rageofsamedi cotbs200pxDieses Review könnte ein ebenso schwarzer, wie auch unverdaubarer Brocken werden, wie das Album selbst. RAGE OF SAMEDI haben mit „Children Of The Black Sun“ nun schon das zweite Album am Start. Man ist als Fan sicher gespannt wie und ob die Band sich weiter entwickelt hat. Sofern man nicht einem reinen Studioprojekt nachgeht, welches von Zeit und Raum abgekoppelt ist, sollte schon das pure Leben dafür sorgen, dass Veränderungen bei Künstlern spür- und hörbar sind.

crippledblackphoenix bronzeMulti-Instrumentalist und CRIPPLED BLACK PHOENIX-Mastermind Justin Greaves ist zurück! Aber Momentchen mal, Justin Greaves, CRIPPLED BLACK PHOENIX? Wer war das gleich? Drummer und Gründungsmitglied der legendären IRON MONKEY und kurzzeitig am Kit für die Stoner-Doom Schwergewichte ELECTRIC WIZARD, schuf Greaves im Jahr 2004 die Band CRIPPLED BLACK PHOENIX von der er das einzig konsistente Mitglied ist. Stilistisch blieb von den alten Bands nicht viel übrig. Wer also Stoner-Doom oder Sludge erwartet ist an der falschen Adresse. Eher eine Mischung aus PORCUPINE TREE und WOVENHAND ist hier geboten. Endzeit-Prog, wenn man so will, der aber eher Wert auf Atmosphäre, als auf technische Finesse legt.

thehelldozers carnival200pxIch frage mich oft was das sein soll, der Underground. Ist es eine Bezeichnung für die Musiker und Bands die nicht eine Superstar-Karriere anstreben? Ist es vielleicht sogar der Bereich in der Musikszene, wo Musik noch nach Lust und Laune, frei von finanziellen Zwängen zelebriert wird? Also Amateure, was immer irgendwie nach Kaninchenzuchtverein klingt? Für mich klingt das immer ein wenig überheblich und auch muffig, so wie: heb den alten Teppich nicht hoch, da liegt nur Scheiße drunter, für die sich niemand verantwortlich fühlt.

attacker sinsoftheworldATTACKER veröffentlichten 1985 ihr kultiges Debüt „Battle At Helm's Deep“, das heute zu den Klassikern des US-Metal zählt. Danach, besser gesagt, 1988 kam nach einem Sängerwechsel „Second Coming“ heraus und auch stilistisch wurde eine wesentlich straightere, leicht verdaulichere Richtung eingeschlagen. Der neue Sänger John Leone tanzte aber auch nur einen Sommer, sprich er verließ ATTACKER wieder. 1994 ist der Gute bereits verstorben. Nach mehrjähriger Pause kamen ATTACKER 2004 mit „Soul Taker“ zurück und auch der Originalsänger vom Erstling Bob Mitchel war wieder mit an Bord.

thegiantsvault epManchmal bekommt man vom Schicksal eine geballert, dass man die Noten tanzen sieht. Ich habe 2016 einige Gelegenheiten verpasst THE GIANT‘S VAULT live zu sehen. Ich war jedoch trauriger die Hauptbands wie z.b.: RAGE OF SAMEDI verpasst zu haben, denn ich kannte von THE GIANT‘S VAULT nichts und so hatte ich auch kein Verlangen danach. Ein schwerer Fehler, wie sich jetzt herausgestellt hat. Ich wurde erst so richtig aufmerksam, als meine diesjährigen Favoriten WUCAN mit ihnen zusammen in ihrer Heimatstadt Fulda einen gemeinsamen Abend bestritten.

mariusziska homeMARIUS ZISKA, der in seiner färöischen Heimat zuerst mit FLUX bekannt wurde, hat mittlerweile sein drittes Soloalbum veröffentlicht. Dieses hat zwei Seiten, das sieht man schon an der Verpackung. Auf der Vorderseite prangt der Titel „Home“, auf der Rückseite findet man auch wieder das Cover und den färöischen Titel „Heim“. Oder ist das die Vorderseite? Durch das doppelte Cover kann sich jeder aussuchen, was ihm besser gefällt.

