Black Sabbath The Ultimate CollectionBLACK SABBATH veröffentlichen im Rahmen ihrer Abschiedstournee noch die ausführliche Best-Of-Werkschau "The Ultimate Collection". Man mag von Best-Of-CDs halten was man will, BLACK SABBATH haben es in jedem Fall nicht so dick hinter den Ohren wie manche Kollegen, daher ist diese Veröffentlichung auf gar keinen Fall überflüssig.

Crowbar The SerpentOnly LiesEin harter Brocken, der schwer verdaulich ist. Meine Affinität zu CROWBAR brauche ich nicht zu verdeutlichen, aber auch die Bürde wird mir hier zuteil. Die Ankündigung des neuen Albums erfreute mich zum einen, zum anderen stand ich der Ansage skeptisch gegenüber.
Auch wenn ich das letzte Album "Symmetry In Black" bestimmt nicht schlecht abschneiden ließ, so kamen bei mir doch Zweifel auf, ob CROWBAR in ihrer Laufbahn einen Standard von Alben wie "Broken Glass" oder "Sonic Excess In Its Purest Form" wieder hinkriegen, ganz zu schweigen vom übergenialen Zweitwerk.

 

ANATA The Infernal Depths of HatredIn jungen Jahren begann ich meine Arbeit als Musikkritiker beim lokalen Musikmagazin „Feedback“, dort besuchte ich nicht nur überwiegend Konzerte regionaler Bands, sondern wurde auch von der Redaktion mit CDs bemustert. CDs, die außer mir keiner haben wollte, weder hören noch geschweige denn besprechen, denn sie waren „brutal“, „unsittlich“ oder „antichristlich“, was in den wenigsten Fällen der Fall war, aber mir dennoch einige Perlen bescherte. Eine davon war die Promo-CD einer jungen Band namens ANATA. Einmal angehört kam die Scheibe kaum noch aus meinem Player, denn diese Melodien gepaart treibenden Drums, feurigen Riffs und einem brutalen Gesang aus der Hölle hatten es mir direkt angetan, auch wenn die Mucke an sich gar nicht mein Ressort war.

opeth sorceressBeim letzten Longplayer hatten die Anhänger noch Hoffnung, dass die Grunts zurückkehren könnten, doch weit gefehlt. Mittlerweile dürfte jedem klar sein, dass sich Mikael Akerfeldt nicht mehr mit gutturalem Gesang aufhält, sondern nur noch seine immer weiter verbesserte Klarstimme zum Einsatz bringt. Doch das hat keinesfalls negative Auswirkungen auf die Musik von OPETH, immerhin war „Pale Communion“ eines der stärksten Werke der Schweden. Da können die Altfans noch so maulen, dem Erfolg tut dies keinen Abbruch, auch wenn man weit weg von Anbiederung ist. Somit kann man ganz ohne falsche Erwartungshaltung an „Sorceress“ heran gehen, denn dieses Mal muss man nicht groß darüber orakeln, was einen zumindest gesangstechnisch erwartet.

Dr.GeekAndTheFreakshow Death Of MissyMit "Death Of Missy" setzen DR. GEEK AND THE FREAKSHOW ihr Missy-Konzept fort und bieten erneut Horror-Punk vom Feinsten. Wo es zuletzt noch um Ghouls ging, wird nun der Bogen zum Erstwerk "Miss Graveyard" gespannt.

TheAnswer SolasDie Vorab-Interviews ließen es bereits vermuten, mit "Solas" wagen sich THE ANSWER in neue Gefilde und riskieren dabei einiges. Ob dies bei allen Fans gut ankommt, bleibt abzuwarten, sicher ist aber, dass "Solas" polarisieren wird.

Status Quo AquosticIIWirklich gut meint es der Rock-Gott dieses Jahr nicht, STATUS QUO-Gitarrist Rick Parfitt muss aufgrund eines Herzinfarkts kurzfristig von der anstehenden Tournee abspringen. Zuvor konnte er mit der Band aber noch das zweite Akustik-Album ihrer Karriere fertigstellen.

