freakings toxicendDass sich die Verfasser von Promotiontexten gerne in Superlativen ergehen, ist man ja mittlerweile gewohnt. Im Falle des Textes zur neuen Scheibe von FREAKINGS konnte ich mir ein leichtes Schmunzeln jedoch nicht verkneifen, kommt doch schon alleine der Satz „Drei wirklich extrem spielfreudige Rabauken, die für ihre Sache alles an kochendem Herzblut opfern, was die Pumpe nur hergibt“ eher unfreiwillig komisch rüber.

allthemwitches sleepingthroughwarIn einer Zeit, in der viele Bands eines Genres absolut gleich klingen und sich ausschließlich gegenseitig referenzieren, ist es von größter Dringlichkeit Bands wie ALL THEM WITCHES hervorzuheben. Mit ihrem neuen Longplayer, der auf den griffigen Namen “Sleeping Through The War” hört, bauen sie weiter ihre makellose Diskografie aus.

alejandroescovedo burnsomethingbeautifulDer Familie Escovedo scheint die Musik in die Wiege gelegt worden zu sein. Pete Escovedo heizte lange Jahre die Groovemaschinerie von SANTANA an, seine Tochter machte unter dem Namen Sheila E. als Soulsängerin sowohl solo als auch in der Band von PRINCE Karriere. Die Laufbahn des wesentlich jüngeren Alejandro begann in den Siebzigern bei der Punkband THE NUNS, der Gitarrist und Sänger ist aber seit über 25 Jahren solo unterwegs. Dabei scheint er wie guter Wein immer besser zu werden, sein letzter Longplayer „“ heimste sehr gute Kritiken ein. ALEJANDRO ESCOVEDO hat inzwischen mit vielen namhaften Künstlern die Bühne geteilt, weswegen er keine Probleme hatte, auf seinem jüngsten Werk „Burn Something Beautiful“ ein paar bekannte Gäste mitwirken zu lassen.

wretch thehuntWRETCH ist auch so eine Band, die bereits 1984 gegründet wurde aber erst 22 Jahre danach ihr Debütalbum auf die Menschheit losgelassen haben. Dieses, „Reborn“ betitelte 10-Punkte-Kleinod möchte ich JEDEM US-Metal-Freak ans Herz legen. Das zweite Werk „Warriors“, mit neuem Sänger, schwächelte etwas. Nicht, dass es ein schlechtes Album gewesen wäre, es konnte lediglich qualitativ nicht ganz an das geniale Debüt anknüpfen.

havok conformicideDie 2004 gegründeten HAVOK darf man ganz klar zur neuen Generation der amerikanischen Thrash Metal Bands zählen. Doch während viele der um die gleiche Zeit gestarteten Kollegen in ihrer Musik stark ihren Vorbildern huldigen und teilweise mehr nach Old School klingen als die Originale, verfolgte die Truppe aus Denver schon seit jeher einen anderen Ansatz. So vermischen HAVOK Einflüsse aus Heavy Metal, Classic Rock, Funk, Jazz, Rock 'n' Roll, Klassik, Progressive, Punk, Hardcore und Death Metal zu ihrem ganz eigenen Sound.

lunarshadow farfromlightEpischer Metal aus deutschen Landen? Da bin ich erst einmal recht skeptisch. Denn was heuer alles den Stempel „epic“ erhält, ist oft nicht das, was ich mir darunter vorstelle. Im Falle von LUNAR SHADOW, einer noch recht jungen Band trifft das aber zu. Ich finde das Gebotene auf ihrem ersten Longplayer und ihre Musik generell doch recht eigenständig.

tridentifer lefttorotTRIDENTIFER kommen wie ich aus dem Raum Kaiserslautern und haben sich gnadenlos dem Old School Death Metal verschrieben. Der ein oder anderen Liveperformanz durfte ich schon beiwohnen und ich kann nur von einer sehr intensiven Angelegenheit sprechen. Selbiges gilt für den Vorgänger “Path Of The Damned Souls”: Schweden-Tod mit crustigen Gitarren, groovender sowie präziser, zermalmender Rhythmusarbeit gekoppelt mit markerschütternden Grunts war angesagt. Und das in bester Qualität, sowohl songmäßig als auch von der Produktion her.

