House Of Lords - Live In The UK Nachdem HOUSE OF LORDS 2004 mit ihrem Comeback-Album „The Power And The Myth“ wieder auf der Bildfläche erschienen sind, starten sie offenbar richtig durch – letztes Jahr folgte das zweite „neue“ Album – und jetzt legen die Herren um Frontmann James Christian noch ein Live-Scheibchen nach. Und der Inhalt auf dem simpel „Live In The UK“-betitelten Werk ist mitnichten aktuell – nein, hier gibt es den gesamten Auftritt auf dem Firefest in Nottingham am 26.11. 2005.

Eine hervorragende Gelegenheit nach zwei überragenden Studiowerken auch mal zu testen, was die Herren live denn so alles auf dem Kasten haben… Die Tatsache, dass Gründungsmitglied und Keyboarder Gregg Giuffria nicht mehr dabei ist, führt dazu, dass Shouter James Christian auch das notwendige Programming der Tasteninstrumente vorgenommen hat – und dass sich HOUSE OF LORDS mit nur drei Titeln vom seinerzeit neuesten Werk dazu entschieden haben, den Schwerpunkt auf ihre erste Schaffensphase zwischen 1987 und 1990 zu konzentrieren verspricht ebenfalls, interessant zu werden.

Zunächst lassen es HOUSE OF LORDS sehr sphärisch angehen, bevor der Klassiker „Sahara“ so richtig losrockt. Auf dem Niveau einmal angekommen rücken die vier Recken auch keinen Millimeter mehr davon ab – zwischenzeitlich wird es mit „Talkin´ Bout Love“ oder „The Edge Of Your Life“ ein wenig balladesker – aber durchgängig überzeugen sowohl James Christian stimmlich, als auch die perfekt stimmige Instrumentalfraktion.

Das Material von „The Power And The Myth“ wird als Dreierpack in einem Block eingeschoben – „Mind Trip“, „All Is Gone“ und „The Rapture“ gliedern sich nahtlos in das Gefüge ein – wobei vor allem das flotte „The Rapture“ mächtig Druck machen kann.

Dennoch bleibt ganz klar festzuhalten, dass das neue Material den alten Krachern nicht das Wasser abgraben kann – „Pleasure Palace“ oder „Slip Of The Tongue“ sind dafür einfach zu zeitlos genial. Und auch die alte Ballade „Can´t Find My Way Home“ ist zwar recht seicht, aber so stimmig und durchdacht, dass hier keine Schmalzgefahr herrscht.

Als kleines Bonus-Schmankerl macht der bislang nur auf der Japan-Version von „The Power And The Myth“ erschienene Studiotrack „Havana“ die Stunde Spielzeit voll.

HOUSE OF LORDS liefern ein hervorragendes Live-Dokument ab – damit beweisen sie, dass sie die Power der Studioalben problemlos live umsetzen können – zwischenzeitlich verliert man sich zwar das ein oder andere Mal etwas mehr als nötig in dadurch leicht frickelig wirkende Instrumentalpassagen – manchmal klingt James Christian etwas zu angestrengt – und manchmal nervt der überflüssige Backing-Chor auch einfach nur – insbesondere bei „Love Don´t Lie“.
Aber ich will mich nicht zu viel beklagen – denn beim Blick auf das Gesamtwerk verpuffen diese Kritikpunkte und zurück bleibt einfach ein exzellentes Live-Album, bei dem man nur zum Zugreifen raten kann.

Note: 8,0 / 10

Anspieltipps: „Sahara”, „Pleasure Palace”, „Slip Of The Tongue”

VÖ: 26.01.2007

Spielzeit: 60:44 min
Titel: 13
Label: Frontiers Records

(Naglagor)
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