kypck 3epoEigentlich hatte ich ja sämtliche SENTENCED-Nachfolgebands immer im Auge. Dachte ich. Denn diese hier ist bisher vollkommen an mir vorbeigegangen. Ein Bekannter machte mich jedoch im Herbst auf KYPCK (sprich: Kursk) aufmerksam. Und als dann das neue Album zum Besprechen eintrudelte, musste ich natürlich zugreifen, um mich mal wirklich mit der Band auseinanderzusetzen.

KYRCK wurden von Ex-SENTENCED-Gitarrist Sami Lopakka gegründet und singen, obwohl alle Bandmitglieder Finnen sind, ausschließlich auf Russisch. Klingt im ersten Moment seltsam, aber wenn man mal genauer drüber nachdenkt ist es eigentlich gar nicht so abwegig. Immerhin ist Russland ja der große Nachbar der Finnen. In Russland konnte man dementsprechend auch schon größere Erfolge feiern, in Deutschland ist das bisher ausgeblieben. Wird es vermutlich auch, denn dafür ist die Band sowohl musikalisch als auch lyrisch einfach zu speziell.

Die Band selber bezeichnet ihren Stil als Doomsday Metal. Wahrscheinlich, weil einem ja irgendein Label anhaften muss und keines so richtig passt. Denn KYPCK mischen mit den doomigen Ansätzen durchaus auch gerne mal Black Metal, es geht aber auch immer mal wieder in die Progecke. Wie soll man ein solches Kind also nennen? Meinetwegen eben Doomsday Metal. Heutzutage erfindet ja sowieso jeder sein eigenes Genre.

Damit bieten KYPCK eine äußerst interessante Mischung und auch ein interessantes Konzept, allein es kann mich nicht vollends überzeugen. Dazu bleiben die Songs einfach zu wenig im Ohr. Über große Strecken ist mir das Album auch einfach einen Tick zu ruhig. Die Finnen gefallen mir einfach besser, wenn sie schneller unterwegs sind, wie z.B. bei „Moya Zhizn“, wenn es einfach mal etwas heftiger wird. Oder auch das schöne schnelle „Progulka Po Neve“, das so richtig heavy und düster loslegt und sofort ins Ohr geht.

Schön ist auch „Na Nebe Vizhu Ya Litso“, bei dem mit Anna Jousne auch eine Sängerin zum Einsatz kommt. Die weibliche Stimme ist eine schöne Ergänzung zum Song und verleiht ihm das gewisse Etwas. Insgesamt kann mich das Album jedoch nicht wirklich überzeugen, dafür ist es mir musikalisch einfach zu uninteressant. Aber immerhin gibt es im Booklet auch die Übersetzungen der russischen Texte, so dass man nicht ganz so allein auf weiter Flur steht.  (Anne)

 

Bewertung:

Anne6,0 6 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 61:06 min
Label: Soulfood
Veröffentlichungstermin: 16.12.2016

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