judaspriest turboIm Hause JUDAS PRIEST grenzt es mittlerweile fast schon an Tradition. Nach den Jubiläumsversionen von "Screaming For Vengeance" und "Defenders Of The Faith" feiert das umstrittenste Album der Bandgeschichte seinen Dreißigsten. Die Rede ist natürlich von „Turbo“.

cranial DTBLIm Jahr 2014 fielen einige Fans von OMEGA MASSIF in ein tiefes Loch, als die Würzburger ihre Auflöung bekanntgaben. Die einmalige Instrumentaltruppe mit dem ultrawuchtigen Sound begeisterte mit jeder Veröffentlichung und jeder Livepräsenz. Aber es gibt ein Leben danach, siehe Bands wie PHANTOM WINTER, BLACKSMOKER oder auch CRANIAL. Diese haben nach einer mehr als positiv rezensierten Debüt-EP nun den ersten Longplayer nachgeschoben, und man glaubt jetzt schon zu wissen, dass das Teil einiges zu bieten hat.

The wild wild heartAls großer Hard-Rock-Fan müsste ich eigentlich schon wesentlich früher über die Kanadier THE WILD! gestolpert sein, stattdessen stellt ihre neue Platte „Wild At Heart“ für mich den ersten Kontakt mit den wilden Rockern dar.

broilers sicAls Punk-/Skinhead-Band haben die BROILERS 1992 angefangen. Da war ich 10, und die Bandmitglieder um den charismatischen Sänger Sammy Amara gerade mal 3 Jahre älter. Erstmalig kreuzten sich unsere Wege jedoch trotz meinen stark Punk-geprägten Teenager-Jahren erst 12 Jahre später. Ich arbeitete damals neben meinem Studium im „Punk-Shop“ in Mainz und hörte bereits mehr Rock als Punk. Die BROILERS brachten in diesen Tagen, 2004, ihr Album „LoFi“ raus und mein Kollege M., 17 Jahre, so viel Punk wie ich es in seinem Alter selbst noch war, hörte diese CD rauf und runter. Ich fand sie durchaus interessant, aber der Funke sprang noch nicht über. 2007 dann mit „Vanitas“ kamen wir uns ein wenig näher, aber die große Liebe war es noch nicht. Bei „Santa Muerte“ im Jahr 2011 hatte ich erste Schmetterlinge im Bauch und spätestens 2014 mit „Noir“ war es dann spätestens um mich geschehen. Heute 2017 mit (sic!) ist da ist ein „glühendes Herz“ und ein verliebtes Funkeln in meinen Augen (kein Witz).

sensles monkeyswillbebackAus meiner guten alten Heimat, der Pfalz, kommen auch SENSLES und diese Band gibt es bereits seit 1987. Verwunderlich ist die Tatsache, dass ihr Debütalbum „Monkeys Won't Look Back" erst 2007 das Licht der Welt erblickte. Da ich besagtes Werk leider nicht kenne, wende ich mich dem kürzlich erschienenen Zweitling „Monkeys Will Be Back“ zu. Eingeleitet vom saucoolen Instrumental „March Of The Apes“ fliegen die Affen bei dem Titelsong förmlich durch die Bude. Schneidende Riffs, flottes Tempo, ein Mischmasch aus Thrash/Speed-Metal mit Achtziger-Touch. Klingt schon einmal viel verpsprechend, aber das folgende „Money Vampire“ ist gar noch einen Tick besser, mehr im Midtempo angesiedelt und mit einem endgeilen Refrain garniert.

iq scrapeacrosstheskyMan könnte sie die Band der Rückkehrer nennen, denn bis auf Gitarrist Mike Holmes war jedes Mitglied schon einmal draußen. Zuerst ging der theatralische Frontmann Peter Nicholls in der Major-Pop-Phase Ende der Achtziger von Bord und wurde auf zwei Alben von Paul Menel ersetzt. Nachdem er wieder zurück kehrte wurde Tim Esau von John Jowitt am Bass abgelöst. Der Tausendsassa hielt sich zwanzig Jahre in der Band, bevor er seinen vielen Nebenbeschäftigungen Tribut zollte und sein Vorgänger reaktiviert wurde. In der schwierigen Phase nach „Dark Matter“ verlißen Drummer Paul Cook und Keyboarder Martin Orford von Bord. Während der erste nur kurz weg war, hat sich der Tastenmann komplett aus dem Musikbusiness zurück gezogen, nicht ohne uns mit „The Old Road“ ein geniales Abschiedswerk zu hinterlassen. Fast wieder im ursprünglichen Line-Up veröffentlichten IQ 2014 „The Road Of Bones“, um anschließend damit zu touren. Ein Mitschnitt eines Konzertes ist nun unter „Scrape Across The Sky“ erschienen.

