Child Blueside

Bei der unglaublichen Anzahl an Veröffentlichungen jeden Monat fallen viel zu viele Bands durchs Raster. Ähnlich wäre es fast den Australiern CHILD mit ihrem neuen Album „Blueside“ ergangen. Und das wäre wirklich sehr schade gewesen, denn die Band und ihr Stil sind außergewöhnlich.

wardruna runaljodragnarokWARDRUNA sind mir dieses Jahr schon so manches Mal begegnet, zuletzt auf dem neuen Album von FAUN, bei dem sie an dem Song „Odin“ mitgearbeitet hatten. Das hat mich dann langsam doch mal neugierig auf diese Band gemacht, die ich zwar grundsätzlich vom Namen her kannte, deren eigenes Schaffen ich mir bis jetzt jedoch noch nicht wirklich bewusst angehört hatte. Da bietet es sich an, mit dem neuen Album „Runaljod – Ragnarok“ den Anfang zu machen.

Jethro Tull Stand Up The Elevated EditionNach "Aqualung" erscheint nun auch das Zweitwerk der Briten JETHRO TULL in einer "Elevated Edition". Ähnlich wie bei "Aqualung" bietet diese sehr umfangreiche Werkschau alles, was Fanherzen höherschlagen lässt.

nightmare deadsun37 Jahre sind eine enorm lange Zeit. Doch obwohl NIGHTMARE in über 3 Dekaden stets gute bis sehr gute Alben veröffentlichten und mit Jo Amore einen echten Ausnahmesänger in ihren Reihen hatten, blieb ihnen der große Durchbruch immer verwehrt. Aber auch an den Franzosen geht die Zeit nicht spurlos vorbei und so musste die Band 2014 sowohl den Abgang von Sänger Jo Amore als auch den von Schlagzeuger David Amore hinnehmen. Erst im Oktober 2015 stellte man in Grenoble, der Heimatstadt von NIGHTMARE, die neue Besetzung vor.

angerhead fueledbyrageWenn ein Genre meinen metallischen Musikgeschmack entscheidend geprägt hat, dann ganz klar der Thrash Metal der achtziger Jahre und hier ganz besonders die Bands aus der Bay Area rund um das kalifornische San Francisco. Dort entstand damals in Garagen der Sound, der die etablierten Bands kräftig in den Hintern treten und Millionenseller wie METALLICA, SLAYER, MEGADETH und ANTHRAX hervorbringen sollte. Unvergessen sind daher die Zeiten, in denen ich die Tage bis zur Veröffentlichung eines neuen Albums einer meiner Lieblingsbands zählte.

TEETHGRINDER NihilismTEETHGRINDER sind purer Hass. Ihr Name ist Programm, die von ihnen produzierten Klänge sind meist etwa so angenehm, wie wenn man eine grobe Feile zwischen den Zähnen herausgezogen bekommt. Wenn das Debütwerk "Misanthropy" vor einem Jahr schon brutal war, so setzt "Nihilism" noch einen drauf und macht heuer absolut keine Gefangenen.

quicksanddream beheadingtyrantsMit ihrem Debütalbum „Aelin - A Story Of Destiny“ konnten die Schweden QUICKSAND DREAM 2010 bereits eine ordentliche Duftmarke setzen und wurden mit positiven Kritiken nahezu überhäuft. Bestehend aus Göran Jacobson am Gesang und an der Axt, Patrick Backlund, der zusätzlich noch bei MORTALICUM den Bass bearbeitet, hier auch den Viersaiter bedient. Der Schlagzeugposten wird von Henrik Högl (ebenfalls MORTALICUM) und Andreas Häggström aufgeteilt.

alterbridge thelastheroDrei Jahre haben sich die Jungs von ALTER BRIDGE seit „Fortress“ Zeit gelassen und mit „The Last Hero“ steht nun ihr fünfter Langspieler in den Regalen.
Der Titel des Albums ist Programm, denn es handelt sich um ein loses Konzeptalbum inspiriert vom Heldentum, was sich auch im für die Band recht ungewöhnlichen Cover-Artwork widerspiegelt. Bereits der erste Höreindruck offenbart ein Album, das stilistisch vielseitiger kaum sein kann und dennoch durch und durch nach ALTER BRIDGE klingt.

