUDIA YOUNG (Noir Rockabilly Blues) slappt, jedoch der Band nach wie vor sehr verbunden ist.

theunity theunityAls ob es nicht schon genügend Bands geben würde, gibt es seit einiger Zeit mit THE UNITY noch eine weitere, deren eigenbetiteltes erstes Album schon bald zum Kauf angeboten wird. Dabei greift auch hier wieder die alte Weisheit, dass es, ganz unabhängig von vorhandener oder nicht vorhandener Qualität, dieser Band gar nicht bedarf, denn das, was sie machen, liefern auch schon genügend andere Anbieter und die einzelnen Bandmitglieder sollten eigentlich mit ihren Hauptbands bereits ausgelastet sein.

hathors panemetcircensesWenngleich mich das schweizerische Trio vor knapp zwei Jahren mit seinem Zweitling „Brainwash“ nur bedingt überzeugen konnte und in der Tat keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hatte, bin ich dennoch gespannt, wie sich die Band weiterentwickelt hat und wie der dritte Streich nun klingen wird.

TREAT LIVE cover smallDas italienische Music Label Frontiers Music Srl plant dieses Jahr die Veröffentlichung einer Serie von Live-Aufnahme und macht mit den schwedischen Melodic-Rockern von TREAT den Anfang. Die Songs von „The Road More Or Less Traveled“ wurde beim Frontiers Rock Festival im Live Club in Trezzo sull’Adda nahe Mailand, Italien, am 23. April 2016 aufgenommen. Das Review bezieht sich auf die Audio-CD.

wolfpakk wolvesreignEigentlich hätte das Ganze ja eher ein Projekt werden sollen, schließlich hat vor allem Michael Voss noch andere Eisen im Feuer. Doch trotz schlechter Kritiken für ihr Debüt fanden er und Mark Sweeney Gefallen an der Zusammenarbeit mit vielen Gastmusikern. Wenn man sich die Geschichte der ähnlichen AVANTASIA betrachtet, entdeckt man da durchaus Parallelen, auch hier war es zuerst ein Spaßprojekt von Sammet, mittlerweile hat man es da auf eine stattliche Discography gebracht. Auch WOLFPAKK sind mit „Wolves Reign“ jetzt bei Nummer Vier angelangt, die prominenten Gäste gehen noch lange nicht aus, notfalls tauscht man bei AVANTASIA. Neben den zahlreichen Fremdbeiträgen ist auch wieder das komplette alte Team wie Drummer Geroen Homann an Bord.

Dirtbag Republic DowtownEastside CoverDIRTBAG REPUBLIC, das sind Sandy Hazard (Gesang/Schlagzeug), Mick Wood (Lead-Gitarre), Andrew Cairns (Rhythmus-Gitarre) und Kyle Richardson (Bass) aus Vancouver, Kanada. Mit „Downtown Eastside“ legten die vier nach ihrem Debüt im Jahr 2015 Anfang April ihr nunmehr zweites Studioalbum vor. Dieses wurde von der Band selbst produziert, von Stu McKillop bei Rain City Recorders abgemischt und im Chartbusters Studio in Espoo, Finnland von Svante Forsback gemastert. Dies dürfte einen ersten Hinweis auf das geben, was einen hier erwartet. So zeichnete sich Forsback in der Vergangenheit unter anderem verantwortlich für Alben von VOLBEAT, den BACKYARD BABIES und MICHAEL MONROE.

Clowns Lucid Again CoverDie fünfköpfige Hardcore-Punk Band aus Melbourne, Australien, legt mit „Lucid Again“ ihr drittes Album vor. Neu mit an Bord ist Bassistin Hanny J.

Voivod Dimension HatrössDieses Werk von 1988 beschließt das Bündnis mit dem Label Noise Records, gleichzeitig ist es aber auch das Paradebeispiel, wohin die Reise von VOIVOD gehen soll. „Dimension Hatröss“ ist quasi der Höhepunkt ihres Schaffens gewesen, die Geburt das Kindes, das über die Jahre hin ausgetragen wurde und die Metalwelt in Spannung hielt.

witchhunter backonthehuntAus Italien, genauer gesagt den Abruzzen, stammen WITCHUNTER, die hier ihr zweites Album vorlegen. Ihr speediger NWOBHM-Sound kracht mit ordentlich Schmackes aus den Boxen. „Lady In White“ ist ein echter Knallersong, der alles mit sich bringt, was das Bangerherz begehrt. Up-Tempo mit schönen Leads, nach vorne bollernde Doublebass und feine Melodylines. Das darauf folgende „Vultures Stalking“ klingt wie ein ungestümer Bastard aus ACID & GRAVE DIGGER mit Thrash Metal Anleihen.

Voivod Killing TechnologyDas dritte Album der Kanadier war gleichzeitig das zweite bei Noise Records, und hier zeichnete sich bereits ab, dass VOIVOD so gar nicht in irgendeine Schublade passen wollen. Man erkannte zwar die überwiegenden Einflüsse aus dem Punk- und Thrashsektor, aber dennoch war die Verwendung und Vermischung in dieser Form sehr ungewöhnlich, gerade für die damalige Generation der späten Achtziger Jahre.

Crazy Lixx Ruff Justice Cover small

Manchmal legt man eine Platte auf und weiß schon in der ersten Minute, dass einen ein überdurchschnittlich gutes Musikerlebnis erwartet. CRAZY LIXX haben zum 15-jährigen Bandjubiläum ein solches Album vorgelegt. „Ruff Justice“ sind 10 Songs und eine knappe Dreiviertelstunde durchdachte Kompositionen und gut funktionierende Melodien, denen man sich kaum entziehen kann. Die Band beweist damit erneut, dass die Schweden einfach die Sleaze-Master sind und wohl auch bis auf Weiteres bleiben werden.

Voivod RrröööaaarrrEine Ausnahmeband sondersgleichen abgesehen von geschmacklichen Vorlieben hört auf den eigentümlichen Namen VOIVOD, den Namen einer Gestalt, die sich unvorhergesehen durch die gesamte Geschichte der Band ziehen soll. Nachdem das Kultlabel Noise Records nach der Wiederbelegung einige ihrer großen Bands mit Best-Of-Alben rühmte, wurde auch der Backkatalog dieser wichtigen Gruppen mit Neuveröffentlichungen wieder in die Regale der Plattenläden eingeführt, wenn diese auch nicht gerade über Wachstum sprechen können.
Die drei Noise-Werke werden nun Ende April ebenso sehr aufwändig und hochwertig wiederveröffentlicht.


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