argus fromfieldsoffireTrotz des letzten gutklassigen Albums namens „Beyond The Martyrs“ hätte ich dem Pennsylvania-Fünfer ARGUS niemals einen solchen Überknaller zugetraut. Auf Album Numero Quattro macht die Band so ziemlich alles richtig. Das Songwriting mag etwas angepasster sein, das wichtigste aber ist, es ist melodischer und mitreißender. Ihre Mischung aus NWOBHM und Doom funktionierte nie besser.

Motorhead Under CoverAuf das Solo-Album von Lemmy Kilmister müssen die Fans noch warten, stattdessen veröffentlichen MOTÖRHEAD nun noch ein reines Cover-Album für die Fans. Was dem ein oder anderen eventuell sauer aufstoßen wird, gerät bei genauerem Hinsehen zu einem schönen Nachwort zu einem der größten Legenden des Rock’n’Rolls.

quireboys whitetrashbluesEs scheint als wollen die Briten ihre Schlagzahl auf einem hohen Niveau halten, denn nachdem man lange Jahre nur sporadisch von sich hören ließ, gibt es nun jeden Spätsommer ein neues Output. Und wenn dann mal nicht genug Material für ein Studioalbum vorhanden ist, so bemühen sie eben andere Ideen. So wie vor zwei Jahren, als man mit dem Akustikboxset „St. Cecilia And The Gypsy Soul“ die alten Songs, Standards und neue Kompositionen im Unplugged-Gewand darbot. Einige Titel wie „Gracie B.“ eigneten sich auch zur späteren elektrischen Bearbeitung. Auf der Suche nach Inspiration stolperte auch eine etwas bekanntere Band aus ihrem Heimatland jüngst über den guten, alten Blues. Normalerweise hätte ich zwar eher GUNS ´N´ ROSES im Verdacht gehabt, das nächste Bluescoveralbum zu veröffentlichen. Da die mit „The Spaghetti Incident“ aber schon eine Punkcoverscheibe auf der Habenseite haben, springen die QUIREBOYS mit „White Trash Blues“ für sie ein.

malamorte satangoestoheavenWow, da sind ja ein paar ganz böse Buben am Werke. Der Titel lässt ja besonders „evil“ Mugge erwarten. Nun, MALAMORTE sind Italiener und wurden in der Tat als als Black Metal Band mit Keifgesang gestartet, konnten bereits mit einer EP („The Fall Of Babylon“, 2014) und einem Album über Satanath/Murdher Records („Devilish Illusions“, 2016) auf sich aufmerksam machen. Das vorliegende Album ist eher dem traditionellen Heavy Metal zuzurechnen. Wem die Band DEATH SS was sagt, der kann sich ungefähr vorstellen, was ihn erwartet.

leprous malinaZu Beginn ihrer Karriere fanden die Norweger als Begleitband von ISHAN zusammen und waren tief im Underground verwurzelt. Mit dem Plattenvertrag bei Inside Out ging es immer weiter bergauf, vor zwei Jahren haben LEPROUS mit „The Congregation“ nach Meinung vieler schon ihr Meisterwerk veröffentlicht. Seitdem hat sich einiges geändert, mit Oystein Landsverk verabschiedete sich der langjährige Gitarrist, für den nun Robin Ognedal übernimmt. Auch die vier Saiten wurden wieder neu besetzt, hier ist fortan Simen Borven zuständig. Damit sind vom originalen Line-Up nur noch die beiden Kreativköpfe Einar Solberg und Tor Oddmund Suhrke übrig. Die haben in den vergangenen Jahren ihren Stil immer weiter verfeinert und wollen sich nun auch auf „Malina“ noch weiter entwickeln.

hellwell behindthedemonseyesDas Nebenprojekt von Mark Shelton (MANILLA ROAD) kommt in die zweite Runde. Die Rede ist natürlich von HELLWELL, deren Debüt „Beyond The Boundaries Of Sin“ in der Presse recht zwiespältig aufgenommen worden ist. „Klingt ja wie MANILA ROAD mit Orgel“ sagten die Einen, „brillant und außergewöhnlich“ die Anderen und auch nicht wenige lehnen die musikalischen Ergüsse von HELLWELL völlig ab. Nun, die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

seriousblack magicNach SERIOUS BLACK kann man schon beinahe die Uhr stellen, veröffentlicht die Band doch seit ihrem Debüt „As Daylight Breaks“ (2015) jedes Jahr ein neues Album. Nachdem man auf dem Vorgänger „Mirrorworld“ (2016) seinen eigenen Stil gefunden hatte, baut man diesen nun auf dem am 25.08. erschienenen Drittwerk „Magic“ weiter aus. Bei der von der Band selbst produzierten und von Michael „Strife“ Streefkerk (DEF LEPPARD) abgemischten sowie von Mika Jussila gemasterten Scheibe, handelt es sich um das erste Konzeptalbum aus dem Hause SERIOUS BLACK. Wobei die Idee für die Geschichte von Sänger Urban Breed stammt.