rush 2112 40coverÜber kaum ein Album existieren so viele Legenden wie über das Durchbruchalbum der Kanadier. So wurde Cliff Burnstein, der damalige A&R der Plattenfirma vorgeschickt, um denen Verantwortlichen zu erklären, dass es dieses Mal ein Lied gibt, welches über eine komplette LP-Seite geht. Beim Vorgänger „Caress Of Steel“ erlitten RUSH mit Longtracks Schiffbruch weswegen Mercury darauf bedacht waren, das die Band etwas kompakter komponiert. Doch der Erfolg gab dem Trio recht, das Titelstück ist bis in die heutige Zeit ein Maßstab, an dem sich alle Progbands messen müssen, dessen Einfluss unschätzbar ist. Wie kein Album zuvor rückte „2112“ progressive Strukturen in ein rockiges Format und war in Sachen Arrangierkunst wegweisend. Damit definierte die Formation ihren Sound, den sie bis heute durch alle Trends und Modeerscheinungen brachten. Nun jährt sich die Veröffentlichung dieses Meilensteins der Rockgeschichte zum vierzigsten Mal. Zu dem Anlass erscheint die Scheibe neu überarbeitet mit allerlei Bonusmaterial in verschiedenen Formaten, können diese dem Meisterwerk neue Aspekte abgewinnen?

darkmillenium midnightvoidStolze 23 (!) Jahre ließen uns die Sauerländer DARK MILLENIUM auf den Nachfolger von „Diana Read Peace“ warten. Bereits Anfangs der Neunziger waren DARK MILLENNIUM als neuer Stern am Death Metal-Himmel angepriesen worden. Aber bereits damals waren sie anders als der Rest. Auf dem Debüt „Ashore The Celestial Burden” deutete sich bereits an, was beim bereits erwähnten Nachfolger „Diana Read Peace“ weiter ausgebaut wurde. Eine Art Psychometal, wo auf eigenwillige Weise Death Metal, Indie und Prog respektive Jazz miteinander verbunden wurde.

zix tidesofthefinalwarAuch ohne Exotenbonus machen ZIX auf ihrem ersten Longplayer eine achtbare Figur. Wie oft bekommt man eine waschechte Metalband aus dem Libanon vor die Flinte? Eben! 2012 hat die Band die EP "The War Whore" veröffentlicht und 2016 gelang es bei Pure Steel Records zu unterzeichnen.

TheItalianWay MonsterdrugMit THE ITALIAN WAY aus Karlsruhe stand ich bereits zu seligen MySpace-Zeiten in Verbindung. Und auch ihr 2009er Demo „Under Thrasher“ befindet sich in meinem Besitz.

SacredGateJa ist schon wieder Weihnacht? In der Tat kommt kurz vor dem Konsumterrorfeste eine ganz feine Scheibe unter den Gabentisch. Aus der Schnittmenge US-Metal, Teutonenmetal und NWOBHM bieten uns die Mönchengladbacher auf ihrem mittlerweile 3. Rundling wohldurchdachte Songs, welche mich auf Anhieb begeistern konnten.

TheDoors London FogPünktlich zum Weihnachtsfest veröffentlichen THE DOORS eine Sammler-Version ihrer ersten bekannten Live-Aufnahmen. Der Kern der als „London Fog 1966“ betitelten Box stellt ein sieben Song starker Live-Mitschnitt vom Sunset-Strip aus dem Jahre 1966 dar. Doch das ist bei weitem nicht alles, was diese Box zu bieten hat.

KaiHansenAndFriends XXXKai Hansen zelebriert 30 Jahre im Metalbusiness und wird dabei von diversen Gastmusikern unterstützt.

hammerking kingisrisingAuf ihrem Zweitling „King Is Rising“ konnten sich die französischen Pfälzer von HAMMER KING was Instrumentierung, Leadgesang, Produktion und Songwriting angeht, gewaltig steigern. Gleich das eröffnende Titelstück ist ein Ohrwurm par excellance, der dich noch eine Zeit verfolgt. Unverschämt eingängig, aber verdammt gut gemacht. Auch das ohne Verschnaufpause darauf folgende „Last Hellriders“ kann mit einem Killer-Riff auftrumpfen, bollernde Drums peitschen die Nummer voran, bis der schweinegeile Refrain einsetzt. Einfach bockstark!

