Electric Guitars Rock n Roll RadioWie die Dinge manchmal ihren Lauf nehmen ist schon verrückt. Als sich Bassist Stig von D.A.D. 2015 das Bein auf der Bühne brach, tat mir das als Fan natürlich leid; welche Folgen das für ELECTRIC GUITARS haben könnte, konnte ich damals nicht einmal erahnen.

battlecreek hateinjectionDie „Früher-war-alles-besser-Fraktion“ wird wohl auf dieses Album pfeifen, denn was soll denn nach den Glanzzeiten von SLAYER, EXODUS oder NUCLEAR ASSAULT noch Tolles oder Innovatives kommen? Nun, mit Innovation haben die Landsleute von BATTLECREEK selbstverständlich nada am Hut, doch wer auch einmal neueren Bands im Thrash Sektor eine Chance geben möchte, liegt bei unserem bierseligen Quartett nicht falsch. Auch hier wird nichts neu erfunden, hier wird einfach ehrlicher und gut gemachter Thrash Metal gespielt. Nicht mehr und nicht weniger.

ranger speedandviolenceDie ewiggestrigen Finnen von RANGER setzen uns mit ihrem neuesten Kracher wieder in die Zeitmaschine back to the Eighties! Ungehobelt wie eh und je werden wieder die Instrumente vergewaltigt und die Stimmbänder misshandelt. RANGER bieten auch dieses Mal wieder ein Stuff für Schöngeister! Ähnlich wie die assigen Brüder im Geiste von MIDNIGHT gibt es permanent auf die Glocke.

sarischorr forceofnatureManchmal dauert es etwas länger: Die Dame aus den USA hat schon mehr Lenze erlebt als die derzeitige Topgeneration der Bluesszene mit Namen wie Fuchs, Popovic, Lyytinen, Bonamasa oder Lister. Bisher trat sie nur als Backgroundsängerin von Acts wie JOE LOUIS WALKER oder POPPA CHUBBY auf, stand also immer im zweiten Glied. Auf der Blues Convention in Tennessee traf sie 2015 auf Produzentenlegende Mike Vernon, der seinerzeit FLEETWOOD MAC entdeckte und auch das Album „John Mayall´s Bluesbreakers With Eric Clapton“ produzierte. Eigentlich befindet sich der schon im Ruhestand und ist dem englischen Regen längst nach Spanien entflohen, sein Händchen für hoffnungsvolle neue Musiker hat er nicht verloren. Die Stimmgewalt von SARI SCHORR hat es ihm sofort angetan, so dass er sie nach Spanien einlud, um mit ihr an Songs zu arbeiten. Einige hatte sie bereits auf Lager, andere nur als Skizzen, die alle unter dem Titel „A Force Of Nature“ fertiggestellt wurden.

Asphalt Horsemen BrotherhoodFeiner, kräftiger, fetter Southern Rock Sound aus dem Pannonischen Becken? Den gibt es nicht! Aber Hallo, den gibt es doch! Und wie! Für die Liebhaber kräftiger Riffs, pumpender Beats, die bei offenem Verdeck auf dem Highway unterwegs sind, ein Grund mehr, weiter zu fahren als gewollt, um dem Gesamtumfang der CD der ASPHALT HORSEMEN zu lauschen.

initiated worldonfireEs ist noch nicht lange her, dass sich mit Jaakko Hietakangas (Gitarre), Timo Ketola (Bass), Harri Kuokkanen (Gesang) und Mårten Gustafsson (Schlagzeug) fünf finnische Musiker zusammentaten, die man unter anderem von Gruppen wie HORSE LATITUDES, CASKETS OPEN und FORESEEN kennt, weil sie dachten, dass ihr Heimatland eine ordentliche Heavy Rock Band braucht und um ihren Vorbildern wie SAMHAIN, THE DICTATORS, THE MISFITS und BLACK SABBATH zu huldigen.

eufobia eufobiaDiese Truppe aus Bulgarien war mir bisher nicht geläufig, was verwunderlich ist, denn dies ist bereits das dritte Werk. Gut aufgemacht im Pappschuber und entsprechend nettem Cover macht der Silberling zuerst optisch einen positiven Eindruck. Musikalisch geht es grob gesagt in die technische Thrash Metal Richtung. Coole Riffs, beeindruckende Breaks, aberwitziges Drumming schwirren einem um die Ohren. Zunächst beeindruckend, denn rein spielerisch gesehen lässt man nichts anbrennen.