agnosticfront warriorsmylifemywayIn Zeiten sinkender CD-Verkaufszahlen, muss man sich als Label heutzutage echt etwas einfallen lassen, um seine Produkte noch an den Mann bzw. die Frau zu bekommen. Das mag einer der Hauptgründe sein, warum besonders im letzten Jahr der Musikmarkt mit Wiederveröffentlichungen oder gar Neuaufnahmen klassischer Alben regelrecht überflutet wurde. Auch vor der Metal-, Punk- und Hardcoreszene machte diese Entwicklung natürlich nicht halt.

greaywind afterthoughtsBei einem Blick auf den Bandnamen, das Artwork und die Promobilder hatte ich hinter GREYWIND eigentlich melancholische, ruhige Musik erwartet, zumal es sich bei der Band aus dem irischen Killarney auch „nur“ um ein Duo handelt, bestehend aus den beiden Geschwistern Steph O‘ Sullivan (Gesang) und Paul O‘ Sullivan (Gitarren). Einen Blick in die Musik und in das Album hinein offenbart dann ein etwas anderes Bild.

annihilator triplethreatWürde mich jemand auffordern eine Liste der besten Thrash Metal Alben aller Zeiten zu erstellen, dann würde „Alice In Hell“ von ANNIHILATOR mit Sicherheit unter den Top 5 landen. Leider ist die einzige Konstante in der Besetzung der Band, die immerhin schon seit 1984 existiert, Gitarrist und Bandgründer Jeff Waters. So gaben sich in den letzten 33 Jahren unzählige Musiker bei den Kanadiern die Klinke in die Hand. Nicht zuletzt bis zum heutigen Tag 6 verschiedene Sänger. Jeff Waters machte daher einmal mehr aus der Not eine Tugend und übernahm auf dem letzten Studioalbum „Suicide Society“ (2015) erstmals seit „Refresh The Demon“ (1996) wieder den Gesang bei ANNIHILATOR.

habitualsins personaldemonsDiese Stimme. Irgendwie kommt die mir bekannt vor. Mit dem Blick auf das Infoblatt fällt es mir ein: ICARUS WITCH! Diese mittlerweile leider aufgelöste Band fand ich schon immer zutiefst unterbewertet. Matthew Bizilia war der Sänger (hier auch für Bass, Percussion und Keys verantwortlich) und auch auf „Personal Demons“ fällt sein Organ positiv auf. Wobei er bei HABITUAL SINS wesentlich schneidender und giftiger agiert und mich desöfteren an einen Mike Howe von METAL CHURCH erinnert.

aenaon hypnosophyWer hat schon einmal eine Mischung aus Prog-, rasendem Black Metal und Jazz gehört? Ich vorher noch nicht. Den Griechen AENAON lehnen sich bei ihrem dritten Album „Hypnosophy“ ziemlich weit aus dem Fenster und kombinieren genrefremde Einflüsse zu einem fragwürdigen Ganzen. Hier wird ein Saxophon so eingesetzt, als wäre das völlig normal im Extrem-Metal. Auch die harschen Gesänge, gepaart mit klarer Stimme sind zwar nicht ganz neu, aber in dieser Kombination bisher noch nicht an mein Ohr gedrungen.

thunder ripitupWie lange die britischen Hardrocker das muntere On/Off-Spielchen noch weiter treiben wollen ist nicht bekannt. Zur Zeit darf sich der Fan glücklich schätzen, dass die Band nach diversen Splits wieder voll aktiv ist. Nachdem die letzte Reunion eher ruhig angegangen wurde, ging es nach dem letzten Longplayer „Wonder Days“ Schlag auf Schlag. Dabei sind Drummer Harry James und Bassist Chris Childs mit MAGNUM und TYKETTO jeweils in anderen Bands beschäftigt. Nur ein Jahr später schoben THUNDER das Live-Boxset „All You Can Eat“ nach und ein weiteres Jahr darauf dürfen wir uns auf „Rip It Up“ freuen. Können sie damit den starken Vorgänger noch übertrumpfen?

afi bloodalbum„AFI (The Blood Album)“ ist das nunmehr zehnte Studioalbum der kalifornischen Band AFI (A FIRE INSIDE). Das 2006er Album „Decemberunderground“ liegt trotz 11 Jahren auf dem Buckel immer noch regelmäßig bei mir auf dem Plattenteller. Umso gespannter war ich was die Jungs nach vier Jahren Schaffenspause seit dem Vorgänger „Burials“ so auf die Beine gestellt haben.

blackoakcounty blackoakcountyEsbjerg ist eine Kleinstadt im Südwesten Jütlands, in unserem nördlichen Nachbarland Dänemark. Wer noch nie davon gehört hat, es ist immerhin mit rund 70.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die siebtgrößte Stadt da oben und hier kommen die Jungs von BLACK OAK COUNTY her, die gerade ihr selbstbetiteltes Debüt veröffentlicht haben.