Rekkorder BreakingSilenceAls Typ fürs Grobe schrecke ich immer etwas vor zuviel Melodie zurück. Jedoch bin ich gerne jeder Form von guter Musik offen, und wenn mir dann noch ein Exil-Saarländer seine aktuelle Band vorstellt, werde ich erst recht hellhörig. REKKORDER aus Hamburg sind eine recht junge Band, deren Mitglieder aber schon reichlich Erfahrung in anderen Bands sammeln konnten, und das hört man auch. Ihr Debütalbum "Breaking Silence" macht nun kein langwieriges Federlesen, sondern hebt auf direktem Wege die Vorzüge dieser Combo hervor.

rothbrockproject rothbrockZweimal stand er vor der großen Chance, wurde dann aber weder bei KANSAS noch bei DEEP PURPLE fest angestellt. Dazwischen war Terry Brock mit den STRANGEWAYS einigermaßen erfolgreich, doch auch deren Karriere verlief im Sand. In den letzten Jahren machte der Mann wieder verstärkt von sich hören, sowohl solo als auch wieder mit seiner alten schottischen Formation, sowie als Ersatz von Dan Huff bei GIANT. Dort traf er auch Jon Roth, dessen Karriere bei einer späten Inkarnation von STARSHIP begann. Danach schloss er sich WINGER an, bei denen er bis heute aktiv ist. Da alle Brötchengeber der beiden derzeit wenig aktiv sind, kam Labelboss Serafino Perugio die Idee, dass die beiden etwas ohne die GIANT-Urmitglieder Mike Brignardello und David Huff auf die Beine stellen sollten. Nun ist der Name ROTH BROCK PROJECT nicht der große kreative Wurf, kann das selbstbetitelte Album mehr bieten?

fm indiscreet30Es gibt verschieden Arten das Jubiläum einer Platte zu zelebrieren. Die Briten von FM haben sich dafür entschieden den 30. Geburtstag ihres Debüts dahingehend zu feiern, indem sie es anlässlich der Feierstunde neu einzuspielen. Auf neues Material der AOR-Helden muss man indes weiter warten.

Sister StandUpForwardMarchMit „Stand Up, Forward, March!“ veröffentlichen die Schweden SISTER ihr drittes Album. Auch auf diesem bekommen die Fans grundsätzlich das geboten, was sie an der Band lieben. Darüber hinaus entwickeln sich SISTER auf ihrem neuen Album weiter.

rem outftime25thFür Bands, die nicht mehr existieren, sind die so genannten Re-Releases eine tolle Sache. Man bleibt im Gespräch, generiert Einnahmen ohne großartige Investitionen leisten zu müssen und das obwohl man eigentlich nur noch passiv lebendig ist. Bei einer Band wie R.E.M. fragt man sich allerdings auch fünf Jahre nach ihrer Auflösung wie aus heiterem Himmel, warum eigentlich? Zu sagen hatten Michael Stipe, Mike Mills und Peter Buck auch auf ihren letzten beiden Studioalben „Accelerate“ (2008) und „Collapse Into Now“ (2011) noch genug, und da ich lieber in die Zukunft als in die Vergangenheit schaue, geht mit jedem Re-Release die Hoffnung einher, dass sich die Musiker wieder zusammenfinden. Im Winter 2016 ist 25 Jahre nach seiner Erstveröffentlichung „Out Of Time“ an der Reihe.

nightstalker asabovesobelowBei dem aktuellen Album der griechischen Band NIGHTSTALKER gibt es drei Dinge, die einen bereits beim ersten Kontakt in Aufregung versetzen. Man kuckt sich das Cover an und denkt sich, „oh mein Gott“, man schaut sich die Bio der Band an und denkt „wow“, die gibt es schon seit über 25 Jahren, man legt die Platte auf, und denkt sich „och nö, schon wieder eine Ozzy Osbourne Kopie“.


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