Pothead Pot Of Gold"Pot Of Gold", die lange vergriffene und sehr gefragte erste POTHEAD-EP wird 2017 von der Band neu aufgelegt. Doch damit nicht genug, denn die Band packt ihren Fans drei bisher unveröffentlichte Songs dazu.

dool herenowtherethenDieses Album hat mich völlig umgehauen, regelrecht platt gemacht. Dabei ist es noch nicht einmal Metal im klassischen Sinne. DOOL kommen aus den Niederlanden und spielen düsteren Rock mit Einflüssen aus dem Post Punk, dem Psychedelic Rock und dem Hardrock. Gleich der tieftraurige Opener“Vantablack“, ein 10 minütiges Monster von einem Song, verbindet das Dunkle von FIELDS OF THE NEPHILIM mit doomigen Mollakkorden ala BLACK SABBATH und einer hypnotischen Gesangsleistung von Frontfrau Ryanne van Dorst (ELLE BANDITA).

richardbarbieri planetspersonaDer Elektronikpionier gründete Ende der Siebziger zusammen mit Mick Karn, David Sylvian und Steve Jansen JAPAN, eine der talentiertesten britischen Formationen der New Wave-Ära. Leider waren sich die unterschiedlichen Charaktere nicht hold, sodass man die Truppe nach fünf Alben auflöste, wobei man in der Folge in unterschiedlichen Konstellationen andere Projekte anging. Als Steven Wilson seine One-Man-Show PORCUPINETREE zu einer richtigen band ausbauen wollte, erinnerte er sich an den Namen des Keyboarders, der die nächsten fünfzehn Jahre erneut bei einer der spannendsten Outfits ihrer Zeit Geschichte schreiben konnte. Offiziell ist der Vierer nicht aufgelöst, die Zukunft steht dennoch in den Sternen, so dass sich RICHARD BARBIERI anderen Ideen zuwenden kann. Nach ein paar Kollaborationen gibt es nun mit „Planets + Persona“ einen Alleingang.

nachtgeschrei tiefenrauschNur rund anderthalb Jahre nach dem letzen Album kommen NACHTGESCHREI schon wieder mit einer neuen Platte um die Ecke. Das vorletzte Album fand ich ja richtig stark, das letzte konnte mich leider nicht so überzeugen. Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder das neue Album gefällt mir noch weniger, oder es gefällt mir wieder besser.

A Throne For Elyas 200x200Nach einiger Zeit gibt’s für mich mal wieder einen Act aus dem Saarland zu reviewen. A THRONE FOR ELYAS haben bereits im September 2016 ihr Debüt „The Path We Chose“ veröffentlicht. Der künstlerische Anspruch geht hier in viele Richtungen gleichzeitig: hart möchte man klingen, aber auch melodisch, und man möchte elektronische Elemente mit progressivem Metal und Metalcore vermischen, um somit einen Sound zu erschaffen, der einzigartig klingt. Also habe ich mir in etlichen Hördurchgängen ein umfassendes Bild von „The Path We Chose“ gemacht, um ein objektives Urteil fällen zu können.

kypck 3epoEigentlich hatte ich ja sämtliche SENTENCED-Nachfolgebands immer im Auge. Dachte ich. Denn diese hier ist bisher vollkommen an mir vorbeigegangen. Ein Bekannter machte mich jedoch im Herbst auf KYPCK (sprich: Kursk) aufmerksam. Und als dann das neue Album zum Besprechen eintrudelte, musste ich natürlich zugreifen, um mich mal wirklich mit der Band auseinanderzusetzen.

