allthemwitches liveinbrusselsMan könnte über ALL THEM WITCHES aus Nashville/Tennessee einiges sagen. Man könnte sagen, dass – auch wenn Fender Rhodes Pianos in Rockbands eher ungewöhnlich sind – Allen Van Cleaves seines nicht nur perfekt in die Band integriert, sondern den gesamten Sound prägt. Man könnte auch sagen, dass Gitarrist Ben McLeod sein Instrument minimalistisch und mit Fingerspitzengefühl bedient und damit eine deutliche Distanz zu herkömmlichen Stoner-Bands schafft oder, dass Schlagzeuger Robby Staepler die Band nicht nur rhythmisch unterstützt, sondern mit großer technischer Finesse auf die Songs eingeht. Man könnte ohne weiteres sagen, dass Sänger und Bassist Michael Parks Jr. mit seiner tiefen, sonoren Stimme und seiner gechillten Attitüde die zurückgelehnte Haltung der Band perfekt unterstreicht und für Unverwechselbarkeit sorgt. Das könnte man alles sagen, und man hätte vermutlich in allen Fällen Recht.

poltergeist backtohauntDer Name POLTERGEIST begegnete mir erstmals 1989, als Sänger Andrè Grier auf dem bis heute sträflich unterbewerteten Album „Cracked Brain“ aus dem Hause DESTRUCTION den Gesangsposten von Marcel „Schmier“ Schirmer übernahm. Doch bereits 1990 kehrte Grier zu POLTERGEIST zurück, die 1993 mit „Nothing Lasts Forever“ ihr vorerst letztes Album aufnahmen und sich nur ein Jahr später auflösten.

raywilson makesmethinkofhomeGanz schön veröffentlichungsfreudig der Herr, so ist „Makes Me Think Of Home“ nach „Song For A Friend“ bereits das zweite Album des schottischen Sängers in diesem Jahr, 2014 gab es schon mit „Up Close And Personal“ und „Genesis vs Stiltskin“ zwei Livealben des Sängers, der mit GENESIS Mitte bis Ende der Neunziger zwar ein gutes Album ablieferte („Calling All Stations“), aber trotzdem auf verlorenem Posten stand, da die Leute alle wieder Phil Collins wollten.

freedomcall masteroflightTrotz oder gerade wegen des vielen Gegenwindes in der Szene geht es für die Franken immer weiter nach oben. Das letzte Output knackte die Top 40 in Deutschland und auch die anschließenden Touren waren gut besucht. Mittlerweile hat das Quartett auch wieder ein stabiles Line-Up, so dass man ohne große Planung an die nächsten Aufgaben gehen kann. Die „happieste“ Metalband der Welt hat aber auch mit „Beyond“ eines ihrer stärksten Werke vorgelegt, da müssen sie erst mal Schritt halten. Wie haben FREEDOM CALL die letzten Jahre und die Feierlichkeiten zum 666wöchigen Jubiläum ihres erfolgreichsten Albums „Eternity“ überstanden.

perzonalwar insidethenewtimechaozIn der Musikbranche gehört es seit jeher zum guten Ton, zu einem runden Geburtstag ein Best-Of-Album zu veröffentlichen. Da lassen sich die Troisdorfer PERZONAL WAR zu ihrem zwanzigsten Geburtstag natürlich nicht lumpen und veröffentlichen mit „Inside The New Time Chaoz“ ebenfalls ein Album, dem man durchaus den Stempel mit der Aufschrift „Best-Of“ aufdrücken könnte.

adx nonserviamADX existieren bereits seit 1982 und haben bereits einige Klassiker wie „Execution“ oder „La Terreur“ in petto. In ihrer langjährigen Laufbahn gab es eigentlich keinen Ausrutscher, alle Alben waren zumindest gutklassig. Da macht auch das aktuelle Werk keine Ausnahme. Zumeist schneller, traditioneller und hoch melodischer Metal ist nach wie vor angesagt. Die betagten Franzmänner klingen immer noch wie eine Horde ausgehungerter Höllenhunde.

psychework thedragonsyearVersucht man sich an einer Albumrezension zu „The Dragon’s Year“, dann ist es quasi eine unmögliche Herausforderung, die Band MACHINE MEN nicht zu erwähnen, also versuche ich es erst gar nicht. PSYCHEWORK ist indirekt die Nachfolgeband zu MACHINE MEN, die zwischen 2003 und 2008 unterhalb von STRATOVARIUS und SONATA ARCTICA als finnische Melodic Metal Band etwas Aufmerksamkeit bekommen konnte, ehe man sich dann schließlich 2011 nach drei Alben auflöste. Besagte Alben habe ich selber seit Jahren nicht mehr gehört, ich erinnere mich aber noch gut daran, die Band als Support von THRESHOLD im Saarbrücker Roxy live gesehen zu haben, mehr als fünfzehn oder zwanzig Leute waren damals aber nicht da, als die Band auf die Bretter musste.