reactory heavyDie vor 6 Jahren gegründete Berliner Thrash Band REACTORY hat neben einem Demo und einer EP von 2013 bereits ein volles Album namens „High On Radiation“ vorzuweisen. Der 9-Tracker erschien via Iron Shield Records und bot einen starken Einstand. Die Songs knallen ungestüm und schnörkellos, sprich sie überzeugen von der ersten bis zur letzten Minute. Zwar ist hier längst nicht alles perfekt, aber das ist bei einer ordentlichen Thrash Scheibe der alten Schule gar nicht von Nöten.

spiritusmortis theyearisoneFinnlands älteste noch aktive Doomkapelle SPIRITUS MORTIS beehren uns passend zur tristen Jahreszeit mit einem neuen Album. Und dieses hat es in sich. Nie klangen die Finnen bösartiger, beklemmender und überragender als auf diesem Silberling. Fette, zähe Riffgebirge fräsen sich durch das Fleisch, ein unheilvoller Bass lauert im Hintergrund, er bildet mit den mächtigen Beats das Fundament und ein völlig einzigartiger, charismatischer Gesang bringt dich um den Verstand.

dotlegacy totheothers“To The Others” ist ein Album, das bei mir wechselnde Gefühle erzeugt. Und zwar von heller Freude bis zu tiefstem Schock. Und das ist erst der erste Song. Der beginnt mit einer super coolen Hookline im ZEAL & ARDOR-Style und endet mit Sprechgesang und Saxophon-Gitarre im Stile von DOG EAT DOG.

acangry appetiteforerectionEinst zogen die Saarländer aus, um der Rockwelt ihre Geschichten zu erzählen, doch nach zwei durchaus erfolgreichen Alben stellten sie fest, dass der Name TALETELLERS nicht der einprägsamste ist. So erschien ihnen AC ANGRY doch deutlich gefährlicher, denn das haben sich die Vier auf die Fahnen geschrieben, nämlich gefährlichen Rock´n´Roll zu spielen. Mit ihrem Debüt haben sie den „Black Denim“, einen der typischen Insignien des Lifestyles besungen. Seitdem sind drei Jahre und viele Gigs ins Land gegangen, in denen die Truppe bei Steamhammer einen Vertrag unterschrieben hat, einem Label, bei dem schon viele ihrer Vorbilder waren. Mit so viel Rückenwind steigt das Selbstvertrauen, auch wenn man sich aus Zeitgründen von Drummer Sascha Waack verabschieden musste. Da darf man schon mal ein Album vollmundig „Appetite For Erection“ betiteln.

evergrey thestormwithinDass dieser Text erst jetzt erscheint und nicht bereits vor acht oder zehn Wochen erschienen ist, kann nur mit Überlastung zu tun haben, nicht mit der Qualität von „The Storm Within“. Es mag sein, dass „Torn“ (2008) und „Glorious Collision“ (2011) nicht ganz die großen Bringer waren, aber wenn man auf die inzwischen fast 20 Jahre andauernde Historie von EVERGREY zurückblickt, was beim zehnten Studioalbum durchaus erlaubt sein darf, dann wird man feststellen, dass auf EVERGREY immer Verlass war und die Band von Beginn an eine eigene Identität hatte, die man im Laufe der Zeit nie verloren oder verleugnet hatte; und das können nur wenige Bands von sich behaupten.

sirenia dimdaysofdolorAuch wenn sie sich zu Norwegens größter Symphonic Metalformation hochgearbeitet haben, musikalisch blieben sie zuletzt einiges schuldig. Auch die Rückkehr Napalm Records brachte nicht den erhofften Befreiungsschlag, um an die früheren Scheiben bei dem Label anzuknüpfen. Völlig unbeeindruckt davon gehen SIRENIA aber ihren Weg weiter und hauen gerade man eineinhalb Jahre nach „Seventh Life Path“ mit „Dim Days Of Dolor“ neues Material heraus. Der Erfolg gibt ihnen allerdings recht, konnte aber auch nicht verhindern, dass mit der Spanierin Aylin wieder eine Sängerin die Combo verließ. Ersatz suchte man erneut in internationalen Gefilden und wurde in Frankreich bei Emmanuelle Zoldan fündig.