sepultura machinemessiahSEPULTURA sind mittlerweile auch schon mehr als 30 Jahre im Geschäft. Doch obwohl Derrick Green mittlerweile länger in der Band ist, als es sein Vorgänger Max Cavalera jemals war, sind die Rufe nach einer Reunion in der Originalbesetzung bis heute nicht verstummt. Dabei wird jedoch gerne vergessen, dass es sich bei der Besetzung mit Max und Iggor Cavalera, Andreas Kisser und Paulo Jr. überhaupt nicht um die Originalbesetzung handelt, da Kisser erst 1987 zur Band kam.

mattboroff granddelusionMATT BOROFF, hm, nie gehört. Aber der PR-Text schwärmt mit großen Namen wie QUEENS OF THE STONE AGE, KYUSS und sogar NIRVANA. MARK LANEGAN hat die Backing-Vocals zu einem Song beigesteuert. Aber da wo die größten Namen “gedroppt” werden, ist oft eher wenig dahinter. Schaun wir mal.

lord vigo blackborne souls Patrick Fuchs hat in seinem Leben schon so manches Projekt an den Start gebracht, leider scheint seine Heimat Kaiserslautern auf der schwermetallischen Landkarte ebenso wenig zu existieren wie in absehbarer Zeit auf der Fußballlandkarte. So war seine Zusammenarbeit mit ROSS THE BOSS die Erfahrung, mit der er am meisten Relevanz erreichen konnte. Ross Friedman wurde wegen der Coverband MEN OF WAR, bei der Fuchs das Mikro schwang, auf die Jungs aufmerksam und verpflichtet sie einige Jahre als seine Begleitband. Warum es also nicht mal mit etwas abgefahrenen versuchen, dachte er sich, nannte sich von nun an Tony Scoleri und scharte mit Volguus Zildrohar und Vinz Clorthro weitere Mitstreiter um sich. Bei Letzterem steht neben Schlagzeug und Gesang auch noch Helm in den Credits, den der Mann stets trägt. Dass man sich nach dem Fürsten aus „Ghostbusters“ LORD VIGO nennt und die erste EP „Under Carpathian Sun“ zuerst nur auf Tape veröffentlichte setzt der Skurrilität die Krone auf. Old School ist bei den Epic Doomern also Trumpf, die live von Bassit Zuul und Drummer Murray The Mantis verstärkt werden und nun ihr Longplay-Debüt „Blackborne Souls“ veröffentlichen.

Pink Floyd A Momentary Lapse Of Reason VRRDas dreizehnte Werk von PINK FLOYD "A Momentary Lapse Of Reason" zeichnet sich nicht nur durch das einmalige Coverdesign von Storm Thorgerson aus, sondern auch durch seinen Schritt in die bevorstehenden Neunziger, die musikalisch mit viel elektronischem Gerät experimentierten.

Pink Floyd The Final Cut VRRDie letzte Welle der Wiederveröffentlichungen steht nun für die Vinylpalette von PINK FLOYD an. Mit "The Final Cut" und "A Momentary Lapse Of Reason" kommen diese beiden Alben, die über 20 Jahre nicht als Schallplatte erhältlich waren, nun remastered im 180-Gramm-Design und originalem Cover wieder in die Läden, um auch den spät gewonnenen PINK FLOYD Fan standesgemäß zu versorgen. Der Reihe nach beginnen wir mit "The Final Cut" von 1983.

sixxam vol2Von der Existenz der Band SIXX:A.M. erfuhr ich 2014 eher zufällig, obwohl sie sich musikalisch eigentlich schon in einem für mich interessanten Segment (80er Hardrock Style) bewegt: Das Lied "Van Nuys" vom Album "The Heroin Diaries" aus dem Jahr 2008 war als Hintergrundmusik auf einem ziemlich bewegenden Memorial Video auf Youtube verwendet worden. Was mich damals sofort bei diesem Lied in den Bann zog war zum einen wie es gleichzeitig ziemlich abrockte aber gleichzeitig auch fast balladesk wirkte. Diesen perfekten Wechsel der leisen und lauten Töne schaffen SIXX:A.M. auch auf ihrem neuesten Album "Vol. 2, Prayers For The Blessed" . Das Gegenstück erschien bereits im April 2016 unter dem Titel "Vol. 1, Prayers For The Damned". Ich hab echt keine Ahnung warum ich mich trotz "Van Nuys" nie näher mit der Band beschäftigt habe. Immerhin mochte ich eigentlich die anderen Projekte von Nikki Sixx immer sehr gerne, ob nun MÖTLEY CRÜE oder BRIDES OF DESTRUCTION, aber irgendwie schwirrte SIXX:A.M. immer gekonnt an mir vorbei. Natürlich ist Sixx auch eine durchaus polarisierende Persönlichkeit, was sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen hat.


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