mammothweedwizardbastar yproffwyddwyllBands, die im Stande sind, etwas Außergewöhnliches zu leisten, die speziell und nicht gewöhnlich sind, stehen zuweilen bei mir ganz hoch im Kurs, denn normal kann schließlich jeder. Die Waliser Band MAMMOTH WEED WIZARD BASTARD kann man und kann ich getrost zu dieser Kategorie zählen und damit meine ich nicht nur diesen schrägen Bandnamen, den man sich kaum in der richtigen Aneinanderreihung der Einzelteile merken kann, den man aber so grob dann trotzdem nicht mehr aus dem Kopf bekommt, nachdem man einmal über ihn gestolpert ist.

devintownsendproject transcendenceUm Devin Townsend war es in den letzten Jahren regelrecht ruhig. Also für Devin-Townsend-Verhältnisse. Erst zwei Jahre nach seiner letzten Veröffentlichung kommt mit „Transcendence“ wieder ein neues Album des DEVIN TOWNSEND PROJECTs auf den Markt. Und das, obwohl Devin eigentlich schon überlegt hatte, das Projekt, wie schon so viele andere davor, aufzulösen und etwas Neues zu beginnen. Aber am Ende ist dann doch noch mal ein neues Album herausgekommen.

darktranquillity atomaIn Göteborg rumort es derzeit ein wenig, nicht nur weil die wichtigsten Vertreter der dortigen Metalszene fast zeitgleich ihre neuen Scheiben an den Mann bringen. Auch personell hat es bei allen in den letzten Jahren Veränderungen gegeben. War das Line-Up von DARK TRANQUILLITY in ihrer Hochphase zwischen „Haven“ und „Fiction“ intakt, so stieg Bassist Michael Nicklasson anschließend aus und wurde durch Daniel Antonsson ersetzt. Dieser nahm nach der letzten Scheibe „Construct“ seinen Hut, und auch Gründungsmitglied Martin Henriksson ging von Bord. Während mit TIAMAT-Mann Anders Iwers eine naheliegende Lösung an den vier Saiten gefunden wurde, ist der Posten des zweiten Gitarristen nach wie vor vakant. Das sind zumindest nicht die besten Vorzeichen für die neue Scheibe, zumal die letzten zwei nicht mehr ganz an den Standard der Vorgänger anknüpfen konnten. Das hielt die Truppe nicht davon ab, sich mit „Atoma“ auf die Reise ins innerste Selbst zubegeben.

Marc OReilly Morality MortalityMit „Morality Mortality“ veröffentlicht der Folk-Blues-Musiker MARC O’REILLY seine zweite Platte, und die hat es in sich. Wer auf dichte und atmosphärische Musik steht, sollte die Lauscher spitzen, denn der wird hier fündig.

Snaggletooth 2016"Snaggletooth" ist ja nicht nur eine Nebenfigur der STAR WARS Saga, sondern auch der Name des MOTÖRHEAD-Symbols, auch als "Warhead" oder "Pighead" bekannt. Eine ehrenvolle Zusammenstellung trägt nun ebenfalls diesen Namen.
Lemmy ist tot, und mit ihm ist ein großes Stück Rockmusik gestorben. Aber schon zu Lebzeiten zelebrierten viele Bands aller Couleur die Hits von Lemmys MOTÖRHEAD, weil es einfach immer Spaß macht, der Band diese Anerkennung zu verleihen und es nun mal zum guten Ton von harten Musikern gehört. Aber hier wird nicht nur MOTÖRHEAD gecovert, sondern der Spieß auch mal umgedreht.

uriahheep salisburyDie Hard Rockinstitution hatte noch das große Glück in einer Zeit angefangen zu haben, als Bands noch Zeit gegeben wurde, sich zu entwickeln. Viele Acts benötigen eine gewisse Zeit, bis sie ihren Stil gefunden haben, auch URIAH HEEP orientierten sich zu Beginn an den angesagten Strömungen. Es sollte bis zum vierten Album dauern, bis man den typischen Sound definiert hatte. Die Alben jener Zeit werden nun in einer Remasters-Reihe wiederveröffentlicht, den Anfang machte schon das Debüt „Very ´Eavy, Very ´Umble“ und die Retrospektive „Your Turn To Remember“. Wegweisend war vor allem das zweite Album, mit dem sich auch der Erfolg einstellte, „Salisbury“ war ein weiterer Schritt in dieser spannenden Zeit. Die wird nun noch einmal lebendig mit diesem und den kommenden Reissues, denn wie der Erstling gibt es diese Platte als 2-CD-Set.

