freakings toxicendDass sich die Verfasser von Promotiontexten gerne in Superlativen ergehen, ist man ja mittlerweile gewohnt. Im Falle des Textes zur neuen Scheibe von FREAKINGS konnte ich mir ein leichtes Schmunzeln jedoch nicht verkneifen, kommt doch schon alleine der Satz „Drei wirklich extrem spielfreudige Rabauken, die für ihre Sache alles an kochendem Herzblut opfern, was die Pumpe nur hergibt“ eher unfreiwillig komisch rüber.

Da macht es schon deutlich mehr Sinn, sich selbst seine Meinung zur mit „Toxic End“ betitelten dritten Scheibe der Schweizer zu bilden. Wurde doch der Vorgänger „Gladiator“ (2014) vom Rock Hard zum Demo des Monats gewählt. Weiterhin erwähnenswert ist die Tatsache, dass FREAKINGS in ihren Texten christliches Gedankengut verbreiten.

Kommen wir nun aber zur Musik. Vergleicht man „Toxic End“ mit „Gladiator“, so sind hier nur marginale Unterschiede festzustellen. Ansonsten sind sich Simon Straumann (Schlagzeug), Toby Straumann (Bass) und Jonathan Brutschin (Gitarre, Gesang) treu geblieben und frönen auch auf dieser Scheibe ihrer Leidenschaft für Old School Thrash Metal. Technische Finesse sollte man von den Songs des Trios also eher nicht erwarten. Stattdessen prügeln sich FREAKINGS hier mit kompromissloser Härte durch die 11 Songs der Scheibe. Auch Brutschin liefert hier genau das, was man vom Sänger einer Band dieser Prägung erwartet.

Mich erinnert das Ganze stark an Bands wie VIOLATOR, MUNICIPAL WASTE, WARBRINGER oder DEMOLITION HAMMER.

Doch obwohl die Band ihre Instrumente beherrscht und ich schon deutlich schlechtere Sänger als Jonathan Brutschin gehört habe, gibt es leider ein paar Punkte, die ich kritisieren muss. Da wäre zu einem die fehlende Abwechslung. Klar werden nicht wenige Fans, die Scheibe aufgrund der Kompromisslosigkeit abfeiern, doch spätestens nach 5 Songs merkt man, dass sie sich von der Struktur her alle sehr ähneln. Was die Angelegenheit dann auf Dauer ein wenig langweilig macht. Zum Zweiten ist da noch die Tatsache, dass mir, obwohl ich mir „Toxic End“ insgesamt fünfmal angehört habe, keine der Nummern besonders im Gedächtnis geblieben ist.

Abschließend kann man sagen, dass FREAKINGS durchaus wissen, wie Old School Thrash Metal zu klingen hat. Gelingt es ihnen in Zukunft noch etwas mehr Variabilität in ihr Songwriting zu bringen, ist beim nächsten Mal auch eine höhere Bewertung drin. (Matthias)


Bewertung:

Matthias6,5 6,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 35:15 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 06.03.2017

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