tormentor morbidrealizationTORMENTOR scheint sich als Bandname immer noch großer Beliebtheit zu erfreuen. Davon zeugen alleine 21 Einträge in der „Enyclopedia Metallum“auf Metal-Archives. Von den Gruppen, die sich TORMENTOR als Namen erwählten, stammen oder stammten hierbei alleine vier aus Deutschland. Wobei die jetzigen KREATOR, die den Namen von 1982 – 1984 innehatten, wohl die bekanntesten sein dürften.

emerald reckoningdayMeine Schweizer Faves von EMERALD sind einfach nicht totzukriegen. Wie der berühmte Phoenix aus der Asche haben sie sich nach längerer Auszeit erhoben und knallen mir das beste Album ihrer Karriere vor den Latz. Das Personenkarussel hat sich erneut gedreht. Der Sängerposten wurde erneut neu besetzt und ich muss allen Zweiflern sogleich den Wind aus den Segeln nehmen: Der neue Mann, Mace Mitchell, ist ein absoluter Gewinn, der einem Thomas L. Winkler in nichts nachsteht. Ich dachte ja eigentlich, dass George Call (ex-OMEN) nun bei EMERALD singt, aber das hat sich wohl aufgrund der Distanz und den daraus resultierenden Terimnschwierigkeiten zerschlagen. Call ist dennoch auf 3 Songs vertreten.

takenbygiants takenbygiantsDie Gründungsgeschichte der multinationalen Band TAKEN BY GIANTS liest sich recht spannend. Da lernt der Schweizer Sänger und Musiker Claudio Heinzmann in Los Angeles einen amerikanischen Typen namens Dresden kennen, beide gründen zusammen eine Band und die fehlenden Musiker für diese an Schlagzeug und Gitarre sammelt man dann in Baden-Baden und Köln ein. Das hat so ein bisschen etwas von der Entstehung der BLUES PILLS, nur dass TAKEN BY GIANTS im Alternative Rock zu Hause sind.

blackmirrors funkyqueenDie BLACK MIRRORS, angeblich „Belgiens Antwort auf so ziemlich jede fette Rockband die es gibt“, werden diesen Monat mit den aktuell mächtig gehypten HORISONT auf Rundreise durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gehen und damit man auf dieser Tour auch etwas zu verkaufen hat, bringt man über Napalm Records anstelle eines Debütalbums für den Moment lediglich eine EP mit vier Songs raus.

battlebeast bringerofpainNach „Steel“ (2011), „Battle Beast“ (2013) und „Unholy Savior” (2015) ist „Bringer Of Pain” bereits das vierte Album dieser speziellen finnischen Band, über das ich ein paar Worte schreiben darf. Ob das nun so eine Art Ehre darstellt, wage ich zu bezweifeln, denn wenngleich die Band aus Helsinki in den letzten Jahren einiges richtig gemacht hat (internationale Charterfolge, Tourneen unter anderem mit NIGHTWISH, SONATA ARCTICA, SABATON), hat sie andererseits mit dem letzten Album „Unholy Savior“ einen großen Schritt weg vom Heavy Metal gemacht in Richtung einer Zielgruppe, die mehr und mehr Zulauf erhält, der man teilweise aber auch vollkommen zu Recht den Respekt abspricht.

WildCatCover

Das quirlige Rock-Trio aus Toronto / Kanada um DANKO JONES schlägt nach „Fire Music“ im Jahr 2015 mit „Wild Cat“ wieder einmal unerbittlich zu. 1996 gegründet, ist die Band, die neben dem charismatischen Bandleader mit indigenen Wurzeln, aus John Calabrese am Bass und Rich Knox am Schlagzeug besteht, meines Erachtens spätestens seit „I'm Alive And On Fire“ aus der Riege der Genregrößen nicht mehr wegzudenken. Und so viel kann man zweifellos vorweg sagen: Mit der neuen Scheibe liefern die drei wieder einmal standesgemäß ab.

Armored Saint Carpe NoctumMit "Carpe Noctum" veröffentlichen ARMORED SAINT das zweite Live-Album ihrer bisherigen Karriere. Dabei gibt es songtechnisch keinerlei Überschneidung mit dem Livealbum "Saints Will Conquer" von 1988.


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