incremate prospectofdeathINCREMATE sind von Kopf bis Fuß auf „Old-School-Death the american way“ eingestellt. Denn was hier auf ihrem Debüt geschieht, ist feinstes Sperrfeuer der Marke alte DEATH, MONSTROSITY oder MALEVOLENT CREATION. Dabei kommt das Trio nicht aus Florida, sondern aus Dresden. Die Songs sind groovy, mit viel Blasts und Doublebass und exzellenter Gitarrenarbeit. Die Produktion klingt gut ausbalanciert und ist nicht zu überproduziert, sondern klar und powervoll.

devilskin beliketheriverMit Bands aus Australien hat man als Musikredakteur häufiger zu tun, mit Bands von der Nachbarinsel Neuseeland hingegen eher selten. Von daher kann ich auch nicht genau sagen, wie es um die dortige Szene aussieht, es ist aber schon erstaunlich bis verwunderlich, dass eine Band wie DEVILSKIN mit ihrem 2014er Debütalbum „We Rise“ sogleich die Pole Position der nationalen Charts erreichen konnte ohne überhaupt ein Label im Hintergrund zu haben.

king810 lapetitemortoraBereits seit ihrem Debütalbum „Memoirs Of A Murderer“ aus dem Jahr 2014 versucht man uns KING 810 als das nächste große Ding aus Amerika und die potentiellen Nachfolger von SLIPKNOT zu verkaufen. Darauf, ob die Band diesen Vorschusslorbeeren gerecht wird, werde ich im Weiteren noch eingehen. Eins ist jedoch schon einmal klar, nämlich, dass KING 810 genauso polarisieren wie die neun Maskenmänner aus Des Moines, Iowa bei ihrem ersten Auftauchen in der Szene 1999. Davon zeugt alleine schon die Tatsache, dass „La Petite Mort Or A Conversation With God“ Streitfall beim Soundcheck der Oktoberausgabe des Metal Hammer wurde.

subrosa forthiswefoughthebattleofagesDafür dass diese Band aus den Vereinigten Staaten eigentlich in jeglicher Hinsicht Nischenmusik macht, haben SUBROSA mit ihrem letzten Album „More Constant Than The Gods“ (2013) sowie ihrem aktuellen zu 100 Prozent pragmatisch betitelten Werk „For This We Fought The Battle Of Ages“ einiges an Aufmerksamkeit bekommen und auch größeren Festivals wie Roadburn (da passen sie bestens hin) oder Hellfest bespielen dürfen.

insanityalert moshburgerEin wirklich guter Burger ist schwer zu finden. Kommt es doch neben der Auswahl der richtigen Zutaten auch auf deren richtige Zusammenstellung, Qualität und Zubereitung an. Da INSANITY ALERT ihr Zweitwerk auf den Namen „Moshburger“ getauft haben, stellt sich nun die Frage, ob dieser „Burger“ mundet oder ob einem das Produkt eher im Hals stecken bleibt. Schon alleine das Cover ist eine Hommage an die 80er, kann man dort doch bei genauerem Hinsehen unter anderem Slimer aus Ghostbusters, Scott Howard alias Teen Wolf, den weißen Hai, den roten Power Ranger und Peewee Herman entdecken.

heretic underdogsoftheunderworldDie niederländischen Assis sind wieder da. Nach 5 Demos zwischen 1997 und 1998 kam 1 Jahr später endlich das Debüt „Black Metal Holocaust“ via Berzerker Records unters Volk. 2003 folgte „Devilworshipper“ und 2009 „Gods Over Humans, Slaves Under Satan“ und 2013 dann „Angelcunts & Devilscocks“.

expire withregretAlles geht einmal zu Ende. So auch die Karriere der 2009 gegründeten EXPIRE, die Anfang August, recht überraschend, ihre Auflösung im Frühjahr 2017 bekannt gaben. Quasi als Abschiedsgeschenk an die Fans veröffentlichte die Truppe aus Milwaukee am 23.09. mit „With Regret“ ihr vorerst letztes Album und befindet sich aktuell auf ihrer finalen Tour.


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