ironflame lightningstrikesthecrownDas ist ja cool, IRONFLAME aus Ohio ist eigentlich eine One-Man-Show. Dahintzer steckt Multi-Instrumentalist Andrew D'Cagna, der hier für alle Instrumente zuständig ist. nur für wenige Soli hat er die befreundeten Gitarristen Jim Dofka, Aaron Carey, Justin Wood sowie Johnathan Crow verpflichtet. Der Tausendsassa ist in unzähligen Bands/Projekten involviert wie z. B. COLDFELLS, INFIRMARY, NECHOCHWEN, OBSEQUIAE, SILVERBLOOD, UNWILLING FLESH, BRIMSTONE COVEN, etc. Außerdem sang er vor 7 Jahren auf „Humanity Bleak“ von DOFKA.

kittyinacasket riseWenn sich eine Band KITTY IN A CASKET nennt, kann man fast zwangsläufig davon ausgehen, dass diese eine Sängerin hat und keinen Sänger. Bei vorliegender Band aus Österreich ist diese gleichzeitig auch Namensgeberin, denn ihr Künstlername lautet Kitty Casket, dazu gesellen sich Musiker wie Billy Bat oder Marc Maniac, die Klarnamen bleiben dabei im Verborgenen, die Pseudonyme sind…Pseudonyme eben, die man vielleicht einfach auch haben muss, wenn man das macht, was KITTY IN A CASKET machen.

elara delibalJetzt wird's undergroundig. Aus dem tiefsten Schwaben kommt das Trio ELARA. Ganz frisch untergekommen beim badischen (!) Underground-Label PsyKA Records. So geht Völkerverständigung. Zu tun haben wir es hier mit einer Fusion aus Psychedelic-/Art-Rock a la PINK FLOYD, Progressive Rock mit TOOL-Anleihen und dem mittlerweile obligatorischen Spritzer Stoner Rock.

venominc aveSoso, jetzt gibt es also 2 Mal VENOM. Zum eine wäre da die Variante mit Cronos, der sich wohl die Namensrechte gesichert hat und den Namen „VENOM“ benutzen darf und VENOM INC, mit Mantas & Abaddon, die auf dem letzten Keep It True Festival aufspielten. Eigentlich war dieses Event als einmalige Sache geplant. Nach den guten Resonanzen gab's einen Deal mit Nuclear Blast. Am Mikro wäre da noch Tony "Demolition Man" Dolan, die gleiche Besetzung also, welche damals unter anderem die unterbewerteten Alben „Prime Evil“, „Temples Of Ice“ und „The Waste Lands“ eingespielt haben.

agentpiunch investigationMan darf eine CD nicht immer aufgrund des grottenhässlichen Covers gleich abschreiben ohne reingehört zu haben. Beim Debütalbum von AGENTPUNCH aus Osnabrück ist genau das der Fall. Denn musikalisch hat man durchaus was auf dem Kasten. Gleich die ersten beiden Songs klingen echt fett, mit einer Mischung zwischen groovy Heavy Rock und reinem Heavy Metal.

damnfreaks damnfreaksNach dem Ende seiner Formation FOOL´S MOON wollte Schlagzeuger Matteo Panichi weiterhin dem Musikerdasein frönen und bearbeitete ein paar Basictracks, welche ihm Gitarrist Marco Torri zugesandt hatte. Aus der Kollaboration entstand schließlich DAMN FREAKS, die nun ihr selbstbetiteltes Studioalbum veröffentlichen. Auf der Suche nach einem geeigneten Sänger fiel den beiden Florentinern ein, dass ihr Landsmann Jacopo „Jack“ Meille bei den NWOBHM-Haudegen TAYGERS OF PAN TANG das Mikro schwingt. Da dies auch keine lebensfüllende Aufgabe ist, sagte er zu, so dass die Sache Fahrt aufnahm. Weitere prominente Unterstützung bekamen sie in Form des Mixes und Masterings von Harry Hess (HAREM SCAREM), während Panichi selbst produzierte.