Brujeria Pocho Aztlan„Das Meiste, über das wir schreiben, ist wirklich passiert, und der Rest wird mit Sicherheit noch passieren.“ BRUJERIA kommen von der Straße und kämpfen um ihr Dasein zwischen den Fronten von Nord- und Mittelamerika. Sie haben zeitlebens mit eigenen Augen beobachten können, wie Mexikaner oder andere Menschen mit dunkler Hautfarbe diskriminiert und unterdrückt wurden, gerade die Polizeigewalt bekam man heftig zu spüren, ganz zu schweigen von der Flut an Drogendelikten. Ihre fast radikal scheinende Haltung gegenüber diesem Ungleichgewicht drücken sie in ihrer kompromisslosen Musik aus. Auch das neue Werk „Pocho Aztlan“, das nach 16 Jahren Albumabstinenz nun erschienen ist, macht da keine Ausnahme.

Black Berry Smoke Like An ArrowEin Jahr liegt das erfolgreiche Viertwerk "Holding All The Roses" von BLACKBERRY SMOKE nun zurück. Mit dem Nachfolger "Like An Arrow" taucht die Band 2016 wieder tiefer in den Southern-Rock ein und gibt sich zurückhaltender.

BrantBjork TaoOfTheDevilDie Wüste ist groß, gerade für Musiker. Scheinbar hat dieses öde Fleckchen Erde jede Menge Inspiration zu bieten, zumindest wurde ein Musikstil nach ihr benannt. Wenn es nicht nur feinen Sand gibt, sondern auch mal grobe Felsen und sonstiges Gestein, gibt es ebenfalls die passende Musik dazu, auch wenn die ursprüngliche Intention eine andere war. Genug Bildhaftes, kommen wir zur Musik von BRANT BJORK. Seit sich dieser Ende des letzten Jahrtausends selbstständig gemacht hat, entfernte er sich auch zusehends von seinem Mutterschiff KYUSS und versuchte auch, nicht allzu viele Parallelen zu seiner zweiten Heimat FU MANCHU durchkommen zu lassen.

ironcurtain guiltyaschargedEin mehr als knackiges Speed Metal Scheibchen kommt aus Espana direkt auf den Tisch geflattert. IRON CURTAIN bieten einen bunten Reigen an „True Metallischem Liedgut“, das an Authentizität und Coolness kaum zu überbieten ist. 9 Songs, die zumeist in einem Höllentempo heruntergebrettert werden mit einer gehörigen Portion Dreck und Schweiß. Wie ein Bastard aus JAGUAR, EXCITER, MOTÖRHEAD und TANK klingen IRON CURTAIN und Sänger Mike Leprosy hat eine richtig versoffene Stimme, die von Jack Daniels getränkt so richtig schön assig (im positiven Sinne!) herüberkommt.

SUMA TheOrderOfThingsAuch diese Band hat schon einige Hochs und Tiefs in ihrer fünfzehnjährigen Karriere mitgemacht, dennoch hat sich an der Einstellung und der Musik sowie der dazugehörigen Leidenschaft kaum was geändert. Dennoch ist es erst das vierte Album der Band, das nun morgen das Licht der Welt erblickt. Bereits der Vorgänger von vor fast genau einem Jahr „Ashes“ hatte es schwer in sich, auch wenn dies nur eine Wiederveröffentlichung war, die durch eine längere Zwangspause notwendig war. Nun kommt „The Order Of Things“, und SUMA legen noch eine Schippe drauf und führen uns durch eine riskante Achterbahn der Emotionen auf einem irgendwie doch schönen und ergreifendem Weg.

WSPACE CHASER DeadSunRisinger hätte gedacht, dass sich die Unterkategorie einer Unterkategorie von Musik wacker über mehrere Jahrzehnte über Wasser erhält und auch noch heutzutage ihren x-ten Frühling erlebt?
Da denkt man, die Retro-Thrashwelle sei nun endgültig abgeflaut, da kommen SPACE CHASER um die Ecke. Und ihre Mucke klingt alles andere als ein warmer Aufguss. Glühend heiße Thrash-Granaten werden hier abgeworfen, raffiniert komponiert und mit dem nötigen Wiedererkennungswert.