aynsleylister eyeswideopenNicht nur das Geburtsjahr verbindet den Bluesbarden mit ANA POPVIC, sondern auch die Tatsache, dass beiden Mitte Neunziger anfingen Musik machen ernsthaft zu betreiben. Damals war ja mit Blues sehr wenig zu holen, was beide nicht davon abhielt, der ursprünglichsten Form des Rock zu frönen. Als Brite hatte AYNSLEY LISTER aber den eindeutigeren Bezug zu dieser Spielart, was ihm im Umkehrschluss allerdings den Exotenbonus kostet. Wie sehr ihm sein ansprechendes Äußeres geholfen hat, sich in der heute wieder lebhaften Bluesszene durchzusetzen, vermag man schwer zu sagen. Mittlerweile hat er sich eine breite Fanschar erspielt, die aber drei Jahre auf neues Studiomaterial warten musste. So umtriebig wie zu Beginn seiner Karriere ist er nicht mehr, lieferte nun aber mit „Eyes Wide Open“ sein achtes Studioalbum ab.

gravedigger healedbymetalÜber die heilende Wirkung des Metal ist mir leider nichts bekannt und es sei auch dahingestellt, ob die Krankenversicherung die Kosten der Behandlung übernehmen würde. Es ist jedoch unbestritten, dass die Gladbecker GRAVE DIGGER eine echte Institution im Power Metal sind. Mit „Healed By Metal“ veröffentlicht die Band demnächst ihr bereits achtzehntes Album. Da sei die Frage erlaubt, ob Chris Boltendahl (Gesang), Axel Ritt (Gitarre), Jens Becker (Bass), Stefan Arnold (Schlagzeug) und Marcus Kniep (Keyboard) nach all den Jahren noch überzeugen können oder ob sie ihre Songs nur noch nach bewährten Strickmustern komponieren.

callintommy sweettoxinDie Braunschweiger Jungs und Mädels (inzwischen nur noch ein Mädel) von CALLIN TOMMY waren bereits auf ihrem Debütalbum „One Of The Gang“ (2013) eine Band mit Gute-Laune-Garantie. Auf dem Nachfolger „Sweet Toxin“, jawohl Gegensätze ziehen sich an, sind sie das nun erst Recht, denn den zweiten Gitarristen hat man durch eine drei Mann starke Bläserfraktion eingetauscht (Trompete, Posaune, Saxofon). Das fördert natürlich die „Good Mood“, so lautet ein Titel auf diesem Album und die eh schon vorhandenen Ska-Einflüsse treten dadurch ebenso natürlich weiter in den Vordergrund.

surrenderthecrown lifedecidesKönnte es eine persönliche Tradition werden, am letzten Tag eines Jahres die passenden Worte zum passenden Album des Jahres zu finden? Schauen wir mal, was die Zukunft so bringen mag, die Geschichte erfährt dieses Jahr zumindest aber einmal eine erste Wiederholung. Nachdem 2015 mein unangefochtener, persönlicher Favorit ein quasi massentaugliches Konsensalbum war – ADELE „25“ – was man rückblickend betrachtet der Künstlerin hoch anrechnen muss, denn sie hat geliefert als alle Welt genau das von ihr erwartet hat, so ist in diesem Jahr genau das Gegenteil der Fall. Sowohl die Band SURRENDER THE CROWN als auch das dazugehörige Album „Life Decides“ kennen leider nach wie vor viel zu wenige Menschen und das muss dringend geändert werden.

lambofgod thedukeMittlerweile scheint alles im Lot zu sein bei den Modern Thrasher aus Richmond. Sänger Randy Blythe ist auf freiem Fuß und Drummer Chris Adler hat die Stöcke bei MEGADETH wieder niedergelegt. Mit dem Rückenwind und der starken und erfolgreichen letzten Platte „VII: Sturm Und Drang“ können sie weiter durchstarten. Gebremst wurden LAMB OF GOD aber Ende letzten Jahres, als die Europatournee mit CHILDREN OF BODOM wegen der Terrorbedrohung abgesagt wurde. Doch dieses Jahr waren sie viel unterwegs, bevor es an den nächsten Longplayer geht. Als Überbrückung bis dahin veröffentlichten die Truppe nun die EP „The Duke“.

rageofsamedi cotbs200pxDieses Review könnte ein ebenso schwarzer, wie auch unverdaubarer Brocken werden, wie das Album selbst. RAGE OF SAMEDI haben mit „Children Of The Black Sun“ nun schon das zweite Album am Start. Man ist als Fan sicher gespannt wie und ob die Band sich weiter entwickelt hat. Sofern man nicht einem reinen Studioprojekt nachgeht, welches von Zeit und Raum abgekoppelt ist, sollte schon das pure Leben dafür sorgen, dass Veränderungen bei Künstlern spür- und hörbar sind.

crippledblackphoenix bronzeMulti-Instrumentalist und CRIPPLED BLACK PHOENIX-Mastermind Justin Greaves ist zurück! Aber Momentchen mal, Justin Greaves, CRIPPLED BLACK PHOENIX? Wer war das gleich? Drummer und Gründungsmitglied der legendären IRON MONKEY und kurzzeitig am Kit für die Stoner-Doom Schwergewichte ELECTRIC WIZARD, schuf Greaves im Jahr 2004 die Band CRIPPLED BLACK PHOENIX von der er das einzig konsistente Mitglied ist. Stilistisch blieb von den alten Bands nicht viel übrig. Wer also Stoner-Doom oder Sludge erwartet ist an der falschen Adresse. Eher eine Mischung aus PORCUPINE TREE und WOVENHAND ist hier geboten. Endzeit-Prog, wenn man so will, der aber eher Wert auf Atmosphäre, als auf technische Finesse legt.