killprocedure brinkofdestructionSo so, dieses Album hätte also der Nachfolger von WINTER'S BANE „Heart Of A Killer“ werden sollen? Verstaubte aber seit 1993 in den Archiven bis jetzt, da es stilistisch so anders wäre. Mann, wir reden hier von einem verdammten Klasssiker des US-Metals und das vorliegende Album hat weder stlilistisch noch qualitativ das Geringste damit zu tun. Wer WINTER´S BANE oder gar FIRES OF BABYLON kennt, dem dürfte eventuell der Name von Sänger und Gitarrist Lou St. Paul etwas sagen, denn dieser ist der Kopf hinter KILL PROCEDURE.

vulture theguillotineDas ist genau was für den Papa. VULTURE aus dem heimischen Nordrhein-Westfalen spielen genau den richtigen Mix aus Bay-Area-Thrash, Canadian Speed & MERCYFUL FATE plus diversen Kauzkapellen der Achtziger. Blitschnelles Riffing, Twinleads, Breaks und hohe Schreie ohne Ende. Wer Bands wie RANGER mag, der wird VULTURE lieben. Du wirst keinen einzigen verfickten modernen Ton auf diesem Silberling hören. Aufgenommen wurde im Hellforge Studio mit Marco Brinkmann und Patrick W. Engel war für's Mastering zuständig, kann man mit einem Bombensound aufwarten. Der Gitarrensound ist echt hammergeil geworden.

TheHaunted StrengthInNUmbersGöteborg 2017, das Wetter ist wie immer bescheiden, die Besetzung hält. THE HAUNTED hauen drei Jahre nach „Exit Wounds“ die nächste Scheibe in der „Reborn“-Phase raus, und das nicht minder schlecht als der Vorgänger. Was ein konstantes Line-Up alles ausmachen kann.

blackmoresnight tothemoonAls Ritchie Blackmore 1997 sein Renaissance Folkprojekt startete vermutete jeder ein nicht allzu fernes Ende des Unterfangens, das gilt auch für seine Liaison mit der nicht unwesentlich jüngeren Sängerin Candice Night. Doch weit gefehlt, die damals erhoffte Weiterführung von RAINBOW ließ fast zwei Jahrzehnte auf sich warten, mit BLACKMORE´S NIGHT hat er neun Studiodreher eingespielt und mit seiner nunmehr Ehefrau hat er zwei Kinder. Dabei konnte er den überraschenden Erfolg des Debüts "Shadow Of The Moon" noch ausbauen und avancierte zu einem der erfolgreichsten Folkacts der letzten zwanzig Jahre. So lange ist das nun schon her, weswegen es Zeit wird zurück zu blicken. Das tut der Barde und seine Dame mit dem Doppelalbum "To The Moon And Back".

puder sessiontapesAuf die in Hamburg ansässige Künstlerin PUDER, bürgerlicher Name Catharina Boutari, bin ich aufmerksam geworden, weil ich auf der Suche nach außergewöhnlicher Pop-Musik den Künstlernamen sowie das Konzept hinter „Session Tapes 1 + 2“ ungemein spannend fand, und wissen wollte, was sich hinter diesem Projekt und hinter diesem Album verbirgt.

ektomorf warpathDie Ungarn von EKTOMORF sind mittlerweile auch schon 23 Jahre im Geschäft und bringen es in dieser Zeit auf bereits 13 Studioalben. Da ist es umso erstaunlicher, dass man in all der Zeit mit „Live And Raw – You Get What You Give…“ (2005) nur ein einziges Livealbum veröffentlicht hat. Kritiker behaupten gerne, dass man sich eh nur ein Album der Band zulegen müsse, da diese alle gleich klängen. Das entspricht zwar nicht ganz den Tatsachen, es ist aber nicht von der Hand zu weisen, dass die Truppe noch nie durch einen erhöhten Sinn für Innovation oder gar eine progressive Herangehensweise an ihr Songwriting aufgefallen ist. Ein Punkt, den ich auch und meiner Meinung zu Recht bei ihrem 2015er-Studioalbum „Aggressor“ kritisiert habe.

dreemwich beyondimaginationWie der geneigte Fan des Undergrounds sicher weiss, handelt es sich bei DREEMWICH nicht um eine brandneue Veröffentlichung. Da reicht der Blick auf's Label, denn man weiß, dass Arekyn Steel Records aus Griechenland auf das Wiederveröffentlichen von einstigen Perlen spezialisiert sind. So auch bei den Amis DREEMWICH, deren 2 Demo-Tapes mir noch persönlich in positiver Erinnerung geblieben sind.


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