insomnium wintersgateLangsam aber sicher pirschen sich die Finnen an die Spitze der Szene heran, ihr letztes Output landete auf Platz 18 der deutschen Albumcharts. Auch wenn melodischer Death Metal seine Blütezeit hinter sich hat, so konnten sich INSOMNIUM doch in der Szene etablieren und von anderen eher atmosphärisch ausgerichteten Bands absetzen. Mittlerweile haben sie alle Facetten ihres selbst eng gesteckten Rahmens immer weiter ausgelotet, weswegen neue Impulse vielleicht nicht schaden würden. Da kommt es gelegen, dass eine Kurzgeschichte von Sänger Niilo Sevänen einige Preise gewinnen konnte. Die Geschichte, inspiriert von der nordischen Mythologie, lieferte die Grundlage für das neue Album. Da es sich um eine zusammenhängende Story handelt, wird sie auch als ein einziger Track, unterteilt in sieben Abschnitte, auf „Winter´s Gate“ zu finden sein. Anspruchsvoll war diese Formation schon immer, geht man hier nicht zu weit?

letzteinstanz liebeimkriegMit bemerkenswerter Kontinuität liefern die Jungs von LETZTE INSTANZ ihre Langspieler ab. So haben sie nahezu stetig alle zwei Jahre ihre Fans mit neuem Material versorgt. So sind auch nach „Im Auge des Sturms“ zwei Jahre vergangen und pünktlich melden sich die Dresdner nun mit „Liebe im Krieg“ zurück. Da ich mich selbst seit vielen Jahren zu den Fans zähle, war meine Erwartung an dieses Album entsprechend hoch.

CLUTCH La CuranderaWenn CLUTCH etwas machen, dann eigentlich immer gut und angebracht. „La Curandera“ ist eigentlich nur eine Best-Of mit bekannten Stücken, die allerdings nur auf Vinyl herauskommen. Ursprünglich war diese Compilation auf farbigem Vinyl veröffentlicht zur Unterstützung einer Kampagne zur Brustkrebsvorsorge. Alle acht Titel thematisieren starke Frauen, und „La Curandera“ ist die Betitelung einer Shamanin mit heilender Kraft, was perfekt zum Konzept dieses Outputs passt.

 Hendrix MachineGunDie Musikindustrie lässt sogar Tote auferstehen. Auch Jahre nach dem Ableben eines Musikers werden immer noch, in manchen Fällen sogar in regelmäßigem Turnus, Alben veröffentlicht, die zu Lebzeiten entweder gar nicht oder in zeitbedingter minderer Qualität herauskamen. Daher gibt es lange verschollene oder kaum erhältliche Werke nun in neuer, formvollendeter Versionen. Der aktuelle Output von Sony Music bietet das bislang unveröffentlichte Sylvesterkonzert von JIMI HENDRIX mit der BAND OF GYPSYS.

PINK FLOYD ObscuredByCloudsDie dritte Veröffentlichung aus der zweiten Welle der Wiederveröffentlichungen ist eigentlich „nur“ der Soundtrack zum Film „La Vallée“. Aber die Band selbst merkte, dass es dafür eigentlich zu schade ist und macht daraus ein weiteres Album, das 1972 erschien und auf den Namen „Obscured By Clouds“ trägt. Die von James Guthrie, Joel Plante und Bernie Grundman remasterten Originaltapes kommen auf der dicken schwarzen Scheibe sehr amtlich rüber und bieten jede Menge Stoff fürs Gehör.

 PINK FLOYD MeddleDas zweite von drei weiteren Reissues in der PINK FLOYD Reihe trägt den Namen „Meddle“, was soviel heißt wie „rumdoktern“ oder „hineinpfuschen“. Der Titel verrät schon in etwa, wohin die Reise geht, obwohl man das bei PINK FLOYD, zumindest zu diesen Zeiten, gar nicht mal so genau festlegen konnte. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Originalcover eher von organischer Struktur und recht psychedelisch angehaucht.

 PINK FLOYD AtomHeartMotherIm Zuge der Wiederveröffentlichungen sämtlicher PINK FLOYD Alben sind im Juni bereits die ersten vier Werke in die Läden gelangt, nun folgt das nächste Paket mit Album fünf bis sieben. 1970 erschien „die Kuh“, das Cover des fünften Studioalbums der Ausnahmemusiker namens „Atom Heart Mother“. Remastered im Sound, aber original verpackt, ist die Vinylversion auf 180 Gramm nun seit Ende September wieder käuflich zu erwerben.


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