thehelldozers carnival200pxIch frage mich oft was das sein soll, der Underground. Ist es eine Bezeichnung für die Musiker und Bands die nicht eine Superstar-Karriere anstreben? Ist es vielleicht sogar der Bereich in der Musikszene, wo Musik noch nach Lust und Laune, frei von finanziellen Zwängen zelebriert wird? Also Amateure, was immer irgendwie nach Kaninchenzuchtverein klingt? Für mich klingt das immer ein wenig überheblich und auch muffig, so wie: heb den alten Teppich nicht hoch, da liegt nur Scheiße drunter, für die sich niemand verantwortlich fühlt.

attacker sinsoftheworldATTACKER veröffentlichten 1985 ihr kultiges Debüt „Battle At Helm's Deep“, das heute zu den Klassikern des US-Metal zählt. Danach, besser gesagt, 1988 kam nach einem Sängerwechsel „Second Coming“ heraus und auch stilistisch wurde eine wesentlich straightere, leicht verdaulichere Richtung eingeschlagen. Der neue Sänger John Leone tanzte aber auch nur einen Sommer, sprich er verließ ATTACKER wieder. 1994 ist der Gute bereits verstorben. Nach mehrjähriger Pause kamen ATTACKER 2004 mit „Soul Taker“ zurück und auch der Originalsänger vom Erstling Bob Mitchel war wieder mit an Bord.

thegiantsvault epManchmal bekommt man vom Schicksal eine geballert, dass man die Noten tanzen sieht. Ich habe 2016 einige Gelegenheiten verpasst THE GIANT‘S VAULT live zu sehen. Ich war jedoch trauriger die Hauptbands wie z.b.: RAGE OF SAMEDI verpasst zu haben, denn ich kannte von THE GIANT‘S VAULT nichts und so hatte ich auch kein Verlangen danach. Ein schwerer Fehler, wie sich jetzt herausgestellt hat. Ich wurde erst so richtig aufmerksam, als meine diesjährigen Favoriten WUCAN mit ihnen zusammen in ihrer Heimatstadt Fulda einen gemeinsamen Abend bestritten.

mariusziska homeMARIUS ZISKA, der in seiner färöischen Heimat zuerst mit FLUX bekannt wurde, hat mittlerweile sein drittes Soloalbum veröffentlicht. Dieses hat zwei Seiten, das sieht man schon an der Verpackung. Auf der Vorderseite prangt der Titel „Home“, auf der Rückseite findet man auch wieder das Cover und den färöischen Titel „Heim“. Oder ist das die Vorderseite? Durch das doppelte Cover kann sich jeder aussuchen, was ihm besser gefällt.

rush 2112 40coverÜber kaum ein Album existieren so viele Legenden wie über das Durchbruchalbum der Kanadier. So wurde Cliff Burnstein, der damalige A&R der Plattenfirma vorgeschickt, um denen Verantwortlichen zu erklären, dass es dieses Mal ein Lied gibt, welches über eine komplette LP-Seite geht. Beim Vorgänger „Caress Of Steel“ erlitten RUSH mit Longtracks Schiffbruch weswegen Mercury darauf bedacht waren, das die Band etwas kompakter komponiert. Doch der Erfolg gab dem Trio recht, das Titelstück ist bis in die heutige Zeit ein Maßstab, an dem sich alle Progbands messen müssen, dessen Einfluss unschätzbar ist. Wie kein Album zuvor rückte „2112“ progressive Strukturen in ein rockiges Format und war in Sachen Arrangierkunst wegweisend. Damit definierte die Formation ihren Sound, den sie bis heute durch alle Trends und Modeerscheinungen brachten. Nun jährt sich die Veröffentlichung dieses Meilensteins der Rockgeschichte zum vierzigsten Mal. Zu dem Anlass erscheint die Scheibe neu überarbeitet mit allerlei Bonusmaterial in verschiedenen Formaten, können diese dem Meisterwerk neue Aspekte abgewinnen?

darkmillenium midnightvoidStolze 23 (!) Jahre ließen uns die Sauerländer DARK MILLENIUM auf den Nachfolger von „Diana Read Peace“ warten. Bereits Anfangs der Neunziger waren DARK MILLENNIUM als neuer Stern am Death Metal-Himmel angepriesen worden. Aber bereits damals waren sie anders als der Rest. Auf dem Debüt „Ashore The Celestial Burden” deutete sich bereits an, was beim bereits erwähnten Nachfolger „Diana Read Peace“ weiter ausgebaut wurde. Eine Art Psychometal, wo auf eigenwillige Weise Death Metal, Indie und Prog respektive Jazz miteinander verbunden wurde.


Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015