thecharmthefury thesichdumpandhappyAlles neu macht in diesem Falle nicht der Mai, sondern die Band. Denn während das Debüt „A Shade Of My Former Self” 2013 noch bei Listenable Records/Pavement Entertainment erschien, wurde das bereits seit dem 17.03. erhältliche Zweitwerk der Niederländer, welches auf den Namen „The Sick, Dumb And Happy“ hört, über Arising Empire/Nuclear Blast veröffentlicht.

snakecharmer secondskinUnd ewig häutet sich die Schlange! Bekanntlich kann es von einer Band nur eine geben, doch nach ihrem Ausstieg wollten einige frühere WHITESNAKE-Recken weiter dem ursprünglichen Sound der Truppe frönen. Federführend war da immer das legendäre Gitarrengespann Micky Moody und Bernie Marsden, sowie Bassist Neil Murray. Doch David Coverdale war das ein Dorn im Auge, so dass er vielen Projekten wie THE SNAKES den Namen untersagte. Bei SNAKECHARMER dürfte er aber mit einem Prozess Probleme haben, schließlich hat man sich nun ein Song von RAINBOW benannt. Bernie Marsden hatte aber kein Interesse, machte lieber solo weiter und wurde vom langjährigen WISHBONE ASH-Klampfer Laurie Wisefield ersetzt. Auch im Rest der Besetzung wimmelt es von Namen, die schon bei YES und MAGNUM ihre Sporen verdienten. Im letzten Jahr stieg auch noch Moody aus, für ihn kam mit Simon McBride ein eher Unbekannter, der nun auf „Second Skin“ zu hören ist.

azelisassath totaldesecrationofexistenceAus dem Hause Avantgarde Music kommt dieser Tage das dritte Machwerk der schwedischen Black Metaller AZELISASSATH als CD heraus. Underground-Fans ist das Teil möglicherweise bereits ein Begriff, da die Scheibe kein neues Material beinhaltet, sondern bereits 2015 aufgenommen und auf Kassette (!) bei Ancient Records veröffentlicht wurde. Die Neuveröffentlichung ist heuer jedoch neu abgemischt und gemastert worden.

the monolith deathcult versus 1Es gibt Bands, die in einer gewissen Regelmäßigkeit ein neues Album ankündigen, und dann gibt es Bands, die gleich drei neue Alben vorhersagen. Hintergrund dazu ist ein Themenkonzept, das ähnlich einer Saga oder vorbestimmten Episodengeschichte eine große Story kategorisch getrennt erzählt werden soll. THE MONOLITH DEATHCULT haben sich diese anspruchsvolle Aufgabe zum Ziel gesetzt und erzählen mit „Versus 1“ zunächst mal den Anfang der Geschichte über den Okkultismus zur Nazizeit. Viele Bands schöpfen ihre Ideen aus dem Fundus des Dritten Reichs, und was passt bei einer Death Metal Band besser als die okkulte Seite dieser Thematik?

cravenidol theshacklesofmammon2005 wurden CRAVEN IDOL im Norden Londons gegründet mit dem Ziel Extrem-Metal im Stile der späten Achtziger/frühen Neunziger zu spielen. Nach einem Demo von 2006 debütierte man auf der 2010er „Ethereal Altars”-EP. Das erste vollständige Album "Towards Eschaton” kam auf dem amerikanischen Label Dark Descent Records heraus. Hier erscheint dieser Tage auch das neueste Opus “The Shackles Of Mammon”.

warrant louderharderfasterNach eher enttäuschendem Start konnte die Formation aus L.A. mit dem Zweitwerk „Cherry Pie“ ihre ganzen Stärken ausspielen und sahnte reihenweise Doppelplatin ab. Doch schon das folgende „Dog Eat Dog“ litt unter den Grunge-Wehen und verkaufte sich deutlich schlechter, auch wenn oder gerade weil man härtetechnisch noch einmal nachlegte. Nach Jahren der Irrungen war der Jubel in der Hair Metalszene groß, als man sich 2008 im Original-Line-Up wieder vereinte. Doch die Freude währte nur kurz, da sich, der mittlerweile verstorbene Sänger Jani Lane schnell wieder verabschiedete. Doch nachdem man einmal Fahrt aufgenommen hatte, wollten sich WARRANT so schnell nicht mehr ausbremsen lassen und verpflichteten den früheren LYNCH MOB-Frontmann Robert Mason. Mit ihm nahm man 2011 das starke „Rockaholic“ auf, nun will man noch einen Zahn zulegen, wie der „Louder Harder Faster“ unmissverständlich ausdrückt.

