extinction themonarchslavesEigentlich wurden EXTINCTION bereits 1995 im italienischen Puglia gegründet. Trotzdem muss sich niemand grämen, wenn er wie ich bisher noch nie etwas von der Band gehört hat. Denn mit „Progress Regress“ erschien zwar 1996 ein Demo mit 5 Songs, mehr tat sich damals aber auch nicht. Nachdem der ehemalige Sänger Massimo Muci jedoch 1997 ausstieg und Bandgründer Danilo Bonuso infolgedessen nach Turin zog, löste sich die Gruppe auf. Erst 2014, also ganze 17 Jahre später, gründete Bonuso EXTINCTION mit neuen Mitgliedern neu. Mit „The Monarch Slaves“ erscheint nun am 30.04. über 20 Jahre nach dem ersten Demo endlich das Debüt der Italiener.

Hier bieten einem Alice Darkpeace bzw. Alice Lospinoso (Gesang), Danilo Bonuso (Gitarre), Marco Hellfire Campanati (Gitarre), Marco Vicenza (Bass) und Alberto Scrivano (Schlagzeug) nun eine Mischung aus Death und Thrash Metal, wobei hier der Death Metal ganz klar überwiegt, was ganz klar an der Stimme von Alice Darkpeace liegt. Erwähnenswert ist hierbei vielleicht noch, dass die Dame 2016 an „Italia’s got Talent“ teilgenommen hat. Was wohl das Pedant zu „Deutschland sucht den Superstar“ ist. Leider ist das dann auch schon das einzige erwähnenswerte an der Sängerin. Warum das so ist, erkläre ich gleich.

Zunächst einmal muss man ganz klar feststellen, dass die Instrumentalfraktion zwar keinen herausragenden, aber dennoch einen ordentlichen Job macht. Mehr aber auch nicht. Die 10 hier enthaltenen Stücke glänzen zum Großteil mit Einfallslosigkeit und wirken irgendwie uninspiriert. Von jemandem wie Bonuso, der dermaßen lange auf das erste Album seiner Band warten musste, hätte ich da deutlich mehr erwartet. Auch die Texte machen es nicht wirklich besser. So wirken besonders die Lyrics beim Titelsong sowie beim folgenden „Conspirators“ als hätte man sie eins zu eins von „Verschwörungstheorien Wiki“ übernommen.

Die Krone setzt dem ganzen jedoch der „Gesang“ von Sängerin Alice auf. Denn eins merkt man hier schon beim Opener „The Monarch Slaves“ ganz deutlich und zwar, dass die Frau absolut keine Ahnung hat, was vernünftige Growls sind. So grunzt sie sich dann fernab von jedem Timing, Rhythmusgefühl oder irgendeiner Dynamik durch die Songs. Spätestens nach 3 Nummern zuckt der Finger in Richtung Ausschaltknopf. Doch leider muss man als Redakteur eines Onlinemagazins, bei dem es nun einmal um Musik geht, manchmal leidensfähig sein und sich das Album bis zum Ende antun.

Und wenn man schon denkt, es ginge nicht mehr schlimmer, wird man von EXTINCTION eines Besseren belehrt. Vergreifen sie sich doch allen Ernstes an „Smells Like Teen Spirit“. In den Augen nicht weniger Metaller haben NIRVANA mit der Nummer in den Neunzigern den klassischen Metal getötet, nun, Alice Darkpeace setzt sogar noch einen drauf und tötet mit ihrer Stimme den Song.
Da der Rest der Band durchaus über spielerische Fähigkeiten verfügt, reicht es hier ganz knapp noch zu vier Punkten.

Leider hat sich meine anfängliche Skepsis aufgrund der Tatsache, dass es vom ersten Demo bis zu „The Monarch Slaves“ so unglaublich lange gedauert hat, hier voll und ganz bestätigt. Die durchaus vorhandenen Ansätze zu einem deutlich besseren Werk werden durch die stinklangweiligen Growls jedenfalls sofort im Keim erstickt. So bleibt „The Monarch Slaves“ ein Album, das nach einmaligem Hören irgendwo in den Tiefen der CD-Sammlung verschwindet, um dann zu Recht in Vergessenheit zu geraten. (Matthias)


Bewertung:

Matthias4,0 4 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 47:11 min
Label: Unholy Fire Records
Veröffentlichungstermin: 30.04.2017

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