maddermortem redintoothandclawAuf MADDER MORTEM passt das Zitat „Todgesagte leben länger“ aktuell ganz gut. Klar die norwegische Band stand nie so wirklich im Lichte der breiten Öffentlichkeit, dazu ist ihr Stil einfach zu non-konform und zu sprunghaft, aber mit einigen seiner bisherigen Veröffentlichungen wie „Eight Ways“ (2009) oder „Deadlands“ (2002) konnte die Band in den entsprechenden Kreisen für Begeisterung sorgen, auch bei mir.

thenealmorseband thesimilitudeofadreamHat man im November 2016 dieses Doppelalbum mit dem vielsagenden Titel „The Similitude Of A Dream“ in der Hand, dann kann man rückblickend sagen, dass Anfang 2015 „The Grand Experiment“ mit seinen fünf Songs und seinen 52 Minuten Spielzeit lediglich so eine Art „Hors d’ouvre“ für dieses Mammutwerk gewesen ist, das Mike Portnoy im Vorfeld indirekt auf eine Stufe mit „The Whirlwind“ (TRANSATLANTIC) und „Scenes From A Memory“ (DREAM THEATER), eines von drei Alben, die mich persönlich mit am meisten geprägt haben, gestellt hat. „The Similitude Of A Dream“ sei neben den beiden anderen genannten Alben das dritte abendfüllende Epos seiner Karriere und ist zudem das achtzehnte Album, bei dem Neal Morse und Mike Portnoy zusammenarbeiten, für diese Zahl möchte ich allerdings nicht die Hand ins Feuer legen, denn auch als langjähriger Fan von Morse und Konsorten verliert man so allmählich den Überblick.

soundgarden badmotorfinger 25th anniversary editionDen 25. Jahrestag ihres Erfolgsalbums „Badmotorfinger“ feiern SOUNDGARDEN mit einer Anniversary-Edition, die in verschiedenen Ausführungen erscheint. Uns lag die 2-CD Version des Klassikers vor, außerdem erscheint eine 7-Disc-Deluxe Version, eine 1-CD Version und eine Doppel-LP.

grahambonnet thebookGraham Bonnet ist einer der ikonischsten Sänger der Szene, was einerseits seinem hierfür untypischen Auftreten und andererseits seiner unverwechselbar rauchigen Stimme geschuldet ist. Besonders an ihm ist auch, dass er vornehmlich als Sänger bei diversen namhaften Combos in Erscheinung trat und tritt, seine Solo-Platten größtenteils unbeachtet geblieben sind. Ob das auch für das kürzlich erschienen „The Book“ gilt?

icysteel throughtheashesDas mittlerweile vierte Album von ICY STEEL aus Sardinien liegt in Form eines Doppeldeckers vor und hat ein recht sporadisches Schwarzweißcover. Die erste CD bietet Epic Metal voller Pathos, wie wir es seither von der Band gewohnt sind. So Richtung old MANOWAR, BATTLEROAR oder VISIGOTH bekommen wir stimmige Songs auf die Ohren, die allesamt inbrünstig und leidenschaftlich dargeboten werden.

bonjovi thishouseisnotforsaleEs sollte sich etwas ändern, so konnte es nicht mehr weitergehen, die Trennung war also unausweichlich. Zum Abschied für seine alte Plattenfirma Mercury komponierte Jon Bon Jovi mit „Burning Bridges“ noch ein Lied als Abrechnung. Nun ist er wieder bei Island, bei denen er einst seinen ersten Vertrag unterschrieb. In der Tat waren die Leistungen seiner Combo BON JOVI in den letzten Jahren alles andere als erbaulich, „What About Now“ markierte anno 2013 den Tiefpunkt. Umso verwunderlicher, dass eben jenes „Burning Bridges“ betitelte Werk, auf dem bisher unveröffentlichte Stücke Platz fanden, das beste war, was die Herren aus New Jersey seit mehr als zehn Jahren auf den Markt brachten. Doch nicht nur geschäftlich krachte es, auch im Bandgefüge gab es vor „This House Is Not For Sale“ eine gravierenden Einschnitt, denn dies ist nun das erste Album ohne Richie Sambora. Im dem Zuge wurde Aushilfsbassist Hugh McDonald nach einem Vierteljahrhundert zum vollwertigen Mitglied befördert.


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