thedoomsdaykingdom thedoomsdaykingdomNach längerer, gesundheitsbedingter Auszeit, lässt Leif Edling mit THE DOOMSDAY KINGDOM seiner Vorliebe für Doom & NWoBHM freien Lauf. Herausgekommen ist ein formidables Album, das mehr nach CANDLEMASS klingt als deren letzter Output selbst. Okay, man darf nicht den Fehler machen alles nur auf CANDLEMASS zu reduzieren. THE DOOMSDAY KINGDOM sind eine eigenständige Band, die einfach die Handschrift des Meisters trägt. Das sind nun einmal epischer Doom mit all' seinen fetten Super-Riffs, die wohl keiner so perfektioniert hat wie Mr. Edling selbst. Und mit seiner Refrenzband CANDLEMASS muss er sich auch Vergleiche gefallen lassen.

zombielake thedawnofhorrorDas Zombiegenre erlebte in den letzten Jahren so etwas wie seinen zweiten Frühling. Da verwundert es wenig, dass Bands mit dem Begriff „Zombie“ im Namen wie Pilze aus dem Boden schossen beziehungsweise immer noch schießen. Eine dieser Gruppen sind ZOMBIE LAKE um Sänger Martin Missy, der den meisten Thrash Metal Fans wohl von PROTECTOR ein Begriff ist. Dieser lernte 2003 ex-NECLECT Gitarrist Derek Schilling aus New York kennen und die beiden beschlossen mit ZOMBIE LAKE eine Gruppe zu gründen, die sich dem rauen, unpolierten Thrash verschrieben hat.

dead daisies live louderNach der Veröffentlichung von zwei erfolgreichen Alben mit Sänger John Corabi ist es auch für THE DEAD DAISIES an der Zeit ein Live-Album zu veröffentlichen. Die Allstar-Truppe legt mit „Live & Louder“ das erste Live-Dokument ihrer Karriere vor, und das kann sich hören lassen.

helenefischer helenefischerEs ist momentan das Thema in allen Medien, Deutschlands Schlagerqueen veröffentlicht ihr neues Album, welches sehnsüchtig erwartet wurde. Dabei liegt die eigene Messlatte eigentlich unerreichbar hoch nach dem Erfolg des Vorgängers „Farbenspiel“. Ein Erfolg, der generalstabsmäßig geplant wurde, Werbefigur, ein prominenter, szeneaffiner Partner, eigene Fernsehshows sowie Livekonzerte aus der Ideenkiste großer Rockacts, mehr Publicity geht nicht. Als ihr dann Kristina Bach „Atemlos“ überließ, ging HELENE FISCHER komplett durch die Decke.
Doch so ein übergroßer Erfolg bringt auch negative Seiten mit sich, denn plötzlich war es nicht mehr möglich, die Musik der Dame nicht zu mögen. Dabei ist ja die Vielfalt gerade das Schöne an der Musik, Herdentrieb ist da eher deplatziert. Fanliebe in allen Ehren, aber dass man angefeindet wurde, wenn man die Qualität anderer Acts höher einschätzt, kann kein Künstler wirklich wollen, zumal es auch nicht in die heile Welt passt, welche die Überfliegerin gerne propagiert. Was ist also dran an ihr, dass eine ganze Nation bei der Ankündigung durchdreht? Immerhin sind dreieinhalb Jahre eine normale Zeitspanne im Business und mit Weihnachtsalbum und Fernsehauftritten war sie ja in der Zwischenzeit auch permanent präsent.

dragonforce reachingontoinfinityAls man sich von ZP Theart trennte und den unbekannten Mark Hudson als neuen Sänger ins Boot holte, sahen viele den Abstieg der Extreme Powermetaller gekommen. Das eher schwache „The Power Within“ schien den Skeptikern sogar recht zu geben, doch mit „Maximum Overload“ liefen DRAGONFORCE wieder zu ganz großer Form auf. Drei Jahre später, Hudson ist mittlerweile fest integriert, gibt es nun endlich einen Nachschlag. Dazwischen gab es mit „Killer Elite“ zwar eine Best Of und die etwas krude DVD „In The Line Of Fire“, doch die waren eher für Sammler. Das neue Material ist mit „Reaching Into Infinity“ wieder genauso großspurig betitelt, wie wir es von den Jungs kennen, kann es mit den alten Hits mithalten?

whileshesleeps youareweWenn man sich die Biographien einiger Bands anschaut, stellt man immer wieder (mit Erschrecken) aufs Neue fest, wie schnell doch die Zeit vergeht. So war es für mich fast kaum zu glauben, dass WHILE SHE SLEEPS bereits ihr 10jähriges Jubiläum feiern. Passend dazu erscheint nun ihr dritter Langspieler „You Are We“, auf den viele Metalcore-Fans sicherlich schon sehnsüchtig gewartet haben.

foreseen gravedangerHeftigen Hardcore/Thrash/Crossover alter Schule aus Finnland kredenzen uns FORESEEN auf ihrem Zweitling. Das 2014er Debüt „Helsinki Savagery“ ging straighter nach vorne, versohlte einem ordentlich die Fresse und war eher primitiv und effektvoll. Bei „Grave Danger“ lässt man es etwas verspielter und abwechslungsreicher angehen, wenn auch nur minimal.

