Duel Witchbanger smallKnapp ein Jahr liegt die letzte DUEL-Platte „Fears Of The Dead“ nun zurück, damals zog mich die Band noch hauptsächlich wegen den SCORPION CHILD-Mitgliedern an. Bereits „Fears Of The Dead“ stand auf eigenen Beinen, mit „Witchbanger“ legen DUEL nochmals nach.

Die beiden Ex-SCORPION CHILD Mitglieder Tom Frank (Gesang/Gitarre) und Basser Shaun Avants haben es geschafft mit DUEL eine Band zu starten, die in gewisser Weise ihren eigenen Stil fernab von ihrer Ex-Band aufweist. Auch auf „Witchbanger“ findet man viele Gitarren-Riffs, die mich sehr an die erste SCORPION CHILD-Platte erinnern. Ansonsten unterscheidet sich das Album und die Band ziemlich von der Ex-Truppe des Bassers und Sängers. Der Sound von „Witchbanger“ ist noch mehr im Old-School-Bereich angesiedelt und die Gitarren klingen nach gutem altem Siebziger-Rock. Dabei rocken die Herren mit dem flotten Opener „Devil“ gleich ordentlich los und geben mit dem Titelstück gleich noch eine Portion Groove dazu - genau so muss ein Album eröffnet werden. „The Sake Queen“ siedelt sich wieder mehr im Mid-Tempo-Bereich an und erinnert an die erste Platte der Band, eine coole wenn auch ruhige Nummer. Psychedelisch und etwas progressiv wird es mit „Astro Gypsy“, wobei mich hier wirklich interessieren würde, welche Bedeutung hinter dem Titel steckt. Die Nummer zieht nach einem gemütlichen Intro vom Tempo her stark an und entwickelt sich zu einem sehr abwechslungsreichen und interessanten Song.

Auch bei „Heart Of The Sun“ ist die Band schnell unterwegs, arbeitet allerdings mit vielen Tempo-Wechseln. „Bed Of Nails“ startet mit einem ruhigen mystischen Intro, bevor es dann schön los rockt, dennoch kommt der Song etwas sperrig daher. Ganz im Gegenteil „Cat’s Eye“, das ziemlich schnell ins Ohr geht und ein interessantes Riffing bietet, hier wird einmal mehr klar, was für einen geilen Gitarrensound die Band fährt. Mit „Tigers And Rainbows“ findet das Album einen gekonnten Abschluss, der zum Teil wieder die Doom-Einflüsse aufblitzen lässt.

DUEL haben mit „Witchbanger“ das verflixte zweite Album zu einem verflixt guten gemacht. Die Platte übertrifft für meinen Geschmack „Fears Of The Dead“; auch wenn kein absoluter Hit enthalten ist, überzeugen vor allem der Sound und die genialen Songstrukturen. Für alle Freunde des Heavy-Psychedelich-70s-Rock geeignet - wer auf moderne Produktionen mit viel Bombast steht, ist hier hingegen an der falschen Adresse. (Pascal)


Bewertung:

Pascal7,5 7,5 / 10


Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 34:32 min 
Label: Heavy Psych / Cargo
Veröffentlichungstermin: 28.04.2017

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