livsin followmeDas Ende von SISTER SIN 2015 kam einerseits durchaus überraschend, denn mit fünf Studioalben im Rücken hat man sich über die Jahre einen Ruf als gute Liveband hart erarbeitet, andererseits schien tatsächlich die Luft raus zu sein bei der schwedischen Kapelle, man stagnierte einfach nur noch so vor sich hin und das ist für eine Band irgendwann tödlich. Ganz von der Bildfläche verschwunden sind SISTER SIN aber nicht, die Sängerin Liv Jagrell macht einfach fortan mit einigen mehr oder minder bekannten Musikern unter dem Label LIV SIN weiter, ein ganz cleverer Bandname. Die erste Platte ist inzwischen da und Liv fordert selbstbewusst dazu auf, dass man ihr folgt.

astraldoors blackeyedchildrenASTRAL DOORS ist eine jener Bands, die irgendwie ihre Marschroute nie verlassen, dennoch immer ein gewisses Maß an Qualität abliefern. Und das seit bereits 15 Jahren. Auch auf Album Nummer 7 ist das so, ganz im Stile von DIO & RAINBOW & BLACK SABBATH wird neues Material angepriesen. Es ist wie gewohnt die gleiche Schiene, aber das machen sie einfach gut.

clovenhoof whomournsforthemourningstarDas Warten hat ein Ende und die einstigen NWOBHM-Helden CLOVEN HOOF enttäuschen auf keinen Fall. Vielmehr ist der Band wieder einmal gelungen, sich selbst neu zu erfinden. Natürlich (!) hat sich das Line-Up wieder einmal verändert und man hat mit Powerröhre George Call (ASKA, BANSHEE, VIOLENT STORM, WARRION, ex-OMEN ) einen neuen Mann am Mikro dabei, der HOOF gesanglich in ganz neue Sphären katapultiert. Dieser hat gleich den ASKA-Drummer Danny White mitgebracht. Geblieben ist das spitzenmäßige Gitarristen-Duo Luke Hatton/Chris Coss. Und natürlich Gründungsmitglied und Mr. CLOVEN HOOF himself Lee Payne.

dockerrock dockerrockWenn ich versuche einen positiven Ansatz zu diesem Album, es ist das erste der Band DOCKERROCK, dann ist es dieser. Als Musikliebhaber und Musikjournalist bei einem Onlinemagazin wird man quasi überhäuft mit guter Musik, man hat in der Tat die Qual der Wahl, und da tut es von Zeit zu Zeit wirklich gut, sich mit einem Haufen Müll auseinandersetzen zu dürfen, denn das schärft die Ohren und man kann hinterher wieder viel besser die gut gemachte Musik genießen.

extinction themonarchslavesEigentlich wurden EXTINCTION bereits 1995 im italienischen Puglia gegründet. Trotzdem muss sich niemand grämen, wenn er wie ich bisher noch nie etwas von der Band gehört hat. Denn mit „Progress Regress“ erschien zwar 1996 ein Demo mit 5 Songs, mehr tat sich damals aber auch nicht. Nachdem der ehemalige Sänger Massimo Muci jedoch 1997 ausstieg und Bandgründer Danilo Bonuso infolgedessen nach Turin zog, löste sich die Gruppe auf. Erst 2014, also ganze 17 Jahre später, gründete Bonuso EXTINCTION mit neuen Mitgliedern neu. Mit „The Monarch Slaves“ erscheint nun am 30.04. über 20 Jahre nach dem ersten Demo endlich das Debüt der Italiener.

harlott extinctionObwohl HARLOTT mit „Origin“ (2013) und „Proliferation“ (2015) bereits zwei Alben veröffentlicht haben, sind sie in unseren Breitengraden noch relativ unbekannt. Dies mag auch daran liegen, dass die meisten Hörer mit Australien eher Hardrock wie AC/DC und AIRBOURNE als Thrash Metal verbinden. Dabei hat der fünfte Kontinent bereits seit den frühen Achtzigern eine kleine aber feine Thrash Metal Szene zu bieten, deren bekannteste Vertreter wohl MORTAL SIN, HOBB’S ANGEL OF DEATH und vor allem DESTRÖYER 666 sein dürften.

Sewer Rats Heartbreaks and Milkshakes Cover„Heartbreaks and Milkshakes“ ist das dritte Studio-Album des umtriebigen Kölner Dreigespanns, produziert von Archie Alert, dem Frontmann der Punk-Band TERRORGRUPPE. Die letzten Jahre verbrachte die Band überwiegend „On The Road“: Ob die USA, China oder Japan – bei über 400 Shows vor teilweise mehr als 80.000 Menschen, brachten Chris Gin, Schorni Walker und Danny Dillinger unablässig ihren billyesken Pop-Punk unter das Volk. Nicht mehr mit dabei: Gründungsmitglied Puck Lensing (Ex-FRANTIC FLINTSTONES, Ex-THE BOOZEHOUNDS), der nun in Berlin lebt und derzeit den Kontrabass bei SAUDIA YOUNG (Noir Rockabilly Blues) slappt, jedoch der Band nach wie vor sehr verbunden ist.


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